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Déjà-vu? Die Kunst der Wiederholung

 

Ab morgen bis zum 5. August findet in der Kunsthalle Karlsruhe die Ausstellung Déjà-vu? Die Kunst der Wiederholung von Dürer bis YouTube statt. Zur Einstimmung haben die Verantwortlichen der Kunsthalle ein informatives Webvideo gedreht. Da es auch in der Ausstellung um YouTube geht könnte man sagen: Sie haben es verstanden. Thematisch passt dazu Kirby Fergusons Everything is a Remix auch sehr gut.

Aus der Pressemeldung:

Das Phänomen des Kopierens ist so alt wie Kunst selbst. Gerade im Zeitalter von „Copy & Paste“ gewinnt die Frage nach dem Stellenwert von Kopien neue Aktualität. Die Kunsthalle untersucht in einem Kooperationsprojekt mit der Staatlichen Hochschule für Gestaltung (HfG) Karlsruhe die vielfältigen Formen, Funktionen und Motive des Kopierens. Um die verschiedenen Facetten der Kopie sichtbar zu machen, spannt die Ausstellung den Bogen von der Kunst des späten Mittelalters über die Moderne bis zur zeitgenössischen Kunst und zur Welt des Internet. Zu sehen sind rund 120 Werke, unter anderem von Albrecht Dürer, David Teniers d. J., Eugène Delacroix, Edgar Degas, Vincent van Gogh, Giorgio de Chirico, Cindy Sherman, Hiroshi Sugimoto und Yinka Shonibare.

(via)

1 Kommentar


  1. „Deja-Vu ? Die Kunst der Wiederholung von Dürer bis YouTube“.
    Das Thema Fälschung in der Kunst wurde lange Zeit ausgeblendet und bekam in jüngster Zeit aktuellen Bezug durch spektakuläre Kunstfälschungsskandale und wurde überdies befördert durch die anhaltenden Diskussionen um die zahlreichen Plagiatsaffären bei Dissertationsarbeiten unserer Politiker.
    Die Ausstellung in der staatlichen Kunsthalle Karlsruhe mit dem Titel „Deja-vu ? Die Kunst der Wiederholung von Dürer bis YouTube“ widmete sich diesem spannenden Thema und zeigt insbesondere auf, dass auch weltberühmte Künstler von Manet über Goya bis hin zu van Gogh sich der Wiederholung bedienten.Das Phänomen des Kopierens gibt es daher nicht erst seit YouTube, sondern ist schon so alt wie die Kunst selbst. Die Kunsthalle Karlsruhe hat dieses großartige Projekt mit der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe realisiert und bis 5. August 2012 ist diese interessante Schau zu sehen. Im Kerber-Verlag ist ein gleichnamiger Katalog zur Ausstellung aufgelegt worden. Der vorliegende Band der Autoren Hubert Burda, Juliane Betz und Lars Blunk untersucht aus kunsthistorischer Sicht anhand ausgewählter Beispiele vom späten Mittelalter bis zur aktuellen Welt des Internets die Funktion des Kopierens.
    Deja-vu ? Die Kunst der Wiederholung von Dürer bis YouTube. Autor: Prof. Dr. Hubert Burda u.a.,Kerber-Verlag Bielefeld, 2012, 324 S.
    Rezension: © Willi Wilhelm, Bornheim, Mai 2012.

 

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