‹ Alle Einträge

Tag 6: Deutsche sollen Großraum Tokyo-Yokohama verlassen

 

Von Domenika Ahlrichs (dah), Wolfgang Blau (wb), Fabian Mohr (fm), Tina Groll (tgr), Kai Biermann (kb), Nicole Koegler (nk), Jessica Braun (jb), Sebastian Horn (sh), Felix Zwinzscher (fz), Frida Thurm (ft), Sascha Venohr (sv), Sami Skalli (ska), Philip Faigle (pfa), Christoph Dowe (cd) und Karin Geil (kg)

22.15 Für heute beenden wir das News-Blog. Wenn in den nächsten Stunden etwas Wichtiges passiert, informieren wir Sie hier via Twitter. (wb)

22.07 Für weitere Berichte während der Nacht hier der englischsprachige Livestream des japanischen TV-Senders NHK. Alternativ finden Sie den NHK-Livestream auch hier. (wb)
Live TV by Ustream

21.25 Ex-Verfassungsgerichtspräsident Hans-Jürgen Papier hält das Atom-Moratorium der Bundesregierung für verfassungswidrig. „Ein Gesetz aussetzen kann im Übrigen das Bundesverfassungsgericht. Die Regierung aber mit Sicherheit nicht“, sagte Papier dem Handelsblatt. „Ein Moratorium ist denkbar, aber nur im Wege der Gesetzesänderung“, so Papier. Bundeskanzlerin Merkel sagte während eines Wahlkampfauftrittes im baden-württembergischen Waldshut-Tiengen, sie halte die nun geführte Diskussion für „etwas spitzfindig“. Das Atomgesetz decke den Plan der Regierung. (wb)

21.04 Die US-Atomsicherheitsbehörde NRC schätzt die Strahlenbelastung in der Atomanlage Fukushima als kritisch ein. „Wir glauben, dass die Strahlung extrem hoch ist“, sagte NRC-Direktor Gregory Jaczko in Washington. Seine Behörde gehe davon aus, dass die Brennstäbe im Abklingbecken von Reaktor 4 freilägen. Das könne den Einsatz der Krisenteams beeinträchtigen. (cd)

20.29 Die US-Regierung fordert US-Bürger in der Nähe des Atomkomplexes Fukushima auf, mehr Abstand zu den Reaktoren zu halten: 80 statt wie von den japanischen Behörden empfohlen 20 Kilometer. Wer die Gegend nicht verlassen könne, solle sich nicht im Freien aufhalten. Damit distanziert sich die US-Regierung indirekt vom japanischen Krisenmanagement. (cd)

19.52 Die IAEA in Wien ist – so wie die ganze Welt – auf Informationen aus Japan angewiesen. Offenbar fühlt sich die Atombehörde nicht ausreichend informiert, denn IAEA-Chef Amano will nun „Informationen aus erster Hand“. Er ließ aber offen, ob er auch Fukushima besichtigen will. (kg)

19.45 Wettlauf mit der Zeit: Sollte es in den nächsten 48 Stunden nicht gelingen, das Wasserniveau im Abklingbecken von Reaktor 4 zu heben, so warnt das französische Institut für Atomsicherheit IRSN, dann drohe ein „sehr bedeutender“ Austritt von Radioaktivität. Die Brennstäbe würden sich dann selbst entzünden, jeder weitere Einsatz an der Anlage sei dann unmöglich. (kg)

18.57 Weitere Hilfe aus den USA: Neben den Hochdruck-Pumpen für die Reaktorkühlung soll nun die Drohne Global Hawk mehr Klarheit über das Innere des havarierten Atomkomplexes bringen – hochauflösenden Kameras sei Dank. (kg)

18.44 Winterlich sind die Temperaturen in den zerstörten Gebieten. Bei Schnee und Kälte harren die Überlebenden aus und warten auf Hilfe, vor allem auf Wasser, Lebensmittel und Medizin. Auch die 80.000 Einsatzkräfte von Katastrophenschutz, Polizei und Feuerwehr kommen bei diesen Widrigkeiten nur schwer voran. Vielerorts beginnen sie erst jetzt mit der Suche nach Vermissten. (kg)

18.41 Traurige Statistik aus dem Erdbebengebiet: Die Zahl der Todesopfer ist in zwölf Präfekturen mittlerweile auf 4312 Menschen gestiegen, bis Mitternacht (Ortszeit) waren in sechs Verwaltungsbezirken offiziell noch 8606 Menschen vermisst. (kg)

18.36 Muss ich jetzt auf Fisch aus Japan verzichten? Ist Sushi jetzt tabu und Fischstäbchen auch? Bislang gaben die Experten Entwarnung. Nun sollen Lebensmittelimporte aus dem Inselstaat im Pazifik auf eine mögliche Strahlenbelastung hin überprüft werden. Das europäische Schnellwarnsystem für Nahrungs- und Futtermittel (RASSF) hat eine entsprechende Mitteilung an die EU-Länder herausgegeben. (kg)

18.15 In Japan ist es inzwischen mitten in der Nacht – Zeit für eine kurze Zusammenfassung der jüngsten Ereignisse:
– Die Lage im Atomkomplex Fukushima ist vollkommen unübersichtlich. Auch die Regierung macht widersprüchliche Angaben: Zunächst hieß es, der innere Sicherheitsbehälter von Reaktor 3 sei möglicherweise schwer beschädigt. Stunden später hieß es, die Hülle sei intakt.
– Nachdem die Notmannschaft vorübergehend abgezogen wurde, ist sie jetzt wieder am AKW und versucht, den drohenden Super-GAU zu verhindern.
– Unterstützung bekommt sie dabei von den USA, die Hochdruck-Pumpen für die Kühlung der beschädigten Reaktoren zur Verfügung stellen.
– In Tokyo gibt es noch keine Anzeichen für eine Massenpanik. Dennoch verlassen immer mehr Menschen die Stadt. Auch das Auswärtige Amt empfiehlt den etwa 1000 Deutschen, die sich dort noch aufhalten, dass sie den Großraum der Hauptstadt verlassen sollten. (kg)

17:57 Hier ist eine Tabelle von der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit, die den aktuellen Stand zeigt (von 15 Uhr): Die Sicherheitsbehälter (Containment) von Block 2 und 3 sind demnach beschädigt, die Containments von Block 1 sowie 4 bis 6 jedoch intakt. (ska)

17:46 Angesichts der drohenden Kernschmelze im japanischen Atomkraftwerk Fukushima stellen die amerikanischen Streitkräfte den japanischen Katastrophenschützern Hochdruck-Pumpen für die Kühlung der beschädigten Reaktoren zur Verfügung. Die Spezialpumpen seien von Kriegsschiffen auf die Luftwaffenbasis Yokota gebracht worden, teilte die US-Marine mit. Dort sollten sie den japanischen Behörden übergeben werden, berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP. Zudem soll eine Drohne mit hochauflösenden Kameras am Donnerstag mehr Klarheit über das Innere der Atomreaktoren bringen. (tgr)

17:44 Die Nachrichtenlage bleibt unübersichtlich: Noch immer dringe Rauch aus dem Reaktor 3 in Fukushima, berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo. Dennoch sei es unwahrscheinlich, dass der Sicherheitsbehälter beschädigt sei, betont die Regierung. Eine längere Zusammenfassung der Ereignisse ist auf der Site der Nachrichtenagentur zu lesen. (tgr)

17:28 Die JapanTimes beschreibt in einem Artikel, dass inzwischen auch die japanische Bevölkerung Unzufriedenheit über die Berichterstattung der Regierung und dem AKW Betreiber Tepco äußert. „Die Informationen, die uns die Regierung und Tepco geben, sind sehr vage und erhöhen nur die Angst unter den Menschen, die in Sicherheit gebracht wurden“, sagte Takeshi Seya, der in Naraha arbeitet. (fz)

17:16 Im Netz gibt es weitere beeindruckende Animationen der Abfolge des Erdbebens, wie diese, die Michael Gaukaran twittert. (fz)

17:13 Dieses Bild zeigt ein Rettungsteam in der vom Erdbeben betroffenen Stadt Sendai. (tgr)

Foto: Kim Kyung Hoon / Reuters
Foto: Kim Kyung Hoon / Reuters

17:01 Die Nachrichtenagentur Reuters eilt gerade diese Meldung: Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Yukiya Amano, hat die Situation in Fukushima Eins als „sehr ernst“ bezeichnet. Er werde so schnell wie möglich selbst nach Japan fliegen und danach eine Sondersitzung des Gouverneursrats einberufen, sagte der Japaner am Mittwoch in Wien. (tgr)

16:56 Nach Angaben der japanischen Atomsicherheitsbehörde erhitzt sich das Wasser im Abklingbecken des Reaktors 3 im AKW Fukushima. Die Armee soll nach Angaben der Atombehörde beim Kühlen des Reaktors 3 und des Abklingbecken im Block 4 helfen. (tgr)

16:54 Die amerikanischen Soldaten in Japan brauchen nach einer Anweisung des amerikanischen Verteidigungsministeriums eine Sondergenehmigung, um näher als 80 Kilometer an den Unglücksreaktor heranzukommen. Als vorbeugende Maßnahme haben einige Flugbesatzungen Iod-Tabletten erhalten, heißt es weiter. Keiner der US-Soldaten in Japan zeige Symptome einer Strahlenerkrankung. (tgr)

16:53 Linktipp: Das Geoforschungszentrum Potsdam hat eine animierte Grafik zum Ablauf des Bebens erstellt. Das Beben gehört zu den stärksten je gemessenen Erdbeben weltweit. (tgr)

16:39 Nun ist das „Restrisiko“ greifbar geworden, schreibt Florian Illies über die Macht der Bilder aus Fukushima: Weil die Welt gesehen hat, wie ein Atomkraftwerk explodiert, ist der Glaube an die Beherrschbarkeit der Technik zerstört. (ft)

16:32 Die Nachrichtenagentur Kyodo berichtet, dass mittlerweile Fahrzeuge mit Wasserwerfern den Reaktor 1 in Fukushima erreicht haben, um das Gebäude zu kühlen. Russland hat unterdessen erklärt, die Familien seiner Diplomaten aus Tokyo in Sicherheit zu bringen. (tgr)

16:32 BBC-Korrespondent Clive Myrie berichtet aus Yamagata, wo sich Menschen in einer Notunterkunft zum Schlafen legen. Dort sagte ihm ein Mann, wie tröstend es für ihn war, dass Kaiser Akihito sich nun zum ersten Mal an sein Volk gewandt hat – und an ihn als Bürger. (ft)

16:21 Momentan sind zwölf Atomkraftwerke in Deutschland in Betrieb. Nach dem Austritt von Radioaktivität im japanischen Atomkraftwerk (AKW) Fukushima wurde dort ein Gebiet im Radius von 20 Kilometern evakuiert. Unsere Karte zeigt, wie viele Menschen im direkten Umkreis deutscher Anlagen wohnen und in einem vergleichbaren Fall in Sicherheit gebracht werden müssten. Zusätzlich führen wir neun ausländische AKW in der Nähe der deutschen Grenze auf. (sv)

16:18 Die Ereignisse in Japan zeigen: Die Menschheit muss jetzt umlernen. Dazu braucht es nicht einmal Mitgefühl, es reicht schon der Verstand. Bernd Ulrich hat einen lesenswerten Leitartikel geschrieben. (tgr)

16:14 Der Sender NHK berichtet, die USA wollten in Japan eigene Messungen durchführen, um den Austritt von radioaktivem Material zu bestätigen. Schon gestern seien 34 Experten in Japan angekommen, sagte der amerikanische Botschafter John Roos in Tokyo. (tgr)

16:00 Linktipp: Die WDR Sendung Quarks&Co vom gestrigen Abend beantwortet sehr verständlich viele Fragen zur Atomkraft und erklärt, was auf Japan zukommen könnte. Die Sendung ist entweder als Stream oder in einzelnen Beiträgen abzurufen. (nk)

15:53 Auch die EU ist bereit, Japan im Kampf gegen atomare Gefahren zu helfen, sagte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso in Brüssel. Man werde nach Angaben eines Kommissionssprechers vor allem Decken, Matratzen, Wasserflaschen und Wassertanks schicken. Eine Gruppe von zehn Experten stehe bereit, um nach Japan zu reisen und dort die EU-Hilfeleistung zu koordinieren. Sie sollen von einem Team begleitet werden, das für den Schutz vor radioaktiver Strahlung sorgen und damit die Bewegungsfreiheit der Experten sicherstellen könne. (dpa/tgr)

15:43 Uns erreichen Leserzuschriften, die von drastisch steigenden Preisen für Flugtickets von Japan nach Europa berichten. Der russische Nachrichtensender RT twittert, dass die Preise für Flüge von der nördlich von Japan gelegenen Insel Sachalin nach Moskau in Höhe geschossen seien. (fz)

15:28 Die französische Nachrichtenagentur AFP berichtet, sollte es nicht in den nächsten 48 Stunden gelingen, das Wasserniveau im Abklingbecken von Reaktor 4 zu heben, drohe eine Kernschmelze. Davor habe das französische Institut für Atomsicherheit IRSN gewarnt. Nach Einschätzung der französischen Atomaufsicht könnten sich die Brennstäbe selbst entzünden, sollte das Wasser in dem Abklingbecken weiter sinken. Am Mittwoch sei der Wasserstand soweit gefallen, dass die Kühlung der Brennstäbe gefährdet war. Zunächst sollten Militärhelikopter eingesetzt werden, um Wasser nachzufüllen. Nachdem dieser Einsatz jedoch wegen der hohen Strahlung abgesagt werden musste, sollte ein Wasserwerfer der Polizei eingesetzt werden, wie der Fernsehsender NHK berichtete. (AFP/tgr)

15:19 Wie ist die Lage in Tokyo wirklich? Chris Hogg, BBC-Korrespondent in Tokyo, sagt, die Stadt sei weiterhin ziemlich ruhig. Die Behörden fürchten, dass Angst und Panik mehr Probleme bereiten könnten als die Strahlung selbst. (ft)

15:13 Das Auswärtige Amt geht davon aus, alle deutschen Staatsbürger ausfindig gemacht zu haben, die sich zu Beginn des Erdbebens im Katastrophengebiet in Japan aufgehalten haben, teilte ein Sprecher des Amtes mit. Am Montag seien 34 Deutsche aus dem nordostjapanischen Sendai abgeholt und nach Tokyo gebracht worden. Im Großraum Tokyo-Yokohama hielten sich derzeit noch etwa 1000 Deutsche auf. Das Auswärtige Amt empfiehlt ihnen, sich aus diesem Großraum zurückzuziehen und nach Osaka auszuweichen oder über Osaka auszureisen. (dpa/tgr)

14:50 Al Jazeera meldet, dass China den Bau neuer Atomkraftwerke vorerst einstellen will. Grund sei die steigende Furcht in der Bevölkerung. 28 chinesische Reaktoren sind noch nicht fertiggestellt, das sind 40 Prozent aller weltweit im Bau befindlichen Reaktoren. (ft)

14:49 Japan kommt nicht zur Ruhe: Mehrere Leute twittern über ein weiteres Nachbeben, das gerade Tokyo erschüttert hat. (fz)

Big quake in Tokyo just now. Pianist in my hotel bar doesn’t miss a key.less than a minute ago via Mobile Web

shaking bad…less than a minute ago via HootSuite

14:45 Die Bilder aus Japan sind einfach erschütternd. Dieses Bild zeigt Chieko Chiba, die durch die Ruinen der Stadt Kesennuma läuft, nachdem sie ihr völlig zerstörtes Haus gesehen hat. (tgr)

Foto: Paula Bronstein/Getty Images

14:34 Wieder eine traurige Korrektur nach oben: Die japanische Polizei hat die Zahlen der Toten auf 4255 nach oben korrigiert. Mehr als 8000 Menschen werden in sechs Provinzen vermisst, berichtet die Agentur Kyodo. (fz)

14:34 Lesetipp: Atsuko Fukase hat im Blog „Japan Real Time“ des Wall Street Journal unter dem Titel „Tepco versus the Media“ einen lesenswerten Artikel über die Informationspolitik des Fukushima-Betreibers Tepco geschrieben. (tgr)

14:19 Nun hat sich auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) zu den Folgen des Jahrhundertbebens in Japan geäußert. Welche Auswirkungen die Katastrophe für Deutschland und die Weltwirtschaft haben wird, sei noch nicht abschätzbar. „Natürlich mag das auch Auswirkungen auf das Steueraufkommen im Einzelnen haben“, sagte er am Mittwoch in Berlin. Die Bundesregierung sei aber wegen der zuletzt guten Konjunktur bei der Einhaltung der im Grundgesetz festgeschriebenen Schuldenbremse „deutlich auf der sicheren Seite“. (dpa/tgr)

14:16 Hier ein Foto der japanischen Agentur Jiji. Es zeigt Menschen in der vom Erdbeben betroffenen Stadt Sendai, die in einer Schlange vor einem Supermarkt darauf warten, das Nötigste zu kaufen. In den Erdbebengebieten hat Schnee eingesetzt. (tgr)

Quelle: JIJI PRESS/AFP/Getty

14:00 JapanTrend bloggt, dass die Berichte über eine Nahrungsmittelknappheit in Tokyo Übertreibung sind. Im Moment gehe es Tokyo und seinen Einwohnern gut. (fz)

13:48 In Osaka wird ein konsularisches Betreuungs- und Beratungszentrum eingerichtet, in dem betroffene Deutsche ihre weiteren Schritte und Planungen organisieren können. Für Deutsche, die unmittelbar von den Ereignissen in Japan betroffen sind, ist die Botschaft in Tokyo unter der Telefonnummer +81-3-5791-7700 und der E-Mail-Adresse info@tokyo.diplo.de erreichbar. (jb)

13:48 Das Auswärtige Amt empfiehlt allen Deutschen aus der Region um die Atomkraftwerke Fukushima und dem Großraum Tokyo/Yokohama, vorübergehend nach Osaka oder über Osaka ins Ausland auszuweichen. Um die Reisevorhaben zu unterstützen, wurde ein konsularisches Betreuungsteam eingerichtet, das an den Bahnhöfen Tokyo (Tōkyō) und Osaka-Kobe (Shin-Ōsaka) sowie am Flughafen Osaka (Kansai International Airport) präsent ist. (jb)

13:44 Anscheinend gibt das Büro des japanischen Premierministers nun auch über Twitter Meldungen über das Erdbeben und seine Folgen heraus. Ein entsprechender Account wurde vor gut zwanzig Minuten eingerichtet. Allerdings können wir noch nicht bestätigen, dass es sich dabei tatsächlich um einen offiziellen Account handelt und nicht um eine Fälschung. (sh)

13:40 Viele fragen sich, ob aus Japan importierte Lebensmittel möglicherweise eine radioaktive Belastung aufweisen. Das Bundesverbraucherministerium teilt dazu mit, dass es keine Auffälligkeiten gebe. Ein Sprecher des Ministeriums sagte: „Es gibt derzeit auch keine Erkenntnisse, dass sich radioaktiv belastete Lebensmittel oder Futtermittel aus Japan in Deutschland oder auf dem Weg nach Deutschland befinden.“ Aus Sicherheitsgründen sollen nun aber sämtliche Lebensmittel aus Japan auf eine eventuelle Strahlenbelastung untersucht werden, vor allem Fisch und Fischprodukte. (tgr)

13:37 Der Deutsche Bundestag hat mit einer Gedenkminute der Opfer des Erdbebens und Tsunamis in Japan gedacht. (tgr)

13:34 Toyota will an diesem Donnerstag planmäßig wieder die Produktion in einigen Autoteile-Werken aufnehmen, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Ab Montag wolle der Autobauer auch wieder Teile für Standorte außerhalb Japans produzieren und verschiffen. Noch offen bleibe, ab wann die Produktion von kompletten Fahrzeuge wieder anlaufen könne. Das Unternehmen hatte einen Produktionsstopp von Montag bis Mittwoch in all seinen japanischen Werken angekündigt. Die dreitägige Betriebspause bedeute einen Ausfall von 40.000 Autos, hatte es Anfang der Woche geheißen. (dpa/tgr)

13:30 Die Folgen des Erdbebens kann Japan verkraften, aber die Folgen Fukushimas sind unabsehbar – auch für die Weltwirtschaft. Wie sich die Katastrophe auswirken kann, beschreibt Mark Schieritz hier. (tgr)

13:27 Auch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit veröffentlicht regelmäßige Übersichten zur Sicherheitslage in den japanischen Atomkraftwerken. (jb)

13:23 Die Agentur Reuters berichtet, es sei unwahrscheinlich, dass die Hülle des Reaktors drei im AKW Fukushima schwere Schäden habe. Die Nachrichtenagentur Kyodo dagegen berichtet, dass erhebliche Schäden befürchtet werden. (tgr)

13:03 Der Journalist Matthew K berichtet auf Twitter unter Berufung auf NHK, dass die Schulen in ganz Japan wieder geöffnet seien. Sie können jedoch kein Mittagessen anbieten, da es noch immer Versorgungsengpässe gibt. (fz)

12:56 In Reaktor 4, 5 und 6 fanden zurzeit des Bebens Instandhaltungsarbeiten statt. Am Dienstag kam es in Reaktor 4 zu einem Brand in einem Becken mit verbrauchten Brennstäben, der vermutlich durch eine Wasserstoffexplosion ausgelöst wurde. Am Mittwoch wurde ein Feuer an einem der Gebäude beobachtet. Zur Kühlung wurde Wasser ins Becken gelassen. In Reaktor 5 und 6 ist die Temperatur in den Aufbewahrungsbecken für verbrauchten Brennstoff leicht gestiegen. (jb)

12:53 Ähnlich ist die Situation in Reaktor 3, der am Montag durch eine Wasserstoffexplosion beschädigt wurde. Am Dienstag wurden in der näheren Umgebung hohe Strahlungswerte gemessen. Am Mittwoch wurden Rauchschwaden beobachtet. Es ist wahrscheinlich, dass der Sicherheitsbehälter beschädigt wurde. (jb)

12:51 Die Nachrichtenagentur Kyodo hat eine Übersicht über die Lage in den einzelnen Reaktoren veröffentlicht: In allen Reaktoren wurde der Betrieb nach dem Beben eingestellt. In Reaktor 1 ist es teilweise zur Kernschmelze gekommen. Das Gebäude wurde am Samstag durch eine Wasserstoffexplosion beschädigt. Derzeit wird Salzwasser zur Kühlung hinein gepumpt. Auch in Reaktor 2 wird Meerwasser hineingepumpt, weil die Kühlung ausgefallen ist. Vorübergehend lagen die Brennstäbe vollständig frei. Am Montag wurde das Reaktorgebäude bei einer Explosion von Reaktor 3 beschädigt, am Dienstag auch der Sicherheitsbehälter. Derzeit besteht die Gefahr einer Kernschmelze. (jb)

12:45 RWE-Vorstandschef Jürgen Großmann erklärt im Interview mit der ZEIT, warum er weiter für Kernenergie und gegen einen schnellen Atomausstieg ist. Er hält die deutsche Debatte für irrational. (tgr)

12:36 Linktipp: Der Guardian hat eine Graphik veröffentlicht, die über die Lage in den sechs Reaktoren von Fukushima informiert und ständig aktualisiert wird. (tgr)

12:16 JapanTimes twittert unter Berufung auf Kyodo, dass laut offiziellen Polizeiberichten in sechs Präfekturen 8181 Menschen vermisst werden. (fz)

12:08 Unter der Überschrift „Disaster Information“ hat das japanische Ministerium für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie gestern ein PDF veröffentlicht, das hier in verschiedenen Sprachen abgerufen werden kann. (jb)

12:06 Nachdem der Versuch, Reaktor 4 aus der Luft zu löschen, aufgrund zu hoher Strahlenwerte abgebrochen wurde, wollen es die japanischen Einsatzkräfte nun mit einem Wasserwerfer versuchen, meldet Reuters. (sh)

12:05 ProducerMatthew hat auf Twitter eine englische Übersetzung der Rede des japanischen Kaisers als Audiofile verlinkt. (fz)

11:53 Wir haben eine Graphik zusammengestellt, die das AKW Fukushima zeigt. (ft)

11:50 joaovsantos verweist in einem Tweet auf eine Website, die die Strahlungs- und Erdbebendaten in Graphen eingearbeitet hat. (fz)

An excellent way to visually access the main information about the #jpquake: http://fleep.com/earthquake/less than a minute ago via Osfoora HD

11:48 Die japanische Nachrichtenagentur Jiji meldet 11.952 Tote und Vermisste mit Verweis auf die Japanische Polizei. (jb)

11:34 Auf Twitter zitiert @ProducerMatthew Yuhei Sato, den Gouverneur der Präfektur Fukushima: „Ich sagen den Menschen in Japan: Dies ist ein nukleares Desaster“. (sh)

Governor Sato of Fukushima Prefecture: „I call on the people of Japan: This is a nuclear disaster.“less than a minute ago via Twitter for Mac

11:21 Viele Deutsche erinnern sich noch gut an Tschernobyl und machen sich nun Sorgen. Dazu gibt es jedoch keinen Anlass, teilt das Bundesamt für Strahlenschutz (Bfs) mit. Die aus Japan kommende Radioaktivität werde hierzulande äußerst gering sein, sagte BfS-Präsident Wolfram König am Mittwoch in Freiburg. „Selbst im schlimmsten Szenario werden wir in Deutschland keine Werte erreichen, die auch nur annähernd bedenklich sind.“ Grund sei die große Entfernung zu den Unglücksreaktoren. Es könne daher für Deutschland schon jetzt definitiv Entwarnung gegeben werden. König rechnet in 7 bis 14 Tagen mit ersten Messergebnissen in Deutschland. (dpa/tgr)

11:12 Auch der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) hat seinen Stipendiaten im Großraum Tokyo empfohlen auszureisen. Der DAAD trage die Kosten für die Heimreise, teilte eine Sprecherin mit. Vor der Katastrophe hätten sich 105 Studenten und Wissenschaftler mit einem DAAD-Stipendium in Japan aufgehalten. Wie viele davon das Land bereits verlassen haben, konnte die Sprecherin nicht sagen. Drei Stipendiaten, die sich zum Zeitpunkt des Erdbebens in Sendai befanden, sind bereits vom Technischen Hilfswerk zunächst nach Tokyo gebracht worden und konnten von dort ausreisen. (dpa/tgr)

11:09 Noch einmal die Reisewarnung: Das Auswärtige Amt warnt aufgrund der aktuellen Lage vor Aufenthalten im Krisengebiet im Nordosten der Insel Honshu. Das Auswärtige Amt empfiehlt allen Deutschen in der Region um die Atomkraftwerke Fukushima und im Großraum Tokyo/Yokohama zu prüfen, ob ein Aufenthalt in Japan weiterhin erforderlich ist. Falls dies nicht gegeben ist, sollte eine Ausreise außer Landes mit kommerziellen Mitteln in Erwägung gezogen werden, insbesondere von Familien mit Kindern. (jb)

10:59 Zunächst wollte Franz-Hermann Hirlinger mit seiner Familie in Tokyo bleiben, nun hat er zumindest seine Kinder in Sicherheit gebracht: „Ich habe für meine Tochter noch einen Flug nach Genf zu Freunden bekommen. Meine drei Kinder sind nun in Sicherheit in Vancouver, London und dann in Genf. Wir bleiben hier, bis der Marschbefehl der Botschaft kommt. Auch habe ich bei meiner Schwester in Basel Iodtabletten bestellt, da ich der Verteilung hier kein Vertrauen schenke. Wir haben Wasser, Lebensmittel, Taschenlampen, Kerzen und einen Transistor für den Notfall. Morgen werde ich den Kamin mit Plastik zumachen und die Fenster mit Klebeband abdichten, damit kein radioaktiver Staub ins Haus kommt, falls das AKW in die Luft geht.“ (tgr)

10:56 Unsere Redaktion hat Kontakt zu verschiedenen Deutschen in Japan. Ihre Nachrichten lesen sich zunehmend bedrückender. So schreibt uns der ehemalige Landesbanker Franz-Hermann Hirlinger, der mit seiner Frau und seiner Tochter in Tokyo lebt, Folgendes: „Nachdem zunächst vor allem Europäer die Stadt verlassen haben, folgen nun zahlreiche japanische Familien und fliehen in Richtung Süden. Vor allem die schwammigen Erklärungen des AKW Betreibers Tepco zum Verlauf des Unfalls und die zögerliche Informationspolitik der Offiziellen wirken wenig vertrauenserweckend. Es macht sich eine Stimmung der Hilflosigkeit breit. Auch die zahlreichen Nachbeben (heute eines der Stärke 6!) tragen nicht gerade zum Optimismus bei. Und auch die Zerstörung ganzer Landstriche im Norden sowie täglich neue Schicksalsberichte von Menschen in Sendai und Umgebung lassen keinen Platz mehr für das berühmte japanische Lächeln. Man bleibt Zuhause, telefoniert mit Freunden oder Verwandten, schaut in die Medien und hofft, dass der Kelch der radioaktiven Wolke vorbeizieht. Noch funktionieren alle wichtigen Versorgungen wie Strom, Wasser, Lebensmittel, die Post, die Müllabfuhr oder der Transport in der Stadt. Unsere Gedanken sind bei den 50 Technikern im AKW Fukushima, die ihre Gesundheit für das Land geopfert haben. Die Dreier-Katastrophe aus Erdbeben, Tsunami und AKW-Zusammenbruch hat manchen Japaner hier sprachlos gemacht.“ (tgr)

10:28 Die japanische Regierung hat inzwischen 80.000 Soldaten und Polizisten mobilisiert, um in den vom Tsunami zerstörten Regionen zu helfen. Zum ersten Mal seit Bestehen der japanischen Armee 1954 werden dazu nun auch Reservisten einberufen. Insgesamt 10.000 von ihnen werde man zu Rettungseinsätzen kommandieren, sagte Verteidigungsminister Toshimi Kitazawa. Eines der größten Probleme sei derzeit die schnelle Identifikation der Leichen, berichtet Kyodo News. Um Angehörige zu informieren, sei die Polizei daher in den am stärksten betroffenen Präfekturen Iwate, Miyagi und Fukushima dazu übergegangen, Namen, Adressen und Alter von identifizierten Toten zu veröffentlichen, berichtet die Agentur. Kyodo bezeichnet das als „außergewöhnliche Entscheidung“. Wohl weil sie an Gefallenenlisten aus dem Krieg erinnert und in friedlichen Zeiten normalerweise keine Todeslisten veröffentlicht werden. (kb)

10:27 Nach einem turbulenten Börsentag gestern haben sich die Kurse an diesem Morgen etwas stabilisiert: In Tokyo schloss der Nikkei fast sechs Prozent höher als am Vortag. Gestern waren die Kurse noch um 17 Prozent eingebrochen. Der DAX steht derzeit ein Prozent im Plus, auch die Kurse der Versorger Eon und RWE steigen leicht. Gestern war es zum Teil zu extremen Kurssprüngen bei Aktien von Solarfirmen gekommen: Solarworld-Aktien zogen um 23 Prozent an, die Papiere von Conergy verdoppelten sich im Wert. (pfa)

10:23 Mark Willacy, Korrespondent der Australien Broadcasting Corporation in Tokyo, berichtet von schweren Schneefällen in Nordjapan. „Draußen sieht’s nach einem Schneesturm aus“, twittert er. Die Region sei von einer weißen Schneedecke bedeckt. Diese Wetterbedingungen werden die Rettungsaktionen wahrscheinlich erschweren. Auch gestern hatte es bereits geschneit. (sh)

10:16 Freiwillige haben für die Ausländer in Japan ein Faltblatt mit Verhaltensmaßnahmen bei Erdbeben in 31 Sprachen übersetzt.

10:13 Joi twittert dass der japanische Regierungssprecher Edano auf einer Pressekonferenz versichert hätte, es sei ungefährlich Lebensmittel in die Evakuierungszone rund um das AKW Fukushima zu liefern. (fz) ,

Press Conference: Edano says safe to provide supplies to people living in 20-30km range of reactorsless than a minute ago via Seesmic Web

10:12 Ein Journalist sagt, es sei Strahlung im Trinkwasser rund um Fukushima festgestellt worden. Darauf antwortet Edano, dass eine geringe Strahlenmenge im täglichen Leben normal sei. Die Werte, die im Wasser gemessen wurden, stellten keine Gefährdung für die Bewohner dar. (sh)

10:11 Der japanische Regierungssprecher Edano gibt gerade eine Pressekonferenz, die der NHK überträgt. Die Strahlenwerte, die heute im Evakuierungsgebiet gemessen wurden, sollen keine Bedrohung für die dortigen Menschen darstellen. Versorgungslieferungen in die Zone seien ungefährlich. (sh)

10:09 In seiner Rede sagte der 77-Jähriger Kaiser Akihito: „Ich hoffe aus vollem Herzen, dass die Menschen zusammenhalten und einander mit Mitgefühl begegnen, um diese schwierigen Zeiten gemeinsam zu überstehen. Ich bin wegen der nuklearen Situation sehr besorgt, weil diese schwer einzuschätzen ist.“ (jb)

10:02 Der ehemalige Manager der Bayern LB, Franz-Hermann Hirlinger, der seit vielen Jahren mit seiner Familie in Tokyo lebt, schreibt in einer Mail an uns, dass er von der Botschaft irritiert ist. „Die französischen Staatsbürger werden laut Japan Times heute in Tokyo abgeholt. Wie ist die Haltung der Bundesregierung und sind Evakurierungsmaßnahmen schon ergriffen? Ich weiß, dass die Botschaft sehr viel Arbeit hat, aber sie sollten doch ihre Landsleute hier über die Lage informieren. Die Führungskräfte der Großunternehmen sowie die Lehrer der Deutschen Schule haben das Land ja schon verlassen.“ (tgr)

08:50 Der japanische Kaiser hat sich in einer TV-Ansprache direkt an sein Volk gewandt. Das kommt nur in Zeiten nationaler Krisen und in Kriegssituationen vor. Niemand solle die Hoffnung aufgeben, so der Kaiser. (dah)

08:20 Die Arbeiter, die sich jetzt noch auf dem AKW-Gelände in Fukushima befinden, setzen ihr Leben ein. „Die Todgeweihten“ nennt der Schweizer Blick die Männer. Warum tun sie das? Ein Arbeitspsychologe hat uns das kürzlich in einem Interview zu erklären versucht. (dah)

08:00 AKW-Betreiber Tepco will in aller Eile eine Straße zum Reaktor 4 bauen, damit Löschfahrzeuge den Meiler erreichen können. (dah)

07:55 Weil sich Eis auf den Rotorblättern ihres Hubschraubers gebildet hatte, mussten Hilfskräfte aus Neuseeland und Australien 40 Kilometer von Fukushima entfernt zwischenlanden. Die Strahlendosis, die später an ihnen gemessen wurde, sei jedoch nicht gesundheitsgefährdend, sagte Neuseelands Premier John Key. (dah)

07:40 Die Zahl der Toten und Vermissten in Japan ist auf mehr als 11.000 gestiegen. Die Polizei bestätigt bisher den Tod von 3676 Menschen. (dah)

07:30 Die polnische Zeitung Rzeczpospolita fragt, ob „der Tsunami Merkels Regierung wegfegen“ wird: „9000 Kilometer, die Berlin von den japanischen Reaktoren trennen, schützen die Deutschen vor der radioaktiven Strahlung, sind aber kein Garant für politische Sicherheit der schwarz-gelben Koalition.“ (dah)

07:10 Gute Nachricht inmitten Katastrophenmeldungen: Auf Youtube hat eine japanische Studentin in den USA Tage nach dem verheerenden Beben ihre Familie wiedergefunden. Sie stammt aus dem Fischerort Minami Sanriku. Die Hälfte der rund 17.000 Einwohner gilt als vermisst. (dah)

07:00 In Zeiten wie diesen reicht ganz wenig, um Panik zu verursachen. In Hongkong haben E-Mails und Blog-Posts für Unruhe gesorgt, in denen von einer radioaktiven Wolke zu lesen war, die vom japanischen AKW Fukushima-1 nach China geweht sei. Die Regierung widersprach dem umgehend. Hongkong liegt rund 3000 Kilometer von Japans Hauptstadt Tokyo entfernt. (dah)

06:50 Die Chemikalie Bor absorbiert Neutronen und verlangsamt die Kernspaltung. Ein Einsatz mit Borsäure könnte deshalb helfen, die beschädigten Atomreaktoren in Japan zu stabilisieren. Südkorea will nun auf Bitten Japans 52 Tonnen Bor (ein Halbmetall übrigens) schicken. (dah)

06:40 Im Nordosten Japans, der vom Tsunami besonders schwer getroffen wurde, herrschen mittlerweile eisige Temperaturen. In vollkommen zerstörten Dörfern sind Lagerfeuer oft die einzige Möglichkeit, sich aufzuwärmen. (dah)

06:30 Der Brand im Reaktor 4 des AKW Fukushima-1 ist nach Angaben der Betreiberfirma Tepco zwar unter Kontrolle. Doch es werde darüber nachgedacht, Borsäure per Helikopter zu versprühen, um eine erneute Kettenreaktion bei den abgebrannten Brennstäben zu verhindern, die dort lagern. Das berichtet Kyodo News. (dah)

06:20 Die Arbeiter, die versuchen, die Lage im havarierten AKW Fukushima-1 unter Kontrolle zu bringen, haben kurzzeitig das Gelände verlassen müssen. Neue Brände hatten das Risiko für sie immens erhöht. Nun sind sie allerdings wieder im Einsatz. „Diesen Männern gebührt unsere Hochachtung“, sprach im ARD-Fernsehen Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar das aus, was viele angesichts der zunehmenden Strahlung in der Region empfinden. (dah)

06:10 Am sechsten Tag nach dem Beben und dem Tsunami in Japan sind noch immer mindestens 1,6 Millionen Haushalte ohne Wasserversorgung. (dah)

49 Kommentare

  1.   waa

    Dürfen überhaupt Menschen bei solchen Bedingungen dort Arbeiten? Grade Japaner, die für ihre Roboterobsession bekannt sind, schicken Menschen in die beschädigten Reaktoren??!!

  2.   Kasimir de Peine

    Manche Mitteilungen könnte man tatsächlich sparen, um sich von der Boulevardpresse zu disanzieren. Sachlich bleiben und nur sinnvolle Informationen in den Ticker, keine Lückenfüller.

  3.   cardiac

    Vermutlich dürfen sie das nicht. Aber was soll man machen? Noch haben wir keine Roboter, die für uns arbeiten. Und solange werden sich Menschen „opfern“ müssen (wobei wir das mal nicht hoffen), für das Wohl aller anderen bei solchen Katastrophen. :/


  4. Diese Sammlung sieht doch ein wenig nach Zufallsprodukten der Weltpresse aus mit relativ geringer Aufbereitung und Vorauswahl durch die Redaktion.
    Welche Nachrichten sind wichtig, welche nicht, welche geprueft, welche fragwuerdig, was wird verschwiegen, was denken andere,…

    Waere das nicht die Aufgabe eines kritisch intellektuellen Journalismus?

  5.   bf

    Irgendwie unglaublich, daß keine Spezialistenteams aus aller Welt zur Unterstützung und Hilfe vor Ort sind und gemeinsam an Lösungen arbeiten. Reicht es aus, aus der Distanz Vermutungen anzustellen und zuzusehen, wie 50-60 Menschen einen aussichtslosen Kampf bestreiten?


  6. zu 1.: Gegenfrage: dürfen sich Leute, die 9000 km weit weg sind und keinen Plan haben, über alles empören?
    Hat man das Recht, solch Entscheidungen in Frage zu stellen, nur weil man 9000 km weit weg ist und sich, Gott sei Dank NICHT, in dieser Gefahrenlage befindet? Deutsche Empörungswut, pfui teufel… da wirds einem jedes mal schlecht davon…


  7. Ich hatte es fast vergessen. Japan hat einen Kaiser. Mein Gott, was sind das für Zeiten das Kaiser und Könige noch herrschen dürfen!
    Japan, wie auch viele andere Länder, brauchen ein komplett neue Systemstruktur, in der dem Bürger durchsichtig und klar die Verhältnisse dargestellt werden, sowohl, das ihm auch ein Mitspracherecht auf allen Ebenen eingeräumt wird.

    Wenn diese Verhältnisse weitreichen und echtdemokratisch gewährleistet sind, dann werden sich solche „Störfälle“ drastisch minimieren.

    Herzliche Grüße
    Alexander Przibill

  8.   lisa

    Was heißt??? Warum sollte es denn keinen Kaiser geben. Auch in Europa haben wir noch Königshäuser. Das ganze hat doch nichts mit den aktuellen Problemen zu tun. Dieses unglück konnte keiner verhindern


  9. zu 6.: Können sie mir diesen Zusammenhang erklären? Der ist mir nicht so ganz klar. Heisst das also, dass wenn Japan zur Demokratie wird, es keine AKW-Störfälle mehr gibt? Dass es dann keine Taifune mehr gibt, keine Erdbeben? Dann lautet meine Parole: sofort raus aus der parlamentarischen Monarchie! Mein Gott, was sind wir Europäer gut im Ratschläge geben, besonders weil wir ja Demokratie-Musterknaben sind… Ein sehr typisch deutscher Kommentar

 

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.

Anmelden Registrieren