{"id":420,"date":"2011-01-14T16:23:27","date_gmt":"2011-01-14T15:23:27","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/?p=420"},"modified":"2011-01-15T20:01:05","modified_gmt":"2011-01-15T19:01:05","slug":"unruhen-in-tunis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/2011\/01\/14\/unruhen-in-tunis\/","title":{"rendered":"Unruhen in Tunis"},"content":{"rendered":"<p><em>Von Gero von Randow, Tunis (gvr), Wolfgang Blau (wb), Karin Geil (kg) und Christian Bangel (cb)<\/em><\/p>\n<p><strong>20.20<\/strong> Liebe Leser, hiermit beenden wir unser Live-Blog. Nach 23 Jahren hat das Volk in Tunesien Pr\u00e4sident Ben Ali von der Macht vertrieben. Wie es weitergehen wird im Land, ist noch nicht gewiss. Auch nachdem bekannt geworden war, dass der Diktator das Land verlassen hat, waren im Zentrum von Tunis noch Sch\u00fcsse zu h\u00f6ren. ZEIT ONLINE wird weiter berichten. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2011\/01\/tunesien-140111-6-540x304.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2011\/01\/tunesien-140111-6-540x304.jpg\" alt=\"\" title=\"\" width=\"540\" height=\"304\" class=\"aligncenter size-full wp-image-499\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2011\/01\/tunesien-140111-6-540x304.jpg 540w, https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2011\/01\/tunesien-140111-6-540x304-300x168.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 540px) 100vw, 540px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>19.43<\/strong> Durch die Luftraumsperrung verz\u00f6gert sich auch die Heimkehr der rund 2000 Tunesien-Urlauber des Reiseveranstalters Thomas Cook. Zwar sind inzwischen die ersten 100 Touristen mit einer Maschine der Air Berlin auf dem Weg nach D\u00fcsseldorf. Doch die beiden gecharterten Sonderfl\u00fcge der Condor wurden vorerst gestrichen. Auch die Lufthansa stellte die Verbindung nach Tunis vorerst ein. \u00dcberhaupt werden die deutschen Reiseveranstalter an diesem Wochenende keine Urlauber nach Tunesien fliegen. Alle Fl\u00fcge am Samstag und Sonntag sind abgesagt. Nach Angaben des Deutschen Reiseverbandes halten sich derzeit 6000 bis 8000 G\u00e4ste deutscher Reiseveranstalter in Tunesien auf. Das Ausw\u00e4rtige Amt empfahl ihnen, in ihren Hotels zu bleiben. Dort seien sie am sichersten.<\/p>\n<p><strong>19.33<\/strong> Social Media wird oft als &#8222;Stream&#8220; beschrieben. Die Tweets mit Hashtags wie <em><a href=\"http:\/\/bit.ly\/fI44t3\">#tunis<\/a><\/em>, <em><a href=\"http:\/\/bit.ly\/hEUMjn\">#jasminrevolution<\/a><\/em> oder <em><a href=\"http:\/\/bit.ly\/gCGN0K\">#sidibouzid<\/a><\/em> gleichen in diesen Stunden aber eher einem Wasserfall. (kg)<\/p>\n<p><strong>19.05<\/strong> Es gibt neue Ger\u00fcchte: Nach Informationen des franz\u00f6sischen TV-Senders <a href=\"http:\/\/www.bfmtv.com\/\">BFM<\/a> und von <a href=\"http:\/\/english.aljazeera.net\/\">Al Jazeera<\/a> soll Ben Ali unterwegs nach Paris sein, w\u00e4hrend sich seine Frau in Dubai aufhalte. Frankreichs Au\u00dfenminister dementierte diese Angaben. (kg)<\/p>\n<p><strong> 18.51<\/strong> Das ist eine friedliche arabische &#8211; und mitnichten islamistische! &#8211; Revolution. Ausnahmezustand und Ausgangssperre bleiben, aber das ist nicht verwunderlich (gvr, Tunis)<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2011\/01\/tunesien-140111-4-540x304.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2011\/01\/tunesien-140111-4-540x304.jpg\" alt=\"\" title=\"Premier Ghannouchi gibt Ben Alis R\u00fccktritt bekannt\" width=\"540\" height=\"304\" class=\"aligncenter size-full wp-image-490\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2011\/01\/tunesien-140111-4-540x304.jpg 540w, https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2011\/01\/tunesien-140111-4-540x304-300x168.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 540px) 100vw, 540px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>18.48<\/strong> Die Ger\u00fcchte haben sich best\u00e4tigt: Pr\u00e4sident Ben Ali ist tats\u00e4chlich zur\u00fcckgetreten und hat sein Land verlassen. Ministerpr\u00e4sident Mohamed Ghannouchi (im Bild oben) hat im tunesischen Staatsfernsehen bekannt gegeben, dass er von jetzt an als Interimspr\u00e4sident regiert. Pr\u00e4sident Ben Ali sei &#8222;vor\u00fcbergehend nicht in der Lage, seine Pflichten auszu\u00fcben.&#8220; Er rief die Tunesier zur Einheit auf. <a href=\"http:\/\/english.aljazeera.net\/\">Al Jazeera<\/a> berichtet, Ghannouchi soll vorerst auch das Amt des Staatspr\u00e4sidenten \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p><strong>18.34<\/strong> Der Nachrichtensender <a href=\"http:\/\/english.aljazeera.net\/\">Al Jazeera<\/a> berichtet, Pr\u00e4sident Ben Ali habe das Land verlassen, das Milit\u00e4r habe die Macht \u00fcbernommen. Bislang ist diese Information noch nicht best\u00e4tigt worden. Ger\u00fcchteweise meldet dpa ebenfalls den R\u00fcckzug des Pr\u00e4sidenten. Auch AFP vermeldet dies, unter Berufung auf Regierungskreise. Die BBC zitiert Mahmoud Ben Romdhane vom oppositionellen\u00a0 Renewal Movement mit den Worten, der Pr\u00e4sident sei &#8222;nicht l\u00e4nger an der Macht&#8220;. Andere Ger\u00fcchte betreffen Mitglieder der Pr\u00e4sidentenfamilie. Sie sollen angeblich am Flughafen w\u00e4hrend der Ausreise festgehalten worden sein. (kg)<\/p>\n<div class=\"zol_video art_wide vid750138817001\"> <\/div>\n<p><strong>18.13<\/strong> Die Proteste in Tunesien werden im Netz intensiv begleitet. Viele Nachrichtenwebsites haben Live-Blogs eingerichtet, beispielsweise <em><a href=\"http:\/\/www.lemonde.fr\/afrique\/article\/2011\/01\/14\/suivez-en-direct-la-situation-en-tunisie_1465727_3212.html#ens_id=1245377\">Le Monde<\/a><\/em> und <em><a href=\"http:\/\/www.liberation.fr\/monde\/01012313676-manifestation-en-cours-a-tunis\">Lib\u00e9ration<\/a><\/em> (in franz\u00f6sischer Sprache). <a href=\"http:\/\/news.bbc.co.uk\/2\/hi\/africa\/9361546.stm\">F\u00fcr die BBC<\/a> berichtet unter anderem Adam Mynott direkt aus Tunis. Auch der <em><a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/global\/blog\/2011\/jan\/14\/tunisia-wikileaks\">Guardian<\/a><\/em> berichtet live. (kg)<\/p>\n<p><strong>18.16<\/strong> Das Staatsfernsehen k\u00fcndigt eine wichtige Mitteilung an. Darin werde eine &#8222;historische Entscheidung bekannt gegeben, die die W\u00fcnsche der Menschen ber\u00fccksichtigen werde. (kg)<\/p>\n<p><strong>18.14<\/strong> Auf Twitter mehren sich die Hinweise, dass die Armee die Macht \u00fcbernimmt. (Diese Informationen sind bislang unbest\u00e4tigt und deshalb mit Vorsicht zu behandeln.) (kg)<\/p>\n<p><strong>17.46<\/strong> Die Lage hier ist zurzeit ruhig. Die Au\u00dfenbezirke allerdings brennen. Rausgehen ist unm\u00f6glich. Undenkbar, dass Ben Alis Ma\u00dfnahmen der Bewegung gen\u00fcgen \u2013 sie will, dass er geht. (gvr, Tunis) <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2011\/01\/tunesien-140111-3-540x304.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2011\/01\/tunesien-140111-3-540x304.jpg\" alt=\"\" title=\"\" width=\"540\" height=\"304\" class=\"aligncenter size-full wp-image-476\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2011\/01\/tunesien-140111-3-540x304.jpg 540w, https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2011\/01\/tunesien-140111-3-540x304-300x168.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 540px) 100vw, 540px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>17.42<\/strong> Nach Angaben aus Flughafenkreisen hat die Armee die Kontrolle \u00fcber den Flughafen von Tunis \u00fcbernommen. Der Luftraum sei gesperrt worden. Am Flughafengel\u00e4nde seien Panzer aufgefahren und h\u00e4tten das Gel\u00e4nde umstellt, berichteten \u00fcbereinstimmend mehrere Augenzeugen. Einem Flughafenvertreter zufolge war zuvor ein Unbefugter \u00fcber einen Zaun geklettert und hatte das Rollfeld betreten. Daraufhin sei ein Alarm ausgegeben worden. Dem franz\u00f6sischen TV-Sender BFM zufolge war eine Maschine der Fluggesellschaft Air France zur Umkehr nach Frankreich gezwungen worden.<\/p>\n<p><strong>17.17<\/strong> Der Reiseveranstalter Thomas Cook will einen gro\u00dfen Teil seiner 2000 Urlauber aus Tunesien mit sechs Flugzeugen nach Deutschland und \u00d6sterreich zur\u00fcckbringen. Die Maschinen sollten in der Nacht auf den Flugh\u00e4fen Wien, D\u00fcsseldorf, Berlin und Frankfurt landen. Betroffen sind G\u00e4ste der Thomas-Cook-Marken Neckermann Reisen, Thomas Cook, Bucher Last Minute und Air Marin. Die Flugzeuge werden von den Gesellschaften Condor, Germania und Fly Niki gestellt. Das Unternehmen sagte zudem alle Reisen aus Deutschland nach Tunesien bis einschlie\u00dflich 17. Januar ab. G\u00e4ste mit geplantem Abflug bis einschlie\u00dflich 24. Januar k\u00f6nnen kostenlos umbuchen. Andere Veranstalter wie Tui, Rewe Touristik und auch Alltours sahen dagegen am Freitag keinen Grund, Urlauber vorzeitig in die Heimat zu bringen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2011\/01\/tunesien-140111-2-540x304.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2011\/01\/tunesien-140111-2-540x304.jpg\" alt=\"\" title=\"\" width=\"540\" height=\"304\" class=\"aligncenter size-full wp-image-465\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2011\/01\/tunesien-140111-2-540x304.jpg 540w, https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2011\/01\/tunesien-140111-2-540x304-300x168.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 540px) 100vw, 540px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>17.15<\/strong> Jetzt werden die H\u00e4user in der N\u00e4he meines Hotels gest\u00fcrmt. Die ganze Stadt liegt unter Rauchschwaden. (gvr, Tunis)<\/p>\n<p><strong>17.12.<\/strong> Die tunesischen Beh\u00f6rden haben den Ausnahmezustand verh\u00e4ngt. Er gilt f\u00fcr das ganze Land. Die Regierung verh\u00e4ngte auch eine Ausgangssperre zwischen 18 Uhr und 6 Uhr morgens. Versammlungen an \u00f6ffentlichen Orten wurden verboten. Armee und Polizei erhielten das Recht, auf &#8222;Verd\u00e4chtige&#8220; zu schie\u00dfen, die sich den staatlichen Anordnungen widersetzen.<\/p>\n<p><strong>17.11.<\/strong> \u00dcberall in den Seitenstra\u00dfen der Hauptstadt sind immer noch Demonstranten. (gvr, Tunis) <\/p>\n<p><strong>17.10<\/strong> Das internationale Menschenrechtsb\u00fcndnis FIDH berichtet, dass w\u00e4hrend der Proteste gegen die hohe Arbeitslosigkeit und gegen die Regierung in den vergangenen Wochen schon mehr als 60 Menschen ums Leben gekommen sind.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2011\/01\/1080368171.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2011\/01\/1080368171.jpg\" alt=\"\" title=\"\" width=\"540\" height=\"304\" class=\"aligncenter size-full wp-image-456\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2011\/01\/1080368171.jpg 540w, https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2011\/01\/1080368171-300x168.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 540px) 100vw, 540px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>17.09<\/strong> \u00dcber mehreren Stadtvierteln steigt Rauch auf. Betroffen sind die viertel Gamarth, La Marsa und das bei den Touristen beliebte La Goulette. (gvr, Tunis)<\/p>\n<p><strong>17.06<\/strong> Nachdem der Pr\u00e4sident die Regierung aufgel\u00f6st hat, soll nun eine \u00dcbergangsregierung gebildet werden. Ministerpr\u00e4sident Mohamed Ghannouchi sagte der amtlichen Nachrichtenagentur TAP, Ben Ali habe entschieden, das Kabinett zu entlassen. Der Pr\u00e4sident habe ihn, Ghannouchi, mit der Bildung einer neuen Regierung beauftragt. Au\u00dferdem habe er Neuwahlen des Parlaments in sechs Monaten angek\u00fcndigt. <\/p>\n<p><strong>17.01<\/strong> Es ist der Bahnhof, der lichterloh brennt. (gvr, Tunis)<\/p>\n<p><strong>16.59<\/strong> Ich bin in meinem Hotel nun ziemlich weit oben ins Treppenhaus gegangen und sehe ein paar brennende Geb\u00e4ude. Flammen und Rauch \u00fcber Tunis. (gvr, Tunis)<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"540\" height=\"304\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\" marginheight=\"0\" marginwidth=\"0\" src=\"http:\/\/maps.google.com\/maps\/ms?ie=UTF8&amp;hl=de&amp;msa=0&amp;msid=208985818743573131353.000499d0a3de3859e8577&amp;ll=36.800626,10.186558&amp;spn=0.020893,0.046263&amp;z=14&amp;output=embed\"><\/iframe><br \/><small> <a href=\"http:\/\/maps.google.com\/maps\/ms?ie=UTF8&amp;hl=de&amp;msa=0&amp;msid=208985818743573131353.000499d0a3de3859e8577&amp;ll=36.800626,10.186558&amp;spn=0.020893,0.046263&amp;z=14&amp;source=embed\" style=\"color:#0000FF;text-align:left\">Tunis<\/a> auf einer gr\u00f6\u00dferen Karte anzeigen<\/small><\/p>\n<p><strong>16.48<\/strong> Die Regierungsabl\u00f6sung ist nichts wert. Die Demonstranten wollen nur eins: weg mit Ben Ali. (gvr, Tunis) <\/p>\n<p><strong>16.47<\/strong> Die Presse kann ihre Hotels nicht verlassen. Man fordert uns auf, vom Fenster wegzugehen \u2013 was nicht infrage kommt. (gvr, Tunis)<\/p>\n<p><strong>16.42<\/strong> Die Demonstranten lassen nicht locker und versuchen immer wieder Richtung der Avenue Habib Bourguiba, eine der vier Hauptstra\u00dfen in Tunis, zu kommen. Tr\u00e4nengas vernebelt Teile der Prachtstra\u00dfe. Erfreulicherweise weht der Wind oft in Richtung der Polizei. (gvr, Tunis)<\/p>\n<p><strong>16.39<\/strong> BBC meldet, nach Angaben von \u00c4rzten in Tunis seien bei den Protesten in der vergangenen Nacht 13 Menschen ums Leben gekommen. (kg)<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2011\/01\/108036726.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2011\/01\/108036726.jpg\" alt=\"\" title=\"Unruhen in Tunis\" width=\"540\" height=\"304\" class=\"aligncenter size-full wp-image-446\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2011\/01\/108036726.jpg 540w, https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2011\/01\/108036726-300x168.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 540px) 100vw, 540px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>16.36<\/strong> Am Nordende des Innenministeriums ist alles voller wei\u00dfem Tr\u00e4nengas-Rauch. (gvr, Tunis)<\/p>\n<p><strong>16.34<\/strong> Unesco-Botschafter zur\u00fcckgetreten: &#8222;Ich kann mein Land nicht mehr vertreten&#8220;. (gvr, Tunis)<\/p>\n<p><strong>16.28<\/strong> \u00dcber der Medina, der historischen Altstadt von Tunis, steigt Rauch auf. (gvr, Tunis)<\/p>\n<p><strong>16.24<\/strong> Der tunesische Pr\u00e4sident Sein al-Abidin Ben Ali hat die Regierung des Landes entlassen. Dies teilte ein Sprecher mit. Dem staatlichen Fernsehen zufolge setzte der Pr\u00e4sident Parlamentswahlen binnen sechs Monaten an. <\/p>\n<p><strong>16.22<\/strong> Massenverhaftungen.  In den Seitenstra\u00dfen immer noch Gasangriffe. (gvr, Tunis)<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2011\/01\/108036828.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2011\/01\/108036828.jpg\" alt=\"\" title=\"\" width=\"540\" height=\"304\" class=\"aligncenter size-full wp-image-461\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2011\/01\/108036828.jpg 540w, https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2011\/01\/108036828-300x168.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 540px) 100vw, 540px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>16.20<\/strong> In Tunesiens Hauptstadt Tunis eskaliert die Gewalt zwischen Sicherheitskr\u00e4ften und Tausenden regierungskritischen Demonstranten. Die Regierungsgegner forderten vor dem Ministerium den R\u00fccktritt des Pr\u00e4sidenten \u2013 zun\u00e4chst ungehindert von Polizei und Armee. Sie riefen &#8222;Nein zu Ben Ali&#8220;, &#8222;Ben Ali hau ab&#8220; und &#8222;Free at last&#8220;. Andere skandierten, er solle vor Gericht. Ein Demonstrant trug ein Plakat mit dem Hashtag &#8222;#sidibouzid&#8220;. Unter dieser Kennung tauschen Nutzer des Microblogging-Dienstes Twitter seit Beginn der Proteste Informationen zu den Demonstrationen aus. Sidi Bouzid ist die Region, in der die Unruhen begannen.<\/p>\n<p>Schon seit Wochen gibt es Proteste gegen die hohe Arbeitslosigkeit, die Korruption und die Unterdr\u00fcckung im Land. Bei Auseinandersetzungen mit der Polizei wurden nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen bisher mindestens 66 Menschen get\u00f6tet. <\/p>\n<p>Am Donnerstagabend hatte sich der seit 1974 amtierende Pr\u00e4sident Ben Ali dem Druck der Bev\u00f6lkerung gebeugt, als er ank\u00fcndigte, bei der kommenden Pr\u00e4sidentenwahl im Jahr 2014 <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2011-01\/tunesien-praesident-zugestaendnisse\">nicht mehr anzutreten<\/a>. Die Demonstranten in Tunis fordern hingegen seinen sofortigen R\u00fccktritt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Gero von Randow, Tunis (gvr), Wolfgang Blau (wb), Karin Geil (kg) und Christian Bangel (cb) 20.20 Liebe Leser, hiermit beenden wir unser Live-Blog. Nach 23 Jahren hat das Volk in Tunesien Pr\u00e4sident Ben Ali von der Macht vertrieben. Wie es weitergehen wird im Land, ist noch nicht gewiss. 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