{"id":6137,"date":"2014-05-06T13:01:00","date_gmt":"2014-05-06T11:01:00","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/schueler\/?p=6137"},"modified":"2014-05-20T10:30:27","modified_gmt":"2014-05-20T08:30:27","slug":"literatur-des-realismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/schueler\/2014\/05\/06\/literatur-des-realismus\/","title":{"rendered":"Die Literatur des Realismus (1848 \u2013 1880\/90)"},"content":{"rendered":"<p><figure id=\"attachment_6150\" aria-describedby=\"caption-attachment-6150\" style=\"width: 580px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-6150 \" alt=\"Carl Spitzweg B\u00fcrgertum Realismus\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/schueler\/files\/2014\/05\/Carl_Spitzweg_036_beschnitten.jpg\" width=\"580\" height=\"326\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/schueler\/files\/2014\/05\/Carl_Spitzweg_036_beschnitten.jpg 580w, https:\/\/blog.zeit.de\/schueler\/files\/2014\/05\/Carl_Spitzweg_036_beschnitten-300x168.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-6150\" class=\"wp-caption-text\">&#8222;Der Sonntagsspaziergang&#8220;: Das \u00d6lgem\u00e4lde des K\u00fcnstlers Carl Spitzweg aus dem Jahr 1841 ist eine \u00fcberspitzte Darstellung des B\u00fcrgertums des 19. Jahrhunderts. \u00a9 Publik Domain\/<a href=\"http:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Carl_Spitzweg_-_Sonntagsspaziergang.jpg\" target=\"_blank\">Wikimedia<\/a><\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Die zweite H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts stellt die Lebensrealit\u00e4t vieler Menschen in Europa auf den Kopf: Es ist eine Zeit gravierender Ver\u00e4nderungen. Die <a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/schueler\/2014\/01\/23\/industrialisierung-geschichte-revolution\/\">Industrialisierung<\/a> f\u00fchrt zu erheblichen Fortschritten in Wirtschaft und Wissenschaft, Technik und Medizin. Damit gehen einerseits ungekannte Vereinfachungen f\u00fcr Alltag und Arbeit einher. Andererseits ver\u00e4ndert sich die Arbeitswelt f\u00fcr viele zum Schlechten. Auf dem Land treiben die technischen Verbesserungen sowie das Bev\u00f6lkerungswachstum Kleinbauern und besitzlose Tagel\u00f6hner in einen existenziellen \u00dcberlebenskampf. Auf der Suche nach einer M\u00f6glichkeit, in dieser neuen, modernen Welt zu existieren, ziehen daher Unz\u00e4hlige vom Land in die St\u00e4dte.<\/p>\n<p>Diese k\u00f6nnen den immensen Zulauf kaum auffangen. Das in der Stadt etablierte wohlhabende B\u00fcrgertum muss sich damit arrangieren, dass neben ihm eine breite Schicht prek\u00e4r lebender Fabrikarbeiter entsteht, auch Proletariat genannt. Soziale Spannungen zwischen den Schichten sind vorprogrammiert. Auch in ideeller Hinsicht ver\u00e4ndert sich die Gesellschaft: Neue Erkenntnisse in den Naturwissenschaften stellen das christliche Weltbild infrage. Traditionelle Werte und Institutionen wie die St\u00e4ndegesellschaft oder die Gro\u00dffamilie verlieren zunehmend an Allgemeing\u00fcltigkeit.<\/p>\n<p>Als 1848 die M\u00e4rzrevolution scheitert und damit die Aussicht auf eine breite politische Mitgestaltung in weite Ferne r\u00fcckt, scheinen alle Hoffnungen und Ideale der B\u00fcrgerlichen infrage gestellt. Das b\u00fcrgerliche Selbstverst\u00e4ndnis ist endg\u00fcltig angeschlagen. Aus der ideellen Haltlosigkeit geht eine Sehnsucht nach neuer Verankerung hervor. Das B\u00fcrgertum muss sich in der Welt neu verorten.<\/p>\n<p><b>Kunst \u2013 aus dem Leben gegriffen<\/b><\/p>\n<p>Die Philosophie von <a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/schueler\/2013\/11\/11\/marx-engels-industrialisierung\/\">Karl Marx<\/a> trifft den Nerv der Zeit: Seinem Historischen Materialismus zufolge bestimmen die materiellen Lebensumst\u00e4nde einer Epoche grundlegend, was gedacht werden kann. Ver\u00e4nderte Lebensbedingungen bewirken demnach stets ein Umdenken in der Gesellschaft. Wenn man diesen Gedanken weiterverfolgt, reagieren Kunst und Literatur also zwangsl\u00e4ufig mit einer ver\u00e4nderten k\u00fcnstlerischen Bezugnahme auf neue materielle Lebensbedingungen. Was bedeutet dies zu jener Zeit f\u00fcr das literarische Schaffen im deutschsprachigen Raum? In welcher Form reagieren Schriftsteller auf die neuen Lebensverh\u00e4ltnisse?<\/p>\n<p>Beides, die Lebensrealit\u00e4t des Menschen und die naturwissenschaftliche Betrachtung der Welt, avanciert zum literarischen Motiv der Epoche. Gleichzeitig distanzieren sich Schriftsteller von den <a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/schueler\/2012\/02\/18\/thema-literatur-der-klassik-1786-1832\/\">klassizistischen<\/a> oder <a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/schueler\/2012\/02\/16\/thema-literatur-der-romantik-1798-1835\/\">romantischen<\/a> Anschauungen fr\u00fcherer Generationen, welche eine \u00e4sthetische Erziehung zur Harmonie zwischen Geist und Welt oder auch eine zeitlose Universalpoesie anstrebten. Im Realismus gilt das Ideal der Authentizit\u00e4t. Kunst und Leben sollen nicht mehr voneinander getrennt werden. Als gelungen gilt in dieser Zeit ein Werk, wenn seine Erz\u00e4hlung das Kriterium der <em>Wahrscheinlichkeit<\/em> einh\u00e4lt: Ist es denkbar, dass sich die Geschichte so in der realen Welt abspielen k\u00f6nnte? Ber\u00fccksichtigt sie die Regeln der Welt <em>da drau\u00dfen<\/em>?<\/p>\n<p><b>Poetischer Realismus \u2013 Das nackte Leben sch\u00f6n gestaltet<\/b><\/p>\n<p>Obwohl die Kunstauffassung des Realismus Erfahrungswirklichkeiten ins Zentrum r\u00fcckt, geht es ihr nicht allein um die Abbildung der Realit\u00e4t \u2013 erst der radikalere <a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/schueler\/2012\/02\/19\/thema-literatur-des-naturalismus-1880-1900\/\">Naturalismus<\/a> wird genau das von den Schriftstellern fordern. Besonders im deutschsprachigen Raum setzt sich vorerst der sogenannte <em>poetische Realismus<\/em> durch. Der Schriftsteller Otto Ludwig pr\u00e4gt den Begriff. Der poetische Realismus fordert zwar die Auseinandersetzung mit der n\u00fcchternen Realit\u00e4t, verzichtet aber weder auf Kunstgriffe noch auf Poetik. Vielmehr streben seine Vertreter nach einer dichterischen Ausgestaltung und \u00dcberh\u00f6hung der Wirklichkeit \u2013 erst der K\u00fcnstler bringt das Sch\u00f6ne hervor und formt es. Kritiker sprechen diesbez\u00fcglich auch von einer &#8222;Verkl\u00e4rung&#8220; der Wirklichkeit.<\/p>\n<p>Otto Ludwig selbst charakterisiert in diesem Zusammenhang realistische Dichtung als eine &#8222;Poesie der Wirklichkeit, die nackten Stellen des Lebens \u00fcberblumend [\u2026] durch Ausmalung der Stimmung und Beleuchtung des Gew\u00f6hnlichsten im Leben mit dem Lichte der Idee&#8220;. Der K\u00fcnstler soll in der Banalit\u00e4t des Allt\u00e4glichen das Besondere ausmachen, es hervorheben und \u00fcberzeichnen. Unschwer finden sich in realistischen Romanen bestimmte Techniken der \u00c4sthetisierung. So spielen die Realisten in Ortsbeschreibungen oft symbolisch auf das Innenleben der Figuren an. Ein vielzitiertes Beispiel hierf\u00fcr ist das Schaukelmotiv in Theodor Fontanes Roman <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Effi_Briest\" target=\"_blank\"><i>Effi Briest<\/i><\/a>. Gleich auf der ersten Seite des Romans f\u00fchrt Fontane in den detaillierten Beschreibungen des herrschaftlichen Schauplatzes Effis alte Kinderschaukel ein:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Fronthaus, Seitenfl\u00fcgel und Kirchhofsmauer bildeten ein einen kleinen Ziergarten umschlie\u00dfendes Hufeisen, an dessen offener Seite man eines Teiches mit Wassersteg und angekettetem Boot und dicht daneben einer Schaukel gewahr wurde, deren horizontal gelegtes Brett zu H\u00e4upten und F\u00fc\u00dfen an je zwei Stricken hing \u2013 die Pfosten der Balkenlage schon etwas schief stehend. Zwischen Teich und Rondell aber und die Schaukel halb versteckend standen ein paar m\u00e4chtige alte Platanen.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Gerade im Kontrast zum ansonsten wohl geordneten und bodenst\u00e4ndigen Herrenhaus symbolisiert die Schaukel mit dem schiefen Balken vorausdeutend die abenteuerlustige, kindliche und leichtsinnige Pers\u00f6nlichkeit der Protagonistin. In einem Brief vom 18. August 1880 schreibt Theodor Fontane: &#8222;Das erste Kapitel ist immer die Hauptsache und in dem ersten Kapitel die erste Seite, beinahe die erste Zeile [\u2026]. Bei richtigem Aufbau muss in der ersten Seite der Keim des Ganzen stecken.&#8220; In dieser Aussage Fontanes schwingt also die Aufforderung an die Leserschaft mit, einen besonders intensiven Blick auf die Romananf\u00e4nge zu werfen: Dort k\u00f6nnten Vorausdeutungen in Bezug auf Handlung und Figurencharaktere versteckt sein.<\/p>\n<p><b>Der Einzelne im Fokus<\/b><\/p>\n<p>Die Protagonisten m\u00fcssen nicht immer, wie bei <i>Effi Briest<\/i>, dem Gro\u00dfb\u00fcrgertum entspringen. Auch die Sorgen des kleinb\u00fcrgerlichen Alltags finden Eingang in die realistische Literatur. Bisweilen sprechen Kritiker auch vom &#8222;b\u00fcrgerlichem Realismus&#8220;. In den Fokus r\u00fccken allt\u00e4gliche menschliche Probleme von Einzelnen, die in einen m\u00f6glichst konkreten gesellschaftlichen und historischen Kontext eingebettet werden. Auf diese Weise ist die Handlung meist lokal und zeitlich eindeutig zu verorten. Da die Sachverhalte der zeitgen\u00f6ssischen Leserschaft glaubw\u00fcrdig erscheinen sollen, ist die Handlung meist in der Gegenwart und tats\u00e4chlichen Umgebung der jeweiligen Dichter angelegt. Eine starke Beziehung zur Heimat zeichnet die meisten realistischen Erz\u00e4hlungen aus. Schlie\u00dflich sind Realisten der \u00dcberzeugung, dass das unmittelbare Umfeld das glaubhafteste Setting f\u00fcr realistische Erz\u00e4hlungen darstellt. So erf\u00e4hrt auch die Erz\u00e4hlform der Dorfgeschichte, die noch aus der Zeit des Biedermeier stammt und in der das d\u00f6rfliche und b\u00e4uerliche Leben zum Thema gemacht werden, im Realismus einen weiteren H\u00f6hepunkt.<\/p>\n<p>Ebenso wie die Erz\u00e4hlhandlung durch ortsgenaue Schaupl\u00e4tze auf dingfesten Boden gestellt wird, werden auch die Protagonisten greifbarer: Sie sollen keine entr\u00fcckten Luftgestalten mehr sein. Die psychologische Komponente gewinnt an Bedeutung. So finden sich klar strukturierte Einblicke in das Innenleben der Figuren, und die Handlungsabl\u00e4ufe lassen sich kausal begr\u00fcnden. Eines der gro\u00dfen Konfliktthemen des Realismus sind die Spannungen zwischen Individuum und Gesellschaft, wobei nicht die Masse, sondern die Pers\u00f6nlichkeit des Einzelnen ins Zentrum der Betrachtung r\u00fcckt. Mit dieser Hinwendung zum Allt\u00e4glichen und Privaten formiert sich der Realismus dar\u00fcber hinaus als Gegenbewegung zur <a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/schueler\/2012\/02\/18\/junges-deutschland-und-vormarz-1825-1848\/\">Literatur des Vorm\u00e4rz<\/a>, welche sich den \u00f6ffentlichen politischen Kampf auf die Fahne geschrieben hat.<\/p>\n<p><b>Unparteiisches Beobachten<\/b><\/p>\n<p>Obwohl die Schriftsteller dieser Epoche Wert darauf legen, die Gef\u00fchlswelt der Figuren hinl\u00e4nglich zu beleuchten, bleibt das Ideal realistischen Erz\u00e4hlens eine gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Objektivit\u00e4t. Diese wird h\u00e4ufig durch <a href=\"http:\/\/wortwuchs.net\/auktorialer-erzaehler\/\" target=\"_blank\">auktoriales<\/a> Erz\u00e4hlverhalten umgesetzt. Das Selbstbild eines realistischen Dichters kommt einem illusionslosen Beobachter gleich, der seine Erfahrungen im Detail und ohne Parteinahme schildert. Gef\u00fchle und Meinungen des Autors bleiben au\u00dfen vor. Dar\u00fcber hinaus schaffen humorvolle Einsch\u00fcbe und ironische Zwischent\u00f6ne bisweilen eine Distanz zum Erz\u00e4hlten. Der Realismus bedient sich daher mit Vorliebe einfacher, erz\u00e4hlender Gattungen, vor allem des Romans und der Novelle. Drama und Lyrik spielen in der Epoche des Realismus nur marginale Rollen.<\/p>\n<p>Charakteristisch f\u00fcr viele Novellen jener Zeit sind distanzierende Rahmentechniken. Eine solche findet man etwa bei Theodor Storms<i> <\/i><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Der_Schimmelreiter\" target=\"_blank\"><i>Schimmelreiter<\/i><\/a>. Hier gibt es drei Erz\u00e4hlebenen, welche uns anschaulich vorf\u00fchren, wie die Spukgeschichte \u00fcber den Schatten eines mysteri\u00f6sen Reiters von Mund zu Mund geht. Die mehrfache \u00dcberlieferung nimmt der Geschichte jedoch ihr geheimnisvolles Pathos. Im Endeffekt hat keine der Erz\u00e4hlstimmen die eigentliche Geschichte selbst erlebt \u2013 der gespenstische Schimmelreiter lebt von der Wiedergabe der Sage. Mithilfe von Einblicken in das Innenleben der Figuren lassen sich die gruselig anmutenden Geschehnisse psychologisch deuten. In der unaufgeregten und n\u00fcchternen Darstellung des Aberglaubens der nordfriesischen Bev\u00f6lkerung, welche mit einem Bein noch in der Schauerromantik steht, f\u00fchrt Storm einer heutigen Leserschaft spielerisch und plastisch die Gegens\u00e4tze zweier Literaturepochen vor Augen: der vor der Ratio davongaloppierenden Romantik sowie des Chim\u00e4ren jagenden Realismus.<\/p>\n<h3>Wichtige Autoren und Werke des Realismus<\/h3>\n<p><strong>Theodor Storm<\/strong> \u2013 <i><a href=\"http:\/\/gutenberg.spiegel.de\/buch\/3488\/1\" target=\"_blank\">Der Schimmelreiter<\/a><\/i>; <a href=\"http:\/\/gutenberg.spiegel.de\/buch\/3486\/1\" target=\"_blank\"><i>Immensee<\/i><\/a>; <i><a href=\"http:\/\/gutenberg.spiegel.de\/buch\/3484\/1\" target=\"_blank\">Hans und Heinz Kirch<\/a><\/i><\/p>\n<p><strong>Theodor Fontane<\/strong> \u2013 <i><a href=\"http:\/\/gutenberg.spiegel.de\/buch\/4446\/1\" target=\"_blank\">Effi Briest<\/a><\/i>; <a href=\"http:\/\/gutenberg.spiegel.de\/buch\/4457\/1\" target=\"_blank\"><i>Irrungen, Wirrungen<\/i><\/a>; <a href=\"http:\/\/gutenberg.spiegel.de\/buch\/4451\/1\" target=\"_blank\"><i>Frau Jenny Treibel<\/i><\/a>; <a href=\"http:\/\/gutenberg.spiegel.de\/buch\/4434\/1\" target=\"_blank\"><i>Der Stechlin<\/i><\/a><\/p>\n<p><strong>Gustav Freytag<\/strong> \u2013 <a href=\"http:\/\/gutenberg.spiegel.de\/buch\/4434\/1\" target=\"_blank\"><i>Soll und Haben<\/i><\/a><\/p>\n<p><strong>Gottfried Keller<\/strong> \u2013 Novellenzyklus <a href=\"http:\/\/gutenberg.spiegel.de\/buch\/3381\/1\" target=\"_blank\"><i>Die Leute von Seldwyla<\/i><\/a>; darunter: <a href=\"http:\/\/gutenberg.spiegel.de\/buch\/3370\/1\" target=\"_blank\"><i>Romeo und Julia auf dem Dorfe<\/i><\/a>; <a href=\"http:\/\/gutenberg.spiegel.de\/buch\/3371\/1\" target=\"_blank\"><i>Kleider machen Leute<\/i><\/a><\/p>\n<p><strong>Wilhelm Raabe<\/strong> \u2013 <a href=\"http:\/\/gutenberg.spiegel.de\/buch\/550\/1\" target=\"_blank\"><i>Der Hungerpastor<\/i><\/a>; <a href=\"http:\/\/gutenberg.spiegel.de\/buch\/558\/1\" target=\"_blank\"><i>Zum wilden Mann<\/i><\/a><\/p>\n<p><strong>Adalbert Stifter<\/strong> \u2013 <a href=\"http:\/\/gutenberg.spiegel.de\/buch\/214\/1\" target=\"_blank\"><i>Bergkristall<\/i><\/a>; <a href=\"http:\/\/gutenberg.spiegel.de\/buch\/219\/1\" target=\"_blank\"><i>Der Nachsommer<\/i><\/a>; <a href=\"http:\/\/gutenberg.spiegel.de\/buch\/197\/1\" target=\"_blank\"><i>Bunte Steine<\/i><\/a><\/p>\n<p><strong>Otto Ludwig<\/strong> \u2013 <a href=\"http:\/\/gutenberg.spiegel.de\/buch\/1809\/1\" target=\"_blank\"><i>Zwischen Himmel und Erde<\/i><\/a><\/p>\n<p><strong>Friedrich Hebbel<\/strong> \u2013 <a href=\"http:\/\/gutenberg.spiegel.de\/buch\/2666\/1\" target=\"_blank\"><i>Maria Magdalene<\/i><\/a> (Drama)<\/p>\n<p><strong>Jeremias Gotthelf<\/strong> \u2013 <a href=\"http:\/\/gutenberg.spiegel.de\/buch\/2497\/1\" target=\"_blank\"><i>Die schwarze Spinne<\/i><\/a><\/p>\n<p><strong>Conrad Ferdinand Meyer<\/strong> \u2013 <a href=\"http:\/\/gutenberg.spiegel.de\/buch\/1883\/1\" target=\"_blank\"><i>Das Amulett<\/i><\/a>; <a href=\"http:\/\/gutenberg.spiegel.de\/buch\/1875\/1\" target=\"_blank\"><i>Gustav Adolfs Page<\/i><\/a><\/p>\n<h3>Ausgew\u00e4hlte Artikel und Materialien zur Literatur des Realismus<\/h3>\n<p><a href=\"http:\/\/www.li-go.de\/definitionsansicht\/rhetorik\/rhetorikanalyse.html\" target=\"_blank\">Literaturwissenschaftliche Grundbegriffe Online<\/a> (LiGo.de)<br \/>\n<em>LiGo ist ein Selbstlernkurs zu literaturwissenschaftlichen Grundbegriffen. Die Analyseformen f\u00fcr <\/em><a href=\"https:\/\/www.uni-due.de\/literaturwissenschaft-aktiv\/Vorlesungen\/epik\/main.htm\" target=\"_blank\">Erz\u00e4hltexte<\/a> (z.B. Romane)<em> und Lyrik werden im Detail erl\u00e4utert und die Kunst der Rhetorik erkl\u00e4rt. Was ist ein Akt, was eine Szene? Welche Erz\u00e4hlformen gibt es und was ist die Erz\u00e4hlstimme? Was ist die semantische Ebene eines Gedichts und was die narrative Struktur? Was bedeuten Alliteration, Anapher, Parallelismus und Klimax in Texten?<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.digitale-schule-bayern.de\/dsdaten\/451\/764.html\" target=\"_blank\">Epochen\u00fcberblick Realismus<\/a> (digitale-schule.de)<br \/>\n<em>Dieser Epochen\u00fcberblick beschreibt die verschiedenen Romanarten des Realismus, nennt ber\u00fchmte Autoren und Werke und erkl\u00e4rt, wie Lyrik, Epik und Drama im Realismus aussahen.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.uni-bielefeld.de\/lili\/personen\/seiler\/drucke\/realismus\/uebersicht.html\" target=\"_blank\">Der Realismus-Begriff<\/a> (Universit\u00e4t Bielefeld)<br \/>\n<em>Zur Entstehung des Realismus-Begriffs, zur Bedeutung der Kategorien<\/em> Wahrscheinlichkeit <em>und<\/em> Wesentlichkeit <em>f\u00fcr den Realismus. Dieser digitalisierte akademische Aufsatz erz\u00e4hlt euch mehr \u00fcber die Herkunft und die Bedeutung des Begriffs<\/em> Realismus.<\/p>\n<p><strong>Theodor Fontane<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2003\/07\/KA-Sch_9flerbiblio_07\" target=\"_blank\">Lauter Innstettens, \u00fcberall<\/a> (DIE ZEIT Nr. 07\/2003)<br \/>\n<i>Warum die Figuren aus <\/i>Effi Briest<i> auch heute noch von best\u00fcrzender Gegenw\u00e4rtigkeit sind. Warum sind wir immer noch ungl\u00fccklich und leben doch noch nicht anders?<\/i><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2013\/15\/alte-buecher-gegenwart-effi-briest\" target=\"_blank\">Fontanes Effi: Heute ein Missbrauchsopfer<\/a> (DIE ZEIT Nr. 15\/2013)<br \/>\n<i>Welche Relevanz hat <\/i>Effi Briest<i> noch \u00fcber 100 Jahre sp\u00e4ter? Was k\u00f6nnen wir heute, in einer Zeit viel freierer Liebe, aus dem Roman ziehen? Was w\u00e4re der heutige Skandal?<\/i><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2009\/47\/Vorbilder-Fontane\" target=\"_blank\">Lob des Eigensinns: Theodor Fontane<\/a> (DIE ZEIT Nr. 47\/2009)<br \/>\n<i>Inwiefern kann uns die Person Theodor Fontane als Vorbild dienen? Ein Beispiel daf\u00fcr, dass man als Individuum immer auch anders kann als die Konventionen es von einem verlangen.<\/i><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/br-alpha\/klassiker-der-weltliteratur\/theodor-fontane?documentId=15671894\" target=\"_blank\">Fontane zwischen Freigeist und Seriosit\u00e4t<\/a> (BR Klassiker der Weltliteratur, 06.11.2012)<br \/>\n<i>Fontane lebte im Widerspruch: Einerseits sehnte er sich danach, seine Meinung frei und ironisch \u00e4u\u00dfern zu d\u00fcrfen. Andererseits schrieb er f\u00fcr die reaktion\u00e4re Kreuz-Zeitung, die Otto von Bismarck mitgegr\u00fcndet hatte. Als Romanautor trat er erst sehr sp\u00e4t im Leben auf, daf\u00fcr aber mit Erfolg.<\/i><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.br.de\/radio\/bayern2\/sendungen\/radiowissen\/deutsch-und-literatur\/theodor-fontane-dossier100.html\" target=\"_blank\">Theodor Fontane: Das Poetische hat immer Recht<\/a> (BR RadioWissen, 23.08.2011)<br \/>\n<i>Wie k\u00f6nnen Sicherheitsbed\u00fcrfnis und k\u00fcnstlerisches Schaffen verbunden werden? Wie Fontane zu einem b\u00fcrgerlichen Schriftsteller wurde.<\/i><\/p>\n<p><strong>Theodor Storm<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.storm-gesellschaft.de\/\" target=\"_blank\">Theodor Storm Gesellschaft<\/a><br \/>\n<em>Hier kann man Theodor Storm und sein Werk kennenlernen. Es gibt Informationen zu Gesamtwerk und Biografie, vertiefende Materialien und detaillierte Interpretationen einiger seiner Werke.<\/em><\/p>\n<p><em><\/em><a href=\"http:\/\/www.humboldtgesellschaft.de\/inhalt.php?name=schimmelreiter\" target=\"_blank\">Der Schimmelreiter \u2013 oder: Der Fluch \u00fcber der Aufkl\u00e4rung (Humboldt Gesellschaft)<\/a><br \/>\n<em>Theodor Storms <\/em>Schimmelreiter<em> ist stark von Landschaft und Gesellschaft in Norddeutschland, vor allem der Gegend um Husum, gepr\u00e4gt. Der Autor gibt Einblick in Theodor Storms Gedankenwelt und interpretiert einige Gedichte Storms so wie den Schimmelreiter.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=uZvRYBszWmo\" target=\"_blank\">Theodor Storm: <i>Die Stadt<br \/>\n<\/i><\/a><i>Auch wenn Lyrik im Realismus nur eine untergeordnete Rolle spielt, ist das Gedicht <\/i>Die Stadt<i> von Theodor Storm ein Klassiker, welches die emotionale Verbundenheit des lyrischen Ichs mit der tristen, grauen Stadt aufzeigt. Hier gelesen von Fritz Stavenhagen (YouTube).<\/i><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/bayern-2\/radiotexte-bayern-2?documentId=15470926\" target=\"_blank\">Theodor Storms <i>Immensee<\/i><\/a> \u00a0(BR RadioTexte, 29.06.2013)<br \/>\n<i>Gelesen von Joachim H\u00f6ppner.<\/i><\/p>\n<p><strong>Gottfried Keller<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.br.de\/radio\/bayern2\/sendungen\/radiowissen\/gottfried-keller110.html\" target=\"_blank\">Gottfried Keller: Romeo und Julia auf dem Dorfe<\/a> (BR RadioWissen, 27.01.2012)<br \/>\n<em>Gottfried Kellers \u201cRomeo und Julia auf dem Dorfe\u201d ist eine Novelle des poetischen Realismus. Keller erz\u00e4hlt die altbekannte Geschichte einer Liebe, die nicht sein darf, weil gesellschaftliche Werte und Normen ihr im Wege stehen. Im Radiobeitrag erz\u00e4hlen die Sprecher, warum seine Erz\u00e4hlung nicht einfach eine Nacherz\u00e4hlung von Shakespeares Original ist.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/1979\/13\/der-gruene-heinrich\" target=\"_blank\">Gottfried Keller: Der gr\u00fcne Heinrich<\/a> (DIE ZEIT Nr. 13\/1979)<br \/>\n<em>Kein gro\u00dfer Roman deutscher Sprache hat eine im Sinn b\u00fcrgerlicher Disziplin so bem\u00fchende Entstehungsgeschichte.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/1970\/39\/buerger-poet-und-egozentriker\" target=\"_blank\">B\u00fcrger, Poet und Egozentriker<\/a> (DIE ZEIT Nr. 39\/1970)<br \/>\n<i>Das oft verharmloste, doppelb\u00f6dige Werk Gottfried Kellers.<\/i><\/p>\n<h3>Weitere Autoren des Realismus<\/h3>\n<p><a href=\"http:\/\/www.br.de\/mediathek\/video\/sendungen\/klassiker-der-weltliteratur\/fjodor-dostojewski-roman-schuld-und-suehne102.html\" target=\"_blank\">Ein Klassiker der Weltliteratur von Fjodor Dostojewski<\/a>\u00a0 (BR alpha, 29.11.2010)<br \/>\n<i>Obwohl der Titel richtiger \u00fcbersetzt &#8222;Verbrechen und Strafe&#8220; lautet, hat sich &#8222;Schuld und S\u00fchne&#8220; eingebrannt. Genau wie die Geschichte des Jurastudenten Raskolnikow, die Dostojewski in seinem vielleicht ber\u00fchmtesten Roman erz\u00e4hlt &#8211; die Geschichte eines fast perfekten Mordes. Moderiert von Tilman Spengler.<\/i><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.br.de\/radio\/bayern2\/sendungen\/radiowissen\/deutsch-und-literatur\/fjodor-dostojewski-grossinquisitor100.html\" target=\"_blank\">Schickt er Jesus auf den Scheiterhaufen? Dostojewskijs \u201cGro\u00dfinquisitor\u201d<\/a> (BR RadioWissen, 29.10.2013)<br \/>\n<em>Fjodor Dostojewskis letzter Roman war <\/em>Die Br\u00fcder Karamasow<em>. Die drei Br\u00fcder personifizieren im Roman drei verschiedene Reifestufen des Menschen. Das ber\u00fchmte Kapitel \u201cDer Gro\u00dfinquisitor\u201d ist ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr das Recht auf Selbstbestimmung. Im Radiobeitrag stellen die Sprecher den Autor und das Werk vor.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.br.de\/fernsehen\/br-alpha\/sendungen\/klassiker-der-weltliteratur\/balzac-vater-goriot-comedie-humaine100.html\" target=\"_blank\">Honor\u00e9 de Balzac \u2013 <em>Vater Goriot<\/em><\/a> (BR alpha, 14.06.2010)<br \/>\n<em>Balzac kann ohne \u00dcbertreibung als Schreibw\u00fctiger gelten \u2013 obgleich er von den geplanten 137 B\u00fcchern der <\/em>Com\u00e9die humaine<em> (<\/em>Die menschliche Kom\u00f6die<em>) am Ende dann doch nur 88 schrieb. Aus diesem Beitrag erf\u00e4hrt man mehr \u00fcber seine Zeit und die Werke.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.hebbel-gesellschaft.de\/index.php?page=lebenschronik\" target=\"_blank\">Hebbel Lebenschronik<\/a> (Hebbel Gesellschaft e.V.)<br \/>\n<em>Im 19. Jahrhundert haben viele Menschen ausf\u00fchrlich Tagebuch geschrieben und einen regen Briefkontakt mit Familie und Freunden gepflegt. So auch der Dramatiker Friedrich Hebbel, dessen Biographie hier nachvollzogen werden kann. Illustriert sind die Stationen und Erlebnisse seines Lebens anhand von Tagebuchausz\u00fcgen, Briefen und Biografien.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2005\/24\/Stifter_neu\" target=\"_blank\">Der Waldg\u00e4nger<\/a> (DIE ZEIT Nr. 43\/2005)<br \/>\n<em>Ober\u00f6sterreich feiert den zweihundertsten Geburtstag von Adalbert Stifter, einem gro\u00dfen Dichter der Natur. Eine Wanderung durch das M\u00fchlviertel auf seinen Spuren.<\/em><\/p>\n<p>Sie m\u00f6chten noch mehr Lesestoff? <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/suche\/index\">Hier k\u00f6nnen Sie das Archiv von ZEIT und ZEIT ONLINE durchsuchen<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/schueler\/literatur\/\">Zur\u00fcck zur \u00dcbersicht.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die zweite H\u00e4lfte des 19. 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