{"id":361,"date":"2007-09-04T10:58:49","date_gmt":"2007-09-04T09:58:49","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/nachgesalzen\/2007\/09\/04\/koch-sein_361"},"modified":"2007-09-04T10:58:49","modified_gmt":"2007-09-04T09:58:49","slug":"koch-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/nachgesalzen\/2007\/09\/04\/koch-sein_361","title":{"rendered":"Koch sein"},"content":{"rendered":"<p>Was Berufskochen bedeutet konnte ich noch keinem Laien wirklich klar machen. Im <em>Spiegel<\/em> dieser Woche ist eine gute Geschichte \u00fcber den Wahnsinn des Fernsehkochens.<\/p>\n<p>Tim M\u00e4lzer kommt mit einigen sehr vern\u00fcnftigen Gedanken zu Wort. Er meint, so lustig, froh und unbeschwert wie im Fernsehen ist der Beruf des Profikochs mitnichten. M\u00e4lzer sagt sinngem\u00e4\u00df: &#8222;Familienleben kann man sich v\u00f6llig abschminken, kein Beruf ist so knochenhart, und vor allen Dingen unsozial, wie der des Kochs. Eigentlich ist das nur etwas f\u00fcr Verr\u00fcckte.\u201d Ende des Zitats.<\/p>\n<p>Viele wildgewordene Hobbyk\u00f6chen wollen das einfach nicht glauben. Weshalb ich nichts mehr f\u00fcrchte, als Amateure, die ein Restaurant er\u00f6ffnen. Mit Kochen ist es ja nicht getan, serviert muss auch noch werden und das zusammen sind nur die H\u00e4lfte der Probleme, denn Buchhaltung und Papierkrieg sind extrem schwierig.<\/p>\n<p>In meinem Betrieb kommt niemand unter 10 Stunden t\u00e4glich aus der K\u00fcche. Dass man als Chef nicht weniger als der Jungkoch arbeitet, d\u00fcrfte selbstverst\u00e4ndlich sein. So wundert es nicht, dass ich am gesellschaftlichen Leben in Stuttgart nicht teilnehmen kann. Inzwischen bin ich allerdings so alt und erfahren, dass ich dar\u00fcber froh bin.<\/p>\n<p>Trotzdem, den Familienmenschen \u201eDaddy Vincent\u201c, den gibt es nicht. Meine Familie, das sind meine G\u00e4ste die im Gastraum sitzen. Wie das in Familien so ist, auch dort herrscht nicht die totale Idylle.<\/p>\n<p>Nun wieder zu mir: Ich sehe zwar gem\u00fctlich aus, aber das t\u00e4uscht. Als locker-aufger\u00e4umter Typ kann man kein Sternerestaurant mit 25 Mitarbeitern f\u00fchren. Man muss mindestens so abgeh\u00e4rtet sein wie der Beruf vertrackt und verteufelt ist. Der Kochberuf ist nur auszuhalten, wenn man davon besessen ist und die Ehefrau denselben Hau hat. Es ist ungef\u00e4hr so, wie bei den Suvival-Typen, die Spa\u00df daran haben, ums verrecken \u00fcber den Atlantik rudern zu m\u00fcssen. Hat man die Kondition und den \u201eSpirit\u201c ist es die sch\u00f6nste Sache der Welt, jedenfalls das Kochen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was Berufskochen bedeutet konnte ich noch keinem Laien wirklich klar machen. Im Spiegel dieser Woche ist eine gute Geschichte \u00fcber den Wahnsinn des Fernsehkochens. Tim M\u00e4lzer kommt mit einigen sehr vern\u00fcnftigen Gedanken zu Wort. Er meint, so lustig, froh und unbeschwert wie im Fernsehen ist der Beruf des Profikochs mitnichten. M\u00e4lzer sagt sinngem\u00e4\u00df: &#8222;Familienleben kann [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":75,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-361","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v21.0 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Koch sein - Nachgesalzen<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/nachgesalzen\/2007\/09\/04\/koch-sein_361\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Koch sein - Nachgesalzen\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Was Berufskochen bedeutet konnte ich noch keinem Laien wirklich klar machen. Im Spiegel dieser Woche ist eine gute Geschichte \u00fcber den Wahnsinn des Fernsehkochens. Tim M\u00e4lzer kommt mit einigen sehr vern\u00fcnftigen Gedanken zu Wort. Er meint, so lustig, froh und unbeschwert wie im Fernsehen ist der Beruf des Profikochs mitnichten. M\u00e4lzer sagt sinngem\u00e4\u00df: &#8222;Familienleben kann [&hellip;]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/blog.zeit.de\/nachgesalzen\/2007\/09\/04\/koch-sein_361\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Nachgesalzen\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2007-09-04T09:58:49+00:00\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Vincent Klink\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Geschrieben von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Vincent Klink\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"2\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/nachgesalzen\/2007\/09\/04\/koch-sein_361\",\"url\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/nachgesalzen\/2007\/09\/04\/koch-sein_361\",\"name\":\"Koch sein - Nachgesalzen\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/nachgesalzen\/#website\"},\"datePublished\":\"2007-09-04T09:58:49+00:00\",\"dateModified\":\"2007-09-04T09:58:49+00:00\",\"author\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/nachgesalzen\/#\/schema\/person\/cdd345c2d0a8458fe9af904889e544be\"},\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/nachgesalzen\/2007\/09\/04\/koch-sein_361#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/blog.zeit.de\/nachgesalzen\/2007\/09\/04\/koch-sein_361\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/nachgesalzen\/2007\/09\/04\/koch-sein_361#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/nachgesalzen\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Koch sein\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/nachgesalzen\/#website\",\"url\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/nachgesalzen\/\",\"name\":\"Nachgesalzen\",\"description\":\"Das Blog der K\u00f6che, Gastronomen und Gourmets\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/nachgesalzen\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":\"required name=search_term_string\"}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/nachgesalzen\/#\/schema\/person\/cdd345c2d0a8458fe9af904889e544be\",\"name\":\"Vincent Klink\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/nachgesalzen\/#\/schema\/person\/image\/\",\"url\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/1180e1cf90a70886fd5b98037c8cf28c4d8c19aec023516f0d1c407dcc16a678?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/1180e1cf90a70886fd5b98037c8cf28c4d8c19aec023516f0d1c407dcc16a678?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"Vincent Klink\"},\"url\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/nachgesalzen\/author\/vincent-klink\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Koch sein - Nachgesalzen","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/blog.zeit.de\/nachgesalzen\/2007\/09\/04\/koch-sein_361","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Koch sein - Nachgesalzen","og_description":"Was Berufskochen bedeutet konnte ich noch keinem Laien wirklich klar machen. Im Spiegel dieser Woche ist eine gute Geschichte \u00fcber den Wahnsinn des Fernsehkochens. Tim M\u00e4lzer kommt mit einigen sehr vern\u00fcnftigen Gedanken zu Wort. Er meint, so lustig, froh und unbeschwert wie im Fernsehen ist der Beruf des Profikochs mitnichten. M\u00e4lzer sagt sinngem\u00e4\u00df: &#8222;Familienleben kann [&hellip;]","og_url":"https:\/\/blog.zeit.de\/nachgesalzen\/2007\/09\/04\/koch-sein_361","og_site_name":"Nachgesalzen","article_published_time":"2007-09-04T09:58:49+00:00","author":"Vincent Klink","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Geschrieben von":"Vincent Klink","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"2\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/nachgesalzen\/2007\/09\/04\/koch-sein_361","url":"https:\/\/blog.zeit.de\/nachgesalzen\/2007\/09\/04\/koch-sein_361","name":"Koch sein - Nachgesalzen","isPartOf":{"@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/nachgesalzen\/#website"},"datePublished":"2007-09-04T09:58:49+00:00","dateModified":"2007-09-04T09:58:49+00:00","author":{"@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/nachgesalzen\/#\/schema\/person\/cdd345c2d0a8458fe9af904889e544be"},"breadcrumb":{"@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/nachgesalzen\/2007\/09\/04\/koch-sein_361#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/blog.zeit.de\/nachgesalzen\/2007\/09\/04\/koch-sein_361"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/nachgesalzen\/2007\/09\/04\/koch-sein_361#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/blog.zeit.de\/nachgesalzen"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Koch sein"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/nachgesalzen\/#website","url":"https:\/\/blog.zeit.de\/nachgesalzen\/","name":"Nachgesalzen","description":"Das Blog der K\u00f6che, Gastronomen und Gourmets","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/blog.zeit.de\/nachgesalzen\/?s={search_term_string}"},"query-input":"required name=search_term_string"}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/nachgesalzen\/#\/schema\/person\/cdd345c2d0a8458fe9af904889e544be","name":"Vincent Klink","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/nachgesalzen\/#\/schema\/person\/image\/","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/1180e1cf90a70886fd5b98037c8cf28c4d8c19aec023516f0d1c407dcc16a678?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/1180e1cf90a70886fd5b98037c8cf28c4d8c19aec023516f0d1c407dcc16a678?s=96&d=mm&r=g","caption":"Vincent Klink"},"url":"https:\/\/blog.zeit.de\/nachgesalzen\/author\/vincent-klink"}]}},"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/nachgesalzen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/361","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/nachgesalzen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/nachgesalzen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/nachgesalzen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/75"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/nachgesalzen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=361"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/nachgesalzen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/361\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/nachgesalzen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=361"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/nachgesalzen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=361"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/nachgesalzen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=361"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}