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„Don’t say Gif“

 

Vergangene Woche wurden die Webby Awards verliehen, ein Preis für herausragende Leistungen im Bereich Unterhaltung im Netz. Einer der diesjährigen Preisträger war Steve Wilhite. Steve wer? Viele kennen ihn vor allem wegen seiner Erfindung aus dem Jahr 1987: Wilhite ist der Schöpfer des Graphics Interchange Format, kurz Gif. Ein Phänomen, das bis heute nicht totzukriegen ist – und das völlig zu Recht.

Wilhite hielt dann auch eine Dankesrede, in der eine überraschende Bemerkung machte: Er sagt, die Aussprache von Gif mit einem harten ‚g‘ sei falsch, es müsste seiner Meinung nach „Jif“ ausgesprochen werden. Haben wir das „Wort des Jahres 2012“ etwa die ganze Zeit falsch ausgeprochen?

Man könnte es es jedenfalls so sehen, schließlich ist das ‚g‘ im Englischen in den meisten Fällen weich, wenn anschließend ein ‚i‘ folgt. Gleichzeitig ist es natürlich die Abkürzung von „Graphics“, das wiederrum hart ausgesprochen wird. Auf der anderen Seite: Kann ein Erfinder nicht selbst festlegen, wie seine Erfindung heißt? Im Netz jedenfalls wird seit vergangenem Freitag heftig diskutiert und parodiert.

Der Oxford English Dictionary, das Referenzwerk der Englischen Sprache, erlaubt jedenfalls beides. Das Netz aber ist (fast) sicher: Es heißt Gif. Mit harten ‚g‘.

Wie auch immer, die Gelegenheit bietet sich an, um auf Jonathan Mann aufmerksam zu machen. Der veröffentlicht unter Song-a-Day nämlich seit 2009 jeden Tag einen Song mit einem entsprechenden Video auf YouTube. Eine bemerkenswerte Leistung und wunderbarer Mittagspausenfüller. Inzwischen ist er bei mehr als 1600 Liedern angekommen, und eines davon beschäftigt sich mit der richtigen Aussprache von Gifs. Wie schön.

(via)

2 Kommentare

  1.   Jan

    Gif hin oder her, auf jeden Fall heißt es nicht „Tod zu kriegen“, so viel steht fest. Aber der Fehlerteufel ist ja auch nicht totzukriegen.


  2. Na zum Glück nicht, sonst hätten wir ja gar keine Kommentare mehr.

 

Kommentare sind geschlossen.