{"id":1287,"date":"2009-09-10T11:58:47","date_gmt":"2009-09-10T09:58:47","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/rezeptor\/?p=1287"},"modified":"2009-09-10T11:58:47","modified_gmt":"2009-09-10T09:58:47","slug":"schweinefilet-in-senfsose","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/rezeptor\/2009\/09\/10\/schweinefilet-in-senfsose_1287","title":{"rendered":"Schweinefilet in Senfso\u00dfe"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1288\" title=\"040909\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/rezeptor\/files\/2009\/09\/040909.jpg\" alt=\"040909\" width=\"464\" height=\"237\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/rezeptor\/files\/2009\/09\/040909.jpg 464w, https:\/\/blog.zeit.de\/rezeptor\/files\/2009\/09\/040909-300x153.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 464px) 100vw, 464px\" \/><\/p>\n<p>So ein Filet ist ein langer Muskelstrang, der vom Tier sehr wenig beansprucht wird. Deshalb ist es von Natur aus bereits zart und saftig, aber auch sehr mager, was eine erh\u00f6hte Austrocknungsgefahr und damit eine besondere Aufmerksamkeit des Kochs bedeutet<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\nF\u00fcr 2 Personen:<br \/>\n1 Schweinefilet<br \/>\n1 kleiner Becher Cr\u00e8me Fra\u00eeche (150 g)<br \/>\n50 ml Weisswein<br \/>\n50 ml Br\u00fche<br \/>\n1 EL Dijonsenf<br \/>\nSalz<br \/>\nPfeffer<br \/>\nZitronensaft<br \/>\nCurry- und Chilipulver<br \/>\n2 Eier<br \/>\n200 g Mehl<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1289\" title=\"040909A\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/rezeptor\/files\/2009\/09\/040909A.gif\" alt=\"040909A\" width=\"158\" height=\"113\" \/>Wir braten heute deshalb das Fleisch erst auf mittlerer Hitze von beiden Seiten goldbraun an, das gibt neben einer appetitlichen Farbe auch R\u00f6ststoffe am Pfannenboden, die wiederum f\u00fcr Geschmack der So\u00dfe wichtig sind.<br \/>\nDann wird das innen noch rohe Filet auf einem vorgeheizten Teller zugedeckt sich selbst \u00fcberlassen, die in der Mitte konzentrierten S\u00e4fte verteilen sich wieder im ganzen Fleisch und die \u00e4ussere W\u00e4rme gart das Filet von ganz alleine komplett fertig. Also keine Angst, man kann eigentlich nichts falsch machen.<\/p>\n<p>Als Beilage kauft man sich entweder frische Pasta aus dem K\u00fchlregal oder macht sie einfach schnell selbst, wie das geht steht am Ende des Beitrags.<\/p>\n<p>Den Ofen auf 80 Grad Oberunterhitze einschalten und drei Teller sowie eine kleine Sch\u00fcssel darin vorheizen.<br \/>\nDas Schweinefilet quer in f\u00fcnf bis sechs Zentimeter dicke Medaillons schneiden und von beiden Seiten salzen und pfeffern.<br \/>\nEinen EL Butter und den obligatorischen kleinen Spritzer neutrales \u00d6l (damit die Butter nicht so schnell anbrennt) in einer Pfanne auf mittlere Temperatur bringen und das Fleisch darin langsam anbraten. Sobald es unten eine goldbraun Farbe hat, bitte wenden und auf den anderen Seite ebenfalls goldbraun anbraten. An der Seite der Medaillons kann man gut sehen, wie die Hitze ins Fleisch zieht und es von rosa (roh) zu gr\u00e4ulich (gar) wird.<\/p>\n<p>Dann alles Fleisch auf den vorgew\u00e4rmten Teller hieven, mit der ebenfalls warmen kleinen Sch\u00fcssel abdecken und ausserhalb des Ofens sich selbst \u00fcberlassen. So lange es fertigzieht, k\u00fcmmern wir uns um die So\u00dfe: Die heisse Pfanne mit 50 ml Weisswein abl\u00f6schen und auf gro\u00dfer Hitze einkochen lassen. Sollten sich die R\u00f6ststoffe des Fleischs nicht vom Pfannenboden l\u00f6sen, kann man mit einem Holzl\u00f6ffel nachhelfen. Dann 50 ml Br\u00fche angie\u00dfen und die gesamte Fl\u00fcssigkeit auf eine Menge von zwei Essl\u00f6ffeln einreduzieren, das Wasser geht dabei raus und \u00fcbrig bleibt der pure Geschmack!<\/p>\n<p>Jetzt die kompletten 125 g Cr\u00e8me Fra\u00eeche und einen EL Senf dazu, umr\u00fchren, kurz aufkochen lassen und noch mit einigen Spritzern Zitronensaft abschmecken. Eine Messerspitze Currypulver und ganz wenig Chilipulver k\u00f6nnen nicht schaden, und vielleicht noch etwas Salz plus dem Fleischsaft, der sich auf dem Warmhalteteller angesammelt hat.<\/p>\n<p>Wer sich unsicher ist, schneidet jetzt mal ein St\u00fcck Fleisch an. Falls es innen noch nicht ganz fertig ist, kann es in der Sauce auf ganz kleiner Hitze noch einige Min\u00fctchen weitergaren.<\/p>\n<p>Pro Person zwei bis drei Medaillons mit frischen Nudeln und ordentlich So\u00dfe auf den vorgew\u00e4rmten Tellern servieren.<\/p>\n<p><strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1290\" title=\"040909B\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/rezeptor\/files\/2009\/09\/040909B.gif\" alt=\"040909B\" width=\"158\" height=\"113\" \/><\/strong><\/p>\n<p><strong>Selbstgemachte Nudeln:<\/strong> 200 g Mehl in eine Sch\u00fcssel geben, mit einem L\u00f6ffel aus dem Berg einen Krater formen. In den Krater einen halben TL Salz und die beiden Eier geben und mit einer Gabel verr\u00fchren, so gut es geht. Wenn man mit der Gabel nicht mehr weiterkommt, nimmt man am besten beide H\u00e4nde.<\/p>\n<p>Anfangs arbeitet man in der Sch\u00fcssel, aber sobald der Teig nicht mehr so klebrig ist, geht\u2019s auf der Arbeitsplatte weiter. Das Kneten und Walken ist besonders wichtig, darum kann man so einen Nudelteig eigentlich nie zu lange bearbeiten. Fertig ist er, wenn seine Konsistenz glatt, gl\u00e4nzend und elastisch ist und man zu schwitzen beginnt.<\/p>\n<p>Dann muss er noch \u2013 in Frischhaltefolie verpackt \u2013 eine halbe Stunde im K\u00fchlschrank ruhen. Zu den Mengenangaben muss man noch sagen, dass es sich nat\u00fcrlich nur um Richtwerte handeln kann. Manchmal hat man Gl\u00fcck, und es passt zuf\u00e4llig, beim n\u00e4chsten Mal sind die Eier gr\u00f6\u00dfer, dann gibt man w\u00e4hrend des Knetens eben noch etwas Mehl dazu. Wenn man dann zu viel Mehl drin hat oder die Eier zu klein waren, muss mit Wasser gegengesteuert werden.<\/p>\n<p>Jetzt kommt die Nudelmaschine zum Einsatz. Wer keine hat, muss sich eine vom Nachbarn leihen, Versuche mit einem Nudelholz \u2013 komisch dass es trotzdem so hei\u00dft \u2013 scheitern, wenn man kein italienischer Pastaprofi ist. Die Teigkugel aus der Frischhaltefolie auspacken und vierteln. Die Walzen der Nudelmaschine auf ganz breit einstellen und ein Teigviertel durchkurbeln. Einmal zusammenfalten und wieder kurbeln, diesen Vorgang etwa f\u00fcnfmal wiederholen.<\/p>\n<p>Dann die Walzen auf ganz schmal oder die zweitschmalste Stufe umstellen und eine ganz lange Teigbahn durchdrehen. Mit Mehl best\u00e4uben, auf einem K\u00fcchentuch ablegen und mit den drei restlichen Teigkugeln genauso verfahren. Dann je nach gew\u00fcnschter Nudell\u00e4nge die Teigbahnen halbieren, dritteln oder vierteln und durch die gew\u00fcnschte Nudelform walzen. Zu Nestern formen und auf dem K\u00fcchentuch bis zum garkochen parken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So ein Filet ist ein langer Muskelstrang, der vom Tier sehr wenig beansprucht wird. 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