{"id":35,"date":"2012-04-27T11:45:14","date_gmt":"2012-04-27T09:45:14","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/schueler\/?p=35"},"modified":"2016-04-27T15:34:38","modified_gmt":"2016-04-27T13:34:38","slug":"thema-literatur-der-aufklarung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/schueler\/2012\/04\/27\/thema-literatur-der-aufklarung\/","title":{"rendered":"Literatur der Aufkl\u00e4rung"},"content":{"rendered":"<p><figure id=\"attachment_4373\" aria-describedby=\"caption-attachment-4373\" style=\"width: 540px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-4373 \" title=\"Ephraim Gotthold Lessing: Literatur der Aufkl\u00e4rung\" alt=\"Aufkl\u00e4rung Ephraim Gotthold Lessing Literatur\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/schueler\/files\/2012\/04\/8209250-540xVar1.jpg\" width=\"540\" height=\"366\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/schueler\/files\/2012\/04\/8209250-540xVar1.jpg 540w, https:\/\/blog.zeit.de\/schueler\/files\/2012\/04\/8209250-540xVar1-300x203.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 540px) 100vw, 540px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4373\" class=\"wp-caption-text\">Statue des Aufkl\u00e4rungsschriftstellers Ephraim Gotthold Lessing \u00a9 Matthias Hiekel\/dpa<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Die Literatur der Aufkl\u00e4rung kann datiert werden auf die Zeit zwischen 1720 und 1800, sie folgt damit auf den <a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/schueler\/2012\/02\/16\/thema-literatur-des-barock-1600-1720\/\" target=\"_blank\">Barock<\/a>, wird begleitet von den Autoren der <a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/schueler\/2012\/02\/15\/thema-literatur-der-empfindsamkeit-1740-1790\/\" target=\"_blank\">Empfindsamkeit<\/a> und liegt noch vor der Epoche der <a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/schueler\/2012\/02\/18\/thema-literatur-der-klassik-1786-1832\/\" target=\"_blank\">Klassik<\/a>. Als ihre Gegenbewegung wird die Epoche des <a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/schueler\/2012\/02\/15\/thema-literatur-des-sturm-und-drang-1767-1790\/\" target=\"_blank\">Sturm und Drangs<\/a> eingestuft. Die Aufkl\u00e4rung begr\u00fcndet ein neues, naturwissenschaftliches Weltbild, das die Vernunft (den <a href=\"http:\/\/www.textlog.de\/4978.html\" target=\"_blank\">Rationalismus<\/a>), die Wahrnehmung durch unsere Sinne (<a href=\"http:\/\/www.textlog.de\/cgi-bin\/search\/proxy.cgi?terms=Sensualismus&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.textlog.de%2F5091.html\" target=\"_blank\">Sensualismus<\/a>) und die Erfahrung (<a href=\"http:\/\/www.textlog.de\/3914.html\" target=\"_blank\">Empirismus<\/a>) zu den Quellen aller Erkenntnis erhebt. Erkenntnis bedeutet die Erschlie\u00dfung wahrheitsgem\u00e4\u00dfer, \u00fcberpr\u00fcfbarer Aussagen \u00fcber alle Bereiche der Welt.<\/p>\n<p>Vor allem ist die Aufkl\u00e4rung gekennzeichnet vom Aufstieg des B\u00fcrgertums sowie vom Niedergang des Adels. Dessen von Willk\u00fcr gepr\u00e4gte Herrschaft wird beendet. Der Adel des 18. Jahrhunderts stand im Ruf, r\u00fccksichtslos und gleichg\u00fcltig gegen\u00fcber den Konsequenzen seiner Handlungen zu sein. Das B\u00fcrgertum wird in der Aufkl\u00e4rung gebildeter und verm\u00f6gender und entwickelt eine Moralauffassung, die sich der Haltung des Adels entgegenstellt. Es stellt das Wohl der Gesellschaft \u00fcber das Wohl der Privilegierten und erkl\u00e4rt die Bildung des Individuums zu seinem wichtigsten Ideal.<\/p>\n<p>Viele Aufkl\u00e4rer kritisieren au\u00dferdem den Dogmatismus der Kirchen und deren Deutungshoheit im Diskurs. \u00dcberhaupt geht es den Aufkl\u00e4rern vor allem darum, herrschende Machtstrukturen zu durchbrechen und ein System herzustellen, das die Interessen jedes Einzelnen wahrt. Die <a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/schueler\/2013\/09\/19\/philosophie-der-aufklaerung\/\" target=\"_blank\">Philosophie der Aufkl\u00e4rung<\/a>\u00a0kann als grundlegend gelten f\u00fcr die heute weitgehend s\u00e4kulare Gesellschaft Europas und ihr Verst\u00e4ndnis von individueller Freiheit, Gleichheit und Gerichtbarkeit.<\/p>\n<p><strong>&#8222;Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Erste aufkl\u00e4rerische Gedanken sto\u00dfen Philosophen vor allem in Frankreich und Gro\u00dfbritannien an. 1641 ver\u00f6ffentlicht der Franzose <a href=\"http:\/\/www.textlog.de\/descartes.html\" target=\"_blank\">Ren\u00e9 Descartes<\/a> die <em>Meditationes de prima philosophia<\/em> und legt damit einen Grundstein f\u00fcr radikale Skepsis. <a href=\"http:\/\/www.uni-due.de\/einladung\/Vorlesungen\/hermeneutik\/spinoza.htm\" target=\"_blank\">Baruch de Spinoza<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.philolex.de\/bayle.htm\" target=\"_blank\">Pierre Bayle<\/a> fordern die <a href=\"http:\/\/www.duden.de\/rechtschreibung\/Saekularisierung\">S\u00e4kularisierung<\/a> von Staat und Gesellschaft und kritisieren die strenge Herrschaft der Kirche. <a href=\"http:\/\/www.gwlb.de\/Leibniz\/Leibnizarchiv\/Leben_und_Werk\/\" target=\"_blank\">Gottfried Wilhelm Leibniz<\/a> erkl\u00e4rt, jeder Mensch sei prinzipiell zur Vernunft begabt. <a href=\"http:\/\/www.klassiker-der-weltliteratur.de\/rousseau.htm\" target=\"_blank\">Jean-Jacques Rousseau<\/a>\u00a0appelliert an das Herz und an die &#8222;Empfindsamkeit&#8220;\u00a0und begeistert sich in seinem <em>Gesellschaftsvertrag<\/em> f\u00fcr die Demokratie. 1687 begr\u00fcndet <a href=\"http:\/\/www.mathe.tu-freiberg.de\/~hebisch\/cafe\/newton.html\" target=\"_blank\">Isaac Newton<\/a> mit der Ver\u00f6ffentlichung der <em>Philosophiae Naturalis Principia Mathematica<\/em> die moderne Physik.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Descartes, Spinoza und Leibniz mit ihren Schriften den philosophischen Rationalismus vertreten, wenden sich ihre Fachkollegen in Gro\u00dfbritannien dem britischen Empirismus zu: <a href=\"http:\/\/www.philosophieverstaendlich.de\/freiheit\/klassiker\/locke.html\" target=\"_blank\">John Locke<\/a> ver\u00f6ffentlicht Abhandlungen \u00fcber den Staat und behauptet die Freiheit des Willens, <a href=\"http:\/\/www.textlog.de\/hume.html\" target=\"_blank\">David Hume<\/a> stellt die Sinneseindr\u00fccke vor den Verstand und eine gesicherte Welterkenntnis damit grundlegend infrage. Unter dem Einfluss des englischen B\u00fcrgerkriegs schreibt <a href=\"http:\/\/www.philosophie-woerterbuch.de\/online-woerterbuch\/?tx_gbwbphilosophie_main%5Bentry%5D=23&amp;tx_gbwbphilosophie_main%5Baction%5D=show&amp;tx_gbwbphilosophie_main%5Bcontroller%5D=Lexicon&amp;no_cache=1\" target=\"_blank\">Thomas Hobbes<\/a> schon 1651 sein Hauptwerk <em>Leviathan<\/em> und versucht darin, Grundlagen f\u00fcr eine kritische Staatsphilosophie zu finden.<\/p>\n<p>Von Hume inspiriert betritt schlie\u00dflich der deutsche Philosoph <a href=\"http:\/\/www.textlog.de\/kant.html\" target=\"_blank\">Immanuel Kant<\/a> die historische B\u00fchne. Kants <a href=\"http:\/\/archiv.ub.uni-marburg.de\/diss\/z2004\/0626\/\" target=\"_blank\">Kritik der reinen Vernunft<\/a> ersch\u00fcttert das europ\u00e4ische Weltbild nachhaltig. In seinem ber\u00fchmten Essay <em>Was ist Aufkl\u00e4rung<\/em> (1784) <a href=\"http:\/\/www.textlog.de\/cgi-bin\/search\/proxy.cgi?terms=Aufkl%E4rung&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.textlog.de%2F2335.html\" target=\"_blank\">definiert er die Aufkl\u00e4rung<\/a>: &#8222;Aufkl\u00e4rung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unm\u00fcndigkeit. Unm\u00fcndigkeit ist das Unverm\u00f6gen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unm\u00fcndigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschlie\u00dfung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines andern zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufkl\u00e4rung.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Die Literatur wird zum Mittler zwischen B\u00fcrgertum und Philosophie<\/strong><\/p>\n<p>Die Literatur der Aufkl\u00e4rung begleitet diese Entwicklung und beg\u00fcnstigt sie. Sie bildet das Bindeglied zwischen einer Philosophie, die sich nur wenigen Gelehrten erschlie\u00dft, und dem zunehmend wohlhabenden und gebildeten B\u00fcrgertum, das sich politisch behaupten will. Ihre Schriftsteller fordern die Vermeidung des Fantastischen, sie wollen Klarheit und Deutlichkeit in Aufbau und Stil und w\u00fcnschen sich feste Gattungen. Das f\u00fchrt zu einer besonderen Vielzahl an neuen literarischen Gattungen. Die meisten haben gemeinsam, dass sie sich um die Bildung und die Erziehung ihrer Leser zur Moral bem\u00fchen, also <a href=\"http:\/\/www.duden.de\/rechtschreibung\/didaktisch\" target=\"_blank\">didaktisch<\/a> sind. Beispiele sind das <a href=\"http:\/\/de.academic.ru\/dic.nsf\/meyers\/81336\/Lehrgedicht\" target=\"_blank\">Lehrgedicht<\/a>, die moralisiserende <a href=\"http:\/\/de.academic.ru\/dic.nsf\/meyers\/40875\" target=\"_blank\">Fabel<\/a>, der <a href=\"http:\/\/www.enzyklo.de\/Begriff\/Erziehungsroman\" target=\"_blank\">Erziehungsroman<\/a> und der <a href=\"http:\/\/www.litde.com\/jugendlexikon-literatur\/staatsroman.php\" target=\"_blank\">Staatsroman<\/a> sowie die didaktische <a href=\"http:\/\/de.academic.ru\/dic.nsf\/meyers\/122693\" target=\"_blank\">Satire<\/a>. Auch das <a href=\"http:\/\/www.literaturwelt.com\/epochen\/aufklaerung.html#drama\" target=\"_blank\">Drama<\/a> z\u00e4hlt zu den Gattungen, die die Aufkl\u00e4rung bestimmen. Viele Schriftsteller vertreten die moralischen Ideale der griechischen Antike, nach denen sich, so die g\u00e4ngige \u00dcberzeugung, das Zusammenleben der Menschen besser gestalten lie\u00dfe. So sind die meisten Aufkl\u00e4rer \u00fcberzeugte Anh\u00e4nger des <a href=\"http:\/\/www.uni-due.de\/einladung\/Vorlesungen\/epik\/humanismus.htm\" target=\"_blank\">Humanismus<\/a> und der <a href=\"http:\/\/www.unesco.de\/erklaerung_toleranz.html\" target=\"_blank\">Toleranz<\/a> auch in Glaubensfragen. Wieder modern geworden war diese Geisteshaltung w\u00e4hrend der <a href=\"http:\/\/www.literaturwelt.com\/epochen\/renaissance.html\" target=\"_blank\">Renaissance<\/a>. Die ersten wichtigen deutschsprachigen Aufkl\u00e4rer hei\u00dfen Albrecht von Haller und Johann Christoph Gottsched, es folgen Christian Ludwig von Hagedorn und Christian F\u00fcrchtegott Gellert, die sich der <a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/schueler\/2012\/02\/15\/thema-literatur-der-empfindsamkeit-1740-1790\/\" target=\"_blank\">Empfindsamkeit<\/a> \u00f6ffnen, und schlie\u00dflich Gotthold Ephraim Lessing, Christoph Martin Wieland und Johann Heinrich Pestalozzi.<\/p>\n<p>Lessings letztes Werk <em>Nathan der Weise\u00a0<\/em>ist heute auch sein ber\u00fchmtestes. Darin behandelt er die zentralen Ideen der Aufkl\u00e4rung, den Humanismus und den Toleranzgedanken.\u00a0Lessing begr\u00fcndet au\u00dferdem das <a href=\"http:\/\/www.uni-due.de\/einladung\/Vorlesungen\/dramatik\/trauerspiel.htm\" target=\"_blank\">b\u00fcrgerliche Trauerspiel<\/a>, das neben der <a href=\"http:\/\/www.didaktikdeutsch.de\/lehre\/ws1011\/Lessing%20Funktion2.pdf\" target=\"_blank\">Fabel<\/a> zur literarischen Hauptgattung der Aufkl\u00e4rung wird. Zuvor war es \u00fcblich, b\u00fcrgerliche Themen in <a href=\"http:\/\/www.textlog.de\/5863.html\" target=\"_blank\">Kom\u00f6dien<\/a>\u00a0zu behandeln, w\u00e4hrend\u00a0Trauerspiele, also <a href=\"http:\/\/www.textlog.de\/cgi-bin\/search\/proxy.cgi?terms=Trag%F6die&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.textlog.de%2F2134.html\" target=\"_blank\">Trag\u00f6dien<\/a>, dem Adel vorbehalten waren. Nun aber publiziert Lessing mit seinem Trauerspiel <em><a href=\"http:\/\/gutenberg.spiegel.de\/buch\/1174\/1\" target=\"_blank\">Emilia Galotti<\/a><\/em> (1772) ein politisches St\u00fcck, das eine B\u00fcrgerliche in den Mittelpunkt seiner Handlung stellt. Ein politisch hochbrisantes Unternehmen, denn Lessing thematisiert darin den <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Emilia_Galotti#Themen\" target=\"_blank\">Konflikt zwischen Adel und B\u00fcrgertum<\/a>.<\/p>\n<p><strong>Die Epoche der Aufkl\u00e4rung gipfelt in der Franz\u00f6sischen Revolution<\/strong><\/p>\n<p>In der Kunst beginnt eine angeregte Diskussion \u00fcber die Theorie der Sch\u00f6nheit. Ergebnis ist in der Philosophie die Disziplin der <a href=\"http:\/\/www.textlog.de\/cgi-bin\/search\/proxy.cgi?terms=%C4sthetik&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.textlog.de%2F1069.html\" target=\"_blank\">\u00c4sthetik<\/a>, die sich mit der sinnlichen Wahrnehmung befasst. Als ihr Begr\u00fcnder in Deutschland gilt Alexander Gottlieb Baumgarten mit seiner 1735 erschienenen Dissertation\u00a0<em><a href=\"http:\/\/www.uni-due.de\/lyriktheorie\/texte\/1735_baumgarten.html\" target=\"_blank\">Meditationes philosophicae de nonnullis ad poema pertinentibus<\/a><\/em>.<\/p>\n<p>Realpolitisch gipfelt die Aufkl\u00e4rung in der <a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/schueler\/2010\/07\/16\/thema-aufklarung\/\" target=\"_blank\">Franz\u00f6sischen Revolution<\/a> 1789, die den Absolutismus beendet und die Entwicklung der modernen Demokratien einleitet. Nur Wochen nach dem <a href=\"http:\/\/uni-protokolle.de\/Lexikon\/Sturm_auf_die_Bastille.html\" target=\"_blank\">Sturm der Bastille<\/a> verabschiedet die erste franz\u00f6sische Nationalversammlung eine <a href=\"http:\/\/archiv.jura.uni-saarland.de\/BIJUS\/constitution58\/decl1789.htm\" target=\"_blank\">Erkl\u00e4rung der Menschen- und B\u00fcrgerrechte<\/a>, die zur <a href=\"http:\/\/www.duden.de\/suchen\/dudenonline\/pr%C3%A4ambel\" target=\"_blank\">Pr\u00e4ambel<\/a> einer neuen Verfassung wurde.<br \/>\n<a name=\"dossier\"><\/a><\/p>\n<h3><strong>Aufkl\u00e4rung: Ausgew\u00e4hlte Artikel und Materialien zum Thema:<\/strong><\/h3>\n<h3><strong>Grundlagentexte<\/strong><\/h3>\n<p><a href=\"http:\/\/www.li-go.de\/definitionsansicht\/rhetorik\/rhetorikanalyse.html\" target=\"_blank\">Literaturwissenschaftliche Grundbegriffe Online<\/a> (LiGo.de)<br \/>\n<em>LiGo ist ein Selbstlernkurs zu literaturwissenschaftlichen Grundbegriffen. Die Analyseformen f\u00fcr Erz\u00e4hltexte (z.B. Romane) und Lyrik werden im Detail erl\u00e4utert und die Kunst der Rhetorik erkl\u00e4rt. Was ist ein Akt, was eine Szene? Welche Erz\u00e4hlformen gibt es und was ist die Erz\u00e4hlstimme? Was ist die semantische Ebene eines Gedichts und was die narrative Struktur? Was bedeuten Alliteration, Anapher, Parallelismus und Klimax in Texten?<\/em><\/p>\n<h3><strong>Was ist Aufkl\u00e4rung? Einf\u00fchrungen<\/strong><\/h3>\n<p><em><em><a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=hHB8RWM9utQ\" target=\"_blank\">Immanuel Kant\u00a0<\/a>(Was ist Aufkl\u00e4rung, Teil 1 von 2, YouTube)<\/em><br \/>\n<\/em><em>Immanuel Kant definierte die Aufkl\u00e4rung in seinem Aufsatz &#8222;Was ist Aufkl\u00e4rung?&#8220;, hier gelesen von Hans Paets.<\/em><\/p>\n<p><em><a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=0ielATuCaRk&amp;feature=relmfu\" target=\"_blank\">Immanuel Kant <\/a>(Was ist Aufkl\u00e4rung, Teil 2 von 2, YouTube)<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/zeit-geschichte\/2010\/02\/Chronik\">Chronik der Aufkl\u00e4rung<\/a> (ZEIT Geschichte Nr. 2\/2010) <em>Die wichtigen Etappen der Aufkl\u00e4rungsepoche im \u00dcberblick.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.literaturwissenschaft-online.uni-kiel.de\/veranstaltungen\/vorlesungen\/literatur18jhdt.asp\" target=\"_blank\">Die Literatur des 18. Jahrhunderts <\/a>(Universit\u00e4t Kiel, Vorlesungen)<br \/>\n<em>Die Vorlesungen stellen verschiedene Str\u00f6mungen und Textgattungen der Aufkl\u00e4rung vor: <\/em><em>Fr\u00fchaufkl\u00e4rung, Empfindsamkeit, Sturm und Drang, b\u00fcrgerliches Trauerspiel, Weimarer \u00c4sthetik und Bildungsromane. Die Merkmale der Str\u00f6mungen erl\u00e4utert der Dozent anhand bekannter Werke. <\/em><em>Zu jeder der vierzehn Sitzungen gibt es die Folien, ein Protokoll und sogar eine Videoaufzeichnung.<\/em><\/p>\n<p><em><em><a href=\"http:\/\/www.literaturwissenschaft-online.uni-kiel.de\/e-learning\/aufklaerung\/teil1.asp\" target=\"_blank\">E-Learning Quiz zur Aufkl\u00e4rung<\/a> (Universit\u00e4t Kiel)<br \/>\n<em>In dem Quiz k\u00f6nnen Sch\u00fcler \u00fcberpr\u00fcfen, wie viel sie schon \u00fcber die Aufkl\u00e4rung in der Literatur wissen. Aber keine Sorgen, die Fragen k\u00f6nnt ihr so oft wiederholen, bis ihr auf die richtige Antwort gekommen seid. Den zweiten Teil findet ihr <a href=\"http:\/\/www.literaturwissenschaft-online.uni-kiel.de\/e-learning\/aufklaerung\/teil2.asp\" target=\"_blank\">hier<\/a>.<\/em><\/em><\/em><\/p>\n<h3><strong>Immanuel Kant<\/strong><\/h3>\n<p><a href=\"http:\/\/www.br.de\/fernsehen\/br-alpha\/sendungen\/kant-fuer-anfaenger\/index.html\" target=\"_blank\">Kant f\u00fcr Anf\u00e4nger<\/a> (BR alpha)<br \/>\n<em>Immanuel Kant steht auf der ewigen Bestenliste der Philosophen ganz oben. Er war der einflussreiche Vordenker der Aufkl\u00e4rung in Deutschland und hat zahlreiche Schriften verfasst. In mehreren Filmen f\u00fchrt die Philosophiestudentin Sophie fiktive Gespr\u00e4che mit dem gro\u00dfen Denker und erf\u00e4hrt, was Kant mit seinen Gedanken und Ideen gemeint hat.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.korpora.org\/Kant\/\" target=\"_blank\">Gesammelte Werke Immanuel Kants <\/a>(Bonner Kant-Korpus)<br \/>\n<em>Kant hat wegweisende Texte \u00fcber Ethik, Religions- und Geschichtsphilosophie und Erkenntnistheorie verfasst und so die moderne Philosophie erfunden. Das Bonner Kant Korpus hat die Texte digitalisiert, so dass<\/em><em> Sch\u00fcler sie online lesen k\u00f6nnen.<\/em><\/p>\n<h3><strong>Gotthold Ephraim Lessing<\/strong><\/h3>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2009\/47\/Vorbilder-Lessing\">Wege der Freiheit: Gotthold Ephraim Lessing<\/a> (DIE ZEIT Nr. 47\/2009)<br \/>\n<em>Er tr\u00e4umte von einem humanen Christentum und einer Toleranz ohne Gleichg\u00fcltigkeit. Er wusste, wie begrenzt die Vernunft, wie zerbrechlich das Leben ist, und lehrte uns die Freiheit. Ein Lessing-Portr\u00e4t.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2001\/50\/Von_brennend_scharfem_Geiste\">Von brennend scharfem Geiste<\/a> (DIE ZEIT Nr. 50\/2001)<br \/>\n<em>Die Nachwelt erinnert sich an Lessing als den ersten modernen Literaturkritiker, als Polemiker und als Streiter f\u00fcr Toleranz und freies Denken. In diesem Artikel geht es um die Kritik an Lessing: Er sei kein Dichter, seine Literatur zu konstruiert, sein Streit mit der theologischen Orthodoxie und fatalen Philologen in eitlen Selbstzweck ausgeartet.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/literaturlexikon.uni-saarland.de\/index.php?id=220\">Figurenlexikon zu Lessings Dramen<\/a> (Literaturlexikon, Universit\u00e4t Saarland)<br \/>\n<em>Hier finden Sch\u00fcler ein umfangreiches Figurenlexikon zu Lessings Dramen. Anhand von Textausschnitten charakterisieren die Autoren unter anderem die Figuren aus <\/em>Nathan der Weise<em>,<\/em> Emilia Galotti<em>, <\/em>Miss Sara Sampson<em> und <\/em>Minna von Barnhelm<em>.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/1981\/08\/das-gemeinschaftliche-projekt-gluecklich-zu-werden\">&#8222;Das gemeinschaftliche Projekt, gl\u00fccklich zu werden&#8220;<\/a> (DIE ZEIT Nr. 8\/1981)<br \/>\n<em>\u00dcber Lessings Briefwechsel mit seiner Verlobten Eva K\u00f6nig.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=sknWBOKYobQ&amp;\" target=\"_blank\">Lessing: <\/a><a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=sknWBOKYobQ&amp;\">Nathan der Weise (Gelesen auf YouTube)<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.freidok.uni-freiburg.de\/volltexte\/6763\/pdf\/Mauser_Lessings_Miss_Sara.pdf\" target=\"_blank\">Lessings <em>Miss Sara Sampson<\/em><\/a> (Freidokumente, Universit\u00e4t Freiburg)<br \/>\n<em>Die Deutung von Lessings Drama <\/em>Miss Sara Sampson<em> ist umstritten. Die einen verstehen es als Lessings Pl\u00e4doyer f\u00fcr die F\u00e4higkeit des Menschen, aus Vernunft und nicht aus religi\u00f6ser Verpflichtung sittlich zu handeln. Die anderen meinen, es gehe in dem St\u00fcck um den Widerspruch zwischen Liebesbeziehung und Vernunftehe. Der Autor dieses Textes meint, man k\u00f6nne aus dem St\u00fcck eine Identit\u00e4tskrise des B\u00fcrgertums im 18. Jahrhundert herauslesen.<\/em><\/p>\n<h3><strong>Christian F\u00fcrchtegott Gellert<\/strong><\/h3>\n<p><a href=\"http:\/\/www.uni-due.de\/lyriktheorie\/texte\/1757_gellert.html\" target=\"_blank\">Christian F\u00fcrchtegott Gellert \u2013 Geistliche Oden und Lieder: Vorrede <\/a>(Unversit\u00e4t Duisburg)<em><br \/>\n<em>Christian F\u00fcrchtegott Gellert hat 1757 seine<\/em><\/em> Geistlichen Oden und Lieder<em><em> ver\u00f6ffentlicht, von denen noch heute sechs im evangelischen Gesangsbuch zu finden sind. Warum ein Dichter religi\u00f6se Lieder und Lyrik schreiben soll \u2013 ausgerechnet in den Zeiten der Aufkl\u00f6rung \u2013, erkl\u00e4rte Gellert im Vorwort, das hier abgedruckt ist.<\/em><\/em><\/p>\n\n<div class=\"embed-wrapper embed-wrapper--blocked js-embed-consent\" data-method=\"embed\">\n<script class=\"raw__source\" type=\"text\/template\"><iframe loading=\"lazy\" title=\"Lyrik f\u00fcr Alle Folge 8 Christian F\u00fcrchtegott Gellert\" width=\"640\" height=\"480\" src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/Pe84FhScqxg?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/script>\n<div class=\"embed-wrapper__inner\">\n<div class=\"embed-wrapper__text\">\n<h3>Empfohlener redaktioneller Inhalt<\/h3>\n<p data-replace=\"no\">An dieser Stelle finden Sie externen Inhalt, der den Artikel erg\u00e4nzt. 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Damit k\u00f6nnen personenbezogene Daten an Drittplattformen \u00fcbermittelt werden. <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/hilfe\/datenschutz\" target=\"_blank\">Mehr dazu in unserer Datenschutzerkl\u00e4rung.<\/a>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Pe84FhScqxg\" target=\"_blank\">Christian F\u00fcrchtegott Gellert <\/a>(Lyrik f\u00fcr alle, YouTube)<em><br \/>\n<em>Christian F\u00fcrchtegott Gellerts Gedichte sind gepr\u00e4gt vom Geist der Aufkl\u00e4rung. Einige Beispiele rezitiert Lutz G\u00f6rner.<\/em><\/em><\/p>\n<h3><strong>Weitere Autoren der Aufkl\u00e4rung<\/strong><\/h3>\n<p><a href=\"http:\/\/www.literaturwissenschaft-online.uni-kiel.de\/veranstaltungen\/vorlesungen\/literatur18\/Zusammenfassung%20Gottsched.pdf\" target=\"_blank\">Fr\u00fchaufkl\u00e4rerisches Theater &#8211; Johann Christoph Gottsched<\/a> (Universit\u00e4t Kiel)<br \/>\n<em>Das neue Welt- und Menschenbild der Aufkl\u00e4rung \u00e4nderte auch die Vorstellung, wie dar\u00fcber in Literatur, Lyrik und Thetaertexten zu schreiben sein sollte. Johann Christoph Gottsched schrieb daher den <\/em>Versuch einer critischen Dichtkunst<em> nieder.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2006\/37\/moritz\">10 Gr\u00fcnde, Karl Philipp Moritz zu lesen<\/a> (DIE ZEIT Nr. 37\/2006)<br \/>\n<em>Warum es sich lohnt, Deutschlands j\u00fcngsten Klassiker kennen zu lernen, und warum der Aufkl\u00e4rer die Leser immer wieder \u00fcberrascht.<\/em><\/p>\n<p><a href=\" http:\/\/www.zeit.de\/2009\/48\/A-La-Mettrie\">Weder Gott noch Zufall<\/a> (DIE ZEIT Nr. 48\/2009)<br \/>\n<em>Das wilde Denken des Julien Offray de La Mettrie zeigt eine andere Seite der Aufkl\u00e4rung. Zum 300. Geburtstag des Arztes und Philosophen, der ein gro\u00dfer Skeptiker und Theoretiker des Genusses war, ein Portr\u00e4t.<\/em><\/p>\n<p>Sie m\u00f6chten noch mehr Lesestoff? <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/suche\/index\">Hier k\u00f6nnen Sie das Archiv von ZEIT und ZEIT ONLINE durchsuchen<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/schueler\/literatur\/\">Zur\u00fcck zur \u00dcbersicht.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Literatur der Aufkl\u00e4rung kann datiert werden auf die Zeit zwischen 1720 und 1800, sie folgt damit auf den Barock, wird begleitet von den Autoren der Empfindsamkeit und liegt noch vor der Epoche der Klassik. Als ihre Gegenbewegung wird die Epoche des Sturm und Drangs eingestuft. 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