{"id":13218,"date":"2017-05-24T19:24:15","date_gmt":"2017-05-24T17:24:15","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/nsu-prozess-blog\/?p=13218"},"modified":"2017-05-24T20:19:27","modified_gmt":"2017-05-24T18:19:27","slug":"zuhause-bei-familie-zschaepe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/nsu-prozess-blog\/2017\/05\/24\/zuhause-bei-familie-zschaepe\/","title":{"rendered":"Zu Hause bei Familie Zsch\u00e4pe"},"content":{"rendered":"<p><strong>Um ihre Tochter zu unterst\u00fctzen, ist die Mutter von Beate Zsch\u00e4pe im NSU-Prozess aufgetreten. Doch nach einem peinlichen Man\u00f6ver vom Gutachter der Angeklagten d\u00fcrfte auch das nicht mehr helfen.<\/strong><\/p>\n<p>Als sie in den Gerichtssaal kommt, tr\u00e4gt Annerose Zsch\u00e4pe ein Taschentuch in der linken Hand. Wie vorsorglich. Doch emotions\u00e4rmer k\u00f6nnte ihr Auftritt vor dem M\u00fcnchner Oberlandesgericht, ihr zweiter, nicht sein. Die Frau mit den kurzen grauen Haaren und dem Wollpulli nimmt Platz am Tisch f\u00fcr die Zeugen. Ihre Tochter Beate sitzt rund zwei Meter entfernt auf der Anklagebank \u2013 beschuldigt der Mitt\u00e4terschaft beim zehnfachen Mord, den Verbrechen der rechtsterroristischen Gruppe NSU. Ohne Regung schaut die Angeklagte zur Mutter her\u00fcber. Die schaut auf den Richter Manfred G\u00f6tzl.<\/p>\n<p>G\u00f6tzl fragt nach den pers\u00f6nlichen Daten: 64 Jahre alt, wohnhaft in Jena, angestellt als Pflegehelferin. Ansonsten hat sie als Verwandte das Recht, die Aussage zu verweigern. Der Richter erkundigt sich, ob sie dennoch Angaben machen wolle. &#8222;Nein, ich m\u00f6chte von meinem Recht Gebrauch machen&#8220;, antwortet Annerose Zsch\u00e4pe. Bis hierher verl\u00e4uft die Vernehmung genau wie beim ersten Mal im November 2013. Diesmal allerdings erteilt Zsch\u00e4pes Mutter die Genehmigung, das Protokoll einer Vernehmung als Beweismittel zu verwenden, die sie 2011 kurz nach dem Auffliegen des NSU mit der Polizei gef\u00fchrt hatte.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Nach h\u00f6chstens zwei Minuten ist die Befragung beendet. Mutter Zsch\u00e4pe geht, ohne einen Blick auf ihre Tochter zu werfen, das Taschentuch noch in der Hand.<\/p>\n<p>Was sie den Prozessbeteiligten hinterl\u00e4sst, ist die Geschichte eines Abstiegs, niedergelegt im Protokoll der polizeilichen Vernehmung. Annerose Zsch\u00e4pe machte Abitur und studierte in Rum\u00e4nien Zahnmedizin, f\u00fcnf Jahre lang bis zum Abschluss. Als Zahn\u00e4rztin habe sie aber nicht arbeiten k\u00f6nnen, weil sie unter Allergien leide, sagte sie. Es folgten noch ein Fernstudium und eine Anstellung als Buchhalterin, nach der Wende fast zwei Jahrzehnte Arbeitslosigkeit. &#8222;Da ging unser Drama los&#8220;, kommentierte sie gegen\u00fcber den Polizisten.<\/p>\n<p>Die widrigen Verh\u00e4ltnisse daheim in Jena interessierten vor allem den Freiburger Psychiater Joachim Bauer. Er verfasste im Auftrag von Beate Zsch\u00e4pes Verteidigern ein Gutachten \u00fcber die Angeklagte \u2013 als Gegenentwurf zu dem des vom Gericht bestellten Sachverst\u00e4ndigen Henning Sa\u00df, der Zsch\u00e4pe als voll schuldf\u00e4hig eingestuft hatte.<\/p>\n<p>Er nahm sich besonders zu Herzen, dass Mutter Zsch\u00e4pe den S\u00e4ugling von Mitte 1975 bis Ende 1976 von ihrem neuen Freund in Jena betreuen lie\u00df, w\u00e4hrend sie in Rum\u00e4nien weiterstudierte. Den leiblichen Vater, einen Rum\u00e4nen, lernte die Tochter nie kennen. Alarmiert wies Bauer auf die &#8222;Folgen fr\u00fchkindlicher Vernachl\u00e4ssigung&#8220; hin, die jeden Experten hellh\u00f6rig machen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Annerose Zsch\u00e4pe gab an, sie habe sich w\u00e4hrend der Kindheit der Tochter &#8222;richtig h\u00e4ngen lassen&#8220;. Laut der Schilderungen, die Beate Zsch\u00e4pe gegen\u00fcber Bauer machte, war das eine Verharmlosung: Die Mutter habe Rotwein in Teetassen gef\u00fcllt und getrunken, manchmal habe sie in ihrem Erbrochenen in der Wohnung gelegen. Freundinnen habe sie nicht mit nach Hause bringen k\u00f6nnen, die Mutter sei &#8222;eine Art Risikofaktor&#8220; gewesen.<\/p>\n<p>In der gest\u00f6rten Beziehung zur Mutter sieht der Psychiater die Keimzelle einer psychischen Erkrankung. Er diagnostizierte bei Zsch\u00e4pe eine sogenannte dependente Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung. Demnach habe sich Zsch\u00e4pe vollst\u00e4ndig von ihren Mitbewohnern Uwe Mundlos und Uwe B\u00f6hnhardt abh\u00e4ngig gemacht, sei ihnen machtlos ausgeliefert gewesen.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich bescheinigte ihr selbst die Mutter, Beate sei nicht &#8222;leicht beeinflussbar&#8220; gewesen. Und: &#8222;Sie war nicht sprunghaft.&#8220; Ganz \u00e4hnlich hatten viele andere Zeugen \u00fcber Zsch\u00e4pe gesprochen \u2013 auch solche, die sie erst als Erwachsene kennenlernten. Annerose Zsch\u00e4pe fiel auch auf, &#8222;dass Beate gut mit ihrem Geld auskam&#8220; und wirtschaften konnte.<\/p>\n<p>Annerose Zsch\u00e4pe lernte auch Mundlos und B\u00f6hnhardt kennen. Mit beiden war sie in der Jugend liiert. Mundlos brachte Zsch\u00e4pes Oma Blumen mit. B\u00f6hnhardt zog in der Wohnung OP-\u00dcberzieher \u00fcber seine Springerstiefel, um sie nicht ausziehen zu m\u00fcssen. Das Fazit der Mutter: &#8222;Die beiden Jungs machten auf mich einen sehr ordentlichen Eindruck.&#8220;<\/p>\n<p>Dem Abstieg ihrer Tochter in die rechte Szene setzte die Mutter wenig entgegen. Welcher Ideologie sie folgte, will sie erst festgestellt haben, als die Polizei 1996 die Wohnung durchsuchte. Doch da sei sie &#8222;gar nicht mehr an sie rangekommen&#8220;. Anfang 1998 flohen Zsch\u00e4pe, Mundlos und B\u00f6hnhardt in den Untergrund. Mutter und Tochter sprachen einander nie mehr, bis der NSU 2011 aufflog.<\/p>\n<p>Die Aussage ist Teil eines winzigen Ausschnitts der NSU-Geschichte, aus der sich Bauer eine umfassende Meinung gebildet haben will. Wenig \u00fcberraschend war, dass die Vorstellung der Analyse in der vorigen Woche zum Desaster geriet. Das Gutachten entpuppte sich als reiner Entlastungsversuch auf extrem d\u00fcnner Datenbasis. Der freundliche Herr Bauer glaubte Zsch\u00e4pe jedes Wort.<\/p>\n<p>Die Kritik an seiner Arbeit bekam ihm offenbar nicht gut: Nebenklageanw\u00e4ltin Doris Dierbach zitiert im Gericht aus einer Mail, die er nach seinem Auftritt an die Zeitung <em>Die Welt<\/em> geschickt hatte. Darin fragte er, ob die Redaktion &#8222;Interesse an einem exklusiven Beitrag&#8220; \u00fcber das Gutachten habe. Dazu f\u00fcgte er den Volltext seiner Analyse an \u2013 angef\u00fcllt mit Details aus Zsch\u00e4pes pers\u00f6nlichem Lebensbereich. Auch einen Grund f\u00fcr seine Kontaktaufnahme nannte er: &#8222;Eine Hexenverbrennung soll ja schlie\u00dflich Spa\u00df machen. Daher wird jeder, der das Stereotyp infrage stellt&#8220;, laut dem Zsch\u00e4pe &#8222;das nackte B\u00f6se in einem weiblichen K\u00f6rper&#8220; sei, &#8222;von <em>S\u00fcddeutscher Zeitung<\/em> und <em>Spiegel<\/em> angegriffen und weggeschossen&#8220;.<\/p>\n<p>Dierbach und mehrere andere Anw\u00e4lte der Nebenklage beantragen deshalb, Bauer wegen des Verdachts der Befangenheit abzulehnen. Er sehe sich anscheinend als &#8222;Besch\u00fctzer der Angeklagten&#8220;. Seine &#8222;unfassbare Entgleisung&#8220; habe gezeigt, dass er mit dem Gutachten ein pers\u00f6nliches Interesse verfolge.<\/p>\n<p>Der Antrag hat gute Chancen. Kommt er durch, helfen Zsch\u00e4pe auch die Angaben ihrer Mutter nichts mehr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Um ihre Tochter zu unterst\u00fctzen, ist die Mutter von Beate Zsch\u00e4pe im NSU-Prozess aufgetreten. Doch nach einem peinlichen Man\u00f6ver vom Gutachter der Angeklagten d\u00fcrfte auch das nicht mehr helfen. 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