{"id":234,"date":"2014-03-12T16:26:15","date_gmt":"2014-03-12T15:26:15","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/schach\/?p=234"},"modified":"2014-04-02T14:37:06","modified_gmt":"2014-04-02T12:37:06","slug":"kandidatenturnier-carlsen-wm2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/kandidatenturnier-carlsen-wm2014\/","title":{"rendered":"Acht M\u00e4nner, die Magnus Carlsen herausfordern wollen"},"content":{"rendered":"<p><iframe loading=\"lazy\" frameborder=\"0\" height=\"580\" src=\"http:\/\/cf.datawrapper.de\/L724b\/5\/\" width=\"580\"><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Im November wird Magnus Carlsen seinen WM-Titel verteidigen, so viel steht fest. Ob der WM-Kampf in seiner Heimat in Norwegen, in Moskau, New York oder sonst wo ausgetragen wird, ist noch offen. Auch der Herausforderer fehlt noch. Deshalb startet am morgigen Donnerstag im sibirischen Chanty-Mansijsk das Kandidatenturnier. Diese acht M\u00e4nner treten an:<\/em><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Der Favorit: <strong>Levon Aronjan<\/strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright  wp-image-236\" alt=\"CHESS-WORLD-TOURNAMENT-ALEKHINE MEMORIAL\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/files\/2014\/03\/167275410-e1394634192522.jpg\" width=\"180\" height=\"270\" \/><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Alter:<\/strong> 33<br \/>\n<strong>Wohnort:<\/strong> Berlin<br \/>\n<strong>Chancen auf die Qualifikation:<\/strong> 40 Prozent<\/p>\n<p>Sp\u00e4testens nach seinem Start-Ziel-Sieg vor zwei Monaten beim niederl\u00e4ndischen Traditionsturnier in Wijk aan Zee scheint seine k\u00fcnstlerische Schw\u00e4chephase von Mitte 2012 bis Mitte 2013 endg\u00fcltig \u00fcberwunden. In der Weltrangliste nimmt der Gro\u00dfmeister aus Berlin-Hohensch\u00f6nhausen, der stets verschmitzt l\u00e4chelt und nie laut spricht, seit Jahren den zweiten Platz ein. Noch immer liegt er deutlich hinter Magnus Carlsen, doch es k\u00f6nnte sein, dass die Zeit langsam reif ist f\u00fcr den armenischen Sonnyboy.<\/p>\n<p>In Chanty-Mansijsk nimmt Aronjan die Rolle des Favoriten ein. Vorbei sind die Zeiten, als der junge Mann noch als &#8222;faules Genie&#8220; verschrien war. Er gab damals Interviews mit dem Titel\u00a0<em>Gut spielen, viel Geld verdienen<\/em> und lie\u00df keine Gelegenheit aus, mit seiner Faulheit und seinen L\u00fccken im Er\u00f6ffnungswissen zu kokettieren. Bald sickerte aber durch, dass es auf der Welt so gut wie niemanden gab, der Aronjan in Sachen Er\u00f6ffnungsvorbereitung Paroli bieten k\u00f6nnte; der Armenier war gezwungen, sein Understatement subtiler zu gestalten. Er verwendet zwar bei Pressekonferenzen noch immer hin und wieder den Begriff Idiot im Hinblick auf seine weniger gelungenen Z\u00fcge, doch das glaubt ihm keiner mehr. Von ihm wird erwartet, dass er irgendwann Weltmeister werden muss. Einfach, weil er ein Genie ist. Die Frage ist, ob er in den n\u00e4chsten zehn Jahren am deutlich j\u00fcngeren Carlsen vorbeikommen kann.<\/p>\n<p>Denn bisher versagten dem Armenier die Nerven immer dann, wenn es um den h\u00f6chsten Titel ging. 2007 besiegte er einen sehr jungen Carlsen in der Vorausscheidung knapp, bei der WM-Endrunde in Mexico City landete er aber abgeschlagen auf dem siebten von acht Pl\u00e4tzen. Beim n\u00e4chsten Versuch 2011 schied er in einem dramatischen Stichkampfentscheid gegen den Zocker Alexander Grischtschuk aus. Auch 2013 in London konnte er Kramniks und Carlsens Formschw\u00e4che nicht nutzen.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" frameborder=\"0\" height=\"300\" src=\"http:\/\/cf.datawrapper.de\/Papz2\/3\/\" width=\"580\"><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><br \/>\nDer K\u00fcnstler: <strong>Wladimir Kramnik <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright  wp-image-241\" alt=\"Chess Masters Compete In The World Chess Championship Candidates Competition\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/files\/2014\/03\/164718216-e1394634534643.jpg\" width=\"270\" height=\"180\" \/><\/strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Alter:<\/strong> 38<br \/>\n<strong>Wohnort:<\/strong> Paris<br \/>\n<strong>Chancen auf die Qualifikation:<\/strong> 25 Prozent<\/p>\n<p>Ein viel zitierter Satz lautet: \u201eDas Schachspiel ist Sport, Wissenschaft und Kunst zugleich.\u201c Auf keinen trifft die Dreifaltigkeit des Schachspiels so zu wie auf Wladimir Kramnik. Besonders als Schachwissenschaftler hat sich Kramnik einen Namen erarbeitet. Er stampfte ganze Er\u00f6ffnungssysteme aus dem Boden, er holte 2000 in London gegen Garri Kasparow die Berliner Verteidigung aus der Vergessenheit und formte daraus die sogenannte Berliner Mauer, die inzwischen auch Carlsen gut bauen kann. Er revolutionierte viele Varianten von Grund auf und entwickelte Dutzende neue Ideen, die Eingang in die Turniers\u00e4le der Welt fanden.<\/p>\n<p>Kramnik selbst betrachtet sich aber vornehmlich als K\u00fcnstler. Eine Aussage, die nicht \u00fcberrascht bei einem Mann, der aus einer musikbegeisterten Familie stammt, in Paris lebt und einen bohemischen Lebensstil f\u00fchrt. Auch sein Schachstil hat sich in den vergangenen Jahren verst\u00e4rkt ins K\u00fcnstlerische gewandelt. Die Kritik, Kramnik spiele zu passiv, wissenschaftlich und vermeide besonders mit Schwarz eine Auseinandersetzung, schien den Maestro gewaltig an der Ehre gepackt zu haben. Inzwischen geht Kramnik verst\u00e4rkt aus der Deckung und spielt mit Einsatz und kreativen Ideen, wie\u00a0bei der russischen Meisterschaft 2013<a href=\"http:\/\/de.chesstempo.com\/gamedb\/game\/3505849\"> gegen Shomoew<\/a>.<\/p>\n<p>Bei seinem Weltcup-Sieg im norwegischen Troms\u00f8 2013 zeigte sich der K\u00fcnstler zudem anf\u00e4llig f\u00fcr abergl\u00e4ubisches Handeln. Er verschob sein R\u00fcckflugticket mehrfach Runde f\u00fcr Runde und trug tagelang die gleiche ausgewaschene <a href=\"http:\/\/tromso2014.jalbum.net\/Day%2018%20-%20Round%206%20-%20Game%202\/#IMG_0962.JPG\">Jacke<\/a>.<\/p>\n<p>Ohne die Teilnahme in Troms\u00f8 h\u00e4tte er in Chanty-Mansijsk nicht antreten d\u00fcrfen und wer Kramnik kennt, wei\u00df, dass er seinen Traum, noch einmal Weltmeister zu werden, l\u00e4ngst noch nicht aufgegeben hat. Er hat noch einen, vielleicht letzten realistischen Versuch. Dazu wird er auf ein paar stilistische Experimente verzichten m\u00fcssen und wieder den stoischen Wissenschaftler hervorholen. In dieser Rolle hat Kramnik n\u00e4mlich seine gr\u00f6\u00dften Erfolge errungen.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" frameborder=\"0\" height=\"300\" src=\"http:\/\/cf.datawrapper.de\/EV8iB\/2\/\" width=\"580\"><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Der Unberechenbare:\u00a0<strong>Wesselin Topalow<\/strong> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright  wp-image-248\" alt=\"Chess Tournament in Wijk aan Zee\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/files\/2014\/03\/29002119-e1394634780380.jpg\" width=\"180\" height=\"213\" \/><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Alter:<\/strong> 39<br \/>\n<strong>Wohnort:<\/strong> Salamanca<br \/>\n<strong>Chancen auf die Qualifikation:<\/strong> 15 Prozent<\/p>\n<p>Wo Topalows Schach gerade steht, ist schwer zu beurteilen. In seiner Glanzperiode rund um seinen Titelgewinn im argentinischen San Luis 2005 galt der Bulgare als Nachfolger des abgetretenen Dominators Kasparow, als Novator und Entwickler eines modernen, dynamischen Spielstils. Sein Markenzeichen ist das \u201eQualit\u00e4tsopfer\u201c, der Tausch eines Turms f\u00fcr einen generell etwas schw\u00e4cheren Springer oder L\u00e4ufer, welches er in mehr Situationen erfolgreich anwendete als jemals ein Spieler zuvor. Er hasst Remisen und zwang seine Gegner, jede Partie bis zum Ende zu spielen \u2013 eine Eigenschaft, die sonst nur Carlsen f\u00fcr sich beanspruchen kann. Der Effekt war der gleiche, die Gegner brachen reihenweise ein.<\/p>\n<p>Bald danach folgte ein Abw\u00e4rtstrend. Topalow \u00fcberspannte immer h\u00e4ufiger sein Image, indem er noch die ausgeglichensten Stellungen nicht als Remis enden lassen wollte. Gegen Anand in Sofia kostete ihm das 2010 den erneuten WM-Titel. Nicht loslassen k\u00f6nnen, nicht bemerken, wann das Risiko den Ertrag \u00fcbersteigt, ist Topalows typische Schw\u00e4che, gegen die Carlsen wiederum absolut immun ist. Dazu tauchten pl\u00f6tzlich in allen Partiephasen vergleichsweise einfache Aussetzer auf, die den\u00a0<em>unforced errors<\/em> im Tennis entsprechen, im Schach aber sofort den Verlust der Partie bedeuten. Topalow b\u00fc\u00dfte seinen Glanz vergangener Zeiten ein und wurde von der unangefochtenen Nummer eins zum \u201enormalen\u201c Supergro\u00dfmeister.<\/p>\n<p>Der Ex-Weltmeister Topalow hat vor einigen Jahren geheiratet und lebt im spanischen Salamanca. Abgesehen von der Grand-Prix-Serie 2013, deren Gewinn ihm die Qualifikation zum Kandidatenturnier erm\u00f6glichte, erh\u00e4lt der \u201eBad Boy\u201c des Spitzenschachs nur noch wenige attraktive Turniereinladungen. Zu sehr scheint noch die \u201eToilettenaff\u00e4re\u201c aus dem WM-Match 2006 im Ged\u00e4chtnis zu sein. Damals bem\u00e4chtigte sich Topalows Manager Danailow der Videoaufzeichnungen im Toilettenraum und warf seinem Gegner Kramnik unberechtigt vor, er w\u00fcrde w\u00e4hrend der Partien bei seinen h\u00e4ufigen WC-G\u00e4ngen Computerhilfe in Anspruch nehmen.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" frameborder=\"0\" height=\"300\" src=\"http:\/\/cf.datawrapper.de\/fBJbh\/2\/\" width=\"580\"><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Der Stoische:\u00a0<strong>Peter Swidler<\/strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright  wp-image-255\" alt=\"CHESS-WORLD-TOURNAMENT-ALEKHINE MEMORIAL\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/files\/2014\/03\/167263270-e1394635133438.jpg\" width=\"180\" height=\"270\" \/><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Alter:<\/strong> 37<br \/>\n<strong>Wohnort:<\/strong> Sankt Petersburg<br \/>\n<strong>Chancen auf die Qualifikation:<\/strong> keine<\/p>\n<p>Selbst noch ohne eigene WM-Erfahrung, war \u201ePetja\u201c 2000 und 2004 bei den Zweik\u00e4mpfen seines Landsmanns Wladimir Kramnik dessen Chefsekundant. Wie Anand, Aronjan und Carlsen bis zur Erringung des WM-Titels ist auch der Russe Profi bei der OSG Baden-Baden. Superlative, die man vom FC Bayern kennt, reichen kaum aus, um die Dominanz zu beschreiben, die die OSG Baden-Baden im deutschen Schach hat; seit der Saison 2005\/2006 sind sie durchg\u00e4ngig Meister bei insgesamt drei verlorenen Spielen, dazu diverse Pokalsiege. Der Erfolg ist zum gro\u00dfen Teil auch Swidlers Verdienst. Als Mann der ersten Stunde hat der zuverl\u00e4ssige Sankt Petersburger schon unz\u00e4hlige deutsche Gro\u00dfmeister und Amateure besiegt und nur eine einzige Partie verloren.<\/p>\n<p>Swidlers St\u00e4rke ist, dass er unerschrocken und solide spielt und seine Form keinen gro\u00dfen Schwankungen unterliegt. Sogar ich hatte <a href=\"http:\/\/de.chesstempo.com\/gamedb\/game\/1315961\/r1bqk2r\/pp2bppp\/2npp3\/3nP3\/2BP4\/5N2\/PP3PPP\/RNBQ1RK1%20w%20kq%20-%204%209 \">2005<\/a> nicht den Hauch einer Chance, als er gegen mich gewann. Charakterlich ist Swidler sehr gefestigt. In diesem Zusammenhang sei auch an die letzte Runde des Kandidatenturniers 2013 in London erinnert: Swidler, f\u00fcr den es um nichts mehr ging, schlug Carlsen, der die Nerven und damit fast auch den ersten Platz verlor.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" frameborder=\"0\" height=\"300\" src=\"http:\/\/cf.datawrapper.de\/mD1pc\/3\/\" width=\"580\"><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Das ewige Talent: Sergej Karjakin<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright  wp-image-254\" alt=\"Chess Tournament in Wijk aan Zee\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/files\/2014\/03\/29002112-e1394635163561.jpg\" width=\"180\" height=\"232\" \/><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Alter:<\/strong> 24<br \/>\n<strong>Wohnort:<\/strong> Moskau<br \/>\n<strong>Chancen auf die Qualifikation:<\/strong> 10 Prozent<\/p>\n<p>Einen Rekord hat Sergej Karjakin zurzeit sicher: Er ist der j\u00fcngste Spieler, der es im Schach jemals zu gro\u00dfmeisterlichen Ehren gebracht hat. Im Alter von zw\u00f6lf Jahren und sieben Monaten wurde ihm der h\u00f6chste Titel verliehen, selbst Wunderkind Carlsen war bei diesem Ereignis gut ein halbes Jahr \u00e4lter. Nicht, dass sich danach die Wege der beiden komplett getrennt h\u00e4tten, doch Carlsen rannte seinem damals noch ukrainischen Konkurrenten \u2013 Karjakin nahm 2009 die russische Staatsb\u00fcrgerschaft an \u2013 seitdem immer den Rang ab. Er \u00fcberholte Karjakin bald in der Elo-Wertung, die bei Schachspielern die aktuelle Spielst\u00e4rke bemisst, erhielt mehr Einladungen zu prestigehaften Turnieren und gewann h\u00e4ufiger. Man kann nat\u00fcrlich argumentieren, dass es der Norweger Carlsen als westlicher Exot, der nur Orangensaft trinkt und in Zeitlupe sein Partieformular ausf\u00fcllt, es bei Turnierorganisatoren und Sponsoren leichter hat, als das \u201en\u00e4chste\u201c Talent aus Osteuropa. Zumal Karjakin einige <a href=\"http:\/\/de.chessbase.com\/post\/interview-mit-sergey-karjakin-070313 (Teil 1)\">Schw\u00e4chen<\/a> <a href=\"http:\/\/de.chessbase.com\/post\/interview-mit-sergey-karjakin-2-070313 (Teil 2)\">aufweist<\/a>, die hinderlich f\u00fcr eine optimale Entwicklung der Karriere werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Sein Problem ist, dass er als Allrounder auf keinem Gebiet wirklich dominiert. W\u00e4hrend er sich in puncto Er\u00f6ffnungsvorbereitung nicht mit einem Anand in Bestform messen kann, spielen etwa Aronjan oder Topalow das Mittelspiel kraftvoller und energischer. Und auch im Endspiel ist Karjakin nicht die Nummer eins; auf diesem Gebiet regiert ganz klar sein norwegischer Rivale aus den Jugendzeiten. Dar\u00fcber hinaus spielt Karjakin oft besonders zu Beginn eines Turniers stark, aber das kleinste Scheitern, das kleinste Erlebnis des Misserfolgs l\u00f6st in ihm oft eine Lawine an negativen Emotionen aus. Er kommt danach nur langsam wieder auf die Beine.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" frameborder=\"0\" height=\"300\" src=\"http:\/\/cf.datawrapper.de\/oePgq\/2\/\" width=\"580\"><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Der Oldie: Viswanathan Anand<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright  wp-image-256\" alt=\"CHESS-WORLD-TOURNAMEN-ALEKHIN MEMORIAL\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/files\/2014\/03\/167708826-e1394635182235.jpg\" width=\"180\" height=\"269\" \/><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Alter:<\/strong> 44<br \/>\n<strong>Wohnort:<\/strong> Chennai, Bad Soden<br \/>\n<strong>Chancen auf die Qualifikation:<\/strong> 10 Prozent<\/p>\n<p>Es ist eine \u00dcberraschung, Anand in der Starterliste f\u00fcr das Kandidatenturnier zu finden. Er ist mehrfacher Weltmeister im klassischen, Blitz- und Schnellschach, lange Zeit F\u00fchrender der Weltrangliste, einer der popul\u00e4rsten Sportler in Indien \u2013 was will man da noch erreichen? Lohnt es sich da, Gefahr zu laufen, im fernen Sibirien noch einmal ein solches Fiasko zu erleiden wie im Herbst beim WM-Kampf im seiner Heimatstadt?<\/p>\n<p>Gegen Carlsen wurden im WM-Match jedenfalls konditionelle Schw\u00e4chen deutlich. Der Inder, doppelt so alt wie sein Herausforderer, konnte weder im langsamen Man\u00f6verkampf noch durch direktes Anrennen in der dramatischen neunten Partie Erfolge erzielen. Carlsens Strategie, durch zahlreiche Figurenabt\u00e4usche Spannung aus den Stellungen zu nehmen, kam nicht unerwartet, frustrierte aber Anand.<\/p>\n<p>Auch beim Gro\u00dfmeisterturnier in Z\u00fcrich Anfang Februar zeigte Anand sich noch nicht von der Niederlage erholt und wirkte saft- und ideenlos. So stark es jedenfalls zu begr\u00fc\u00dfen sei, dass der Ex-Weltmeister seinen ihm sportlich zustehenden Startplatz wahrnehmen wird, so kritisch kann man sich bez\u00fcglich seiner Erfolgschancen \u00e4u\u00dfern. Anand ist wahrscheinlich kein Kandidat auf den letzten Tabellenplatz, aber auf den Gesamtsieg hat er ebenfalls wenig Chancen.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" frameborder=\"0\" height=\"300\" src=\"http:\/\/cf.datawrapper.de\/htnBb\/2\/\" width=\"580\"><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Der Zocker: <strong>Schachrijar Mamedyarow<\/strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Alter:<\/strong> 28<br \/>\n<strong>Wohnort:<\/strong> Baku<br \/>\n<strong>Chancen auf die Qualifikation:<\/strong> keine<\/p>\n<p>Nur wenige h\u00e4tten dem machohaften Aserbaidschaner einen Aufstieg in die absolute Weltelite zugetraut. Zu sehr schien der junge Mann sein Talent auf seine Lieblingsdisziplinen Blitz- und Schnellschach zu verschwenden. W\u00e4hrend der Festivals im tschechischen Pardubice standen vor wenigen Jahren die Leute in einem Nachtclub schlangenweise an, um sich gegen ihn bei einer Partie mit f\u00fcnf gegen eine Minute versuchen zu d\u00fcrfen, Mamedyarow besiegte sogar andere Gro\u00dfmeister. Im Blitzen und Rapid Chess ist er kaum zu besiegen. Nur im klassischen Schach tut sich der Aserbaidschaner noch schwer in der absoluten Upper Class. Er agiert zu unbesonnen und impulsiv. Einer langen, hartn\u00e4ckigen Verteidigung zieht er oftmals das abrupte Ende vor, kapituliert in Stellungen, die man noch verteidigen kann. Dies spiegelt gut seinen Charakter als Genie\u00dfer wider, der nur das macht, was ihm Spa\u00df bereitet. Er tr\u00e4gt am Brett st\u00fcrmische Angriffe vor, f\u00e4hrt teure Autos, zockt im Casino und schl\u00e4ft aus, wenn sich die anderen auf Partien vorbereiten. Trotz allem wurde er Zweiter bei der Grand-Prix-Serie. Die Teilnehmer in Chanty-Mansijsk werden sich aber nicht so leicht bluffen lassen und nicht bei der ersten Angriffswelle umfallen. Auf Konfrontationen, wie Mamedyarow sie liebt, werden sie nur eingehen, wenn sie wissen, dass es gut f\u00fcr sie ist.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" frameborder=\"0\" height=\"300\" src=\"http:\/\/cf.datawrapper.de\/c1SKQ\/3\/\" width=\"580\"><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Der Underdog: <strong>Dimitri Andrejkin<\/strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Alter:<\/strong> 24<br \/>\n<strong>Wohnort:<\/strong> Rjasan<br \/>\n<strong>Chancen auf die Qualifikation:<\/strong> keine<\/p>\n<p>Wer vor einem einem Jahr auf eine Teilnahme von Dmitri Andrejkin beim Kandidatenturnier gewettet h\u00e4tte, w\u00e4re jetzt reich. Andrejkin, aktuell Nummer 42 der Welt und vorher nur Experten ein Begriff, hat ein bewegtes 2013 hinter sich. Er erhielt zum ersten Mal Einladungen zu prestigehaften Turnieren wie dem Tal-Memorial in Moskau oder den Dortmunder Schachtagen und bestand beide Feuertaufen mit Bravour, wobei er zweimal den gro\u00dfen Wladimir Kramnik besiegte. Beim World Cup in Troms\u00f8 gelang Andrejkin dann der Coup: Er qualifizierte sich Runde f\u00fcr Runde \u00fcber die Stichk\u00e4mpfe, die in seiner Lieblingsdisziplin Schnellschach ausgetragen wurden bis ins Finale, wo er diesmal gegen Kramnik verlor. F\u00fcr den stillen jungen Mann, der wie so viele andere russische Profis schon jung eine Schachspielerin geheiratet hat, wird dies aber vermutlich eine\u00a0<em>Mission Impossible<\/em>.<\/p>\n<p>Er verf\u00fcgt \u00fcber das am wenigsten ausgepr\u00e4gte Er\u00f6ffnungsrepertoire und seine schachliche Ausbildung besteht in gro\u00dfen Teilen aus durchzockten N\u00e4chten auf den Schachservern, wo er sich jahrelang Verteidigungstechniken und Z\u00e4higkeit in schlechten Stellungen antrainiert hat. Andrejkin ist sehr bestrebt, die Balance zu halten und spielt sehr oft unentschieden. Ihn zu schlagen ist zwar schwer, aber er selbst wird mit hoher Wahrscheinlichkeit keine einzige Partie in Sibirien gewinnen, zu wenig Energie und Durchschlagskraft lebt in seinen Spielz\u00fcgen.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" frameborder=\"0\" height=\"300\" src=\"http:\/\/cf.datawrapper.de\/dtc2a\/3\/\" width=\"580\"><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>(Copyright Bilder: Anand, Aronjan, Swidler, Kramnik: Getty Images; Topalow, Karjakin: dpa)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Im November wird Magnus Carlsen seinen WM-Titel verteidigen, so viel steht fest. Ob der WM-Kampf in seiner Heimat in Norwegen, in Moskau, New York oder sonst wo ausgetragen wird, ist noch offen. Auch der Herausforderer fehlt noch. Deshalb startet am morgigen Donnerstag im sibirischen Chanty-Mansijsk das Kandidatenturnier. Diese acht M\u00e4nner treten an:<\/p>\n","protected":false},"author":459,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[16],"tags":[31158,31176],"class_list":["post-234","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-kandidatenturnier","tag-vorschau"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v21.0 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Herausforderer f\u00fcr Carlsen gesucht: Vorschau f\u00fcr Kandidatenturnier<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Eine Vorschau auf das Kandidatenturnier 2014 in Chanty-Mansijsk, wo der neue Herausforderer von Weltmeister Magnus Carlsen ermittelt wird.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/kandidatenturnier-carlsen-wm2014\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Herausforderer f\u00fcr Carlsen gesucht: Vorschau f\u00fcr Kandidatenturnier\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Eine Vorschau auf das Kandidatenturnier 2014 in Chanty-Mansijsk, wo der neue Herausforderer von Weltmeister Magnus Carlsen ermittelt wird.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/kandidatenturnier-carlsen-wm2014\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Schachblog\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2014-03-12T15:26:15+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2014-04-02T12:37:06+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/files\/2014\/03\/167275410-e1394634192522.jpg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Ilja Schneider\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Geschrieben von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Ilja Schneider\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"11\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/kandidatenturnier-carlsen-wm2014\/\",\"url\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/kandidatenturnier-carlsen-wm2014\/\",\"name\":\"Herausforderer f\u00fcr Carlsen gesucht: Vorschau f\u00fcr Kandidatenturnier\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/#website\"},\"datePublished\":\"2014-03-12T15:26:15+00:00\",\"dateModified\":\"2014-04-02T12:37:06+00:00\",\"author\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/#\/schema\/person\/387f8831e4b28e7656e41dbcc78389a3\"},\"description\":\"Eine Vorschau auf das Kandidatenturnier 2014 in Chanty-Mansijsk, wo der neue Herausforderer von Weltmeister Magnus Carlsen ermittelt wird.\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/kandidatenturnier-carlsen-wm2014\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/kandidatenturnier-carlsen-wm2014\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/kandidatenturnier-carlsen-wm2014\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Acht M\u00e4nner, die Magnus Carlsen herausfordern wollen\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/#website\",\"url\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/\",\"name\":\"Schachblog\",\"description\":\"Von H\u00e4ngepartien und Bauernopfern\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":\"required name=search_term_string\"}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/#\/schema\/person\/387f8831e4b28e7656e41dbcc78389a3\",\"name\":\"Ilja Schneider\",\"description\":\"Ilja Schneider, Jahrgang 1984, internationaler Meister, spielt f\u00fcr die Schachfreunde Berlin in der Bundesliga und bloggte in der Vergangenheit in seinem \u201eSchachzoo\u201c. Auf Wikipedia hei\u00dft es, er sei der \u201ebeste Kaffeehausspieler Deutschlands\u201c, aber das entbehrt genauso jeder Grundlage, wie die Behauptung, seine Lieblingsfu\u00dfballmannschaft Hannover 96 h\u00e4tte seit Jahren einen Ausw\u00e4rtskomplex.\",\"url\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/author\/ischneider\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Herausforderer f\u00fcr Carlsen gesucht: Vorschau f\u00fcr Kandidatenturnier","description":"Eine Vorschau auf das Kandidatenturnier 2014 in Chanty-Mansijsk, wo der neue Herausforderer von Weltmeister Magnus Carlsen ermittelt wird.","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/kandidatenturnier-carlsen-wm2014\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Herausforderer f\u00fcr Carlsen gesucht: Vorschau f\u00fcr Kandidatenturnier","og_description":"Eine Vorschau auf das Kandidatenturnier 2014 in Chanty-Mansijsk, wo der neue Herausforderer von Weltmeister Magnus Carlsen ermittelt wird.","og_url":"https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/kandidatenturnier-carlsen-wm2014\/","og_site_name":"Schachblog","article_published_time":"2014-03-12T15:26:15+00:00","article_modified_time":"2014-04-02T12:37:06+00:00","og_image":[{"url":"https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/files\/2014\/03\/167275410-e1394634192522.jpg"}],"author":"Ilja Schneider","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Geschrieben von":"Ilja Schneider","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"11\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/kandidatenturnier-carlsen-wm2014\/","url":"https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/kandidatenturnier-carlsen-wm2014\/","name":"Herausforderer f\u00fcr Carlsen gesucht: Vorschau f\u00fcr Kandidatenturnier","isPartOf":{"@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/#website"},"datePublished":"2014-03-12T15:26:15+00:00","dateModified":"2014-04-02T12:37:06+00:00","author":{"@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/#\/schema\/person\/387f8831e4b28e7656e41dbcc78389a3"},"description":"Eine Vorschau auf das Kandidatenturnier 2014 in Chanty-Mansijsk, wo der neue Herausforderer von Weltmeister Magnus Carlsen ermittelt wird.","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/kandidatenturnier-carlsen-wm2014\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/kandidatenturnier-carlsen-wm2014\/"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/kandidatenturnier-carlsen-wm2014\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Acht M\u00e4nner, die Magnus Carlsen herausfordern wollen"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/#website","url":"https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/","name":"Schachblog","description":"Von H\u00e4ngepartien und Bauernopfern","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/?s={search_term_string}"},"query-input":"required name=search_term_string"}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/#\/schema\/person\/387f8831e4b28e7656e41dbcc78389a3","name":"Ilja Schneider","description":"Ilja Schneider, Jahrgang 1984, internationaler Meister, spielt f\u00fcr die Schachfreunde Berlin in der Bundesliga und bloggte in der Vergangenheit in seinem \u201eSchachzoo\u201c. Auf Wikipedia hei\u00dft es, er sei der \u201ebeste Kaffeehausspieler Deutschlands\u201c, aber das entbehrt genauso jeder Grundlage, wie die Behauptung, seine Lieblingsfu\u00dfballmannschaft Hannover 96 h\u00e4tte seit Jahren einen Ausw\u00e4rtskomplex.","url":"https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/author\/ischneider\/"}]}},"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/234","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/wp-json\/wp\/v2\/users\/459"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=234"}],"version-history":[{"count":65,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/234\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":536,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/234\/revisions\/536"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=234"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=234"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/schach\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=234"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}