{"id":1533,"date":"2011-03-13T08:42:33","date_gmt":"2011-03-13T07:42:33","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/?p=1533"},"modified":"2011-03-15T11:48:31","modified_gmt":"2011-03-15T10:48:31","slug":"tag-3-nach-dem-bebem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/2011\/03\/13\/tag-3-nach-dem-bebem\/","title":{"rendered":"Tag 3 nach dem Beben"},"content":{"rendered":"<p><em>Von Wolfgang Blau (wb), Tina Groll (tgr), Domenika Ahlrichs (dah), Fabian Mohr (fm), Carolin Str\u00f6bele (cs) und Sascha Venohr (sv) <\/em><\/p>\n<ul>\n<li> <span style=\"color: #808080;\">Nach Beben und Tsunami mindestens 10.000 Menschen vermisst<\/span><\/li>\n<li> <span style=\"color: #808080;\">Beh\u00f6rden haben bis zum Abend 1.597 Opfer registriert<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #808080;\">Noch immer gro\u00dfe Gebiete von Au\u00dfenwelt abgeschnitten<\/span><\/li>\n<li> <span style=\"color: #808080;\">Etwa 450.000 Menschen wurden obdachlos<\/span><\/li>\n<li> <span style=\"color: #808080;\">Weitere 80.000 mussten Zone um AKW Fukushima-1 r\u00e4umen<\/span><\/li>\n<li> <span style=\"color: #808080;\">Keine verl\u00e4sslichen Angaben \u00fcber Zustand des AKW Fukushima-1<\/span><\/li>\n<li> <span style=\"color: #808080;\">Anspannung vor Handelsbeginn an Tokyoter B\u00f6rse <\/span><\/li>\n<li> <span style=\"color: #808080;\">In Deutschland intensive Debatte \u00fcber Atompolitik entflammt<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #808080;\"> <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/themen\/gesellschaft\/erdbeben-tsunami-japan-2011\/index\">Themenseite zum Erdbeben in Japan<\/a><\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>00.31<\/strong> Wir beenden das News-Blog f\u00fcr heute. \u00dcber wichtige Ereignisse werden wir Sie in den n\u00e4chsten Stunden via <a href=\"http:\/\/twitter.com\/zeitonline\">Twitter<\/a> auf dem Laufenden halten. (wb)<\/p>\n<p><strong>00.03<\/strong> Bei dem Erdbeben der St\u00e4rke 9,0 und dem nachfolgenden Tsunami sind in Japan h\u00f6chstwahrscheinlich weit \u00fcber zehntausend Menschen ums Leben gekommen. Die Beh\u00f6rden identifizierten bis Sonntagabend 1.597 Opfer. Etwa eine halbe Million Menschen wurden obdachlos. An der Ostk\u00fcste Japans sind viele Orte noch immer von der Au\u00dfenwelt abgeschnitten, zahlreiche K\u00fcstenstra\u00dfen wurden durch den Tsunami zerst\u00f6rt oder sind noch \u00fcberflutet. Nach Einsch\u00e4tzung des staatlichen japanischen Wetterdienstes muss noch mit Nachbeben der St\u00e4rke 7 auf der Richterskala gerechnet werden. Der Wetterdienst sieht die Wahrscheinlichkeit eines derart starken Nachbebens innerhalb der n\u00e4chsten drei Tage bei 70 Prozent.  Bei dem Beben am Freitag wurde Japans Hauptinsel Honshu um 240 Zentimeter verschoben. Nach Berechnungen des staatlichen italienischen Instituts f\u00fcr Geophysik hat sich die Erdachse durch das Beben um zehn Zentimeter verlagert. (wb)<\/p>\n<p><strong>23.18<\/strong> Die radioaktive Strahlung in der Umgebung des Atomkraftwerks Onagawa ist wieder auf normale Werte zur\u00fcckgegangen. Das <a href=\"http:\/\/www.iaea.org\/newscenter\/news\/tsunamiupdate01.html\">berichtet die Internationale Atomenergieorganisation IAEA<\/a> unter Berufung auf japanische Beh\u00f6rden. (cs)<\/p>\n<p><strong>23.12<\/strong> Man kann in diesen Tagen nicht anders, als sich st\u00e4ndig zu fragen, was im AKW Fukushima-1 wirklich vor sich geht. Es ist davon auszugehen, dass Angestellte des AKW gerade ihre Gesundheit, wenn nicht ihr Leben aufs Spiel setzen, um die K\u00fchlung des Reaktors zu sichern und eine Kernschmelze zu verhindern. Egal, was man \u00fcber den Sinn und Nutzen von Atomkraft denkt, diese Menschen verdienen unseren h\u00f6chsten Respekt. (wb)<\/p>\n<p><strong>22.45<\/strong> Auch die wirtschaftlichen Folgesch\u00e4den des Bebens sind noch kaum \u00fcberschaubar. Die Autobauer Toyota, Honda und Nissan haben vorerst die Produktion eingestellt. Der Elektronikkonzern Sony will an einzelnen Standorten weiter produzieren. Die Tokyoter B\u00f6rse und andere japanische Finanzm\u00e4rkte sollen am Montag wieder den Betrieb aufnehmen. Es muss davon ausgegangen werden, dass dann die Aktien vieler japanischer Unternehmen unter Druck geraten werden. (wb)<\/p>\n<p><strong>22.24<\/strong> Japans gr\u00f6\u00dfter Energiekonzern, die Tokyo Electric Power Company (Tepco), will ab morgen und voraussichtlich bis in den April hinein die Stromzufuhr rationieren. Nach Angaben Tepcos und der japanischen Regierung muss wegen der Energieknappheit mit zahlreichen, teils massiven Einschr\u00e4nkungen gerechnet werden, etwa beim Betrieb von Z\u00fcgen, aber auch in medizinischen Einrichtungen und bei der Wasserversorgung. Tepco ist Japans gr\u00f6\u00dfter Energieproduzent und auch Betreiber des havarierten Atomkraftwerks Fukushima-1. (cs)<\/p>\n<p><strong>21.57<\/strong> Bundeskanzlerin Merkel will sich voraussichtlich schon am Dienstag mit den Ministerpr\u00e4sidenten treffen, in deren Bundesl\u00e4ndern Atomkraftwerke betrieben werden. Bei dem Treffen will sie eine Sicherheits\u00fcberpr\u00fcfung deutscher Atomkraftwerke diskutieren. Merkel sagte in einem ARD-Interview, es sei jetzt zu fr\u00fch, um Schlussfolgerungen aus dem Ungl\u00fcck in Japan zu ziehen. Auf die Frage nach der Sicherheit deutscher Atomkraftwerke sagte sie: &#8222;Ich kann heute nicht erkennen, dass unsere Kernkraftwerke nicht sicher sind, sonst m\u00fcsste ich ja mit meinem Amtseid sie sofort abschalten.&#8220; Bundesumweltminister R\u00f6ttgen stellte da schon etwas grunds\u00e4tzlichere Fragen. Im ARD-&#8222;Bericht aus Berlin&#8220; sagte R\u00f6ttgen: &#8222;In Japan hat es ja Annahmen gegeben, die jetzt durch die Natur \u00fcbertroffen worden sind. Also stimmen jetzt unsere Sicherheitsannahmen oder m\u00fcssen wir nicht noch sch\u00e4rfere Annahmen machen? Und die Grundfrage \u00fcberhaupt auch: Ist das beherrschbar? Wir m\u00fcssen uns diesen Fragen stellen und wir werden es tun.&#8220; Und weiter: &#8222;Das ber\u00fchmte Restrisiko hat sich realisiert, ist dabei, sich zu realisieren. Das ist eine grundlegend neue Erfahrung. Es ist kein neuer Gesichtspunkt, aber es ist eine neue Erfahrung, die die Welt, die die Menschheit jetzt macht, und die m\u00fcssen wir aufnehmen&#8220;, so R\u00f6ttgen. (wb)<\/p>\n<p><strong>21.02<\/strong> Wir haben die zum Teil widerspr\u00fcchlichen Meldungen \u00fcber St\u00f6rf\u00e4lle in japanischen Atomkraftwerken noch einmal in <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2011-03\/japan-atomkraftwerke-zusammenfassung\">diesem Text<\/a> f\u00fcr Sie zusammengefasst. Hier die wichtigsten Angaben in K\u00fcrze:<br \/>\nIm AKW Fukushima-1, rund 250 Kilometer n\u00f6rdlich von Tokyo, droht in zwei der insgesamt sechs Siedewasser-Reaktoren eine Kernschmelze. Nach dem Ausfall der regul\u00e4ren K\u00fchlsysteme wird dort versucht, die Reaktoren mit Meerwasser zu k\u00fchlen. Es gibt weiterhin sehr widerspr\u00fcchliche Aussagen japanischer Beh\u00f6rden zu der Frage, ob es im AKW Fukushima-1 nicht schon l\u00e4ngst zu einer Kernschmelze gekommen ist. <\/p>\n<p>Im AKW Tokai, etwa 120 Kilometer s\u00fcdlich von Tokyo, seien zwei von drei Dieselgeneratoren f\u00fcr die K\u00fchlung ausgefallen. Nach Angaben des Betreibers ist ein dritter Dieselgenerator funktionsf\u00e4hig und kann eine ausreichende K\u00fchlung des Reaktors gew\u00e4hrleisten. <\/p>\n<p>Im AKW Onagawa, etwa 470 Kilometer n\u00f6rdlich von Tokyo, gilt die niedrigste Notfallstufe nachdem in der Umgebung erh\u00f6hte Radioaktivit\u00e4t gemessen wurde. Der Betreiber geht davon aus, dass die erh\u00f6hten Messwerte der Explosion im AKW Fukushima zuzuschreiben sind und nicht dem AKW Onagawa. <\/p>\n<p>Im Gro\u00dfraum Tokyo leben etwa 35 Millionen Menschen. (wb)<\/p>\n<p><strong>20.37<\/strong> Der Vulkan Shonmoedake auf der s\u00fcdlichen Insel Kyushu hat begonnen, Asche und Ger\u00f6ll zu spucken, meldete die japanische Wetterbeh\u00f6rde. Der Vulkan ist mehr als 1500 km vom Epizentrum des Erdbebens vom Freitag entfernt. (cs)<\/p>\n<p><strong>19:30<\/strong> Wer die aktuellen <a href=\"https:\/\/picasaweb.google.com\/118079222830783600944\/Japan#\">Satellitenaufnahmen<\/a> der K\u00fcstengebiete im Nordosten Japans mit etwas \u00e4lteren Bildern vergleicht, kann erahnen, wie extrem die zerst\u00f6rerischen Kr\u00e4fte der Flutwelle waren. (fm)<\/p>\n<div class=\"zol_video art_wide vid825011736001\"> <\/div>\n<p><strong>19:09<\/strong> Neue offizielle Opferzahlen: Der japanische Sender NHK berichtet, die Beh\u00f6rden haben die Zahl der Toten <a href=\"http:\/\/www3.nhk.or.jp\/daily\/english\/13_33.html\">auf 1500 korrigiert<\/a>. (tgr)<\/p>\n<p><strong>19:03<\/strong> Linktipp: <a href=\"http:\/\/allthingsnuclear.org\/\">Die Autoren des Blogs All Things Nuclear der Union of Concerned Scientists<\/a> haben einen interessanten Artikel gepostet, der erkl\u00e4rt, was in den Reaktoren des AKW Fukushima vor sich geht. (tgr)<\/p>\n<p><strong>18:58<\/strong> Lesetipp: <a href=\"http:\/\/blogs.wsj.com\/japanrealtime\/2011\/03\/13\/tokyo-district-blacks-out-voluntarily\/\">Kenneth Maxwell beschreibt im Blog Japan Real Time<\/a> des Wall Street Journal, wie die Bewohner von Tokyo die Stromspar-Ma\u00dfnahmen auffassen. (tgr) <\/p>\n<p><strong>18:43<\/strong> Neues zur Lage im AKW: Die Nachrichtenagentur Kyodo meldet, dass das AKW Tokai \u00fcber zwei Pumpen im K\u00fchlungssystem verf\u00fcgt. Eine sei bereits am Freitag nach dem Erdbeben defekt, die andere arbeite jedoch weiter. <a href=\"http:\/\/english.kyodonews.jp\/news\/2011\/03\/77484.html\">Es gebe daher keinen Grund zur Sorge, dass die K\u00fchlung des Atomkraftwerkes gef\u00e4hrdet sei<\/a>, solange die andere Pumpe noch arbeite. (tgr)<\/p>\n<p><strong>18:28<\/strong> In Kalifornien hat der Tsunami nach dem Erdbeben vor Japan Sch\u00e4den von mindestens 50 Millionen Dollar (rund 36 Millionen Euro) angerichtet, das sind rund 36 Millionen Euro. Dabei handele es sich aber lediglich um eine vorl\u00e4ufige Prognose, <a href=\"http:\/\/www.latimes.com\/\">sagte Geologie-Professorin Lori Dengler von der kalifornischen Humboldt State University der Los Angeles Times<\/a>. Dengler ist Direktorin des Erdbebenzentrums der Hochschule. (tgr)<\/p>\n<p><strong>18:14<\/strong> Wir haben eine Karte angefertigt, die eine \u00dcbersicht der japanischen Atomkraftwerke zeigt. Die rot gekennzeichneten Punkte sind die drei AKWs, in denen die Situation kritisch ist. (tgr) <figure id=\"attachment_1641\" aria-describedby=\"caption-attachment-1641\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2011\/03\/preview2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2011\/03\/preview2.jpg\" alt=\"Atomkraftwerke in Japan, Fotocredit: ZEIT ONLINE\" title=\"preview\" width=\"500\" height=\"281\" class=\"size-full wp-image-1641\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1641\" class=\"wp-caption-text\">Atomkraftwerke in Japan, Fotocredit: ZEIT ONLINE<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p><strong>18:07<\/strong> Der Betreiber des Atomkraftwerks Onagawa, <a href=\"http:\/\/www.tohoku-epco.co.jp\/index-e.htm\">Tohoku Electric Power<\/a>, hat nach Angaben der Internationalen Atomenergiebeh\u00f6rde (IAEA) die niedrigste Notfallstufe ausgerufen. &#8222;Die Warnung wurde ausgesprochen, nachdem Radioaktivit\u00e4tsmessungen in der Umgebung des Kraftwerks die zul\u00e4ssigen Werte \u00fcberschritten hatten&#8220;, <a href=\"http:\/\/www.iaea.org\/newscenter\/news\/tsunamiupdate01.html\">teilte die IAEA am Sonntag unter Berufung auf die japanischen Beh\u00f6rden mit<\/a>. Diese untersuchten nun die Ursache f\u00fcr die radioaktive Strahlung. &#8222;Die Beh\u00f6rden haben die IAEA dar\u00fcber informiert, dass die drei Reaktoreinheiten des Kernkraftwerks Onagawa unter Kontrolle seien&#8220;, teilte die Internationale Atomenergiebeh\u00f6rde mit. (tgr)<\/p>\n<p><strong>17:54<\/strong> Der Reaktor Tokai zwei wird trotz des Ausfalls von zwei Dieselgeneratoren durch den funktionierenden dritten Generator ausreichend gek\u00fchlt, wie der AKW-Betreiber Japan Atomic Power mitteilte. Die Website des Betreibers ist aufgrund des hohen Ansturms <a href=\"http:\/\/www.japc.co.jp\/english\/\">nur schwer erreichbar<\/a>. (tgr)<\/p>\n<p><strong>17:51<\/strong> In Japan ist es jetzt weit nach Mitternacht, hier nun eine Zusammenfassung der Geschehnisse an diesem Tag: Im Laufe des Tages hat sich die Lage in den Atomkraftwerken zugespitzt. Neben dem AKW Fukushima gilt nun auch f\u00fcr das AKW Onagawa der nukleare Notstand, in dem AKW Tokai ist eine Pumpe des K\u00fchlungssystems ausgefallen. Ob es zur Kernschmelze in den verschiedenen Reaktoren gekommen ist, bleibt weiterhin unklar. Die japanische Regierung hatte am Sonntag erkl\u00e4rt, dies nicht ausschlie\u00dfen zu k\u00f6nnen. \u201cWir k\u00f6nnen nicht \u00fcberpr\u00fcfen, was im Inneren eines Reaktors vor sich geht\u201d, sagte ein Regierungssprecher. Unterdessen geht die Rettung in den vom Tusnami verw\u00fcsteten Gebieten weiter. Auch deutsche Helfer des Technischen Hilfswerks sind im Einsatz. Ein 60-J\u00e4hriger, der auf den \u00dcberresten seines Hausdachs vor der K\u00fcste der Provinz Fukushima im Meer trieb, konnte gerettet werden. Noch v\u00f6llig unklar bleibt jedoch, wie hoch die Zahl der Opfer sein wird. Tausende werden noch vermisst. Aus den verw\u00fcsteten Gebieten und aus der unmittelbaren Umgebung der Atomkraftwerke wurden mittlerweile 600.000 Menschen in Sicherheit gebracht. (tgr)<\/p>\n<p><strong>17:39<\/strong> Die offiziellen Opferzahlen werden nur sehr langsam nach oben korrigiert. Die japanischen Beh\u00f6rden beziffern die Zahl der Toten derzeit auf \u00fcber 1300, <a href=\"Confirmed deaths top 1,300\">berichtet der japanische Sender NHK<\/a>. (tgr)<\/p>\n<p><strong>17:35<\/strong> Japan steht nach Meinung des Nuklearexperten Wolfgang Renneberg vor einem Super-GAU, wenn nicht rasch die Probleme mit der K\u00fchlung gel\u00f6st werden. Brennst\u00e4be drohen zu zerschmelzen und mehrere Reaktorbeh\u00e4lter k\u00f6nnten durch Hitze, Druck, Gase und gestiegene Radioaktivit\u00e4t zerst\u00f6rt werden. &#8222;Das ist im Augenblick eine Situation auf der Kippe&#8220;, sagt der langj\u00e4hrige Leiter der Abteilung f\u00fcr Reaktorsicherheit im Bundesumweltministerium im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa. (tgr)<\/p>\n<p><strong>17:27<\/strong> Sehenswert: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/video\/video875402.html\">ARD-Korrespondent Robert Hetk\u00e4mpfer \u00fcber die aktuelle Situation in Japan<\/a> und \u00fcber die restriktive Informationspolitik. (tgr)<\/p>\n<p><strong>17:08<\/strong> In einem dritten Atomkraftwerk in Japan ist eine Pumpe im K\u00fchlsystem ausgefallen, <a href=\"http:\/\/english.kyodonews.jp\/news\/2011\/03\/77481.html\">wie die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf die Feuerwehr berichtet<\/a>. Es handelt sich um das AKW Tokai an der Ostk\u00fcste s\u00fcdlich von Fukushima. (tgr)<\/p>\n<p><strong>17:06<\/strong> Die Journalistin Sonja Blaschke ist in Tokyo vor Ort. <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2011-03\/japan-atomkraft-debatte-sicherheit\">F\u00fcr ZEIT ONLINE hat sie die Ereignisse des Sonntags zusammengefasst<\/a>. Sie schreibt: W\u00e4hrend Europa und die USA den Super-GAU f\u00fcrchten, geht es f\u00fcr die Japaner vor allem um eines: die Bew\u00e4ltigung der humanit\u00e4ren Katastrophe. (tgr)<\/p>\n<p><strong>17:02<\/strong> Das Atomungl\u00fcck in Japan wird f\u00fcr Stefan Mappus kurz vor der Landtagswahl zum Problem. Schlie\u00dflich hat er das Land zum Eigner von Atomkraftwerken gemacht. <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2011-03\/mappus-atomdebatte\">R\u00fcdiger B\u00e4\u00dfler hat f\u00fcr ZEIT ONLINE einen Wahlkampftermin in Mittelbiberach besucht<\/a>, der unter den Ereignissen in Japan eine neue Dynamik entfaltet. (tgr)<\/p>\n<p><strong>16:56<\/strong> Mittlerweile haben Rettungskr\u00e4fte des Technischen Hilfswerk (THW) Japan erreicht und fahren Richtung Nordosten. Die THW-Mannschaft aus 41 \u00fcberwiegend ehrenamtlichen Helfern war am fr\u00fchen Sonntagabend mit einem Bus und zwei Lastwagen vom Flughafen Narita losgefahren. Mit dabei ist auch Strahlenexperte Mario K\u00f6nig, der die Radioaktivit\u00e4t unterwegs \u00fcberpr\u00fcft. &#8222;Wenn die Gefahr real wird, ziehen wir uns zur\u00fcck&#8220;, sagte er kurz nach der Abfahrt gegen\u00fcber der Nachrichtenagentur dpa. In Miyagi hatten Experten eine 400 Mal h\u00f6here Radioaktivit\u00e4t als normal gemessen. Zur Ausr\u00fcstung der Mannschaft geh\u00f6ren W\u00e4rmebildkameras, Ortungsger\u00e4te, eine Betonkettens\u00e4ge und Schneideger\u00e4te f\u00fcr Stahl. Auch drei Rettungshunde sind dabei. F\u00fcr einen Einsatz in einem radioaktiv verstrahlten Gebiet sind die Helfer allerdings nicht ausger\u00fcstet. (tgr)<\/p>\n<p><strong>16:51<\/strong>  <a href=\"http:\/\/english.kyodonews.jp\/news\/2011\/03\/77473.html\">Steuerh\u00f6hungen kommen f\u00fcr den Wiederaufbau Japans nicht infrage<\/a>. Das sagte Premierminister Naoto Kan am Sonntag nach einem Treffen mit Vertretern der Opposition, berichtet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. (tgr)<\/p>\n<p><strong>16:47<\/strong>  Der <a href=\"http:\/\/www.bbu-online.de\/\">Bundesverband B\u00fcrgerinitiativen Umweltschutz (BBU)<\/a>  und die Anti-Atom-Kampagne <a href=\"http:\/\/www.ausgestrahlt.de\/\">Ausgestrahlt<\/a> rufen f\u00fcr Montagabend um 18.00 Uhr zu Mahnwachen f\u00fcr Japan auf. Bundesweit sind Kundgebungen geplant. Auf der Website von Ausgestrahlt <a href=\"http:\/\/www.ausgestrahlt.de\/\">ist eine Karte zu finden<\/a>, welche die geplanten Veranstaltungen zeigt. Dort erhalten Aktivisten auch Informationen, wenn sie spontan eine Protestaktion planen wollen. (tgr)<\/p>\n<p><strong>16:22<\/strong> W\u00e4hrend die Welt mit den Menschen in Japan bangt, formiert sich hierzulande der Widerstand der Kernkraftgegner. Mehrere Hundert haben am Sonntag im nieders\u00e4chsischen Gorleben f\u00fcr einen Atomausstieg demonstriert. (tgr)<\/p>\n<p><strong>16:18<\/strong> Hier einmal eine Luftaufnahme vom AKW Onagawa, f\u00fcr das nun auch der nukleare Notstand gilt. (tgr) <figure id=\"attachment_1609\" aria-describedby=\"caption-attachment-1609\" style=\"width: 540px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2011\/03\/AKW-Onagawa-540x304.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2011\/03\/AKW-Onagawa-540x304.jpg\" alt=\"Luftaufnahme Onagawa, Fotocredit: REUTERS\/Kyodo\" title=\"AKW-Onagawa-540x304\" width=\"540\" height=\"304\" class=\"size-full wp-image-1609\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1609\" class=\"wp-caption-text\">Luftaufnahme Onagawa, Fotocredit: REUTERS\/Kyodo<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p><strong>16:15<\/strong> <a href=\"http:\/\/english.kyodonews.jp\/\">Die Nachrichtenagentur Kyodo<\/a> meldet, dass auch die Wasserversorgung in Japan wegen der Stromabschaltung unterbrochen werden k\u00f6nnte. (tgr)<\/p>\n<p><strong>16:04<\/strong> Und dann ist noch Au\u00dfenminister Guido Westerwelle vor die Presse in Berlin getreten. Hinweise auf deutsche Opfer gebe es derzeit keine, es sei jedoch noch nicht gelungen, Kontakt zu allen etwa 100 im Krisengebiet lebenden Deutschen herzustellen. Zu etwa der H\u00e4lfte von ihnen habe die Botschaft Kontakt. Ob sich die anderen zum Zeitpunkt des Erdbebens und des folgenden Tsunamis in der Region aufhielten, sei unklar. 25 Deutsche, zumeist Studenten, w\u00fcrden in der Nacht mit Bussen nach Tokio gebracht, um von dort auszufliegen. Deutschland versuche weiterhin, Japan bei der Bew\u00e4ltigung dieser unfassbaren Katastrophe zu unterst\u00fctzen, sagte Westerwelle am Nachmittag in Berlin. (tgr)<\/p>\n<p><strong>15:53<\/strong> Auch die Zahl der Evakuierten steigt: Wie das UN-B\u00fcro f\u00fcr die Koordinierung humanit\u00e4rer Hilfe (OCHA) am Sonntag in Genf mitteilt, sind mittlerweile fast 600.000 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Etwa 380.000 Japaner aus den von dem Erdbeben und den Tsunami-Wellen betroffenen Gebieten, die in rund 2000 Notunterk\u00fcnften untergekommen sind und 210.000 Menschen, die in der N\u00e4he des Atomkraftwerks Fukushima 1 wohnten, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. (tgr)<\/p>\n<p><strong>15:40<\/strong> Das Beben hat nicht nur menschliches Leid \u00fcber Japan gebracht, auch die Wirtschaft des 127-Millionen-Einwohner-Landes wird unter der Katastrophe leiden, <a href=\"http:\/\/english.kyodonews.jp\/news\/2011\/03\/77417.html\">berichtet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo<\/a>. Nicht nur schadet die Abschaltung der Atomkraftwerke der Wirtschaft des Landes, auch werden die Autobauer Toyota und Nissan Produktionsausf\u00e4llen haben. Droht dem Land nach der Katastrophe eine Rezession? Immerhin wird der ohnehin schon gro\u00dfe Schuldenberg durch den Wiederaufbau noch gr\u00f6\u00dfer werden. (tgr)<\/p>\n<p><strong>15:34<\/strong> Die Erde kommt in Japan einfach nicht zur Ruhe. Jetzt wird auch noch bekannt, dass im S\u00fcdwesten des Landes der Vulkan Shinmoedake am Sonntag Asche und Gestein in die Atmosph\u00e4re geschleudert hat. Die Asche sei dabei bis in eine H\u00f6he von 4000 Metern gelangt, teilten die Beh\u00f6rden mit. Sie beschr\u00e4nkten zugleich den Zugang im Gebiet um den Vulkan. Der 1420 Meter hohe Shinmoedake war im Januar erstmals seit 52 Jahren wieder ausgebrochen, in den vergangenen zwei Wochen herrschte aber Ruhe, berichtet die franz\u00f6sische Nachrichtenagentur AFP. (tgr)<\/p>\n<p><strong>15:29<\/strong> Linktipp: Ein Blick auf <a href=\"http:\/\/www.iaea.org\/newscenter\/news\/tsunamiupdate01.html\">die aktuellen Meldungen der Internationale Atomenergie-Organisation<\/a> (IAEA) zur Entwicklung in den AKWs in Japan lohnt sich. (tgr)<\/p>\n<p><strong>15:26<\/strong> Die BBC zeigt <a href=\"http:\/\/www.bbc.co.uk\/news\/world-asia-pacific-12726587\">beeindruckende Luftaufnahmen<\/a> des betroffenen Gebiets vor und nach der Katastrophe. (tgr)<\/p>\n<p><strong>15:22<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.digitalglobe.com\/\">Digital Globe<\/a> zeigt eine Luftaufnahme der Erdbebenregion: Auf dem Satellitenbild ist die Verw\u00fcstung nach dem Beben und der Tsunami-Welle gut zu sehen. <figure id=\"attachment_1592\" aria-describedby=\"caption-attachment-1592\" style=\"width: 540px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2011\/03\/luftaufnahme.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2011\/03\/luftaufnahme.jpg\" alt=\"Luftbildaufnahme des von der Tsunami-Welle \u00fcberfluteten Gebiets, Fotocredit: CC BY-NC-ND 2.0 by DigitalGlobe-Imagery\" title=\"luftaufnahme\" width=\"540\" height=\"304\" class=\"size-full wp-image-1592\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1592\" class=\"wp-caption-text\">Luftbildaufnahme des von der Tsunami-Welle \u00fcberfluteten Gebiets, Fotocredit: CC BY-NC-ND 2.0 by DigitalGlobe-Imagery<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p><strong>15:10<\/strong> Der SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel gibt nun ein Live-Statement ab. &#8222;Die \u00e4ltesten AKWs m\u00fcssen vom Netz.&#8220; Die Bundesregierung m\u00fcsse aus der Laufzeitverl\u00e4ngerung rasch aussteigen und das kerntechnische Regelwerk umsetzen werden. Auch Gr\u00fcnen-Fraktionschef J\u00fcrgen Trittin hatte sich bereits ge\u00e4u\u00dfert. &#8222;Es ist eine zweideutige Botschaft, auf der einen Seite zu behaupten, deutsche Anlagen seien sicher, auf der anderen Seite eine \u00dcberpr\u00fcfung anzuk\u00fcndigen, wie es die Kanzlerin tat&#8220;, sagte er am Nachmittag in Berlin.  (tgr)<\/p>\n<p><strong>15:07<\/strong> Die japanische Regierung hat laut IAEA in Wien auch f\u00fcr das Atomkraftwerk Onagawa den Notstand ausgerufen. (tgr)<\/p>\n<p><strong>14:50<\/strong> Die Nachrichtenagentur dpa berichtet, dass zehn deutsche Mitarbeiter des Kernkraftwerksherstellers Areva w\u00e4hrend des Erdbebens auf dem Gel\u00e4nde des Atomkraftwerks Fukushima waren. Die Deutschen h\u00e4tten sich im Zusammenhang mit Materialpr\u00fcfungen in einem abgeschalteten Block von Fukushima aufgehalten. &#8222;Sie waren vor Ort, um sich bestimmte Technologien durch den Kunden zertifizieren zu lassen&#8220;, sagte ein Sprecher. Das Ausw\u00e4rtige Amt teilte mit, dass die Deutschen in Sicherheit gebracht worden seien und Japan rasch verlassen w\u00fcrden. (tgr)<\/p>\n<p><strong>14:45<\/strong> Lesetipp: Andreas Hirstein hat in der Neuen Z\u00fcrcher Zeitung <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/hintergrund\/wissenschaft\/explosion_im_reaktor_1.9870703.html\">ein lesenswertes Hintergrundst\u00fcck<\/a> \u00fcber die Ereignisse im japanischen Kernkraftwerk Fukushima geschrieben. NZZ Online zeigt auch eine Infographik, die eine Kernschmelze erkl\u00e4rt. (tgr)<\/p>\n<p><strong>14:35<\/strong> Die <a href=\"http:\/\/mdn.mainichi.jp\/\">Mainichi Shimbun<\/a>, die drittgr\u00f6\u00dfte Tageszeitung in Japan, schreibt in ihrer Online-Ausgabe: &#8222;Im schwer zerst\u00f6rten Osten unseres Landes ist im besch\u00e4digten Kernkraftwerk Fukushima 1 nach einer Kernschmelze im Reaktor 1 nun auch eine Kernschmelze im Reaktor 3 aufgetreten. Dar\u00fcberhinaus sind gro\u00dfe Wassermassen ausgetreten. Es geht nun die Angst um, dass &#8211; wie auch schon im Reaktor 1 &#8211; das Geh\u00e4use des Reaktors 3 explodieren k\u00f6nnte. Es wurde immer gesagt, dass Japan beim Erdbebenschutz in den Sicherheitsstandards weltweit f\u00fchrend sei. Aber jetzt meinen Experten, nachdem es hintereinander zu mehreren gravierenden Zwischenf\u00e4llen gekommen ist, dass die Lage akut gef\u00e4hrlich ist. Es ist kein Anhaltspunkt in Sicht, welche L\u00f6sung es geben k\u00f6nnte, um aus dieser beispiellosen und unerh\u00f6rten Situation herauszukommen. Der Unfall mit nuklearer Kernschmelze von Three Mile Island (1979) in den USA und die Tschernobyl-Explosion (1986) in der Sowjetunion sind nicht die einzigen geblieben. Jetzt ist es auch in Japan passiert.&#8220; (tgr)<\/p>\n<p><strong>14:18<\/strong> Das International Nuclear Safety Center des US Department of Energy hat <a href=\"http:\/\/www.insc.anl.gov\/pwrmaps\/map\/japan.php\">eine \u00dcbersichtskarte aller 18 japanischen AKWs<\/a> ver\u00f6ffentlicht. Und <a href=\"http:\/\/www.insc.anl.gov\/pwrmaps\/map\/germany.php\">hier gibt es auch eine Karte<\/a> aller AKWs in Deutschland. (tgr)<\/p>\n<p><strong>14:18<\/strong> Die Nachrichtenlage bleibt un\u00fcbersichtlich, nun meldet die Nachrichtenagentur dpa, dass der japanische Regierungssprecher Yukio Edano seine eigenen Aussagen \u00fcber eine Kernschmelze im Kraftwerk Fukushima 1 zur\u00fcckgenommen habe. Es habe doch keine Kernschmelze im Reaktor 3 stattgefunden. (tgr)<\/p>\n<p><strong>14:08<\/strong> Fast st\u00fcndlich gibt der Betreibers des Atomkraftwerks Fukushima mittlerweile <a href=\"http:\/\/www.tepco.co.jp\/en\/index-e.html\">neue Pressemitteilungen<\/a> heraus. Zwischenzeitlich war die englischsprachige Website von Tokyo Electric Power (Tepco) jedoch nicht erreichbar. (tgr)<\/p>\n<p><strong>13:59<\/strong> Es werden laut Agentur Jiji Vorbereitungen getroffen, den Atomreaktor Nummer 2 des Kraftwerks Fukushima 1 mit Meerwasser zu k\u00fchlen. (tgr)<\/p>\n<p><strong>13:30<\/strong> Au\u00dfenminister Guido Westerwelle kann nicht mehr ausschlie\u00dfen, dass auch Deutsche beim Erdbeben zu Schaden gekommen sind. Mehr dazu um 15 Uhr nach der Sitzung des Krisenstabs. Dann will er zur Situation nach der Erdbebenkatastrophe in Japan ein Statement abgeben. (tgr)<\/p>\n<p><strong>13:15<\/strong> Lesetipp: taz-Autor Martin Fritz hat unter dem Titel &#8222;Tricksen und T\u00e4uschen&#8220; ein<a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/umwelt\/artikel\/1\/tricksen-und-taeuschen\/\"> interessantes Hintergrundst\u00fcck<\/a> \u00fcber den Betreiber des Fukushima-AKWs, Tokyo Electric Power, verfasst. Das Unternehmen ist Asiens gr\u00f6\u00dfter Stromversorger, betreibt 17 Reaktorbl\u00f6cke und ist zuletzt wegen gef\u00e4lschter Unterlagen und verschiedener Havarien in die Kritik geraten. (tgr)<\/p>\n<p><strong>13:10<\/strong> Ab Montag soll es in ganz Japan planm\u00e4\u00dfige Stromabschaltungen geben, die regionsweise jeweils drei Stunden dauern sollen. Dieses Vorgehen wurde von Premierminister Kan genehmigt, um die schwierige Stromversorgung der K\u00fchlsysteme in den Atomanlagen sicherzustellen. (sv)<\/p>\n<p><strong>12:55<\/strong> Geo Eye hat eine weitere<a href=\"https:\/\/picasaweb.google.com\/118079222830783600944\/Japan#\"> Serie von aktuellen Satellitenbildern<\/a> ver\u00f6ffentlicht, die das enorme Ausma\u00df der Verw\u00fcstungen durch den Tsunami zeigen.  Auf den Aufnahmen ist deutlich zu erkennen, dass ganze Stadtteile durch die Flutwelle zerst\u00f6rt wurden und nur wenige H\u00e4user dort den Naturgewalten Stand gehalten haben. Die Bilder gibt es &#8211; zusammen mit Vergleichsaufnahmen vor dem Tsunami &#8211; als <a href=\"https:\/\/picasaweb.google.com\/118079222830783600944\/Japan#\">Fotostrecke<\/a>, als Layer in <a href=\"http:\/\/maps.google.com\/maps\/ms?ie=UTF8&amp;hl=en&amp;msa=0&amp;msid=200910826786863242067.00049e4d08c67e68fe83e&amp;ll=38.272689,140.756836&amp;spn=22.232593,53.569336&amp;t=h&amp;z=5\">Google Maps<\/a> und <a href=\"http:\/\/mw1.google.com\/crisisresponse\/2011\/japan_earthquake_2011\/earthquake\/google\/Japan_earthquake2011_nl.kml\">aufbereitet f\u00fcr Google Earth<\/a> (kostenloser <a href=\"http:\/\/www.google.de\/intl\/de\/earth\/index.html\">Download von Google Earth<\/a>, f\u00fcr PC\/Mac\/Linux). Quelle: <a href=\"http:\/\/google-latlong.blogspot.com\/2011\/03\/post-earthquake-images-of-japan.html\">Google LatLong<\/a> (fm)<\/p>\n<p><strong>12:40<\/strong> Statistisch sind Atomunf\u00e4lle der Gr\u00f6\u00dfenordnung Tschernobyl und auch des Ausma\u00dfes von Fukushima so selten, dass Tausende Jahre ins Land gehen k\u00f6nnten, ohne dass die Menschheit damit umgehen m\u00fcsste. Das Problem mit Statistiken und dem echten Leben: Wer heute mindestens 30 Jahre alt ist erlebt bereits zum zweiten Mal, dass Atomkraft unbeherrschbar ist. Tschernobyl ist genau <a href=\"http:\/\/www.tschernobyl25.de\/\">25 Jahre her<\/a>, welch unheimlicher Zufall. (dah)<\/p>\n<p><strong>12:35<\/strong> Der japanische Nachrichtensender NHK meldet, dass noch mehr Menschen aus der Umgebung des Atomkraftwerks Fukushima evakuiert werden sollen. 62.000 Menschen wurden bereits in Sicherheit gebracht, etwa 80.000 Menschen leben in der unmittelbaren Umgebung. NKH zeigt <a href=\"http:\/\/www3.nhk.or.jp\/daily\/english\/13_25.html\">hier<\/a> eine Karte. (tgr)<\/p>\n<p><strong>12:25<\/strong> Live-Schalte im ARD-Presseclub: Robert Hetk\u00e4mpfer, ARD-Korrespondent, berichtet von der Pressekonferenz mit dem japanischen Ministerpr\u00e4sident, der f\u00fcr seine Informationspolitik kritisiert wird. Einsch\u00e4tzung Hetk\u00e4mpfer: &#8222;Verlogen will ich nicht sagen, aber die Regierung geht sehr vorsichtig mit den Fakten um.&#8220; (tgr)<\/p>\n<p><strong>12:10<\/strong> Wer in diesen Tagen den Wahlkampf in Baden-W\u00fcrttemberg verfolgt, merkt eines: Das Erdbeben am anderen Ende der Welt ersch\u00fcttert auch die CDU im S\u00fcdwesten. Der bisherige atomfreundliche Kurs k\u00f6nnte f\u00fcr die Wahl am 27. M\u00e4rz zum Problem werden. (dah)<\/p>\n<p><strong>12:00<\/strong> Japans Ministerpr\u00e4sident Naoto Kan hat sich zu Wort gemeldet. Die Erdbebenkatastrophe sei die gr\u00f6\u00dfte Krise des Landes seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Allerdings: Mit Tschernobyl seien die Probleme in den japanischen AKWs nicht zu vergleichen. (tgr)<\/p>\n<p><strong>11:45<\/strong> Noch gar nicht lange her, w\u00fcrde aber angesichts der Ereignisse aktuell sicher anders ausfallen: Die <a href=\"http:\/\/p.zdf.de\/?r=995\">Abstimmung im Bundestag<\/a> zum Thema Verl\u00e4ngerung der Restlaufzeit von Atomkraftwerken. (sv)<\/p>\n<p><strong>11:40<\/strong> Die Bank von Japan will ihr <a href=\"http:\/\/www.boj.or.jp\/en\/announcements\/release_2011\/rel110313a.htm\/\">&#8222;\u00c4u\u00dferstes tun, um die Stabilit\u00e4t der Finanzm\u00e4rkte zu gew\u00e4hrleisten&#8220;<\/a>. Sie hat rund 55 Milliarden Yen \u2013 rund 483 Millionen Euro \u2013 Sonderhilfen zur Verf\u00fcgung gestellt. Die Zinsen liegen bei Null, die M\u00f6glichkeiten f\u00fcr einen Sonderhaushalt sind jedoch begrenzt. Morgen k\u00f6nnte die Bank erneut zus\u00e4tzliche Hilfen gew\u00e4hren. Dann soll auch die B\u00f6rse in Tokyo den Handel wie gewohnt aufnehmen. (tgr)<\/p>\n<p><strong>11:25<\/strong> Die AKW-Betreiber wollen sich um 12 Uhr deutscher Zeit zur Situation in Fukushima \u00e4u\u00dfern. (dah)<\/p>\n<p><strong>11:10<\/strong> Was genau ist eigentlich im AKW Fukushima-1 passiert? Wir wagen keine sicheren Aussagen, n\u00e4hern uns jedoch mithilfe der dpa-Kollegen an, die ein &#8222;FAQ&#8220; mit Antworten auf die Frage <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wissen\/umwelt\/2011-03\/fukushima-AKW-reaktoren\">&#8222;Was geschah in Fukushima&#8220;<\/a> erstellt haben. (dah)<\/p>\n<p><strong>10:50<\/strong> Die Tipps des Strahlenhysiker <a href=\"http:\/\/www.helmholtz-muenchen.de\/iss\/iss-home\/paretzke\/index.html\">Herwig Paretzke<\/a> f\u00fcr die japanische Bev\u00f6lkerung im Interview mit dem Nachrichtensender NTV erinnern an die Ratschl\u00e4ge nach Tschernobyl: Es sei nun \u00fcberaus wichtig, dass die Bev\u00f6lkerung mit Jodtabletten versorgt werde, um sie vor der Strahlenkrankheit zu sch\u00fctzen. Durch die Gabe von Jod soll verhindert werden, dass sich radioaktive Nuklide wie das bei der Katastrophe von Tschernobyl freigesetzte Iod-131 in den K\u00f6rper einlagert und Krebserkrankungen ausl\u00f6sen. Wirkungsvoll sei die Ma\u00dfnahme, wenn sie vor der Aufnahme von radioaktivem Jod durchgef\u00fchrt wird. Darum empfiehlt der Strahlenphysiker den Japanern, vorerst auf den Verzehr von frischer Milch und frischem Gem\u00fcse zu verzichten. Paretzke ist Professor an der Technischen Universit\u00e4t M\u00fcnchen und an der Leopold-Franzens-Universit\u00e4t Innsbruck. (tgr)<\/p>\n<p><strong>10:45<\/strong> Auf Twitter treffen sich die Ersch\u00fctterten aus aller Welt zu einem <a href=\"http:\/\/twitter.com\/#!\/search\/%23prayforjapan\">globalen Gebet<\/a> f\u00fcr die Menschen in Japan. (dah)<\/p>\n<p><strong>10:30<\/strong> Zwei Tage nach dem Erdbeben werden noch \u00dcberlebende gerettet: Der 60-j\u00e4hrige Hiromitsu Shinkawa trieb bis Sonntagmorgen auf dem Tr\u00fcmmerteil seines Dachs vor der K\u00fcste der Provinz Fukushima im Meer, nachdem sein Heimatort Minamisoma von der Tsunamiwelle \u00fcberrollt hatte. Die Marine zog ihn 15 Kilometer vor der K\u00fcste des Landes aus dem Wasser, wie die Nachrichtenagentur Jiji unter Berufung auf die Beh\u00f6rden berichtete. Er war demnach bei Bewusstsein und in &#8222;guter Verfassung&#8220; und wurde per Helikopter in ein Krankenhaus gebracht.<br \/>\n&#8222;Ich bin weggelaufen, als ich geh\u00f6rt habe, dass der Tsunami kommt&#8220;, sagte Shinkawa laut Jiji seinen Rettern. &#8222;Aber ich bin umgekehrt, um von zu Hause etwas zu holen, dann wurde ich davongesp\u00fclt.&#8220; Er habe im Wasser nur auf dem Dach seines Hauses &#8222;gehangen&#8220;. (tgr)<\/p>\n<p><strong>10:25<\/strong>Ein gro\u00dfes Team des Technischen Hilfswerks ist <a href=\"http:\/\/www.thw.de\/SharedDocs\/Meldungen\/DE\/Pressemitteilungen\/international\/2011\/03\/meldung_003_pm_ankunft_seeba_japan.html\">in Japan im Einsatz<\/a>. Die Gefahr einer radioaktiven Verstrahlung durch das havarierte AKW behindert das THW jedoch bei der Arbeit. \u201eDas THW wird nicht in Gebieten t\u00e4tig, in denen Gefahr durch radioaktive Strahlung zu bef\u00fcrchten ist\u201c, teilen die Helfer aus Deutschland mit. (dah)<\/p>\n<p><strong>10:20<\/strong> Das Wall Street Journal meldet in seinem <a href=\"http:\/\/blogs.wsj.com\/japanrealtime\/2011\/03\/13\/at-tokyo-airport-dazed-travelers-exit-quake-arena\/\">Blog Japan Real Time<\/a>, dass die Lage am Flughafen von Tokyo unterdessen entspannt sei. Bis auf Touristen, die das Land nach dem verheerenden Erdbeben verlassen, herrsche business as usual. Auch die Maschinen zwischen Japan und Deutschlands gr\u00f6\u00dftem Flughafen in Frankfurt sollen am Sonntag weitgehend nach Plan fliegen. Lediglich ein <a href=\"http:\/\/www.lufthansa.com\/de\/de\/Fluginformationen?blt_p=DE&#038;blt_l=de&#038;blt_t=Homepage&#038;blt_e=Homepage%20-%20Note&#038;blt_n=Aktuelle%20Fluginformationen&#038;blt_z=Aktuelle%20Fluginformationen%20Information%20zur%20aktuell&#038;blt_c=DE|de|Homepage|Homepage%20-%20Note|Aktuelle%20Fluginformationen|Aktuelle%20Fluginformationen%20Information%20zur%20aktuell\">Lufthansa-Flug <\/a>nach Nagoya wurde annulliert, die anderen vier Maschinen nach Tokio und Osaka sollten wie geplant starten. Eine Lufthansa-Maschine aus Tokyo wurde etwa drei Stunden versp\u00e4tet erwartet, die anderen beiden Fl\u00fcge aus der japanischen Hauptstadt sowie die Maschinen aus den s\u00fcdlicher gelegenen St\u00e4dten Osaka und Nagoya sollten p\u00fcnktlich oder nur leicht versp\u00e4tet landen. (tgr)<\/p>\n<p><strong>10:10<\/strong> Nach der Wasserflut kommt die Nachrichtenflut. Vieles davon ist Spekulation, vieles Besorgnis-erregende Gewissheit. Zwischen allen berechtigten &#8222;Achtung, Achtung&#8220;-Schlagzeilen tut eine \u00dcberschrift gut, die die Gr\u00fcnen auf ihre Website gesetzt haben: &#8222;<a href=\"http:\/\/www.gruene.de\/einzelansicht\/artikel\/unsere-gedanken-sind-bei-den-opfern.html\">Unsere Gedanken sind bei den Opfern&#8220;<\/a>. (dah)<\/p>\n<p><strong>10:00<\/strong> Auch <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/themen\/atomkraft\/nachrichten\/artikel\/erdbeben_in_japan_regierung_ruft_atomaren_notstand_aus\/\">Greenpeace<\/a> wird in diesen Zeiten zur Nachrichtenredaktion. (dah)<\/p>\n<p><strong>9:30<\/strong> Das verheerende Erdbeben in Japan ist mittlerweile auf Stufe 9 auf der <a href=\"http:\/\/www.wissenswertes.at\/index.php?id=richter-skala\">Richterskala <\/a>hochgestuft worden. Stufe 9 sind Beben mit katastrophalen Folgen. (dah)<\/p>\n<p><strong>9:00<\/strong> &#8222;Wir k\u00f6nnen nicht \u00fcberpr\u00fcfen, was im Inneren eines Reaktors vor sich geht&#8220;, sagt die Regierung in Tokyo. Zwischen den Zeilen best\u00e4tigen sie damit Bef\u00fcrchtungen, die Kernschmelze im AKW Fukushima sei im Gang. (dah)<\/p>\n<p><strong>8:30<\/strong> Japanische Medien berichten von Hamsterk\u00e4ufen in Superm\u00e4rkten, von rund 1400 Notlagern, in denen die Opfer der Naturkatastrophe versorgt werden. (dah)<\/p>\n<p><strong>8:20<\/strong> Unklar ist weiterhin, wie viele Menschen beim Erdbeben und dem darauf folgenden Tsunami in Japan ums Leben gekommen sind. Allerdings meldet der japanische TV-Sender NHK erstmals eine weitaus gr\u00f6\u00dfere Zahl als bisher in offiziellen Statements verbreitet: In einer Provinz seien m\u00f6glicherweise rund 10.000 Menschen gestorben, hei\u00dft es unter Berufung auf die Polizei. (dah)<\/p>\n<p><strong>7:00<\/strong> Bundesumweltminister Norbert R\u00f6ttgen spricht angesichts der Atomhavarie von einer <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2011-03\/roettgen-atom-ausstieg\">&#8222;Z\u00e4sur&#8220;<\/a> in der Bewertung von Atomtechnik. &#8222;Ich finde, dass dieser Debatte nicht ausgewichen werden darf&#8220;, sagt er in der ARD.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Wolfgang Blau (wb), Tina Groll (tgr), Domenika Ahlrichs (dah), Fabian Mohr (fm), Carolin Str\u00f6bele (cs) und Sascha Venohr (sv) Nach Beben und Tsunami mindestens 10.000 Menschen vermisst Beh\u00f6rden haben bis zum Abend 1.597 Opfer registriert Noch immer gro\u00dfe Gebiete von Au\u00dfenwelt abgeschnitten Etwa 450.000 Menschen wurden obdachlos Weitere 80.000 mussten Zone um AKW Fukushima-1 [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":283,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[379,9959],"class_list":["post-1533","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-japan","tag-tsunami"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v21.0 - 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