{"id":215,"date":"2010-11-02T19:17:54","date_gmt":"2010-11-02T17:17:54","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/?p=215"},"modified":"2010-11-03T06:36:56","modified_gmt":"2010-11-03T05:36:56","slug":"us-wahlen-2010","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/2010\/11\/02\/us-wahlen-2010\/","title":{"rendered":"US-Wahlen 2010"},"content":{"rendered":"<p><em>Von Hauke Friederichs (hf), Markus Horeld (mh) und Wolfgang Blau (wb).<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong>06.36: <\/strong>Liebe Leser, an dieser Stelle schlie\u00dfen wir unser Live-Blog zu den Wahlen in den USA. US-Pr\u00e4sident Obama hat die erwartete Niederlage einstecken m\u00fcssen, seine Demokraten verloren die Mehrheit im Repr\u00e4sentantenhaus. Knapp konnten sie aber ihre Mehrheit im Senat halten. Eine \u00dcbersicht \u00fcber die Ergebnisse finden sie <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2010-11\/wahlsieg-republikaner\">hier<\/a>. Im Laufe des Vormittages werden wir die <em>midterms<\/em> selbstverst\u00e4ndlich analysieren und kommentieren. (mh)<\/p>\n<p><strong>05.57: <\/strong>O-Ton aus einer Diskussion demokratischer Experten im Sender DemocracyNow: &#8222;Die Tea Party setzt die Republikaner unter massiven Druck und gibt ihnen zu verstehen, dass sie jetzt unter Beobachtung stehen. Wir m\u00fcssen das auch machen. Wir m\u00fcssen denselben Druck auf die Demokraten aus\u00fcben und Obama vermitteln, dass er jetzt endlich demokratische Politik umsetzen muss. Wir sind die Coffee Party.&#8220; (wb)<\/p>\n<p><strong>05.50: <\/strong>Im neuen US-Senat werden aller Wahrscheinlichkeit keine Afro-Amerikaner vertreten sein. Alle drei afro-amerikanischen Senats-Kandidaten werden voraussichtlich nicht gewinnen, der einzige afro-amerikanische Inhaber eines Senatssitzes, der Demokrat Roland Burris aus Illinois, geht in Rente. (wb)<\/p>\n<p><strong>05.40: <\/strong><strong> <\/strong>Der demokratische Mehrheitsf\u00fchrer im Senat, Harry Reid, hat seinen Sitz bei der Wahl in Nevada verteidigt, meldet CNN. Damit k\u00f6nnte die Senatsmehrheit f\u00fcr die Demokraten\u00a0 stehen. (mh)<\/p>\n<p><strong>05.27:<\/strong> Interessante <a href=\"http:\/\/californiawatch.org\/watchblog\/how-whitman-spent-160-million-6292\" target=\"_blank\">Gegen\u00fcberstellung der Wahlkampfausgaben<\/a> von Meg Whitman (Rep.) und Jerry Brown (Dem.) im Duell um Kaliforniens Gouverneursposten. Whitman gab insgesamt 160 Millionen Dollar aus, davon allein 106,9 Millionen f\u00fcr TV-Spots.\u00a0 Der Wahlsieger Jerry Brown investierte insgesamt 24,8 Millionen f\u00fcr seinen Wahlkampf. (wb)<\/p>\n<p><strong>05.07: <\/strong>&#8230; und Google hat sich doch nicht als <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/digital\/internet\/2010-11\/google-midterms-googlebomb\">die bessere Wahlprognose entpuppt<\/a>. \ud83d\ude09 (mh)<\/p>\n<p><strong>05.03: <\/strong>Irgendwie auch tr\u00f6stlich, dass selbst eine private Wahlkampfkasse von 141 Millionen Dollar nicht ausreicht, um Gouverneurswahlen zu gewinnen. F\u00fcr die ehemalige eBay-Chefin Meg Whitman ist dies eine schmerzhafte Niederlage. In Kalifornien sind damit gleich zwei Legenden der IT-Branche, Meg Whitman und auch die ehemalige HP-Chefin Carly Fiorina bei dem Versuch gescheitert, politische Karrieren zu beginnen. Fiorina war im Pr\u00e4sidentschaftswahlkampf 2008 sogar noch als m\u00f6gliche Vize-Kandidatin neben John McCain im Gespr\u00e4ch. McCain entschied sich dann bekanntlich f\u00fcr eine andere. (wb)<\/p>\n<p><strong>04.59:<\/strong> CNN geht nun davon aus, dass die Demokraten ihre Mehrheit im Senat behalten. Gerade steht es 49 zu 44 f\u00fcr die Demokraten. 7 Sitze fehlen noch. (mh)<\/p>\n<p><strong>04.57: <\/strong>Die <a href=\"http:\/\/latimesblogs.latimes.com\/california-politics\/2010\/11\/jerry-brown-projected-winner-in-california-governors-race.html\" target=\"_blank\"><em>Los Angeles Times<\/em><\/a> sieht den Demokraten Jerry Brown als neuen Gouverneur Kaliforniens. Brown, 72, hatte das Amt schon einmal inne. Bei seiner ersten Wahl war er 36 Jahre alt. (wb)<\/p>\n<p><strong>04.54: <\/strong>Die ehemalige Hewlett-Packard-Chefin Carly Fiorina hat es nicht geschafft, der Demokratin Barbara Boxer den Senatssitz f\u00fcr Kalifornien zu entrei\u00dfen, meldet <a href=\"http:\/\/www.bbc.co.uk\/news\/\" target=\"_blank\">BBC<\/a> gerade. (wb)<\/p>\n<p><strong>04.53: <\/strong>Erstmals wird New Mexico k\u00fcnftig von einer Frau mit lateinamerikanischen Wurzeln regiert: Die Republikanerin Susana Martinez setzte sich gegen Diane Denish durch. (mh)<\/p>\n<p><strong>04.23: <\/strong>Die Selbstverst\u00e4ndlichkeit, mit der amerikanische TV-Kommentatoren in dieser Wahlnacht von Sarah Palin als m\u00f6glicher Pr\u00e4sidentschaftskandidatin sprechen, wirkt auf uns wie lauwarmer Redaktions-Kaffee. Man wird wach und f\u00fchlt sich trotzdem mies. (wb)<\/p>\n<p><strong>04:18: <\/strong>Zwischenstand im Senat laut <a href=\"http:\/\/elections.msnbc.msn.com\/ns\/politics\/2010\/all\" target=\"_blank\">MSNBC<\/a>: 48 Sitze f\u00fcr die Demokraten, 44 f\u00fcr die Republikaner. 51 Sitze sind f\u00fcr die einfache Mehrheit n\u00f6tig, 60 f\u00fcr die wichtige Dreif\u00fcnftelmehrheit (die die Demokraten allerdings schon im Januar verloren hatten). (mh)<\/p>\n<p><strong>04.11:<\/strong> Die Republikanerin <a href=\"http:\/\/www.nikkihaley.com\/\" target=\"_blank\">Nikki Haley<\/a> hat die Gouverneurswahlen in South Carolina gewonnen. Sie ist neben Louisianas Gouverneur Bobby Jindal die zweite indisch-amerikanische Politikerin, die es auf einen Gouverneursposten schaffte. Haley wurde im Wahlkampf von Sarah Palin unterst\u00fctzt. (wb)<\/p>\n<p><strong>04.09: <\/strong>Vielleicht noch als Erg\u00e4nzung zum vorherigen Post: Keineswegs ausgeschlossen ist, dass es innerhalb der kommenden zwei Jahren zu gr\u00f6\u00dferen Zerw\u00fcrfnissen zwischen Tea-Party- und &#8222;alteingesessenen&#8220; Abgeordneten der Republikaner kommt. Sogar eine Spaltung scheint m\u00f6glich \u2013 zumindest dann, wenn die &#8222;etablierten&#8220; Republikaner die teilweise radikalen Vorstellungen der Tea-Party-Leute nicht mittragen. Es gibt sogar ein paar wenige Beobachter, die es f\u00fcr m\u00f6glich halten, dass die Tea Party 2012 als eigene Partei antritt. (mh)<\/p>\n<p><strong>03.55: <\/strong>Als die Republikaner 1994 das letzte Mal die Mehrheit im Repr\u00e4sentantenhaus zur\u00fcckeroberten, galt das noch als Revolution. Vierzig Jahre lang, von 1954 bis 1994, hatte dort eine demokratische Mehrheit das Sagen gehabt. Aber schon zw\u00f6lf Jahre sp\u00e4ter, in der Endphase der unseligen \u00c4ra Bush, eroberten die Demokraten die Mehrheit im Repr\u00e4sentantenhaus zur\u00fcck. Und nun, gerade einmal vier Jahre danach, f\u00e4llt die Macht schon wieder an die Republikaner. Die USA verwandeln sich in ein gro\u00dfes Ohio, einen riesigen Swing State. Die Republikaner werden in den n\u00e4chsten Tagen zwar alles daran setzen, ihren Wahlsieg erneut als Revolution, als Erdrutsch oder als Gezeitenwechsel in der Gr\u00f6\u00dfenordnung des Triumphes von 1994 zu verbr\u00e4men, die alten F\u00fcchse in der Partei wissen aber: Die Stabilit\u00e4t der alten Tage ist dahin. Auch die Tea Party, die ihnen gestern noch die Steigb\u00fcgel gehalten hat, ist mehr &#8222;Mood&#8220; als &#8222;Movement&#8220;. Sie ist eine Stimmungswelle, die sich bei den Pr\u00e4sidentschaftswahlen 2012 auch gegen die republikanische Mehrheit im Repr\u00e4sentantenhaus richten kann. Der Zorn der Tea Party auf das Establishment wird auch die republikanischen Abgeordneten treffen. Die Zeit der einfachen Wahrheiten ist vorbei, die Republikaner sind wieder in der Verantwortung. (wb)<\/p>\n<p><strong>03.51:<\/strong> Interessante Umfrageergebnisse auf CNN eben: 56 Prozent einer USA-weiten Befragung gaben an, die Tea Party sei kein entscheidender Faktor bei ihrer Wahlentscheidung gewesen. Ein weiteres Erbebnis: Je j\u00fcnger die W\u00e4hler, desto geringer die Sympathie f\u00fcr die Tea Party. (mh)<\/p>\n<p><strong>03.11:<\/strong> Neuer Stand im Senat: 47 Sitze haben die Demokraten, 41 die Republikaner. Zw\u00f6lf Sitze stehen noch aus. Das Rennen wird immer knapper. (hf)<\/p>\n<p><strong>03.10:<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/world\/richard-adams-blog\/2010\/nov\/02\/election-results-2010-us-live-updates\" target=\"_blank\">Die Kollegen vom <em>Guardian<\/em><\/a> emp\u00f6ren sich \u00fcber Christine O&#8217;Donnell und ihre Rede vor den entt\u00e4uschten Anh\u00e4ngern. Und einer weiterer Kandidat der Tea-Party-Bewegung, Marco Rubio, habe gleich seine Bewerbungsrede f\u00fcr die Pr\u00e4sidentenwahl 2012, 2016 oder 2020 gehalten. (hf)<\/p>\n<p><strong>02.51: <\/strong>Im Senats wird&#8217;s wirklich sehr, sehr knapp: 47 zu 39 steht es gerade laut <a href=\"http:\/\/elections.msnbc.msn.com\/ns\/politics\/2010\/all\" target=\"_blank\">MSNBC<\/a> f\u00fcr die Demokraten. 14 Sitze fehlen noch. Sollte Obamas Partei tats\u00e4chlich auch die Mehrheit in dieser Kammer verlieren, wird es schwer f\u00fcr den Pr\u00e4sidenten. Seine Pl\u00e4ne f\u00fcr sch\u00e4rfere Klimaschutz-Regelungen und ein Aufenthaltsrecht f\u00fcr Immigranten, die schon lange in den USA leben, wird er wohl nicht weiter verfolgen k\u00f6nnen. (mh)<\/p>\n<p><strong>02.46:<\/strong> Der Demokrat Andrew Cuomo hat die Gouverneurswahlen in New York gewonnen, meldet die <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2010\/11\/03\/nyregion\/03nyelect.html?hp\" target=\"_blank\">New York Times<\/a>. Damit geht der <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2010-10\/new-york-homosexuelle\">Tea-Party-Kandidat und Hetzer Carl Paladino<\/a> leer aus. Der Republikaner Rick Perry gewinnt indes die Gouverneurswahl in Texas \u2013 zum dritten Mal. (mh)<\/p>\n<p><strong>02.42<\/strong>: Was bedeutet die Mehrheit der Opposition im Repr\u00e4sentantenhaus f\u00fcr Obama? Er wird k\u00fcnftig viele Kompromisse schlie\u00dfen m\u00fcssen. Die Republikaner k\u00f6nnen sich der Zusammenarbeit nicht v\u00f6llig entziehen, da sie sonst als Blockierer dastehen. Obama k\u00fcndigte am Dienstag in Interviews bereits an, nun auf die Republikaner zugehen zu wollen. Diese haben wiederum vor der Wahl versprochen, die Gesundheitsreform zu beenden. Der Pr\u00e4sident kann aber gegen Gesetzesinitiativen des Repr\u00e4sentantenhauses ein Veto einlegen. Fest steht: Die Politik in den USA wird sicherlich nicht langweiliger nach diesem 2. November. (hf)<\/p>\n<p><strong>02.37:<\/strong> Die Republikaner kommen nach Berechnungen des TV-Senders NBC auf 237 Sitze im Abgeordnetenhaus. Das w\u00e4re ein Zugewinn von 59 Mandaten. 218 Sitze reichen f\u00fcr die Mehrheit. (hf)<\/p>\n<p><strong>02.27:<\/strong> Der sich abzeichnende Erfolg der Tea-Party-Bewegung illustriert, dass besonders in Zeiten der Krise eine verst\u00e4ndliche, in der Regel aber in die Irre f\u00fchrende Sehnsucht nach einfachen Wahrheiten aufkeimt. Im Soziologendeutsch: Eine Sehnsucht nach Komplexit\u00e4tsreduktion. <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2010-11\/welt-buendnis-rechtspopulisten\">Werner A. Perger hat hier vor wenigen Tagen eindrucksvoll beschrieben<\/a>, dass ein transatlantisches B\u00fcndnis der &#8222;Wutpolitiker&#8220; nur noch eine Frage der Zeit ist. (wb)<\/p>\n<p><strong>02.22: <\/strong>Rand Paul, der neue Senator von Kentucky, h\u00e4lt seine Siegesrede. Sie strotzt vor Abneigung, fast Hass gegen\u00fcber dem politischen Betrieb in Washington. Und Paul sagt: &#8222;Heute Nacht wird es eine Tea-Party-Flutwelle geben&#8220;. F\u00fcr die Wahl zum Repr\u00e4sentantenhaus k\u00f6nnte das durchaus zutreffen. (mh)<\/p>\n<p><strong>02.20:<\/strong> Die Kollegen bei Politico.com diskutieren die ersten Wahlergebnisse in einem <a href=\"http:\/\/www.politico.com\/livestream\/\" target=\"_blank\">Video-Livestream<\/a>. (wb)<\/p>\n<p><strong>02.18: <\/strong>CNN und andere TV-Sender gehen nun fest davon aus, dass die Demokraten ihre Mehrheit im Repr\u00e4sentantenhaus verlieren werden. (mh)<\/p>\n<p><strong>02.17<\/strong>: Einer der gr\u00f6\u00dften Widersacher von Pr\u00e4sident  Obama &#8211; der Republikaner John Boehner &#8211; hat seine Wahl in Ohio nach Prognosen  souver\u00e4n gewonnen. Boehner ist Oppositionsf\u00fchrer  im Abgeordnetenhaus und laut CNN k\u00fcnftig dessen Sprecher. (hf)<\/p>\n<p><strong>02.08:<\/strong> Vor zwei Stunden sah die Welt f\u00fcr <a href=\"http:\/\/twitter.com\/ChristineOD\" target=\"_blank\">Christine O&#8217;Donnell <\/a>noch rosig aus. Auf Twitter lud sie ihre Anh\u00e4nger zur Siegesfeier ein. Daraus wird jetzt wohl nichts. Delaware bleibt bei den Demokraten. (hf)<\/p>\n<p><strong>01.58<\/strong>: Heute Nacht geht es in den USA nicht nur um Sitze im Kongress. Die W\u00e4hler entscheiden auch \u00fcber zahlreiche Gesetzesinitiativen. In Kalifornien geht es etwa um ein Klimagesetz und die Legalisierung von Marihuana. Zu letzterem Thema hat die <a href=\"http:\/\/www.reuters.com\/news\/video\/story?videoId=163989552&amp;videoChannel=1003\" target=\"_blank\">Nachrichtenagentur Reuters ein interessantes Video ver\u00f6ffentlicht<\/a>. (hf)<\/p>\n<p><strong>01.46: <\/strong>Die linksliberale <a href=\"http:\/\/www.huffingtonpost.com\/elections\/house\" target=\"_blank\">Huffington Post<\/a> schreibt trotzig: &#8218;NO SIGNS OF TSUNAMI&#8230; YET&#8216;. F\u00fcr die Hochrechnungen zur Senatswahl stimmt das derzeit in der Tat. Einen Sitz haben die Republikaner (nach aktuellem Stand) hinzugewonnen, n\u00e4mlich Indiana mit dem ehemaligen US-Botschafter in Deutschland, Daniel Coats. Au\u00dferdem sind zwei Tea-Party-Kandidaten ziemlich sicher durch &#8211; Rand Paul in Kentucky und Marco Rubio in Florida -, eine fiel wie erwartet krachend durch (Christine O\u2019Donnell in Delaware) (mh)<\/p>\n<p><strong>01.38<\/strong>: Die Karte mit den Wahlergebnissen der <em><a href=\"http:\/\/elections.nytimes.com\/2010\/results\/house\" target=\"_blank\">New York Times <\/a><\/em>verf\u00e4rbt sich zunehmend rot &#8211;\u00a0 die Farbe der Republikaner. (hf)<\/p>\n<p><strong>01.26: <\/strong>Was sind die Ursachen f\u00fcr die mutma\u00dflich hohen Verluste f\u00fcr die Demokraten? Meistens hei\u00dft es: die Wirtschaftslage. Doch gleichzeitig gibt die <a href=\"http:\/\/www.politicsdaily.com\/2010\/10\/12\/poll-mortgage-industry-wall-street-and-bush-most-to-blame-for\/\" target=\"_blank\">Mehrheit der Amerikaner<\/a> die Hauptschuld an der Wirtschaftslage nicht Obama oder den Demokraten, sondern &#8211; in dieser Reihenfolge &#8211; Immobilien-Finanzierern,\u00a0 Wall-Street-Bankern und George W. Bush. (mh)<\/p>\n<p><strong>01.24:<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2010\/11\/03\/us\/politics\/03elect.html?_r=1&amp;hp\" target=\"_blank\">Die bedenklichste Zahl<\/a> aus den bisherigen Exit Polls von Edison Research: Vier von zehn W\u00e4hlern sagen, sie unterst\u00fctzten die Tea Party. (wb)<\/p>\n<p><strong>01.17: <\/strong>Ein sehr sch\u00f6nes Projekt der <em>New York Times<\/em>, um Stimmungen am Wahltag zu visualisieren: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/interactive\/2010\/11\/01\/us\/politics\/2010-election-wordtrain.html\" target=\"_blank\">Election Wordtrain<\/a>. (wb)<\/p>\n<p><strong>01.15:<\/strong> CNN und <em>Washington Post<\/em> melden, dass Chris Coons von den Demokraten  nach ersten Hochrechnungen die erzkonservative Tea-Party-Republikanerin Christine O\u2019Donnell geschlagen und den Senatssitz f\u00fcr die Demokraten verteidigt hat. Die Kandidatin der Republikaner wurde intensiv von der Tea Party unterst\u00fctzt und inszenierte sich in den Medien als die &#8222;Neue&#8220;, die nicht an einer Elite-Universit\u00e4t studiert habe und in Washington die Interessen der einfachen Leute vertreten wolle. John Carney von den Demokraten soll zudem einen Sitz im Abgeordnetenhaus errungen haben. (hf)<\/p>\n<p><strong>01.02: <\/strong>Mehrere TV-Sender sehen in Florida den Republikaner Marco Rubio als Sieger der Senatswahl. Der 39-J\u00e4hrige liegt in den Hochrechnungen vor Charlie Crist, dem ehemaligen Republikaner, der seiner Partei im Groll den R\u00fccken gekehrt hatte. Noch weniger Stimmen bekam demnach der Demokrat Kendrick Meek. (mh)<\/p>\n<p><strong>00.59:<\/strong> Es geh\u00f6rt zur journalistischen Folklore amerikanischer Wahltags-Berichterstattung, mindestens eine Geschichte zu produzieren, in der es um <a href=\"http:\/\/newsfeed.time.com\/2010\/11\/02\/interstellar-voting-the-astronauts-have-cast-ballots-from-space-so-whats-your-excuse\/\" target=\"_blank\">w\u00e4hlende Astronauten<\/a> geht. Beliebt sind auch Artikel \u00fcber <a href=\"http:\/\/www.bradenton.com\/2010\/11\/02\/2705416\/led-by-105-year-old-manatee-residents.html\" target=\"_blank\">den \u00e4ltesten W\u00e4hler einer Stadt<\/a>. Bei Pr\u00e4sidentschaftswahlen gibt es dann noch die dankbare Zusatzgeschichte von den Hawaianern und Alaskanern, die tapfer in ihrer Zeitzone w\u00e4hlen, w\u00e4hrend an der fernen Ostk\u00fcste schon l\u00e4ngst die Sieger und Verlierer verk\u00fcndet werden. (wb)<\/p>\n<p><strong>00.49<\/strong>: Die Repr\u00e4sentantenhaus-Wahlergebnisse laufen ein, wie die Demoskopen es vorausgesagt haben: Die Republikaner f\u00fchren deutlich: 20:3 bei der <a href=\"http:\/\/www.washingtonpost.com\/wp-srv\/special\/politics\/election-results-2010\/#\/house\/\" target=\"_blank\"><em>Washington Post<\/em><\/a> und 17:2 bei der <a href=\"http:\/\/elections.nytimes.com\/2010\/results\/house\" target=\"_blank\">New York Times<\/a>. In fast keinem  Wahlkreis sind aber mehr als die H\u00e4lfte der Stimmen ausgez\u00e4hlt. (hf)<\/p>\n<p><strong>00.39:<\/strong> Swing-State Ohio entschieden? CNN sieht Rob Portman von den Republikanern bei der Senatswahl deutlich vor Lee Fischer von den Demokraten, auch wenn es immer noch Umfragen in den Wahllokalen sind, die der TV-Sender f\u00fcr Hochrechnungen benutzt. (hf)<\/p>\n<p><strong>00.34: <\/strong>Auszug aus der Pizza-Rechnung von eben (mh):<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2010\/11\/03112010055.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-313\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2010\/11\/03112010055-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2010\/11\/03112010055-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2010\/11\/03112010055-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2010\/11\/03112010055.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>00.29: <\/strong>Es geh\u00f6rt offenbar l\u00e4ngst zum Instrumentarium von Online-Wahlk\u00e4mpfen, die Zahl der Sympathisanten eines Kandidaten auf Twitter k\u00fcnstlich aufzubl\u00e4hen. <a href=\"http:\/\/www.technologyreview.com\/computing\/26666\/page1\/\" target=\"_blank\">Data-Mining-Experten der Indiana University<\/a> haben beobachtet, dass die Twitter-Accounts @PeaceKaren_25 and @HopeMarie_25 mehr als 20.000 \u00e4hnliche Tweets ver\u00f6ffentlicht haben. Die meisten davon verlinken zur <a href=\"http:\/\/gopleader.gov\/\" target=\"_blank\">Website von John Boehner<\/a>, dem republikanischen Fraktionsvorsitzenden im Repr\u00e4sentantenhaus. <a href=\"http:\/\/truthy.indiana.edu\/\" target=\"_blank\">Die Forscher entdeckten zehn weitere Accounts<\/a>, die Tausende sehr \u00e4hnlicher aber nicht identischer Tweets ver\u00f6ffentlicht hatten, die allesamt auf die konservative Website <a href=\"http:\/\/freedomist.com\/\" target=\"_blank\">Freedomist.com<\/a> verlinken. Ziel dieser Form des Spammings ist, die Trending Topics bei Twitter und vereinzelt auch die Echtzeitsuche von Google zu beeinflussen. (wb)<\/p>\n<p><strong>00.28<\/strong>: Das Wahl-Tool der <em>New York Times<\/em> bringt kuriose Ergebnisse zu Stande: In New Hampshire f\u00fchrt John Lynch bei der Gouverneurs-Wahl mit 75 Prozent der Stimmen. Allerdings hat der Politiker erst neun Stimmen erhalten. Er f\u00fchrt vor John Stephen (drei Stimmen = 25 Prozent) und John Babiarz (0 Stimmen). Tats\u00e4chlich ist das Rennen der drei Johns noch keineswegs entschieden&#8230;. (hf)<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_309\" aria-describedby=\"caption-attachment-309\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2010\/11\/NH-Governor.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-309\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2010\/11\/NH-Governor-300x234.png\" alt=\"Screenshot des NYT-Wahltools\" width=\"300\" height=\"234\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2010\/11\/NH-Governor-300x234.png 300w, https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2010\/11\/NH-Governor.png 605w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-309\" class=\"wp-caption-text\">Screenshot des NYT-Wahltools<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p><strong>00.04<\/strong>: CNN beginnt mit Prognosen f\u00fcr die Senatswahl. In Kentucky sieht der Sender Rand Paul (Republikaner) vorn, in Indiana Dan Coats (Republikaner), in Vermont den Demokraten Patrick Leahy und in South Carolina den Republikaner Jim Demint. (hf)<\/p>\n<p><strong>23.59<\/strong>: Don&#8217;t cry for me&#8230;. Das Magazin Newsweek r\u00e4t den Verlierern, sich mit einer gro\u00dfen Rede von den W\u00e4hlern zu verabschieden und pr\u00e4sentiert gelungene historische Beispiele. <a href=\"http:\/\/www.newsweek.com\/photo\/2010\/11\/02\/concession-speeches.html\" target=\"_blank\">Die Fotostrecke beginnt mit John McCain im Jahr 2008<\/a>. (hf)<\/p>\n<p><strong>23.47<\/strong>: W\u00e4hlen im Neuschnee: In Alaska k\u00e4mpfen W\u00e4hler und Kandidaten mit Dunkelheit und Schnee, berichtet die <a href=\"http:\/\/www.latimes.com\/news\/politics\/la-pn-miller-murkowski1-20101102,0,1063592.story\" target=\"_blank\"><em>Los Angeles Times<\/em><\/a> aus dem warmen Kalifornien. (hf)<\/p>\n<p><strong>23.42: <\/strong>W\u00e4hrend in zwei Staaten schon gez\u00e4hlt und vielen anderen noch gew\u00e4hlt wird, haben wir Gelegenheit, <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=_HER2pGdAak\" target=\"_blank\">auf dieses sch\u00f6ne Interview mit dem demokratischen Senats-Kandidaten Alvin Greene aus South Carolina<\/a> zu schauen &#8211; zum besseren Verst\u00e4ndnis: der erw\u00e4hnte Jim DeMint ist sein Gegner. (mh)<\/p>\n<p><strong>23.22<\/strong>: 3:0 f\u00fcr die Republikaner. <a href=\"http:\/\/elections.nytimes.com\/2010\/results\/house\" target=\"_blank\">Die ersten drei neuen Mitglieder des Repr\u00e4sentantenhauses stehen so gut wie fest<\/a>. Sie geh\u00f6ren den Republikanern an. (hf)<\/p>\n<p><strong>23.18: <\/strong>In <a href=\"http:\/\/elections.nytimes.com\/2010\/results\/kentucky\" target=\"_blank\">Kentucky<\/a> und <a href=\"http:\/\/elections.nytimes.com\/2010\/results\/indiana\" target=\"_blank\">Indiana<\/a> wird inzwischen ausgez\u00e4hlt: in beiden Staaten f\u00fchren die Republikaner. (mh)<\/p>\n<p><strong>23.00: <\/strong>Facebook stellt die f\u00fcr Europ\u00e4er ohnehin schon verwirrende politische Farbenlehre der USA auf den Kopf. Demokratisch dominierte Staaten gelten in den USA als &#8222;blue states&#8220;, republikanisch dominierte als &#8222;red states&#8220;. Facebook dagegen ist f\u00fcr sein einfarbig blaues Design bekannt, politisch in diesem Wahlkampf aber eher rot: Republikaner dominieren dort.\u00a0 Nach Angaben der Site <a href=\"http:\/\/statistics.allfacebook.com\/election\" target=\"_blank\">Allfacebook.com<\/a> kommen die republikanischen Kandidaten und Abgeordneten dort auf insgesamt 3,4 Millionen Fans, ihre demokratischen Konkurrenten nur auf rund 1,4 Millionen Fans.\u00a0 Besonders deutlich ist der Abstand zum Beispiel im kalifornischen <a href=\"http:\/\/bit.ly\/bziYL4\" target=\"_blank\">Gouverneurswahlkampf<\/a> zwischen dem Demokraten Jerry Brown mit 97.000 Fans auf Facebook und der republikanischen Kandidatin und ehemaligen eBay-Chefin Meg Whitman mit 207.000 Fans. (wb)<\/p>\n<p><strong>22.51: <\/strong>Der 44. Pr\u00e4sident der Vereinigten Staaten ist da schon <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/user\/BarackObamadotcom\" target=\"_blank\">emotionaler auf Youtube unterwegs<\/a>. (hf)<\/p>\n<p><strong>22.42<\/strong>: &#8222;Vote or die&#8220;, schreit ein Rapper auf Youtube dem Zuschauer entgegen. Andere Hobbyfilmer zeigen in einer <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=5NavVyJBrzA\" target=\"_blank\">Vorher-Nachher-Show, das W\u00e4hlen gar nicht weh tut<\/a>. (hf)<\/p>\n<p><strong>22.26: <\/strong>Besonders umk\u00e4mpft ist einmal mehr der Swing-State Ohio. Wer hier gewinnt, hei\u00dft es in den USA, der gewinnt die Wahl. <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2010\/11\/03\/us\/politics\/03elect.html?_r=1&amp;hp\" target=\"_blank\">Der fr\u00fchere Pr\u00e4sident Bill Clinton versuchte in Radio-Interviews<\/a> in Ohio, die W\u00e4hler der Demokraten zu mobilisieren. (hf)<\/p>\n<p><strong>22.16<\/strong>: Mancher Kandidat posierte mit Sturmgewehr, andere zeigten voranst\u00fcrmende Soldaten in TV-Spots &#8211; <a href=\"http:\/\/www.perrielloforcongress.com\/\" target=\"_blank\">Tom Perriello von den Demokraten<\/a> streifte sich Boxhandschuhe \u00fcber. Ob solche Gesten tats\u00e4chlich die W\u00e4hler \u00fcberzeugen? (hf)<\/p>\n<p><strong>22.05:<\/strong> Die Hoffnung auf einen Sieg der Republikaner treibt die B\u00f6rsenkurse an der Wall Street: Die wichtigsten US-Aktienindizes sind am Dienstag mit Gewinnen aus dem Handel gegangen, meldet die Nachrichtenagentur <em>dpa<\/em>. (hf)<\/p>\n<p><strong>21.59<\/strong>: Erneuter Appell vom Pr\u00e4sidenten: Dein Stimme kann den Unterschied machen. <a href=\"http:\/\/twitter.com\/BarackObama\" target=\"_blank\">Obamas Team twittert munter weiter<\/a>. (hf)<\/p>\n<p><strong>21.55<\/strong>: &#8222;It&#8217;s the economy, stupid&#8220; &#8211; wenn dieser vielzitierte Spruch je gestimmt hat, denn in diesem Jahr in Amerika. <a href=\"http:\/\/www.huffingtonpost.com\/william-bradley\/obamas-big-mistake_b_777814.html\" target=\"_blank\">William Bradley schreibt in der <em>Huffington Post<\/em><\/a> \u00fcber Obamas gr\u00f6\u00dften Fehler. (hf)<\/p>\n<p><strong>21.41:<\/strong> &#8222;218&#8220; sei die Zahl des Tages, hei\u00dft es auf <a href=\"http:\/\/www.cnn.com\/\" target=\"_blank\">CNN.com<\/a>. (435 Sitze gibt&#8217;s Repr\u00e4sentantenhaus, 218 braucht eine Partei f\u00fcr die Mehrheit). Die viel entscheidendere Zahl aber ist die 51: Das ist die Mehrheit im Senat. Denn dass die Republikaner das Repr\u00e4sentantenhaus gewinnen gilt als so gut wie <a href=\"http:\/\/www.huffingtonpost.com\/elections\/house\" target=\"_blank\">sicher<\/a>. Im Senat wird&#8217;s dagegen richtig spannend. (mh)<\/p>\n<p><strong>21.35<\/strong>: &#8222;Das wird heute ein gro\u00dfer Tag&#8220;, prophezeite  John Boehner von den Republikanern, nachdem er in West Chester im Staat Ohio gew\u00e4hlt hatte. Sollten die Prognosen stimmen (<a href=\"http:\/\/www.reuters.com\/article\/idUSTRE6A03X520101102\" target=\"_blank\">Reuters sagt voraus, dass die Republikaner 231 Sitze im Repr\u00e4sentantenhaus erzielen werden<\/a>), dann wir er Sprecher des Abgeordnetenhauses und damit ein wichtiger Ansprechpartner von Obamas Beratern, wenn diese Mehrheiten organisieren m\u00fcssen. (hf)<\/p>\n<p><strong>21.30:<\/strong> Ein Reporter in jedem Wahlleiterb\u00fcro im ganzen Land: <a href=\"http:\/\/www.ap.org\/elections2010\/electionnight.html\" target=\"_blank\">Die Nachrichtenagentur AP berichtet, wie sie in der Wahlnacht berichtet<\/a>. (hf)<\/p>\n<p><strong>21.24<\/strong>: Alle sprechen von der Niederlage f\u00fcr die Demokraten. Was bedeutet das f\u00fcr Obama? Bill Clinton schaffte es, nach einer Niederlage bei den Halbzeitwahlen, die Pr\u00e4sidentenwahl zwei Jahre sp\u00e4ter erneut zu gewinnen. Ein anderer Demokrat hingegen scheiterte beim Versuch, das Wei\u00dfe Haus zu verteidigen: Jimmys Carters erste Amtszeit war auch seine letzte. Obama bleiben noch zwei Jahre Zeit, die Stimmung zu drehen. (hf)<\/p>\n<p><strong>21.21:<\/strong> Die Wahlnacht hat noch gar nicht richtig begonnen, doch das Gebr\u00fcll von CNN-Reporter Richard Quest geht mir jetzt schon geh\u00f6rig auf die Nerven. (mh)<\/p>\n<p><strong>21.06<\/strong>: Nicht nur Obama k\u00f6nnte morgen als Verlierer dastehen. Auch Nancy Pelosi, noch Sprecherin des Repr\u00e4sentantenhauses, d\u00fcrfte nerv\u00f6s auf die ersten Prognosen warten. Sehr wahrscheinlich wird sie bald von dem Republikaner John Boehner abgel\u00f6st. Ein Grund zur Freude bleibt Pelosi jedoch: <a href=\"http:\/\/pelosi.house.gov\/news\/press-releases\/2010\/11\/pelosi-statement-on-the-san-francisco-giants-world-series-win.shtml\" target=\"_blank\">Ihr Team, die San Francisco Giants, haben die Baseball-World-Series gewonnen<\/a>. (hf)<\/p>\n<p><strong>20.45:<\/strong> Facebook als Wahlanfeuerer? Rob Pegoraro von der <a href=\"http:\/\/voices.washingtonpost.com\/fasterforward\/2010\/11\/election_day_software_-_seriou.html?wprss=fasterforward\" target=\"_blank\"><em>Washington Post<\/em> \u00fcber \u201eI-vote-Buttons\u201c<\/a>, die heute mehr als drei Millionen Profile schm\u00fccken, und ein Tool, das bei der Wahllokal-Suche hilft (hf).<\/p>\n<p><strong>20.40:<\/strong> Ein sch\u00f6nes <a href=\"http:\/\/www.msnbc.msn.com\/id\/39199799\" target=\"_blank\">Spielzeug auf MSNBC<\/a>: Wie beliebt waren die jeweiligen Pr\u00e4sidenten bei den Midterms? Demnach sieht es f\u00fcr Obama gar nicht so furchtbar schlimm aus. Nur schlimm. (mh)<\/p>\n<p><strong>20.30:<\/strong> &#8222;<a href=\"http:\/\/cityroom.blogs.nytimes.com\/2010\/11\/02\/share-your-voting-experience\/\" target=\"_blank\">Teilen Sie uns ihre Erfahrung beim W\u00e4hlen mit&#8220;, fordert die <em>New York Times<\/em><\/a> ihre Online-Leser auf. Die Redaktion sucht so nach Problemen in Wahllokalen. Tom B beschwert sich etwa, dass die Wahlhelfer so dicht bei ihm standen, dass sie seine Markierung sehen konnten. (hf)<\/p>\n<p><strong>20.16: <\/strong>Der demokratische Mehrheitsf\u00fchrer im Senat, Harry Reid, k\u00e4mpft um sein politisches \u00dcberleben. Er tritt in Nevada gegen eine Vertreterin der Tea-Party-Bewegung an &#8211; der Ausgang ist ungewiss. Und viele weitere Demokraten f\u00fcrchten um ihre \u00c4mter. Die <em>Washington Post<\/em> pr\u00e4sentiert in ihrer Online-Edition bereits m\u00f6glich Newcomer &#8211; d<a href=\"http:\/\/www.washingtonpost.com\/wp-dyn\/content\/article\/2010\/11\/02\/AR2010110201825.html\" target=\"_blank\">ie k\u00fcnftigen Superstars des amerikanischen Politikbetriebes<\/a>. (hf)<\/p>\n<p><strong>20.10<\/strong>: Pathos, Pathos, Pathos: Sarah Palin verk\u00fcndete am Montag auf <a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/sarahpalin\" target=\"_blank\">Facebook: Tomorrow Is Freedom Day! <\/a>Heute, an diesem Freiheitstag, ist das Gesicht der Tea Party jedoch ziemlich still. (hf)<\/p>\n<p><strong>20.08: <\/strong>Die <em>Huffington Post<\/em> macht den Demokraten (und ihren Lesern) Hoffnung: Bislang sei die Wahlbeteiligung in st\u00e4dtischen Gebieten <a href=\"http:\/\/www.huffingtonpost.com\/2010\/11\/02\/high-voter-turnout-urban-areas_n_777640.html\" target=\"_blank\">h\u00f6her als erwartet<\/a>. Das k\u00f6nne den Demokraten helfen. (mh)<\/p>\n<p><strong>20.02:<\/strong> Das <a href=\"http:\/\/s.wsj.net\/public\/resources\/documents\/wsj_following_the_returns100111.pdf\" target=\"_blank\"><em>Wall Street Journal<\/em> zeigt in einer Grafik<\/a>, wo in den USA wann die Wahllokale schlie\u00dfen. Alaska und Hawaii stellen alle deutschen Wahlbeobachter vor eine Herausforderung. Um 5 Uhr MEZ\u00a0 schlie\u00dfen im hohen Norden und auf den Pazifik-Inseln die Wahllokale. (hf)<\/p>\n<p><strong>19.53: <\/strong>&#8222;Warum gehen Sie w\u00e4hlen?&#8220; <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/interactive\/2010\/10\/30\/us\/politics\/20101030-voting.html\" target=\"_blank\">hat die New York Times ihre Leser gefragt<\/a>. Ryan Arnold (19) sagt: &#8222;Damit Marihuana legalisiert wird.&#8220; Das hat zwar nichts mit der Kongresswahl zu tun, daf\u00fcr aber mit &#8222;<a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2010-11\/us-wahlkampf-kalifornien-kiffen\" target=\"_self\">Prop 19<\/a>&#8222;, \u00fcber den in Kalifornien heute abgestimmt wird. (mh)<\/p>\n<p><strong>19.51:<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.time.com\/time\/specials\/packages\/article\/0,28804,2028959_2028935_2028925,00.html\" target=\"_blank\"><em>TIME<\/em> pr\u00e4sentiert 25 verr\u00fcckte Momente einer verr\u00fcckten Wahlkampagne<\/a>: Der Aufstieg der Tea-Party-Kandidatin Christine O&#8217;Donnell (O-Ton: &#8222;Ich bin keine Hexe&#8220;) und einigen peinlichen TV-Patzern anderer Kandidaten. (hf)<\/p>\n<p><strong>19.40<\/strong>: Eben entdeckt: <a href=\"http:\/\/twitter.com\/BarackObama\" target=\"_blank\">Barack Obama folgt Claudia Roth<\/a> bei Twitter. Ob das an den stetig steigenden Umfragenwerten der Gr\u00fcnen liegt? (hf)<\/p>\n<p><strong>19.35<\/strong>: Per <a href=\"http:\/\/twitter.com\/BarackObama\" target=\"_blank\">Twitter fordert Barack Obama<\/a> seine Anh\u00e4nger auf, auch per Facebook zum W\u00e4hlen aufzufordern. (hf)<\/p>\n<p><strong>19.29<\/strong>: Die <em>Washington Post<\/em> schreibt: <a href=\"http:\/\/www.washingtonpost.com\/wp-dyn\/content\/article\/2010\/11\/02\/AR2010110201573.html?hpid=topnews\" target=\"_blank\">Wer glaube, dass dieser Wahlkampf teuer war, der solle auf das Jahr 2012 warten<\/a>. Dann wird Barack Obama versuchen, das Wei\u00dfe Haus gegen seinen Herausforderer von den Republikanern zu verteidigen &#8211; oder gegen eine Herausforderin? Sarah Palin soll in den Startl\u00f6chern stehen und mit ihr die Tea Party&#8230;. (hf)<\/p>\n<p><strong>19.23: <\/strong>Die Demokraten stemmten sich am Wahltag noch mit aller Kraft gegen eine Niederlage. &#8222;Die andere Seite sagt, dass sie beide Kammern erobern werden&#8220;, sagte der Vorsitzende des Nationalen Komitees der Demokraten, Tim Kaine, dem Sender<em> <\/em>MSNBC. &#8222;Ich sage, dass wir beide Kammern behalten.&#8220; Allein Pr\u00e4sident Obama gab heute vier Radio-Interviews. In der Radioshow von Ryan Seacrest rief er Jungw\u00e4hler auf, die Chance nicht zu verpassen, die Politik der n\u00e4chsten Jahre mitzubestimmen: &#8222;Das ist eine so wichtige Wahl.&#8220; (hf)<\/p>\n<p><strong>19.10: <\/strong>Auf<em> <\/em>Twitter<em> <\/em>l\u00e4uft der Wahlkampf. Tausende verk\u00fcnden <a href=\"http:\/\/twitter.com\/search#search?q=%23ivoted\" target=\"_blank\">#ivote<\/a> und rufen ihre Follower auf, ebenfalls w\u00e4hlen zu gehen. (hf) <strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Dienstag, 2. November: <\/strong>Sein Einzug ins Wei\u00dfe Haus wurde bejubelt. Die Parole &#8222;Yes, we can&#8220; begeisterte Hunderttausende. Doch nach zwei Jahren als Pr\u00e4sident der Vereinigten Staaten von Amerika <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2010-11\/obama-parlamentswahl-aussenpolitik\" target=\"_blank\">steht Barack Obama vor einer schmerzhaften Niederlage<\/a>. Die Arbeitslosenquote von 9,6 Prozent im September und das schwache Wirtschaftswachstum haben dem <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2010-11\/obama-wahlen\" target=\"_blank\">Ruf des Reformers geschadet<\/a>. Jeder siebte Amerikaner lebt in Armut, jeder vierte hat weniger als 500 Euro auf dem Sparbuch.<\/p>\n<p>Experten erwarten, dass vor allem die Kandidaten der <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2010\/44\/USA-Tea-Party-Koch\" target=\"_blank\">rechtspopulistischen Tea-Party-Bewegung<\/a>, die den Republikanern nah steht, vom Frust der W\u00e4hler profitieren.<\/p>\n<p>Die Amerikaner <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/themen\/politik\/usa-kongresswahl-2010\/index\" target=\"_blank\">w\u00e4hlen heute\u00a0 nicht nur den Kongress<\/a>, also den Senat und das Abgeordnetenhaus.\u00a0<a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2010-10\/obama-wahlen\" target=\"_blank\">In 37 Bundesstaaten werden zus\u00e4tzlich Gouverneure<\/a> bestimmt. Au\u00dferdem stimmen sie in vielen Regionen \u00fcber Volksentscheide ab. Pr\u00e4sident Obama steht in diesen Midterm-Elections nicht direkt zur Wahl. Die W\u00e4hler entscheiden aber auch \u00fcber seine Politik: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2010-09\/sarahpalin-teaparty-usa\" target=\"_blank\">Demoskopen erwarten einen Denkzettel f\u00fcr die Demokraten<\/a>.<\/p>\n<p>49 Prozent der Befragten einer am Montag ver\u00f6ffentlichten Umfrage von <em>Wall Street Journal<\/em> und NBC begr\u00fc\u00dften eine Mehrheit der Republikaner im Kongress. Gew\u00e4hlt werden nicht nur alle 435 Abgeordneten des Repr\u00e4sentantenhauses, sondern auch mehr als ein Drittel der 100 Senatoren. Glaubt man den Demoskopen, haben die Demokraten ihre Mehrheit im Abgeordnetenhaus bereits eingeb\u00fc\u00dft. Das Rennen um den Senat bleibt aber spannend.<\/p>\n<p>Entscheidend sind die Wechselw\u00e4hler, die Unentschlossenen, die ihre Stimme noch nicht vergeben haben. Prominente Politiker beider Lager riefen in E-Mails und \u00fcber Social-Networks dazu auf, W\u00e4hlen zu gehen. Obama profitierte vor zwei Jahren von den Stimmen zigtausender Erstw\u00e4hler. Sie machten ihn zum 44. Pr\u00e4sidenten der USA. Wenn diese W\u00e4hlergruppe diesmal zu Hause bleibt, scheint die Niederlage der Demokraten besiegelt zu sein.<\/p>\n<p>Gelingt es den Republikanern, 39 Sitze hinzuzugewinnen, haben sie im Repr\u00e4sentantenhaus k\u00fcnftig das Sagen. Dann k\u00f6nnte Obama wohl zentrale Bestandteile seines Reformpakets nicht mehr umsetzen: Das Klima- und das Energiegesetz, das Einwanderungsgesetz oder die Steuerreform.<\/p>\n<p>Politiker der Republikaner r\u00e4umten in Interviews ein, dass ein m\u00f6glicher Sieg nicht allein auf die Begeisterung der Bev\u00f6lkerung f\u00fcr ihre Politik zur\u00fcckzuf\u00fchren sei. &#8222;Das amerikanische Volk sagt nicht: &#8218;Republikaner, wie lieben euch'&#8220;, sagte Haley Barbour, Vorsitzender der Gouverneurs-Vereinigung der Oppositionspartei und selbst Gouverneur von Mississippi. &#8222;Das amerikanische Volk sagt: &#8218;Republikaner, wir geben euch noch eine Chance.'&#8220;<\/p>\n<p>Um 5 Uhr Ortszeit (10 Uhr MEZ) \u00f6ffneten im Ostk\u00fcsten-Staat Vermont die ersten Wahllokale. Gegen 19 Uhr werden erste Prognosen erwartet, also um Mitternacht mitteleurop\u00e4ischer Zeit. Bis dahin wird im Wei\u00dfen Haus gezittert.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edition.cnn.com\/2010\/POLITICS\/11\/02\/election.main\/index.html?hpt=T1\" target=\"_blank\">CNN berichtet<\/a>, dass diese Midterm-Elections die teuersten in der Geschichte der USA sind. Das Oberste Gericht kippte im Januar die Obergrenze f\u00fcr Wahlkampfspenden. Industrie und Lobbygruppen <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2010-10\/spendenflut-republikaner-kongresswahl\" target=\"_blank\">investierten hohe Millionenbetr\u00e4ge<\/a> f\u00fcr Wahlkampfspenden und Fernsehspots &#8211; insgesamt sollen die Kampagnen f\u00fcr die verschiedenen Wahlen insgesamt 3,5 Milliarden US-Dollar gekostet haben. Selbst deutsche Unternehmen wie Bayer, Siemens und BASF unterst\u00fctzten die Republikaner mit gro\u00dfen Betr\u00e4gen. Die US-Handelskammer gab allein 75 Millionen f\u00fcr Wahlwerbung f\u00fcr die Republikaner aus. (hf)<\/p>\n<p><em>(Mit Material von dpa, Reuters und AFP)<\/em><\/p>\n<p><em><strong><br \/>\n<\/strong><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Hauke Friederichs (hf), Markus Horeld (mh) und Wolfgang Blau (wb). 06.36: Liebe Leser, an dieser Stelle schlie\u00dfen wir unser Live-Blog zu den Wahlen in den USA. US-Pr\u00e4sident Obama hat die erwartete Niederlage einstecken m\u00fcssen, seine Demokraten verloren die Mehrheit im Repr\u00e4sentantenhaus. Knapp konnten sie aber ihre Mehrheit im Senat halten. 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