{"id":292,"date":"2007-03-02T23:07:11","date_gmt":"2007-03-02T21:07:11","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/rezeptor\/2007\/03\/02\/zwiebelrostbraten-mit-selbstgemachten-spatzle_292"},"modified":"2007-03-02T23:07:11","modified_gmt":"2007-03-02T21:07:11","slug":"zwiebelrostbraten-mit-selbstgemachten-spatzle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/rezeptor\/2007\/03\/02\/zwiebelrostbraten-mit-selbstgemachten-spatzle_292","title":{"rendered":"Zwiebelrostbraten mit selbstgemachten Sp\u00e4tzle"},"content":{"rendered":"<p>Das Nationalgericht der Schwaben. Hier verbindet sich gutb\u00fcrgerlich mit hautecuisine, wenn ein K\u00f6nner am Herd ist. REZEPTOR zeigt, wie&#8217;s geht?<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\nF\u00fcr 2 Meater:<br \/>\n<em>f\u00fcr den Braten:<\/em><br \/>\n2 St\u00fcck Roastbeef ca. 2cm dick<br \/>\n4-5 Zwiebeln<br \/>\n0,25l Gem\u00fcsebr\u00fche (f\u00fcr den Profi: Bratenfond oder Rindfleischextrakt)<br \/>\nevtl. ein Schluck Rotwein<br \/>\nMehl<br \/>\nSalz<br \/>\nPfeffer<br \/>\nButter<br \/>\n<em>f\u00fcr die Sp\u00e4tzle:<\/em><br \/>\n2 Eier<br \/>\n200g Mehl<br \/>\nSalz<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/rezeptor\/files\/2007\/08\/102-ski3.gif\" \/>F\u00fcr die selbst gemachten Sp\u00e4tzle ist der Besitz einer Sp\u00e4tzlepresse bzw. eines Sp\u00e4tzlehobels unerl\u00e4sslich, es sei denn, man beherrscht die hohe Kunst des Sp\u00e4tzleschabens. Sonst muss man auf die gekaufte Variante zur\u00fcckgreifen, hier empfiehlt REZEPTOR dann aber die frische Variante aus dem K\u00fchlregal.<br \/>\nSp\u00e4tzleteig muss man immer per Hand schlagen, auch wenn man nach kurzer Zeit ganz deutlich sp\u00fcrt, dass die betreffenden Muskeln im Unterarm ansonsten anscheinend nie gebraucht werden: Das Mehl in eine Sch\u00fcssel sieben, die beiden Eier dazu geben und eine Prise Salz dr\u00fcberstreuen. Mit einem klassischen Kochl\u00f6ffel langsam beginnen, alles zu vermischen. Dabei wird es recht schnell staubig, dies ganz vorsichtig mit Wasser ausgleichen: Jetzt kommt der anstrengende Teil: Hat man eine Konsistenz erreicht, die sehr z\u00e4hfl\u00fcssig ist, den Teig so lange schlagen, bis sich Luftblasen im Teig bilden, die gaaaanz langsam hochblubbern. Den Teig dann erst mal ne halbe Stunde ruhen lassen.<\/p>\n<p>Die Zwiebeln werden in halbe Ringe geschnitten, eine Zwiebelh\u00e4lfte wird gehackt. In einer Pfanne reichlich Butterschmalz, Biskin oder neutrales Pflanzen\u00f6l (kein Oliven\u00f6l) erhitzen und die geringten Zwiebeln darin bei mittlerer Hitze anbruzzeln, bis sie sch\u00f6n angebr\u00e4unt sind. Das dauert ne Weile, aber nicht ungeduldig werden und auf 12 hochschalten, denn sonst werden sie ganz schnell ganz schwarz. W\u00e4hrenddessen das Fleisch den Fettrand mit kleinen Schnitten einritzen, denn sonst w\u00f6lbt es sich sp\u00e4ter in der Pfanne, da sich das Bindegewebe durch die Hitze zusammenzieht. Reichlich pfeffern.<br \/>\nDen Nudelteig in die Presse oder den Hobel f\u00fcllen und in kochendes Salzwasser dr\u00fccken bzw. hobeln. Immer nur eine Presse- oder Hobelf\u00fcllung pro Durchgang, sonst verklebt alles im Topf. Bei der Presse mit einem Messer die Sp\u00e4tzlestr\u00e4nge zwischendurch abschneiden, sonst werden die zu lang. Wenn die Sp\u00e4tzle alle an die Oberfl\u00e4che aufgeschwommen sind, mit einem Seil\u00f6ffel absch\u00f6pfen und in einem Abtropfsieb lagern. Wer m\u00f6chte kann zu den fertigen Nudeln ab und zu einen Stich Butter reintun, dann kleben sie weniger aneinander und \u00bba Gschm\u00e4ckle\u00ab gibt?s auch.<br \/>\nParallel (bestenfalls mit Hilfskoch, sonst w\u00e4chst einem der Zeitplan etwas \u00fcber den Kopf) die Zwiebeln aus der Pfanne nehmen, eventuell vorhandene schwarze Reste mit einem K\u00fcchentuch aus der Pfanne wischen, nochmals etwas Fett oder \u00d6l rein und die Roastbeefs scharf anbraten, also die Hitze hochdrehen. Nach ca. 2 Minuten wenden und noch mal 2 Minuten bruzzeln. Ein St\u00fcck Alufolie vorbereiten. Optimal rosa ist es, wenn es sich beim draufdr\u00fccken weich anf\u00fchlt, aber zur\u00fcckfedert. Ist es nur weich wird es noch ?blutig? sein, ist es hart, war es zu lange auf dem Feuer. Die Beefs in Alufolie wickeln, die halbe gehackte Zwiebel in die Pfanne geben und anr\u00f6sten. Mit ca. 2 Essl\u00f6ffel Mehl best\u00e4uben und dann mit der Gem\u00fcsebr\u00fche oder dem Fond abl\u00f6schen, 0,25 Liter sollten reichen. Ein zus\u00e4tzlicher Schluck Rotwein schadet nicht, es geht aber auch ohne. Kr\u00e4ftig r\u00fchren und damit die R\u00f6ststoffe vom Pfannenboden l\u00f6sen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und etwas reduzieren. Am Ende einen Stich Butter dazugeben, dann wird&#8217;s noch s\u00e4miger, das Fleisch aus der Folie nehmen (der Saft der sich dort gesammelt hat wird nat\u00fcrlich noch in die So\u00dfe gesch\u00fcttet), salzen, mit Sp\u00e4tzle und So\u00dfe anrichten und los geht&#8217;s!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Nationalgericht der Schwaben. Hier verbindet sich gutb\u00fcrgerlich mit hautecuisine, wenn ein K\u00f6nner am Herd ist. 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