{"id":659,"date":"2011-02-01T13:01:00","date_gmt":"2011-02-01T12:01:00","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/?p=659"},"modified":"2011-02-02T07:30:00","modified_gmt":"2011-02-02T06:30:00","slug":"marsch-der-million-in-agypten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/2011\/02\/01\/marsch-der-million-in-agypten\/","title":{"rendered":"&#8222;Marsch der Million&#8220; in \u00c4gypten"},"content":{"rendered":"<p><em>Von Christian Bangel (cb), Lisa Caspari (lc), Wolfgang Blau (wb)<\/em>, <em>Hauke Friederichs (hf)<\/em>, <em>Daniel Erk (de)<\/em>, <em>Frida Thurm (ft)<\/em>, <em>Kai Biermann (kb)<\/em>, <em>Markus Horeld (mh)<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><span style=\"color: #808080;\"> Mubarak will Amt erst im September abgeben <\/span><\/li>\n<li> <span style=\"color: #808080;\"> Demonstranten reagieren emp\u00f6rt<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #808080;\"> Obama: Der Wandel muss jetzt beginnen<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>01.02 <\/strong>Und in Kairo? Auf dem Tahrir-Platz wird beruhigende Musik gespielt. Eine Al-Jazeera-Reporterin berichtet, dass bereits viele Menschen nach Hause gegangen sind. Einige werden aber auch diese Nacht auf Kairos zentralem Platz ausharren. (lc)<\/p>\n<p><strong>01.00<\/strong> SultanAlQassemi <a href=\"http:\/\/twitter.com\/SultanAlQassemi\/status\/32588068934393857\">twittert<\/a>: &#8222;Die Netzblockaden bestehen weiterhin. Die USA geben \u00c4gypten 1,5 Milliarden Dollar. Obama h\u00e4tte sagen k\u00f6nnen: &#8218;Tear down this wall!&#8216;. Aber er tat es nicht.&#8220; (wb)<\/p>\n<p><strong>00.59 <\/strong>Sehr deutlich auch Obamas Formulierung, von einer &#8222;meaningful transition&#8220;, die er f\u00fcr \u00c4gypten w\u00fcnsche, also einen Wandel, der diesen Namen auch verdiene. \u00dcbersetzt: Obama wird keinen Nachfolger aus dem Netzwerk Mubaraks akzeptieren. (wb)<\/p>\n<p><strong>00.57 <\/strong>&#8222;Der Wandel muss jetzt beginnen&#8220; &#8211; der entscheidende Satz in Obamas Rede. Eine Al-Jazeera-Reporterin sagt: Dieser Satz werde in den kommenden Tagen besondere Aufmerksamkeit bekommen. Vielleicht signalisiere das, dass Mubarak aus Obamas Sicht fr\u00fcher abtreten solle. (lc)<\/p>\n<p><strong>00.55 <\/strong>Obama hat in seiner kurzen Rede auch betont, er habe Vertrauen, dass die jungen Menschen in \u00c4gypten selbst eine L\u00f6sung f\u00fcr die Probleme ihres Landes finden w\u00fcrden. (lc)<\/p>\n<p><strong>00.47<\/strong> Obama sagt: Der Wandel in \u00c4gypten m\u00fcsse bedeutsam sein und friedlich &#8211; und sie m\u00fcsse jetzt beginnen. (mh)<\/p>\n<p><strong>00.46 <\/strong>Der US-Pr\u00e4sident lobt die &#8222;Macht der Technologie&#8220;, die die Proteste erst m\u00f6glich gemacht h\u00e4tten. Er meint das Internet (lc)<\/p>\n<p><strong>00.44<\/strong> Pr\u00e4sident Obama spricht. Er bezeichnet \u00c4gypten als &#8222;langj\u00e4hrigen Partner&#8220; der Vereinigten Staaten. Er dankt der \u00e4gyptischen Armee f\u00fcr ihre &#8222;Professionalit\u00e4t&#8220; w\u00e4hrend der friedlichen Proteste. (lc)<\/p>\n<p><strong>00.35<\/strong> Weil es gerade immer wieder unten im Kommentarbereich diskutiert wird: Ob die Muslimbr\u00fcder am Ende der gro\u00dfe Profiteur der \u00e4gyptischen Revolution sein werden, damit hat sich <a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/joerglau\/2011\/01\/28\/nutzt-die-agyptische-revolte-den-muslimbrudern_4503\">J\u00f6rg Lau vor einigen Tagen besch\u00e4ftigt<\/a>. Ist immer noch aktuell (mh)<\/p>\n<p><strong>00.27 <\/strong>US-Pr\u00e4sident Obama hat Mubaraks Ansprache gemeinsam mit seinen Sicherheitsberatern im Wei\u00dfen Haus verfolgt, sagt eine Al-Jazeera-Korrespondentin in Washington. Er soll in diesen Minuten vor die Presse treten. <a href=\"http:\/\/www.msnbc.msn.com\/id\/21134540\/vp\/41373073#41373073\">Hier<\/a> kann man seine Rede live verfolgen. (lc)<\/p>\n<p><strong>00:19 <\/strong>Obama und Mubarak sollen am Dienstag 30 Minuten miteinander gesprochen haben, hei\u00dft es auf CNN. Gut m\u00f6glich, dass der US-Pr\u00e4sident dabei sehr deutlich gesagt hat, bis wohin die amerikanische Unterst\u00fctzung f\u00fcr Mubarak reicht. (mh)<\/p>\n<p><strong>00:11<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.politicsdaily.com\/2011\/02\/01\/transcript-of-egyptian-president-hosni-mubaraks-remarks\/\">Hier<\/a> gibt es ein englischsprachiges Transkript von Mubaraks Fernsehansprache. (wb)<\/p>\n<p><strong>00.00<\/strong> Mubaraks Anh\u00e4nger und Gegner scheinen gleicherma\u00dfen frustriert. Die einen, weil er nicht sofort abtritt, die anderen weil er sp\u00e4testens nach Ablauf dieser Amtszeit gehen muss. (wb)<\/p>\n<p><strong>23.49 <\/strong> Auch in Kairo scheint die Lage inzwischen chaotisch zu sein. &#8222;Wir lieben Dich, Hosni&#8220;, rufen Mubarak-Unterst\u00fctzer laut einem Al-Jazeera-Korrespondenten.  Es soll sich um 50 bis 60 Motorradfahrer handeln, die sich den Demonstranten mit lautem Hupen n\u00e4hern. (lc)<\/p>\n<p><strong>23.48<\/strong> Auf dem Tahrir-Platz in Kairo entl\u00e4dt sich die Entt\u00e4uschung \u00fcber Mubaraks Rede in Sprechch\u00f6ren: &#8222;Verschwinde, verschwinde!&#8220;, rufen die Demonstranten und fordern die Armee auf, Mubarak abzusetzen. (mh)<\/p>\n<p><strong>23.47<\/strong> US-Pr\u00e4sident Barack Obama will sich in einer Stunde zur Lage in \u00c4gypten \u00e4u\u00dfern, berichtet CNN. (wb)<\/p>\n<p><strong>23.46<\/strong> In Kairo werfen entr\u00fcstete Mubarak-Gegner Schuhe, twittert <a href=\"http:\/\/twitter.com\/#!\/gutjahr\">Blogger Richard Gutjahr, der vor Ort ist<\/a>. (lc)<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_881\" aria-describedby=\"caption-attachment-881\" style=\"width: 540px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2011\/02\/RTXXD81.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2011\/02\/RTXXD81.jpg\" alt=\"Demonstranten in Kairo nach Mubaraks Rede\" title=\"Demonstranten in Kairo nach Mubaraks Rede\" width=\"540\" height=\"304\" class=\"size-full wp-image-881\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2011\/02\/RTXXD81.jpg 540w, https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2011\/02\/RTXXD81-300x168.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 540px) 100vw, 540px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-881\" class=\"wp-caption-text\">Demonstranten in Kairo nach Mubaraks Rede<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p><strong>23.41<\/strong> Eine Al-Jazeera-Reporterin in Alexandria spricht von lauten Unterst\u00fctzungsslogans f\u00fcr den langj\u00e4hrigen Pr\u00e4sidenten. &#8222;Wir wollen Mubarak&#8220;, sollen einige Bef\u00fcrworter skandieren. (lc)<\/p>\n<p><strong>23.34<\/strong> In Alexandria (siehe Karte) gibt es offenbar Stra\u00dfenschlachten zwischen Gegnern und Anh\u00e4ngern Mubaraks. Mehrere arabische Nachrichtensender berichten, dass die Armee Warnsch\u00fcsse in die Luft abgefeuert habe. (lc) <\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"540\" height=\"250\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\" marginheight=\"0\" marginwidth=\"0\" src=\"http:\/\/maps.google.de\/maps\/ms?ie=UTF8&amp;hl=de&amp;t=p&amp;msa=0&amp;msid=208985818743573131353.00049b4086dab68bcb6dc&amp;ll=31.19856,29.914913&amp;spn=0.036709,0.092525&amp;z=13&amp;output=embed\"><\/iframe><\/p>\n<p><strong>23.18<\/strong> <a href=\"http:\/\/twitter.com\/#!\/Sandmonkey\">Twitter-User @Sandmonkey<\/a>, ein bekannter Blogger und Aktivist in \u00c4gypten, fasst die Stimmung unter den Demonstranten zusammen: &#8222;Manche sagen, man sollte Mubarak die Amtszeit zu Ende bringen lassen. Das Gegenargument ist: Jeder Tag mit Mubarak im Amt ist ein Tag zu viel.&#8220; (mh)<\/p>\n<p><strong>23.12<\/strong> Laut einem BBC-Reporter in Washington kann die USA durchaus zufrieden mit Mubaraks Rede sein. Die amerikanische Regierung habe so Zeit, potenzielle Nachfolger des \u00e4gyptischen Pr\u00e4sidenten auf ihre Seite zu ziehen.  Die Amerikaner sollen vor allem dem ehemaligen Geheimdienstchef und neuen Vize Mubaraks, Omar Suleiman, wohlgesonnen sein. Suleiman hat sich stets f\u00fcr den Frieden mit Israel engagiert. (lc)<\/p>\n<p><strong>23.08<\/strong> Eine BBC-Reporterin in Kairo berichtet, dass einige Demonstranten Mubaraks Rede auch positiv aufgenommen haben. &#8222;Das waren deutliche Zugest\u00e4ndnisse&#8220;, habe ihr ein Protestler gesagt. Viele Demonstranten berieten sich nach Beobachtung der Journalistin untereinander. Andere waren skeptischer: &#8222;Wenn Mubarak noch Monate im Amt bleibt, hat er Monate Zeit, um uns zu bestrafen&#8220;, soll einer der Reporterin gesagt haben. (lc)<\/p>\n<p><strong>22.54<\/strong> Mubarak-Zitate, die von einem versteinerten Ego zeugen: &#8222;Ich hatte ohnehin nicht vor, bei den n\u00e4chsten Wahlen noch einmal anzutreten&#8220; und &#8222;Ich werde auf \u00e4gyptischem Boden sterben&#8220;, sowie &#8222;Es entspricht nicht meiner Natur, mich aus der Verantwortung zu stehlen.&#8220; (wb)<\/p>\n<p><strong>22.51<\/strong> Al-Jazeera-Reporter Ayman Mohyeldin glaubt, dass es in \u00c4gypten so laufen k\u00f6nnte, wie in Tunesien. Auch der fr\u00fchere tunesische Pr\u00e4sident Ben Ali habe mehrmals behauptet, er trete nicht zur\u00fcck. Dann sei er aus dem Land geflohen, <a href=\"http:\/\/twitter.com\/#!\/AymanM\">twittert<\/a> Mohyeldin aus Kairo. (lc)<\/p>\n<p><strong>22.46<\/strong> Der amerikanische Journalist Andy Carvin von National Public Radio hat einen sehr guten \u00dcberblick \u00fcber die \u00e4gyptische Twitter-Sph\u00e4re. Es lohnt sich, seinen <a href=\"http:\/\/twitter.com\/acarvin\">Tweets<\/a> zu folgen. (wb)<\/p>\n<p><strong>22.44<\/strong> In seiner Rede hat Mubarak \u00fcbrigens versprochen, dass Oppositionskandidaten es k\u00fcnftig bei Wahlen einfacher haben sollen. Allerdings hat er das 2005 schon einmal angek\u00fcndigt. Viele Demonstranten misstrauen daher seinen Aussagen. (lc)<\/p>\n<p><strong>22.36<\/strong> Die Demonstranten in Kairo sind fassungslos, hat der deutsche Blogger Richard Gutjahr in Kairo <a href=\"http:\/\/twitter.com\/#!\/gutjahr\">beobachtet<\/a>. (lc)<\/p>\n<p><strong>22.31<\/strong> Das \u00e4gyptische Staatsfernsehen zeigt laut Al Jazeera gerade eine wohlwollende Dokumentation \u00fcber Mubarak. (lc)<\/p>\n<p><strong>22.23<\/strong> Auch in Alexandria ist die Entt\u00e4uschung riesig. Die Menschen rufen &#8222;Revolution bis zum Tod&#8220;, wie eine Al-Jazeera-Reporterin berichtet. (lc)<\/p>\n<p><strong>22.13<\/strong>&#8222;Verschwinde&#8220; br\u00fcllen die Demonstranten auf dem Tahrir-Platz in Kairo. Sie sind erbost \u00fcber Mubaraks Ansprache. (lc)<\/p>\n<p><strong>22.08 <\/strong>Die n\u00e4chsten Monate will Mubarak nutzen, um einen &#8222;stabilen \u00dcbergang&#8220; zu gew\u00e4hrleisten, wie er sagt. Der Pr\u00e4sident spricht viel \u00fcber seine Liebe zu \u00c4gypten und betont, er wolle auf \u00e4gyptischem Boden sterben. Nur die Geschichte k\u00f6nne ihn richten. (lc)<\/p>\n<p><strong>22.02<\/strong> Er werde seine Verantwortung f\u00fcr das Land nicht vernachl\u00e4ssigen, sagt der Pr\u00e4sident. Daher werde er sich erst zur Pr\u00e4sidentschaftswahl im September zur\u00fcckziehen (lc)<\/p>\n<p><strong>22.02<\/strong>\u00c4gypten hat die Wahl zwischen Stabilit\u00e4t und Chaos, sagt Mubarak. (mh)<\/p>\n<p><strong>21.57<\/strong> Mubarak spricht! Er nennt die Demonstranten &#8222;ehrliche Leute&#8220;, die das Recht auf friedliche Proteste h\u00e4tten. Er kritisiert, die Proteste seien von &#8222;politischen Kr\u00e4ften&#8220; missbraucht worden, die dem Land Stabilit\u00e4t entziehen wollten (lc)<\/p>\n<p><strong>21.50<\/strong> Am Abend soll das B\u00fcro von Vizepr\u00e4sident Omar Suleiman Vertreter der Protestgruppen auf dem Tahrir-Platz in Kairo angerufen haben. Das berichtet der Fernsehsender Al Arabija. Offenbar wird hinter den Kulissen bereits flei\u00dfig verhandelt (lc)<\/p>\n<p><strong>21.48<\/strong>Khalid Abdel Nasser, der Sohn des fr\u00fcheren \u00e4gyptischen Pr\u00e4sidenten Gamal Abdel Nasser, hat sich den Protesten angeschlossen, berichtet Al Jazeera (mh).<\/p>\n\n<div class=\"embed-wrapper embed-wrapper--blocked js-embed-consent\" data-method=\"iframe\">\n<script class=\"raw__source\" type=\"text\/template\"><iframe loading=\"lazy\" title=\"YouTube video player\" class=\"youtube-player\" type=\"text\/html\" width=\"540\" height=\"330\" src=\"http:\/\/www.youtube.com\/embed\/HkqmFegnfMQ\" frameborder=\"0\" allowFullScreen><\/iframe><\/script>\n<div class=\"embed-wrapper__inner\">\n<div class=\"embed-wrapper__text\">\n<h3>Empfohlener redaktioneller Inhalt<\/h3>\n<p data-replace=\"no\">An dieser Stelle finden Sie externen Inhalt, der den Artikel erg\u00e4nzt. 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Laut \u00e4gyptischem Staatsfernsehen sind es nur noch wenige Minuten bis zu Mubaraks Rede (lc)<\/p>\n<p><strong>21.12<\/strong> Al Jazeera berichtet live, dass die Fernsehansprache gleich losgehen soll. (lc)<\/p>\n<p><strong>21.02<\/strong> Hier noch ein paar Beispiele f\u00fcr musikalische Experimente, zu denen die Proteste in \u00c4gypten die Menschen inspiriert haben: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=GjoPzdwnWlc&#038;feature=related\"><em>The Truth Army<\/em><\/a> mit einem  Techno-Remix der Berichterstattung von Al Jazeera oder die marokkanische Rapperin <em><a href=\" http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Hw0pxk_hFhY)\">The MasterMimz<\/a><\/em> mit dem Song &#8222;Back Down Mubarak&#8220; (wb)<\/p>\n<p><strong>20.50<\/strong> Auf dem Tahrir-Platz in Kairo warten Tausende gebannt, wann Mubarak im Fernsehen auftreten wird. Gro\u00dfe Fernseher sollen die Ansprache \u00fcbertragen (lc)<\/p>\n<p><strong>20.45<\/strong> Bei wichtigen Nachrichtenthemen gibt es oft diesen Moment, in dem eine &#8222;Story&#8220; pl\u00f6tzlich ein sehr pers\u00f6nliches, menschliches Antlitz bekommt und auch emotional ber\u00fchrt. F\u00fcr jeden Redakteur ist der Ausl\u00f6ser ein anderer. F\u00fcr mich war es dieser Remix mit nicht unbedingt ansprechender Musik, aber beeindruckenden Bildern. Bei Sekunde &#8217;45 im Clip ist ein Mann zu sehen, dessen Schmerz und Entschlossenheit greifbar ist. Er sagt: &#8222;Wir lassen uns nicht mehr zum Verstummen bringen. Egal ob Du ein Christ bist, ob Du ein Moslem bist oder ein Atheist: Du wirst Deine gottverdammten Rechte einfordern! Und wir werden unser Recht erhalten! Egal auf welchem Weg!&#8220; (wb) <\/p>\n\n<div class=\"embed-wrapper embed-wrapper--blocked js-embed-consent\" data-method=\"iframe\">\n<script class=\"raw__source\" type=\"text\/template\"><iframe loading=\"lazy\" title=\"YouTube video player\" class=\"youtube-player\" type=\"text\/html\" width=\"540\" height=\"330\" src=\"http:\/\/www.youtube.com\/embed\/epSww5lFk5w\" frameborder=\"0\" allowFullScreen><\/iframe><\/script>\n<div class=\"embed-wrapper__inner\">\n<div class=\"embed-wrapper__text\">\n<h3>Empfohlener redaktioneller Inhalt<\/h3>\n<p data-replace=\"no\">An dieser Stelle finden Sie externen Inhalt, der den Artikel erg\u00e4nzt. 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Bislang hatten die USA nicht erkennen lassen, dass sie an einem R\u00fccktritt interessiert sind, im Gegenteil. Reformen forderten sie zwar, doch betonten sie auch immer, wie wichtig Stabilit\u00e4t f\u00fcr die Region sei (auch wenn dies bedeutet, das Menschen von der Polizei gefoltert und get\u00f6tet werden). Kerry sagte nun jedoch, Mubarak solle sich zur\u00fcckziehen und klar machen, dass weder er noch sein Sohn f\u00fcr eine Wahl zur Verf\u00fcgung st\u00fcnden. <\/p>\n<p><strong>19.56<\/strong> Beobachter glauben, dass Mubarak ein halbwegs ehrenvoller Abgang erm\u00f6glicht werden soll. Daher werde er anbieten, im September nicht f\u00fcr eine Wiederwahl zu kandidieren. Der neue \u00e4gyptische Regierungschef Ahmed Schafik zeigte sich indes im TV-Sender Al Hayat zum Dialog mit der protestierenden Jugend bereit. (lc)<\/p>\n<p><strong>19.44<\/strong> Jetzt melden es auch die Nachrichtenagenturen: Hosni Mubarak wird noch heute Abend eine Ansprache halten. Nach Informationen des Nachrichtensenders Al Arabija will er nicht sofort zur\u00fccktreten, sondern lediglich auf eine Kandidatur f\u00fcr eine weitere Amtszeit verzichten. Mubaraks Amtszeit endet im September. (lc)<\/p>\n<p><strong>19.35<\/strong>  Mubarak wird heute Nacht m\u00f6glicherweise noch einmal zu seinen Landsleuten sprechen, schreiben mehrere User wie zum Beispiel Nasser H Al-Khalifa bei <a href=\" http:\/\/twitter.com\/#!\/NasserIbnHamad\/status\/32501006218559488\">Twitter <\/a>. Sie berufen sich auf den Sender Al Arabija. (kb)<\/p>\n<p><strong>19.31<\/strong> Die \u00e4gyptische Opposition hat sich auf einen gemeinsamen Forderungskatalog geeinigt. Darin wird der R\u00fccktritt Mubaraks, aber auch die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit gefordert. Friedensnobelpreistr\u00e4ger Mohamed ElBaradei will, dass Mubarak bis sp\u00e4testens Freitag zur\u00fccktritt. (lc)<\/p>\n<p><strong>19.25<\/strong> <a href=\"http:\/\/blogs.aljazeera.net\/middle-east\/2011\/01\/31\/live-blog-feb-1-egypt-protests\">Al Jazeera<\/a> berichtet, dass das \u00e4gyptische Fernsehen inzwischen Sympathie f\u00fcr die Demonstranten \u00e4u\u00dfert. Es ist die Rede von &#8222;gro\u00dfen, friedlichen Protesten, ordentlichen und pro-\u00e4gyptischen Demonstrationen.&#8220; (cb)<\/p>\n<p><strong>19.19<\/strong> Zwar hat sich der Tahrir-Platz in Kairo etwas geleert, aber verlassen will die Masse der Demonstranten ihn nicht mehr. Sie richtet sich vielmehr f\u00fcr die Nacht ein, Zelte werden aufgestellt, Freiwillige verteilen Tee und Essen und sammeln M\u00fcll ein. (kb)<\/p>\n<p><strong>19.18<\/strong> Es ist die Frage des Tages: Wo ist Pr\u00e4sident Mubarak? Sitzt er allein in seiner Residenz in Kairo oder vielleicht in seiner Villa in Scharm el Scheich? Klar ist: Ganz \u00c4gypten wartet auf ein Wort von ihm. (lc)<\/p>\n<p><strong>19.08<\/strong> Derzeit bei Twitter gern zitierter Internethumor: &#8222;Demokratie&#8220; hat &#8222;Mubarak&#8220; als Mayor des Tahrir-Platzes abgel\u00f6st &#8211; eine Anspielung auf den Lokalisierungsdienst Foursquare, der anzeigt, wer sich wie oft an einem Ort aufh\u00e4lt. Und nebenbei: Der Name Tahrir ist arabisch f\u00fcr Befreiung. (kb)<\/p>\n<p><strong>19.03<\/strong> Al Jazeera <a href=\"http:\/\/twitter.com\/#!\/AJELive\/statuses\/32486955467939840\">twittert<\/a>, man habe einen riesigen Bildschirm auf dem Tahrir-Platz aufgestellt und w\u00fcrde den Demonstranten Berichte \u00fcber die Proteste zeigen. (kb)<\/p>\n<p><strong>18.49<\/strong> Auf dem Tahrir-Platz sind am heutigen Tag mehr Menschen gewesen, als bei den Wahlen f\u00fcr Mubarak stimmten &#8211; inklusive gef\u00e4lschter Stimmen. <a href=\"http:\/\/twitter.com\/#!\/alaa\/status\/32473446680109057\">Schreibt zumindest alaa<\/a>. Wobei die Zahlen, wie viele wirklich dort waren, stark schwanken, zwischen 250.000 und drei Millionen. Sicher ist, dass es viele waren und wie der Sender Al Arabija meldet, dass sie mindestens bis Freitag dort bleiben wollen. Nur einer ist bislang nicht gekommen, El Baradei. (kb)<\/p>\n<p><strong>18.21<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.zenithonline.de\/95.html\">Zenith berichtet<\/a>, Demonstranten h\u00e4tten einen mit Waffen beladenen Lastwagen auf dem Weg zur Kundgebung am Tahrir-Platz abgefangen. Weitere Details liegen noch nicht vor. (cb)<\/p>\n<p><strong>18.21<\/strong> Al Jazeera meldet eine Million Demonstranten in Alexandria, Hunderttausende in Suez, Port Said, Mansoura und Minya. Erstmals werden auch aus dem ober\u00e4gyptischen Assuan Zahlen gemeldet. In der 280.000-Einwohner-Stadt sollen heute 60.000 Demonstranten auf die Stra\u00dfe gegangen sein. (cb)<\/p>\n<p><strong>18.21<\/strong> Al Jazeera attestiert dem Pr\u00e4sidenten Ignoranz und Hilflosigkeit. Zun\u00e4chst habe Mubarak wohl geglaubt, mit seiner Rede vom Freitagabend die Massen beruhigen zu k\u00f6nnen. Inzwischen seien er und seine Partei offenbar nur noch ratlos &#8211; sp\u00e4testens seit klar sei, dass Milit\u00e4r nicht daran denke, die Demonstranten auseinanderzutreiben. (lc)<\/p>\n<p><strong>18.21<\/strong> Noch immer harren Hunderttausende auf dem Kairoer Tahrir-Platz aus. (cb)<br \/>\n<a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2011\/02\/image.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2011\/02\/image.jpg\" alt=\"\" title=\"Der Kairoer Tahrir-Platz ist noch immer voll von Demonstranten\" width=\"540\" height=\"304\" class=\"aligncenter size-full wp-image-789\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2011\/02\/image.jpg 540w, https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2011\/02\/image-300x168.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 540px) 100vw, 540px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>18.17<\/strong> Von allen Seiten wird die vielf\u00e4ltige Einheit der Demonstranten gelobt. &#8222;Einfache Bauern aus S\u00fcd\u00e4gypten trafen auf Islamisten aus dem Nildelta, Gesch\u00e4ftsm\u00e4nner standen Schulter an Schulter mit jungen Menschen&#8220;, <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2011\/02\/02\/world\/middleeast\/02egypt.html?pagewanted=1&#038;hp\">berichten die Korrespondenten der <em>New York Times<\/em><\/a>. \u00c4hnlich begeistert von der Breite der Protestbewegung \u00e4u\u00dfern sich Reporter von Al Jazeera. Die Proteste seien sehr friedlich abgelaufen. (lc)<\/p>\n<p><strong>18.06<\/strong> Die Unruhen haben den Frachtbetrieb in den Hafenanlagen von Alexandria und Damietta Branchenkreisen zufolge fast zum Stillstand gebracht. Die Proteste hielten die Arbeiter vom Dienst ab. Ein in Alexandria ans\u00e4ssiger Vertreter des Versicherungsmarktes Lloyd&#8217;s of London sagte, der Hafen sei zwar nicht geschlossen geworden. Es werde aber auch nicht gearbeitet. Es seien keine Z\u00f6llner da und auch niemand, der die Kr\u00e4ne bediene. (cb)<\/p>\n<p><strong>17.59<\/strong> Die Informationen \u00fcber die Menschenmengen auf dem Tahrir-Platz sind widerspr\u00fcchlich. <a href=\"http:\/\/blogs.aljazeera.net\/middle-east\/2011\/01\/31\/live-blog-feb-1-egypt-protests\">Al Jazeera berichtet<\/a>, viele Frauen und Kinder verlie\u00dfen den Platz, gleichzeitig k\u00e4men mehr neue Demonstranten nach. (cb)<\/p>\n<p><strong>17.57<\/strong> Der Vorsitzende des Ausw\u00e4rtigen Bundestags-Ausschusses, Ruprecht Polenz (CDU), spricht sich f\u00fcr einen Dialog mit gem\u00e4\u00dfigten Gruppierungen der Muslimbr\u00fcderschaft in \u00c4gypten aus. Gespr\u00e4che mit gewaltbereiten Islamisten lehnte er dagegen ab. &#8222;Die Gewaltfrage ist die gro\u00dfe Achillesverse&#8220;, sagte Polenz. Der Gro\u00dfteil der Muslimbr\u00fcder wolle jedoch islamische Wertvorstellungen gewaltfrei durchsetzen.<\/p>\n<p><strong>17.55<\/strong> Blogger Richard Gutjahr <a href=\"http:\/\/twitter.com\/#!\/gutjahr\">twittert live<\/a> aus Kairo. Er glaubt, dass der gr\u00f6\u00dfte Andrang auf dem Tahrir-Platz f\u00fcr heute vorbei ist. Es w\u00fcrden gerade mehr Menschen den Platz verlassen, als dass neue hinzuk\u00e4men. (lc)<\/p>\n<p><strong>17.50<\/strong> AFP berichtet, dass Oppositionsf\u00fchrer Mohamed ElBaradei  den neuen Vizepr\u00e4sidenten Omar Suleiman als \u00dcbergangspr\u00e4sidenten vorgeschlagen hat. ElBaradei habe das in einem Gespr\u00e4ch mit westlichen Vertretern gesagt.  Alternativ will er einen Pr\u00e4sidialrat einsetzen, dem ein Armeevertreter und zwei Zivilisten angeh\u00f6ren. Das Gremium k\u00f6nne dann den \u00dcbergang zu einer Demokratie einleiten. Hier ein interessantes <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2011-01\/aegypten-suleiman-mubarak\">Portrait von Suleiman<\/a>. (lc)<\/p>\n<p><strong>17.48<\/strong> Der <a href=\"http:\/\/www.zenithonline.de\/95.html\">Korrespondent von Zenith berichtet<\/a>, es sei unwahrscheinlich, dass die Menschenmenge auf dem Tahrir-Platz heute noch zum Pr\u00e4sidentenpalast zieht. Zum einen sei die M\u00fcdigkeit bei vielen der Demonstranten auf dem Tahrir-Platz nach acht Tagen Dauerprotest un\u00fcbersehbar, zum anderen verhindere das die Armee. (cb)<\/p>\n<p><strong>17.37<\/strong> Die Zahl der Demonstranten auf dem Tahrir-Platz sinkt. Nach unseren Informationen h\u00e4lt sich die Armee noch immer zur\u00fcck \u2013 es gibt bislang keine Berichte \u00fcber Tote oder Verletzte. (cb)  <\/p>\n<p><strong>17.31<\/strong> Angeblich verhandelt der neue Vizepr\u00e4sident und fr\u00fchere Geheimdienstchef Omar Suleiman bereits mit Mitgliedern der Milit\u00e4rf\u00fchrung \u00fcber eine \u00dcbergangsregierung. Mubaraks Abl\u00f6sung w\u00e4re demnach nur noch eine Frage der Zeit. So schreibt es jedenfalls die <em><a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2011\/02\/02\/world\/middleeast\/02egypt.html?hp\">New York Times<\/a><\/em>. Sie zitiert erneut ihre Quelle, einen westlichen Diplomaten, der anonym bleiben will. Ob die Quelle verl\u00e4sslich ist, ist unklar. (lc)<\/p>\n<p><strong>17.30<\/strong> <a href=\"http:\/\/news.blogs.cnn.com\/2011\/02\/01\/egypt-braces-for-march-of-millions\/?hpt=T1\">CNN berichtet<\/a>, die US-Botschafterin Margaret Scoby habe sich mit Oppositionsf\u00fchrer Mohamed ElBaradei getroffen. <\/p>\n<p><strong>17.13<\/strong> Der Chaos Computer Club (CCC) f\u00fcrchtet, dass die deutschen Beh\u00f6rden Ma\u00dfnahmen vorbereiten, um \u00e4hnlich wie in \u00c4gypten das Internet auf Knopfdruck abzuschalten. Andreas Bogk vom CCC verwies auf die k\u00fcrzlich verabschiedete Novelle des Polizei- und Ordnungsbeh\u00f6rdengesetzes in Rheinland-Pfalz. &#8222;Wir sehen in Deutschland Bestrebungen mit Sorge, auch hierzulande einen &#8218;Internet-Kill-Switch&#8216; einzuf\u00fchren&#8220;. Au\u00dferdem k\u00f6nnten nach richterlicher Anordnung k\u00fcnftig in besonderen Gefahrenlagen Mobilfunkverbindungen unterbrochen werden, etwa um das Fernz\u00fcnden von Bomben durch Handys zu verhindern. (cb)<\/p>\n<p><strong>17.09<\/strong> Am Flughafen in Kairo warten unz\u00e4hlige Menschen auf einen Flug ins Ausland. Hunderte Reisende fanden Unterschlupf in einem gro\u00dfen Zelt, weil sie noch keinen Zutritt zur Eingangshalle erhielten, wie AFP-Reporter berichten. An den Sicherheitsschleusen gab es bis zu 40 Meter lange Warteschlangen. Die Mitarbeiter der verschiedenen Botschaften versuchten ihre Landsleute in Gruppen zusammenzuhalten. (cb)<\/p>\n<p><strong>17.01<\/strong> Sarah Tolba ist Deutsche, sie lebt seit drei Jahren mit ihrem \u00e4gyptischen Mann in Abo Raesh, einem kleinen Dorf bei Gizeh. &#8222;Urspr\u00fcnglich wollten wir heute auch zur Demo\u201c, sagt sie am Telefon. Sie unterst\u00fctzten die Protestbewegung, doch sie seien heute nicht nach Kairo gefahren, aus Angst, es k\u00f6nnte Terroranschl\u00e4ge geben. In ihrem Dorf sei es weitgehend ruhig und kein Milit\u00e4r zu sehen, die B\u00fcrger h\u00e4tten jedoch Wachen organisiert, weil sie Pl\u00fcnderungen bef\u00fcrchten.<\/p>\n<p>Morgen wollen Sarah Tolba und ihr Mann nach Gizeh fahren, denn in ihrem Dorf werden die Lebensmittel knapp. &#8222;Wir hatten Gl\u00fcck, dass wir noch Geld zu Hause hatten, denn die Geldautomaten sind hier entweder leer oder kaputt.\u201c (ft)<\/p>\n<p><strong>16.58<\/strong> &#8222;Heute wurden Beschimpfungen auf Mubarak gerufen, von denen man bisher nicht zu tr\u00e4umen wagte, sie in Kairo mal in der \u00d6ffentlichkeit zu h\u00f6ren&#8220;, <a href=\"http:\/\/twitter.com\/#!\/nolanjazeera\">twittert<\/a> Al-Jazeera-Reporter Dan Nolan: &#8222;Die Menschen f\u00fchlen sich bereits, als seien sie in Freiheit.&#8220; (lc)<\/p>\n<p><strong>16.53<\/strong> Auch die iranische F\u00fchrung hat sich zur Situation in Kairo ge\u00e4u\u00dfert. Sie will einen islamistischen Umsturz und eine Verschiebung des Machtgleichgewichts in der Region. &#8222;Wir hoffen, dass die Entwicklungen dazu f\u00fchren, dass wir einen islamischen und m\u00e4chtigen Nahen Osten sehen werden&#8220;, sagte der Sprecher des Teheraner Au\u00dfenministeriums. Das neue Machtgef\u00fcge in der Region solle auch den &#8222;zionistischen Besatzern widerstehen&#8220;, sagte der Sprecher und spielte damit auf Israel an, dessen Existenzrecht das islamistische Regime in Teheran nicht anerkennt. Iran ist das einzige Land in der Region, das keine diplomatischen Beziehungen zu \u00c4gypten unterh\u00e4lt. (cb)<\/p>\n<p><strong>16.50<\/strong> Martin Gehlen h\u00e4lt sich zur Stunde in Kairo auf. <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2011-02\/aegypten-marsch-der-million\">Hier<\/a> ist sein Bericht. (cb)<\/p>\n<p><strong>16.47<\/strong> CNN <a href=\"http:\/\/news.blogs.cnn.com\/2011\/02\/01\/egypt-braces-for-march-of-millions\/?hpt=T1\">zitiert<\/a> den \u00e4gyptischen Finanzminister Samir Radwan, durch den mehr als einw\u00f6chigen Stopp des \u00f6konomischen Lebens werde die Arbeitslosigkeit steigen. Jeder, der seine Arbeit wegen der Proteste habe unterbrechen m\u00fcssen, werde eine Kompensation erhalten. (cb)<\/p>\n<p><strong>16.40<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2011\/02\/02\/world\/middleeast\/02egypt.html?hp\">Die <em>New York Times<\/em><\/a> berichtet, dass Mubaraks Berater Ger\u00fcchten zufolge bereits dessen R\u00fcckzug vorbereiten. Ein westlicher Diplomat sagte der Zeitung, die Ank\u00fcndigung des Milit\u00e4rs, nicht auf Demonstranten schie\u00dfen zu wollen, sei Teil des Plans.(lc) <\/p>\n<p><strong>16.39<\/strong> Hier noch einmal die Google-Map mit der voraussichtlichen Route des Demonstrationszuges.<br \/>\n<iframe loading=\"lazy\" width=\"540\" height=\"304\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\" marginheight=\"0\" marginwidth=\"0\" src=\"http:\/\/maps.google.de\/maps\/ms?ie=UTF8&amp;hl=de&amp;msa=0&amp;msid=208985818743573131353.00049b358505c46b01cd9&amp;ll=30.074739,31.279793&amp;spn=0.090319,0.185051&amp;z=12&amp;output=embed\"><\/iframe><br \/><small><a href=\"http:\/\/maps.google.de\/maps\/ms?ie=UTF8&amp;hl=de&amp;msa=0&amp;msid=208985818743573131353.00049b358505c46b01cd9&amp;ll=30.074739,31.279793&amp;spn=0.090319,0.185051&amp;z=12&amp;source=embed\" style=\"color:#0000FF;text-align:left\">Marsch der Millionen, Kairo<\/a> auf einer gr\u00f6\u00dferen Karte anzeigen<\/small><\/p>\n<p><strong>16.36<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.zenithonline.de\/95.html\">zenith berichtet<\/a>, in der Stadt Mansoura seien nun 500.000 Aktivisten auf der Stra\u00dfe. Die Aktivisten spr\u00e4chen von bis zu 7 Millionen Menschen im ganzen Land. (cb)<\/p>\n<p><strong>16.27<\/strong> Die Proteste auf dem Tahrir-Platz in Kairo sind offenbar gut organisiert. Eine Al-Jazeera-Reporterin berichtet, dass Getr\u00e4nkewagen vom Rand des Platzes her die Menge versorgen. Bilder zeigen au\u00dferdem Frauen, die jede Menge Brotlaibe verteilen. Inzwischen sei es k\u00fchl und windig geworden in Kairo, sagt die Reporterin. Die ersten Demonstranten machten sich daher auf den R\u00fcckweg, doch es str\u00f6mten auch immer neue Menschen auf den Platz (lc)<\/p>\n<p><strong>16.14<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.zenithonline.de\/95.html\"><em>Zenith<\/em> schreibt<\/a>: Der Generalsekret\u00e4r der Arabischen Liga, Amr Moussa, hat in einem Fernsehinterview erkl\u00e4rt, er st\u00fcnde bereit, sein Land zu f\u00fchren. Moussa wurde 2001 von Pr\u00e4sident Mubarak an die Arabische Liga weggelobt, da dieser dessen Popularit\u00e4t f\u00fcrchtete. Schon in den vergangenen Tagen hatte Moussa sich vermehrt in Interviews zur Lage in \u00c4gypten ge\u00e4u\u00dfert.<br \/>\n [\u2026]<br \/>\nDie Muslimbruderschaft hat die Einsetzung einer \u00dcbergangsregierung unter der Leitung des Pr\u00e4sidenten des Obersten Verfassungsgerichtes gefordert. Dieser solle die Amtsgesch\u00e4fte des Pr\u00e4sidenten \u00fcbernehmen, bis allgemeine Wahlen stattgefunden h\u00e4tten. Verhandlungen mit dem amtierenden Pr\u00e4sidenten lehnen die Muslimbr\u00fcder ab.<\/p>\n<p><strong>16.12<\/strong> Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die \u00e4gyptische Armee f\u00fcr ihre Zur\u00fcckhaltung gelobt. &#8222;Es war ein wichtiges Signal, dass die Armee gesagt hat, es ist ein Recht der Menschen zu demonstrieren&#8220;, sagte Merkel in einer Rede in einem Institut in Tel Aviv. &#8222;Trotzdem ist damit eine Unbestimmtheit verbunden, wie der politische Prozess in \u00c4gypten weitergehen wird. Wir k\u00f6nnen nur hoffen, dass all das wirklich friedlich verlaufen wird.&#8220; Merkel unterstrich die gro\u00dfe Bedeutung des Themas f\u00fcr den Nachbarn Israel. Deutschland tue f\u00fcr die Sicherheit Israels alles, was m\u00f6glich sei.<\/p>\n<p>Die Kanzlerin dankte Mubarak f\u00fcr seinen Beitrag im Nahost-Friedensprozess. Allerdings gebe es Defizite im Land, die angesprochen werden m\u00fcssten. Die \u00c4gypter h\u00e4tten das Recht, ihr Missfallen zu \u00e4u\u00dfern. Der Weg der Reformen sei unabdingbar, sagte Merkel.<\/p>\n<p><strong>16.09<\/strong> Israels Pr\u00e4sident Schimon Peres hat sich mit deutlichen Worten zu den Entwicklungen im Nachbarland ge\u00e4u\u00dfert. &#8222;Was sind demokratische Wahlen wert, wenn am Tag eins nach solchen Wahlen eine religi\u00f6s-extremistische Regierung die Macht ergreift&#8220;, sagte er laut <a href=\"http:\/\/www.jpost.com\/DiplomacyAndPolitics\/Article.aspx?id=206218\"><em>Jerusalem Post<\/em><\/a> heute nach einem Treffen mit Angela Merkel. Das h\u00e4tte die Welt auch nach den Wahlen im Gaza-Streifen gesehen, bei denen die extremistische Hamas gewonnen habe, f\u00fcgte Peres hinzu. (lc)<\/p>\n<p><strong>16.07<\/strong> Die Gro\u00dfdemonstration am Tahrir-Platz in Kairo<br \/>\n<a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2011\/02\/kairo-grossdemo-540x304.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2011\/02\/kairo-grossdemo-540x304.jpg\" alt=\"Gro\u00dfdemonstration in Kairo \" title=\"kairo-grossdemo-540x304\" width=\"540\" height=\"304\" class=\"aligncenter size-full wp-image-741\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2011\/02\/kairo-grossdemo-540x304.jpg 540w, https:\/\/blog.zeit.de\/newsblog\/files\/2011\/02\/kairo-grossdemo-540x304-300x168.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 540px) 100vw, 540px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>15.53<\/strong> dpa berichtet, dass Soldaten auf dem Tahrir-Platz Flugbl\u00e4tter an die Demonstranten verteilen, auf denen steht: &#8222;Ihr habt das Recht, eure Meinung in zivilisierter Art und Weise auzudr\u00fccken.&#8220; Die Protestierenden sollten jedoch bedenken, dass sich in der Menge auch Gesetzlose bef\u00e4nden, deren Ziel es sei, Panik zu sch\u00fcren, zu stehlen und zu sabotieren. &#8222;Wenn das passiert, dann werden wir mit aller H\u00e4rte darauf reagieren.&#8220;<\/p>\n<p>An den Eing\u00e4ngen zum Tahrir-Platz kontrollierten Zivilisten Ausweispapiere und durchsuchten die Teilnehmer. Auff\u00e4llig ist, dass unter den Demonstranten deutlich mehr Vertreter der Muslimbruderschaft zu sehen sind als in den vergangenen Tagen. Ein Vertreter der islamistischen Organisation sagte einer dpa-Reporterin: &#8222;Wir sind eine gut organisierte Bewegung. Es wird Zeit, dass auch wir auf diesem Platz reden d\u00fcrfen.&#8220; Die Muslimbr\u00fcder sind in \u00c4gypten offiziell verboten, haben aber viele Anh\u00e4nger. Sie k\u00f6nnten an einer neuen, von der Opposition gebildeten Regierung beteiligt sein. (cb)<\/p>\n<p><strong>15.47<\/strong> Die Vereinten Nationen gehen von deutlich mehr Todesopfern bei den Unruhen in \u00c4gypten aus als bisher bekannt. &#8222;Unbest\u00e4tigte Berichte sprechen von bisher 300 Toten und mehr als 3000 Verletzten&#8220;, sagte die UN-Hochkommissarin f\u00fcr Menschenrechte, Navi Pillay. (cb)<\/p>\n<p><strong>15.47<\/strong> Peter Bouckaert von der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch beobachtet den &#8222;Marsch der Million&#8220; in Kairo. Eine beeindruckende Zahl von Demonstranten sei unterwegs. <a href=\"http:\/\/www.hrw.org\/egypt-live-updates\">Die Menschenmenge skandiert &#8222;Freiheit&#8220;<\/a>. (hf)<\/p>\n<p><strong>15.46<\/strong> In Alexandria, \u00c4gyptens zweitgr\u00f6\u00dfter Stadt, sind laut Al-Jazeera mehr als Hunderttausend Demonstranten vor der zentralen Moschee versammelt. Allein in Alexandria sollen in den vergangenen Tagen mehr als hundert Menschen bei den Protesten ums Leben gekommen sein. (lc)<\/p>\n<p><strong>15.42<\/strong> Der Nahost-Experte des <em>Guardian<\/em>, Brian Whitaker, <a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/news\/blog\/2011\/feb\/01\/egypt-protests-live-updates\">diskutiert mit Lesern \u00fcber die Rolle Amerikas<\/a>. Ist ElBarradai eine Marionette der Amerikaner? &#8222;Nein&#8220;, sagt Whitaker, der ehemalige IAEO-Chef sei kein Handlanger der Vereinigten Staaten. (hf) <\/p>\n<p><strong>15.37<\/strong> Ein Al-Jazeera-Reporter sagt, er habe heute noch keine Polizisten auf Kairos Stra\u00dfen gesehen. Das Milit\u00e4r zeige Pr\u00e4senz, gehe aber sehr freundlich mit den Demonstranten um. (lc)<\/p>\n<p><strong>15.36<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.politico.com\/news\/stories\/0211\/48575.html\"><em>Politico<\/em><\/a> spie\u00dft einen kruden Vergleich von Kaliforniens Gouverneur Jerry Brown auf: Dieser behauptet, dass in Zeiten, in denen in \u00c4gypten und Tunesien junge Leute f\u00fcr demokratische Ideale demonstrieren, in seinem Bundesstaat niemand gegen Steuererh\u00f6hungen sein d\u00fcrfe. Schlie\u00dflich habe der W\u00e4hler daf\u00fcr gestimmt. (hf) <\/p>\n<p><strong>15.35<\/strong> In den vergangenen Tagen wirkte der riesige Tahrir Platz in Kairo trotz der Massenproteste immer halb leer. Heute ist kein St\u00fcck Asphalt mehr zu sehen. <a href=\"http:\/\/english.aljazeera.net\/watch_now\/\">Ein beeindruckendes Bild.<\/a> (lc)<\/p>\n<p><strong>15.33<\/strong> Auch syrische Oppositionsgruppen rufen nun im Internet zu Protesten gegen Unterdr\u00fcckung und Korruption auf. Am 5. Februar solle es eine Demonstration vor dem Parlament in Damaskus geben, die auch Ausdruck der Unterst\u00fctzung f\u00fcr das \u00e4gyptische Volk sein solle, hie\u00df es auf von Oppositionsgruppen betriebenen Internetseiten. Das syrische Volk solle sich vereint gegen die politischen und wirtschaftlichen Verh\u00e4ltnisse zur Wehr setzen. (cb)<\/p>\n<p><strong>15.31<\/strong> Der Terrorexperte Evan Kohlmann <a href=\"http:\/\/twitter.com\/#!\/IntelTweet\">berichtet<\/a>, dass in al-Qaida nahen Foren dar\u00fcber diskutiert wird, wie Terroristen die Unruhen in \u00c4gypten zu Anschl\u00e4gen nutzen k\u00f6nnten. (hf) <\/p>\n<p><strong>15.30<\/strong> Muriel Asseburg von der Stiftung Wissenschaft und Politik kommentiert in der <em>taz<\/em>, \u00c4gypten 2011 <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/schreckgespenst-islamismus\/\">sei nicht Iran 1979<\/a>. (de)<\/p>\n<p><strong>15.26<\/strong> Eine sehr d\u00fcstere Sicht auf die Ereignisse in \u00c4gypten hat <a href=\"http:\/\/www.washingtonpost.com\/wp-dyn\/content\/article\/2011\/01\/31\/AR2011013104014.html?hpid=opinionsbox1\"><em>Washington-Post<\/em>-Kolumnist Richard Cohen<\/a>. Er glaubt, dass der &#8222;Traum von einem demokratischen \u00c4gypten in einem Albtraum enden wird&#8220;. \u00c4gypten habe keine zivilen und politischen Institutionen, um eine wahre  Demokratie aufzubauen, schreibt Cohen. Die st\u00e4rkste Oppositionsgruppe sei die Muslimbruderschaft. Daher sei es sehr wahrscheinlich, dass die n\u00e4chste Regierung aus Islamisten bestehen und den Frieden mit Israel aufk\u00fcndigen werde. &#8222;Israel ist mir wichtig. \u00c4gypten ist mir auch wichtig, aber f\u00fcr dieses Land geht es nicht ums \u00dcberleben&#8220;, kommentiert Cohen.  (lc)<\/p>\n<p><strong>15.19<\/strong> Die Union fordert, dass die \u201edeutsche und europ\u00e4ische Entwicklungspolitik den \u00dcbergangsprozess in einer koordinierten Weise konstruktiv unterst\u00fctzen, wenn ein glaubw\u00fcrdiger, auch von der \u00e4gyptischen Opposition getragener \u00dcbergangsprozess gefunden ist\u201c, teilt der Bundestagsfraktionsvize Christian Ruck mit. \u201eOhne Arbeitspl\u00e4tze kann es keinen sozialen Fortschritt in \u00c4gypten geben. Deshalb ist es so wichtig, dass hier auch die Entwicklungspolitik hilft.\u201c Fordern k\u00f6nnen CDU und CSU viel, bekanntlich liegt die Entwicklungspolitik in den H\u00e4nden des Liberalen Niebel \u2013 und der weilt gerade im Irak. (hf)<\/p>\n<p><strong>15.19<\/strong> Bundeskanzlerin Merkel spricht sich in Tel Aviv gegen Gewalt und f\u00fcr Reformen aus. (cb)<\/p>\n<p><strong>15.11<\/strong> Die gr\u00f6\u00dferen Oppositionsparteien und -bewegungen haben sich auf eine gemeinsame Linie f\u00fcr einen Neubeginn geeinigt. Sie fordern den R\u00fccktritt von Mubarak und eine &#8222;Regierung der nationalen Allianz&#8220;, au\u00dferdem die Aufl\u00f6sung der beiden Parlamentskammern sowie der Regionalparlamente. Eine Arbeitsgruppe soll eine neue Verfassung ausarbeiten. Friedensnobelpreistr\u00e4ger Mohammed El Baradei nahm an dem Treffen nicht teil, aber andere Vertreter seiner Bewegung f\u00fcr den Nationalen Wandel. ElBaradei sagte dem Sender Al-Arabija, Mubarak m\u00fcsse bis sp\u00e4testens Freitag sein Amt niederlegen. <\/p>\n<p>Das B\u00fcndnis lehnt Gespr\u00e4che mit den Machthabern vor einem R\u00fccktritt Mubaraks ab. &#8222;Wir erwarten, dass die F\u00fchrung uns einen Zeitplan f\u00fcr die Umsetzung dieser Forderungen pr\u00e4sentiert. Erst dann sind wir bereit, einen Dialog mit Vizepr\u00e4sident Omar Suleiman zu beginnen.&#8220; Der \u00e4gyptische Physiknobelpreistr\u00e4ger Ahmed Zuwail wurde am Abend in Kairo erwartet. Er wollte im Namen der Opposition mit der Milit\u00e4rf\u00fchrung sprechen. Zuwail lebt in den USA. (cb)<\/p>\n<p><strong>15.07<\/strong> Jordanien sei im Gegensatz zu \u00c4gypten sicher, verk\u00fcnden jordanische Touristikunternehmen <a href=\"http:\/\/jordantimes.com\/?news=34053\">in der <em>Jordan Times<\/em><\/a>. Die Proteste verliefen alle friedlich. (hf)<\/p>\n<p><strong>15.03<\/strong> <a href=\"http:\/\/twitter.com\/Reuters\/status\/32437400747646976\">Reuters meldet<\/a>: Die USA befehlen dem abk\u00f6mmlichen Botschaftspersonal, das Land zu verlassen. (cb)<\/p>\n<p><strong>15.01<\/strong> Eine Kommentatorin auf Al Jazeera sagte gerade: &#8222;In Umbruchszeiten suchen normalerweise verschiedene Revolutionsf\u00fchrer nach m\u00f6glichst vielen Anh\u00e4ngern. In \u00c4gypten ist es seltsamerweise umgekehrt. Hier suchen Hunderttausende Menschen nach Revolutionsf\u00fchrern und bisher zeigen sich keine.&#8220; Das bisherige Fehlen einer geeinten Organisation und eines charismatischen Anf\u00fchrers muss allerdings kein zwingender Nachteil sein. Zahlreiche Netztheoretiker haben dieses Ph\u00e4nomen der <em>leaderless self-organization<\/em> schon \u00f6fter beobachtet und halten es f\u00fcr eine direkte Folge der massenhaften Verbreitung von Handys und &#8211; an zweiter Stelle &#8211; von Sozialen Netzwerken. <a href=\"http:\/\/www.smartmobs.com\/\">Howard Rheingold<\/a> etwa hat das Ph\u00e4nomen am Beispiel des Widerstandes gegen das einstige Regime Marcos auf den Philipinen beschrieben, Clay Shirky schreibt umfangreich \u00fcber <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Here_Comes_Everybody\">Organizing without organizations<\/a> und auch das Buch <em>The Starfish and the Spider<\/em><a href=\"http:\/\/www.starfishandspider.com\/index.php?title=About_the_Book\"><\/a> hat bereits die untersch\u00e4tze Schlagkraft  dieser nur scheinbar f\u00fchrungslosen Organisationen analysiert. (wb)<\/p>\n<p><strong>14.52<\/strong> Auch im politischen Berlin verfolgen die Parteien die Vorg\u00e4nge in \u00c4gypten. Die Linkspartei kritisiert die deutsche Au\u00dfenpolitik. &#8222;Die Politik des Westens, Diktatoren zu st\u00fctzen, solange sie nur dem von den USA vorgegebenen Kurs folgen, ist am Ende&#8220;, sagte Wolfgang Gehrcke, au\u00dfenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion der Linkspartei. &#8222;Bis f\u00fcnf nach Zw\u00f6lf hat der Westen das Regime Mubarak massiv finanziell, politisch und moralisch unterst\u00fctzt und tut das immer noch &#8211; nur nicht so offen. Westerwelle sorgt sich mehr um die Stabilit\u00e4t in der Region als um den Demokratisierungsprozess. Doch diese Stabilit\u00e4t, f\u00fcr die gefoltert wurde, f\u00fcr die Wahlen gef\u00e4lscht und Wahlf\u00e4lschungen akzeptiert wurden, war die Ruhe eines Friedhofs.&#8220; Ob er eine Regierung der Muslimbr\u00fcder besser f\u00e4nde, sagt Gehrcke nicht. (hf)<\/p>\n<p><strong>14.51<\/strong> Der Al-Jazeera-Korrespondent spricht mittlerweile von bis zu <a href=\"http:\/\/blogs.aljazeera.net\/middle-east\/2011\/01\/31\/live-blog-feb-1-egypt-protests\">zwei Millionen Demonstranten auf dem Tahrir-Platz<\/a>, inklusive der vollgestopften Zufahrtsstra\u00dfen und Br\u00fccken. (cb)<\/p>\n<p><strong>14.46<\/strong> Die Proteste in Tunesien begannen, nachdem ein junger Mann <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2011-01\/tunesien-ausschreitungen\">sich selbst angez\u00fcndet <\/a>hatte. Auch in \u00c4gypten sei der Aufstand mit dem Tod eines jungen Mannes verkn\u00fcpft, schreibt Aryn Baker auf Time.com. Der 28-j\u00e4hrige Khaled Said wurde am 6. Juni 2010 in Alexandria von Polizisten ermordet. Die Bilder der brutalen Tat <a href=\"http:\/\/www.time.com\/time\/world\/article\/0,8599,2045446,00.html#ixzz1CiLZCwhW\">gingen um die Welt<\/a> und emp\u00f6rten nicht nur \u00c4gyptens Jugend. (hf) <\/p>\n<p><strong>14.37<\/strong> Nicht nur in Kairo gehen Hunderttausende auf die Stra\u00dfen. Die Kollegen vom <a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/news\/blog\/2011\/feb\/01\/egypt-protests-live-updates#block-47\">Guardian-Blog<\/a> melden, dass auch in Suez, Alexandria, Ismailiya, Mansoura, Damietta und Mahalls die Proteste gegen das Mubarak-Regime weitergehen. (hf)<\/p>\n<p><strong>14.34<\/strong> Wandel auch im Irak? Der irakische Ministerpr\u00e4sident Nouri al-Maliki hat seine Macht ausgebaut. Die Massenproteste in Tunesien und \u00c4gypten sollten ihn lehren, dass es vorbei ist mit den Zeiten pr\u00e4sidialer Alleinherrschaft, schreibt Thomas Uwer, Vorstand der Hilfsorganisation Wadi auf der <a href=\" http:\/\/wp-irak.de\/index.php\/component\/content\/article\/61-staat\/503-tunis-kairo-bagdad\">Wirtschaftsplattform Irak. (hf)<\/a><\/p>\n<p><strong>14.26<\/strong> Die gro\u00dfen deutschen Reiseveranstalter bringen bis Mitte Februar keine Urlauber mehr nach \u00c4gypten. Die Reisevertr\u00e4ge werden von den meisten Veranstaltern aktiv gek\u00fcndigt, sagte ein Sprecher des Deutschen Reiseverbandes (DRV). (cb)<\/p>\n<p><strong>14.13<\/strong> Al-Jazeera-Korrespondent Dan Nolan findet, dass die Proteste sich wie eine  &#8222;\u00e4gyptische Version von Woodstock&#8220; anf\u00fchlen. Demonstranten w\u00fcrden Kekse an ihre Mitmenschen verteilen, <a href=\"http:\/\/twitter.com\/#!\/nolanjazeera\">twittert<\/a> er aus Kairo.<\/strong> (lc)<\/p>\n<p><strong>14.10<\/strong> Israels Pr\u00e4sident Schimon Peres fordert materielle Verbesserungen f\u00fcr die Araber. Die Umst\u00fcrze in der arabischen Welt erkl\u00e4rten sich aus der Armut und seien &#8222;kein ideologisches Problem&#8220;. Die Bev\u00f6lkerung in der arabischen Welt sei w\u00e4hrend der vergangenen 30 Jahre von 150 Millionen auf 400 Millionen angewachsen. Das h\u00e4tte zu Arbeitsplatzmangel und Versorgungsproblemen gef\u00fchrt, sagte er w\u00e4hrend des Besuchs von Bundeskanzlerin Merkel. &#8222;Wir k\u00f6nnen nicht eine Insel des Wohlstands bleiben, wenn wir von einem Ozean der Armut umgeben sind&#8220;. (cb)<\/p>\n<p><strong>13.53<\/strong> Das besondere an den Demonstrationen ist, dass sie ohne ausl\u00e4ndische Unterst\u00fctzung oder ausl\u00e4ndische Intervention stattfinden, sagt ein Reporter von Al Jazeera. Die Bewegung gehe ganz und gar vom \u00e4gyptischen Volk aus. Bei <a href=\"http:\/\/english.aljazeera.net\/watch_now\/\">Al Jazeera<\/a> gibt es einen Livestream mit beeindruckenden Bildern aus Kairo. (lc)<\/p>\n<p><strong>13.53<\/strong> Der Journalist Richard Gutjahr ist in Kairo. Hier einige seiner Fotos vom &#8222;Marsch der Million&#8220;, sowie aus den letzten Tagen. Twitter: <a href=\"http:\/\/twitter.com\/gutjahr\">@gutjahr<\/a> (wb)<br \/>\n<object type=\"text\/html\" data=\"http:\/\/www.flickr.com\/slideShow\/index.gne? group_id=&#038;user_id=32685014@N06&#038;set_id=72157625813654091&#038;text=\" width=\"540\" height=\"450\"><\/object><\/p>\n<p><strong>13.45<\/strong> Die Demonstranten, die sich  heute auf dem Tahrir-Platz versammelt haben, repr\u00e4sentieren einen bemerkenswerten Querschnitt der \u00e4gyptischen Gesellschaft, wie Reporter der <em><a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2011\/02\/02\/world\/middleeast\/02egypt.html?hp\">New York Times<\/a><\/em> vor Ort beobachtet haben. Westlich gepr\u00e4gte Demonstranten st\u00fcnden mit \u00e4u\u00dferst konservativen \u00c4gyptern zusammen, junge Frauen mit Babys seien ebenso gekommen wie alte M\u00e4nner mit Kr\u00fcckstock. (lc)<\/p>\n<p><strong>13.22<\/strong>Das Ausw\u00e4rtige Amt r\u00e4t nun dringend von Reisen nach ganz \u00c4gypten ab. Das betreffe auch die Urlaubsgebiete am Roten Meer.<\/p>\n<div class=\"zol_video art_wide vid772761392001\"> <\/div>\n<p><strong>13.14<\/strong> Szenen vom Tharir-Platz in Kairo. (Quelle: <a href=\"http:\/\/english.aljazeera.net\/watch_now\/\">Al JazeeraTV<\/a>)<\/p>\n\n<div class=\"embed-wrapper embed-wrapper--blocked js-embed-consent\" data-method=\"iframe\">\n<script class=\"raw__source\" type=\"text\/template\"><iframe loading=\"lazy\" title=\"YouTube video player\" class=\"youtube-player\" type=\"text\/html\" width=\"540\" height=\"330\" src=\"http:\/\/www.youtube.com\/embed\/-FQHFSfMRxA\" frameborder=\"0\" allowFullScreen><\/iframe><\/script>\n<div class=\"embed-wrapper__inner\">\n<div class=\"embed-wrapper__text\">\n<h3>Empfohlener redaktioneller Inhalt<\/h3>\n<p data-replace=\"no\">An dieser Stelle finden Sie externen Inhalt, der den Artikel erg\u00e4nzt. Sie k\u00f6nnen sich externe Inhalte mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.<noscript>Bitte aktivieren Sie JavaScript damit Sie diesen Inhalt anzeigen k\u00f6nnen.<\/noscript><\/p>\n<\/div>\n<div class=\"embed-consent\">\n<label class=\"embed-consent__toggle\">\n<input class=\"js-embed-consent__toggle\" type=\"checkbox\" autocomplete=\"off\">\n<span><\/span>\nExterner Inhalt\n<\/label>\n<a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/hilfe\/datenschutz\" target=\"_blank\" class=\"embed-consent__datalink-when-active\">Datenschutzerkl\u00e4rung<\/a>\n<\/div>\n<div class=\"embed-wrapper__footer\">\n<p data-replace=\"no\">\nIch bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit k\u00f6nnen personenbezogene Daten an Drittplattformen \u00fcbermittelt werden. <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/hilfe\/datenschutz\" target=\"_blank\">Mehr dazu in unserer Datenschutzerkl\u00e4rung.<\/a>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><strong>12.10<\/strong> Seit den fr\u00fchen Morgenstunden versammeln sich die Regimegegner im Zentrum Kairos. Mehr als Hunderttausend Demonstranten sollen sich derzeit auf dem Tahrir-Platz und den umliegenden Stra\u00dfen befinden. Dort wiederholen die Menschen in Sprechch\u00f6ren und auf Transparenten ihre Kernforderung: den R\u00fccktritt Mubaraks. Erstmals wollen sie auch vor dessen Pr\u00e4sidentenpalast im S\u00fcdosten der Stadt demonstrieren. ZEIT ONLINE begleitet die Ereignisse in diesem Live-Blog. Hier auch unsere <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/themen\/politik\/unruhen-aegypten-2011\/index\">Themenseite zu den Unruhen in \u00c4gypten<\/a>. (wb)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Christian Bangel (cb), Lisa Caspari (lc), Wolfgang Blau (wb), Hauke Friederichs (hf), Daniel Erk (de), Frida Thurm (ft), Kai Biermann (kb), Markus Horeld (mh) Mubarak will Amt erst im September abgeben Demonstranten reagieren emp\u00f6rt Obama: Der Wandel muss jetzt beginnen 01.02 Und in Kairo? Auf dem Tahrir-Platz wird beruhigende Musik gespielt. 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