{"id":470,"date":"2008-02-26T14:37:41","date_gmt":"2008-02-26T13:37:41","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/nachgesalzen\/2008\/02\/26\/sa-langue-marche-toujours_470"},"modified":"2008-02-26T14:37:41","modified_gmt":"2008-02-26T13:37:41","slug":"sa-langue-marche-toujours","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/nachgesalzen\/2008\/02\/26\/sa-langue-marche-toujours_470","title":{"rendered":"Sa langue marche toujours"},"content":{"rendered":"<p><em>Politik ist die Kunst des M\u00f6glichen<\/em>, sagte Otto von Bismarck. Daran hat sich wohl auch der franz\u00f6sische Staatspr\u00e4sident Sarkozy erinnert, der vergangenes Wochenende Landwirtschaftsmesse in Paris mit der Ank\u00fcndigung er\u00f6ffnete, er unterst\u00fctze Bestrebungen, der franz\u00f6sischen K\u00fcche den Status eines von der UNESCO gesch\u00fctzten Weltkulturerbes zu verleihen. Und die Medien unserer Nachbarn zitierten ihn mit der Behauptung, sie sei &#8222;die beste K\u00fcche der Welt&#8220;.<\/p>\n<p>Bei allem Respekt vor den franz\u00f6sischen Bauern, Viehz\u00fcchtern und Fischern und ihren auch hier gesch\u00e4tzten Produkten \u2013 es kommt nicht nur drauf an, was drin ist, sondern auch, was man daraus macht.<\/p>\n<p>Viele unserer franz\u00f6sischen Kollegen haben sich den Ruf von der besten K\u00fcche \u00fcber Generationen verdient, sie gilt heute noch als \u201eklassisch\u201c \u2013 da, wo sie noch gepflegt und gehegt wird. Deshalb aber von der UNESCO den Adelstitel zu erheischen, ist blanker Sarskozy-Populismus. Hervorragende K\u00f6che gibt es in der Schweiz ebenso wie in Nordspanien und der Michelin f\u00fcr Japan lobte und belohnte Restaurants in Tokio. Zudem zieht es den einen oder anderen deutschen Spitzenkoch sogar in die Luxusrestaurants von Moskau. Links und rechts des Rheins wird mit Wasser gekocht \u2013 doch \u00f6stlich des Rheins, so viele Experten, findet man heute deutlich h\u00e4ufiger die feine K\u00fcche.<\/p>\n<p>Wer ein bisschen \u00fcber den nationalen Tellerrand hinaus schaut, wird anerkennen, dass gerade in der gehobenen Gastronomie ein reger Austausch von Menschen und Meinungen befruchtend und f\u00fcr alle segensreich wirkt. Ein gutes Beispiel geben da die in vielen L\u00e4ndern Europas engagierten\u00a0 \u201eJeunes Restaurateurs d\u2019Europe\u201c.<\/p>\n<p>Ich empfehle dem Staatspr\u00e4sidenten, deren Leitbild zu lesen (<a href=\"http:\/\/www.jre.net\/\">www.jre.net<\/a>). Sie wollen \u201eTalent und Leidenschaft auf dem Kontinent des Wohlgeschmacks\u00a0 vereinen und uns der Welt zeigen\u2026\u201c Weiter hei\u00dft es dort: \u201eWir verpflichten uns, mit unseren Mitarbeitern und Gleichgesinnten eine solidarische Gemeinschaft zu bilden, die hohe Anspr\u00fcche verfolgt und unsere Kunst st\u00e4ndig zu erneuern, damit unsere K\u00fcche den k\u00fcnftigen Generationen als Beispiel dient und den Frauen und M\u00e4nnern unserer Zeit schon jetzt Genuss bereitet\u2026&#8220;<\/p>\n<p>Auch wenn die Nationalversammlung die G\u00e4nse- und Enten(stopf)leber bekanntlich zum nationalen Kulturgut erkl\u00e4rt hat\u00a0 (um ihre Herstellung vor tierschutzrechtlichen Anfechtungen zu sch\u00fctzen) darf man fragen, ob der franz\u00f6sische Staatspr\u00e4sident (Medienkritik: \u201esa langue marche toujours\u201c) mal wieder seinen Mund ein wenig zu voll genommen hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Politik ist die Kunst des M\u00f6glichen, sagte Otto von Bismarck. 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