{"id":6196,"date":"2014-09-04T08:00:47","date_gmt":"2014-09-04T06:00:47","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/schueler\/?p=6196"},"modified":"2014-09-10T15:38:31","modified_gmt":"2014-09-10T13:38:31","slug":"kant-menschheits-zweck-formel-konsum-ethik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/schueler\/2014\/09\/04\/kant-menschheits-zweck-formel-konsum-ethik\/","title":{"rendered":"Die harmlosen Garnelen und Kant"},"content":{"rendered":"<p><i style=\"font-size: 13px;\">Aus unserer Serie: <a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/schueler\/2013\/09\/19\/einfuehrung-in-die-philosophie\/\">Einf\u00fchrung in die Philosophie<\/a><\/i><\/p>\n<p><em>Wir pr\u00fcfen mit Kant, ob konventioneller Konsum vertretbar ist.<\/em><br \/>\n<figure id=\"attachment_6251\" aria-describedby=\"caption-attachment-6251\" style=\"width: 580px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-6238\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/schueler\/files\/2014\/09\/zeit_supermarkt-kauf04-580x326.jpg\" alt=\"Was kann ich guten Gewissens noch kaufen? \u00a9 ZEIT ONLINE\/David F\u00fcleki\" width=\"580\" height=\"326\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-6251\" class=\"wp-caption-text\">Hackfleisch aus Massentierhaltung, Socken aus Bangladesch, in Sklaverei gefischte Garnelen: Was kann ich guten Gewissens noch kaufen? \u00a9 ZEIT ONLINE\/David F\u00fcleki<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Was kann ich essen? Was darf ich kaufen? Was kann ich importieren? Was ist nachhaltig? Fairtrade-Produkte, lokaler Einkauf, Vegetarismus und Veganismus sind im Kommen. Kaum ein Lebensmittelladen, der nicht mindestens ein Bio-Regal anbietet, Bio-Supermarktketten er\u00f6ffnen allerorten, viele klassische Importwaren wie Kaffee oder Kakao bekommt man \u00fcberall auch in einer Fairtrade-Variante. Auf Bahnsteigwerbungen prahlen Eishersteller offensiv mit dem Fairtrade-Label. Doch an der Idee, den Markt durch sein Konsumverhalten ver\u00e4ndern zu k\u00f6nnen, gibt es Zweifel: &#8222;Wenn Du so anf\u00e4ngst, darfst Du gar nichts mehr essen&#8220;. &#8222;Wir k\u00f6nnen doch eh nichts ausrichten&#8220;. &#8222;Die da oben k\u00fcmmern sich doch auch nicht darum&#8220;. Aber: Bedeutet, dass man wenig \u00e4ndern kann, gleichzeitig, dass es <i>gut<\/i> ist, wie wir konventionell konsumieren?<\/p>\n<p>Stellen Sie sich folgende Situation vor: Es ist Anfang 2014 und Sie stehen im Discounter, umgeben von braunen Fliesen, Neonlicht, Bananenduft. Vor Ihnen eine \u00fcberbordende Auswahl an billigen Lebensmitteln, die sich eng gepackt auf den Regalen stapeln. Sie wissen: Irgendwie m\u00fcssen diese g\u00fcnstigen Preise zustande kommen, und Sie wissen auch, dass dies teils durch die Arbeitsbedingungen der Hersteller, teils durch die niedrigen Lohnniveaus in fernen Herstellerl\u00e4ndern und entsprechend lange Transportwege erzielt wird.<\/p>\n<p>Fragen Sie sich einmal bevor sie kaufen: Bei welchem Produkt verursacht der Kauf am meisten Leid, bei welchem am wenigsten?<\/p>\n<p>Es gibt: Socken, hergestellt in Bangladesch, \u00c4pfel aus S\u00fcdamerika, Weintrauben aus Indien, Hackfleisch, dessen Herkunftsland nicht auszumachen ist, Mineralwasser aus S\u00fcdeuropa und einiges mehr. Auch Garnelen sind im Sortiment.<\/p>\n<p>Die einfachste Methode, zu erheben, wie gut oder schlecht der Einkauf sein kann, ist eine Folgenabsch\u00e4tzung. Diese Folgenabsch\u00e4tzung ist ein Verfahren, um die Konsequenzen einer Handlung zu erkennen. Man tut dies, um im sogenannten konsequenzialistischen Denken den moralischen Wert einer Handlung festlegen zu k\u00f6nnen. Dazu muss man aus verschiedenen Faktoren eine Bilanz bilden. Die Faktoren sind: 1.) Die Arten der Konsequenzen der Handlung, 2.) das Gl\u00fcck, das die Handlung bei den Betroffenen hervorruft, 3.) das Leid, das die Handlung bei den Betroffenen hervorruft und 4.) die jeweilige Anzahl der positiv oder negativ betroffenen. Man kann sagen: Die Folgen des Einkaufs machen seinen moralischen Wert aus.<\/p>\n<h3>Die schlechteste Wahl<\/h3>\n<p>Nehmen wir einmal an, Ihr gedankenschwerer Einkauf h\u00e4tte im Januar 2014 stattgefunden und Sie h\u00e4tten sich daf\u00fcr an eine Filiale des Discounters Aldi Nord gewendet. \u00dcber die <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2014-06\/aldi-nord-sklavenarbeit-garnelen\" target=\"_blank\">Produktionsbedingungen von Garnelen-Produkten bei Aldi Nord<\/a> konnte Ihnen bis dahin noch nichts bekannt sein. Sie sortierten also die Produkte nach moralischem Wert: Welches hat am wenigsten negative Folgen? Hackfleisch verursacht Leid bei den geschlachteten Tieren, eventuell bei den Arbeitern in der Fabrik, und je nachdem, woher es herbei gefahren wurde, ist die Klimabilanz schlecht. Die Katastrophen und Arbeitsbedingungen in den Textilfabriken der Entwicklungsl\u00e4nder, aus denen das besagte Sockenpaar stammt, sind <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/brand-in-textilfabrik-in-pakistan-solidaritaet-bei-h-m-metro-zara-a-856851.html\" target=\"_blank\">Ihnen<\/a> <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2013-10\/brand-textilfabrik-bangladesch-tote\">hinl\u00e4nglich<\/a> <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/unternehmen\/2013-09\/modeindustrie-fair-trade-bangladesch\">bekannt<\/a>. Ganz klar: F\u00fcr jedes der zum Verkauf stehenden Produkte sind Szenarien denkbar, die f\u00fcr eine schlechte Bilanz sprechen. Und weil es schwer f\u00e4llt zu entscheiden, welches denn nun der &#8222;schlechteste&#8220; Einkauf ist, sammeln sich w\u00e4hrend unserer Folgenabsch\u00e4tzung m\u00f6glicherweise fast alle Produkte am unteren Ende der Werte-Skala.<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_6200\" aria-describedby=\"caption-attachment-6200\" style=\"width: 580px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-6200 \" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/schueler\/files\/2014\/07\/Garnelen_Jon_Worth.jpg\" alt=\"Garnelen_Jon_Worth Kant Ethik\" width=\"580\" height=\"326\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-6200\" class=\"wp-caption-text\">CC BY 2.0 <a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/83015819@N00\/\">Jon Worth<\/a><\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Passiert dies, ist unser Experiment gegl\u00fcckt: Denn beim Versuch einer genauen Folgenabsch\u00e4tzung gibt es eine ganze Reihe Probleme, die das Experiment zeigen kann. Es ist zum Beispiel nicht einfach, die Folgen seines Einkaufs abzusch\u00e4tzen. Es ist nicht einfach, abzusch\u00e4tzen, wie intensiv das Leid oder Gl\u00fcck ist, das der Einkauf verursacht, denn f\u00fcr Gl\u00fcck oder Leid gibt es keine Ma\u00dfeinheit. Es ist nicht einfach, abzusch\u00e4tzen, wie viele Menschen das hervorgerufene Gl\u00fcck oder Leid in erster Linie oder als indirekt Betroffene empfinden. Damit sind die grundlegenden Probleme der konsequenzialistischen Folgenabsch\u00e4tzung, oder des <i><a href=\"http:\/\/www.abipur.de\/referate\/stat\/642124735.html\">hedonistischen Kalk\u00fcls<\/a><\/i>, herausgestellt.<\/p>\n<p>Konsequenzialistisches Denken hat also seine Schw\u00e4chen, wie wir weiter auch sehen werden. Infolge dieser Schw\u00e4chen und Unsicherheiten kann man viele Verhaltensweisen rechtfertigen.<\/p>\n<h3>Alles nicht so schlimm?<\/h3>\n<p>Mitte Juni wird bekannt: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2014-06\/aldi-nord-sklavenarbeit-garnelen\" target=\"_blank\">M\u00f6glicherweise sind manche Garnelenprodukte des Discounters Aldi Nord in Sklavenarbeit entstanden<\/a>. Gemeint ist nicht Sklavenarbeit im \u00fcbertragenen Sinne, sondern es geht um Sklaven, die ohne Lohn unter Zwang auf den Kuttern festgehalten werden. Gehen wir f\u00fcr unseren Zweck einmal davon aus, dass dies stimmt und dass die Garnelen, die Sie schlussendlich kauften, wirklich betroffen waren. &#8222;Damit konnte keiner rechnen!&#8220;, k\u00f6nnten Sie im wahren Wortsinne einwenden, denn sonst h\u00e4tten Sie die Garnelen beim Gl\u00fcckskalk\u00fcl sicherlich schlechter bewertet. Und wenn wir konsequenzialistisch werten, sind die Auswirkungen Ihres Einkaufs auch tats\u00e4chlich verschwindend gering. Mit anderen Worten: Die Produkte der betroffenen Firma <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/world\/2014\/jun\/19\/cp-foods-condemns-slavery-human-trafficking-fishing-industry\" target=\"_blank\"><i>CP Foods<\/i><\/a> werden weltweit von Millionen Menschen gekauft. Damit ist die Leidbilanz ihrer zwei Garnelenpackungen nicht so schlimm. Zwar hatten Sie Anteil am Leid von Sklaven, aber das nur in verschwindend geringem Ma\u00dfe. Und \u00fcberhaupt: Wir kennen doch die Probleme des Gl\u00fcckskalk\u00fcls \u2013 und wie h\u00e4tte man solche Auswirkungen erwarten k\u00f6nnen? &#8222;Man denkt doch nicht an so etwas, wenn man einkaufen geht!&#8220; Urteilen k\u00f6nnen h\u00e4tten Sie kaum. Und vielleicht haben Sie ja sogar in einer Filiale eingekauft, die beinahe geschlossen worden w\u00e4re. Dann h\u00e4tten Sie durch Ihren strukturf\u00f6rdernden Einkauf vielleicht sogar eine Menge Gl\u00fcck bei den heimischen Angestellten des Discounters erzeugt, und zwar soviel, dass es Ihren geringen Anteil am Sklavenleid aufwiegt. Also: Alles nicht so schlimm und es sind Ihnen keine Vorw\u00fcrfe zu machen. Korrekt?<\/p>\n<p>Probieren wir es einmal mit dem <em>Kategorischen Imperativ<\/em>: &#8222;Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die zu zugleich wollen kannst, da\u00df sie ein allgemeines Gesetz werde.&#8220; Der Verallgemeinerungstest (&#8222;kann ich meinen Handlungsgrundsatz zum allgemeinen Gesetz machen wollen?&#8220;) ist im Beispiel von der Sklavenarbeit zun\u00e4chst nicht ganz einfach. Probieren wir die Verallgemeinerung einmal:<\/p>\n<p>Die Handlung: Wir kaufen billige Garnelen vom Discounter, die in Sklavenarbeit gefischt worden sind.<\/p>\n<p>Die abgeleitete Maxime: <i>Willst Du billige Produkte, greife auf Sklavenarbeit zur\u00fcck. <\/i><\/p>\n<p>Denken wir uns diese Maxime als allgemeinen Handlungsgrundsatz: Zugegeben, sie mag merkw\u00fcrdig sein. Kant stellt ja aber die Frage, ob wir es wollen <em>k\u00f6nnen<\/em>, dass man die Maxime verallgemeinert. Damit wir es <em>nicht<\/em> wollen <em>k\u00f6nnen<\/em>, m\u00fcsste sich an der Maxime ein logischer Widerspruch ablesen lassen, der dazu f\u00fchrt, dass sich die Maxime, mit den Worten Kants, <em>selbst zerst\u00f6rt<\/em>. (Wie das aussehen kann, haben wir <a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/schueler\/2013\/09\/19\/immanuel-kant-anschauung-ethik-staatenbund\/\" target=\"_blank\">hier anhand des Beispiels vom Versprechen gezeigt<\/a>.) In unserem Beispiel ist das offenbar nicht der Fall. Also ist es legitim, Sklaven f\u00fcr uns arbeiten zu lassen. Korrekt?<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich ist es das nicht. Passenderweise h\u00e4lt Kant f\u00fcr unseren aktuellen Fall ein wichtiges Puzzlest\u00fcck f\u00fcr uns bereit: Die sogenannte <em>Menschheitszweckformel<\/em>. Kant leitet sie in Umschweifen vom Kategorischen Imperativ ab. Sie lautet:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Handle so, da\u00df du die Menschheit, sowohl in deiner Person als in der Person eines jeden anderen, jederzeit zugleich als Zweck, niemals blo\u00df als Mittel brauchtest.&#8220; (<em>Grundlegung zur Metaphysik der Sitten<\/em>, 429; <a href=\"http:\/\/www.zeno.org\/Philosophie\/M\/Kant,+Immanuel\/Grundlegung+zur+Metaphysik+der+Sitten\/Zweiter+Abschnitt%3A+%C3%9Cbergang+von+der+popul%C3%A4ren+sittlichen+Weltweisheit+zur+Metaphysik+der+Sitten\">zwischen 60 und 61<\/a>).<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Umformulierung passt genau auf unsere Situation. Denn in welchem Fall haben wir es deutlicher damit zu tun, dass wir Menschen blo\u00df als Mittel unseres Handelns sehen, als bei Sklaverei?<\/p>\n<p>Wie kann es aber f\u00fcr Kant so einleuchtend sein, dass die Menschheit oder einzelne Menschen nicht blo\u00df als Mittel verwendet werden d\u00fcrfen? Der Grund daf\u00fcr liegt in einer Setzung des Selbstzwecks der Vernunft, die Kant f\u00fcr die <i>Grundlegung zur Metaphysik der Sitten<\/i> voranstellt. Darin erstellt Kant eine ethische Theorie, die f\u00fcr alle vernunftbegabten Wesen gelten soll, unabh\u00e4ngig von ihren <em>Interessen<\/em> und <em>Neigungen<\/em> und unabh\u00e4ngig von den <em>Situationen<\/em>, in denen sie sich befinden.<\/p>\n<h3>Kants Ma\u00dfstab des guten Handelns<\/h3>\n<p>Interessen und Neigungen k\u00f6nnen unterschiedlich sein. W\u00fcrde man sie zum Ma\u00dfstab des guten Handelns machen, k\u00e4me man zu lauter Wenn-Dann-S\u00e4tzen: &#8222;Wenn Du einen guten Ruf haben willst, zieh\u2018 keine vergammelte Kleidung an!&#8220;, oder &#8222;Wenn du ein guter Fotograf werden willst, dann w\u00e4hle deine Motive so, dass andere sie nicht entdecken k\u00f6nnen!&#8220; Offensichtlich handelt es sich um alles andere als um universale Prinzipien, die immer und f\u00fcr jeden gelten. Unser zweiter Satz zum Beispiel gilt nur dann, <em>wenn<\/em> ich ein guter Fotograf werden will. Deshalb hei\u00dfen diese S\u00e4tze <em>hypothetische<\/em> Imperative, also: Handlungsanweisungen, die abh\u00e4ngig sind von ihren &#8222;wenn&#8220;-Bedingungen.<\/p>\n<p>Der<em> kategorische<\/em> Imperativ hingegen steht \u00fcber all dem und gilt <i>in jeder Situation <\/i>f\u00fcr<i> alle vernunftbegabten<\/i> <em>Wesen<\/em>. Damit er das kann, muss er aus dem, was die Vernunft ist, unmittelbar ableitbar sein. Denn alle vernunftbegabten Wesen k\u00f6nnten sich in jeglicher Hinsicht stark voneinander unterscheiden, nur darin nicht: die Begabung zur Vernunft haben sie alle gemein. Kant muss die Vernunft darum als das einzige Kriterium setzen, auf das er sich f\u00fcr sein Projekt beruft.<\/p>\n<p>Laut Kant existiert die Vernunft als Zweck an sich selbst. Das hei\u00dft: Sie als Zweck zu haben gilt zun\u00e4chst einmal f\u00fcr jedes Vernunftwesen unmittelbar und unbedingt. Damit unterscheidet sie sich von allen anderen, individuellen Zwecken. Zum Beispiel &#8222;sch\u00f6ne billige Garnelen&#8220; zum universellen Zweck f\u00fcr alle Vernunftwesen zu erheben, w\u00e4re offensichtlicher Unsinn. Individuelle Interessen und Neigungen sind eben nicht absolut: Nicht jeder mag \u2013 zum Gl\u00fcck! \u2013 sch\u00f6n billige Garnelen. Oder anders herum: Wenn ich f\u00fcr alle denkbaren vernunftbegabten Wesen eine einzige Weise bestimmen will, um sie zu behandeln, muss ich fragen, welche Interessen sie teilen, und da individuelle Interessen daf\u00fcr nicht infrage kommen, bleibt als Kriterium nur die Vernunft. Sie m\u00fcssen daher <i>mindestens als Zweck<\/i> behandelt werden, denn sie sind ja vernunftbegabt.<\/p>\n<p>Das ist Kants Ausgangspunkt: Kein anderer Wert hat den absoluten Anspruch der Vernunft, der f\u00fcr alle Menschen geltend gemacht werden kann. K\u00f6nnen Sie den Ruhm f\u00fcr alle Menschen verbindlich zum Zweck erkl\u00e4ren? Oder den Reichtum? Nein: Nicht jeder Mensch m\u00f6chte Ruhm, und nicht jeder m\u00f6chte gro\u00dfen Reichtum; Eremiten legen davon Zeugnis ab. Aber: Alle Menschen teilen die Begabung zur Vernunft. Darum kann man sie keinem anderen Wert ausschlie\u00dflich unterordnen, oder anders gesagt: Sie zum <i>blo\u00dfen<\/i> Mittel f\u00fcr diesen anderen Wert machen. Dies gilt <i>f\u00fcr<\/i> alle vernunftbegabten Wesen und ergibt sich <i>aus<\/i> der Vernunft: Also ist es ein objektives Prinzip.<\/p>\n<p>Wir haben aber durch den Garnelenkauf genau das getan, was Kant in der Menschheitszweckformel ausdr\u00fcckt: Wir haben Menschen als Mittel f\u00fcr die Erlangung g\u00fcnstiger Garnelen verwendet, ohne ihnen in irgendeiner Weise gerecht zu werden, sei es durch Entlohnung, sei es dadurch, dass wir Ihnen ihre Freiheit zugestanden h\u00e4tten, zu gehen. Also haben wir gegen Kants objektiv geltendes Prinzip versto\u00dfen und k\u00f6nnen mit Kant schlie\u00dfen: Unsere Handlung war objektiv schlecht, egal, was wir wissen konnten oder ob es nur zwei kleine Packungen Garnelen waren.<\/p>\n<p>Was halten Sie von der Menschheitszweckformel? Glauben Sie, durch Ihr Konsumverhalten etwas an den Produktionsbedingungen anderswo auf der Welt \u00e4ndern zu k\u00f6nnen? Oder lehnen Sie solches Denken ab?<\/p>\n<h3>Weiterf\u00fchrende Materialien:<\/h3>\n<p>[youtube http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=hpAMbpQ8J7g]<\/p>\n<ul>\n<li>In diesem Video analysiert Philosoph Slavoj \u017di\u017eek die moderne Warenkultur, die die Wiedergutmachung in den Einkaufsprozess integriert: Wer einen Kasten Krombacher kauft, rettet einen Quadratmeter Regenwald. Wer seinen Kaffee bei Starbucks kauft, investiert in fairen Handel und Anbau. Strukturell, meint \u017di\u017eek, w\u00fcrden diese Ma\u00dfnahmen nichts an der Armut und Abh\u00e4ngigkeit der Produzenten in der zweiten und dritten Welt \u00e4ndern, im Gegenteil: Ihre Lage w\u00fcrde sich sogar verschlechtern. (Englisch. Quelle: RSAnimate\/YouTube)<\/li>\n<li>Keine Garnelen gegessen \u2013 keine Sklaven bezahlt? Bei <a href=\"Slaveryfootprint.org\">Slaveryfootprint.org<\/a> k\u00f6nnen Sie erheben, wie viele Sklaven ungef\u00e4hr f\u00fcr Sie arbeiten.<\/li>\n<li>Aus welchen L\u00e4ndern stammt die Mode in unserem Kleiderschrank? Und was bedeutet &#8222;Made in Bangladesh&#8220; oder &#8222;Made in Italy&#8220;? ZEIT ONLINE hat die 41 Produktionsl\u00e4nder der zehn in Deutschland meistverkauften Marken zusammengetragen, von C+A bis Jack Wolfskin. Dazu zeigt die ZEIT-ONLINE-Weltkarte generelle Informationen \u00fcber das Entwicklungsniveau, die Arbeitsrechts- und Arbeitsschutzsituation vor Ort und das Engagement der Modemarken im Hinblick auf Sozialstandards in ihrer Lieferkette. Ver\u00e4ndert sich die Industrie nach der Katastrophe von Bangladesch? <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/lebensart\/mode\/2013-09\/fair-trade-oder-ausbeutung-modemarken-check-h-m\" target=\"_blank\">Diese Infografik gibt Aufschl\u00fcsse<\/a>. (Quelle: ZEIT ONLINE)<\/li>\n<\/ul>\n<p><i style=\"font-size: 13px;\">Hier gelangen Sie zur\u00fcck zur \u00dcbersicht: <a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/schueler\/2013\/09\/19\/einfuehrung-in-die-philosophie\/\">Einf\u00fchrung in die Philosophie<\/a><\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus unserer Serie: Einf\u00fchrung in die Philosophie Wir pr\u00fcfen mit Kant, ob konventioneller Konsum vertretbar ist. &nbsp; Was kann ich essen? Was darf ich kaufen? Was kann ich importieren? Was ist nachhaltig? Fairtrade-Produkte, lokaler Einkauf, Vegetarismus und Veganismus sind im Kommen. 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