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Netzfilm der Woche: „The Record Breaker“

 

Auf einem Hüpfball die Chinesische Mauer entlang, 14 Kilometer einen Baseballschläger auf dem Finger balancieren oder einen 3.000-Meter-Berg auf Stelzen erklimmen: Das klingt anstrengend und irgendwie…sinnlos? Nicht für Ashrita Furman. Der 59-jährige hat in all diesen Disziplinen Weltrekorde aufgestellt. Und noch viele mehr: Mehr als 450 waren es in den vergangenen 35 Jahren, 167 davon stehen bis heute. Damit ist Furman der Weltrekordler im Weltrekordaufstellen.

Grund genug für den Filmemacher Brian McGinn, den Bioladenbesitzer aus New York zu porträtieren. Die 25-minütige Kurzdokumentation The Record Breaker ist eine wunderbar erquickende Geschichte. McGinn begleitet Furman bei der Vorbereitung zu seinen nächsten Rekorden: Zum Beispiel beim Training für einen Stelzenlauf in die Tempelstadt Machu Picchu. Oder beim Laufen mit den schwersten Schuhen der Welt. Nicht selten müssen seine Kumpels als Helfer herhalten. Was sie nur allzugerne tun. Denn Furman versprüht bei jeder Aktion eine kindliche Lebensfreude, die auch auf die Zuschauer des Films übergreift.

McGinn gelingt aber noch etwas anderes. Nämlich Ashrita Furman nicht bloß über seine bizarren Weltrekorde zu definieren. The Record Breaker erzählt vielmehr die Geschichte eines hochbegabten Mannes, der mit 16 Jahren die Schule schmiss und sich stattdessen einem Hindu-Guru anschloss – und sich dabei fast mit seiner Familie überwarf. Mit neuem Selbstbewusstsein fand sich der bis dato gänzlich unsportliche junge Mann plötzlich neuen Herausforderungen gewachsen. Für seinen ersten Weltrekord im Jahr 1979 machte Furman nicht weniger als 27.000 Hampelmann-Sprünge. Es war der Beginn einer langen Leidenschaft, die auch im Alter nicht nachlässt.

Einzig das mit den Stelzen und dem Machu Picchu gelang Furman nicht: Die peruanischen Behörden stoppten ihn auf dem Weg nach oben. Den Rekord hält Furman dennoch: Er hat ihn einfach wenig später in Kalifornien aufgestellt.

3 Kommentare

  1.   das P

    und nun? Wen bringt das in irgendeiner Art und Weise weiter? Er hat sein wirkliches Talent bislang nicht genutzt.

  2.   Lumpi

    lol, typisch Internet. Und woher nehmen sie das Recht, über andere Menschen zu urteilen? Sie können ihm ja mailen, dass er „sein Talent“ bis jetzt nicht genutzt hat. So wie ich das sehe, scheint er mit seinem Leben zufriedener zu sein als so manche Menschen, die ätzende Kommentare ins Netz schreiben. Greetz.

 

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