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Harvard-Studie: Boni für Lehrer? In New York haben sie nichts gebracht

 

Im „Handelsblatt“ vom 31.3.2001 (leider nur in der Printausgabe) wird eine interessante Studie des Harvard-Ökonomen Roland Fryer vorgestellt (hier zum Download). Er wertet ein New Yorker Projekt aus: An 233 von 400 öffentlichen Schulen in New York bekamen die Lehrer Bonuszahlungen, wenn die Schulen bestimmte Zielvorgaben erreichte, die anderen Schulen dienten als Kontrollgruppe.

Das Ergebnis: Die Lehrer änderten ihr Verhalten trotz verlockender Boni nicht, sie führten ihre Schüler nicht zu besseren Leistungen als ihre Kollegen an den Schulen ohne Bonuszahlungen, sie waren nicht einmal fleißiger im Fragebogenausfüllen.

Die Forscher hatten das Ergebnis nicht erwartet, denn vergleichbare Experimente in Entwicklungsländern hatten andere Ergebnisse gezeitigt. Über die Ursachen kann Fryer nur spekulieren. Er vermute, so das „Handelsblatt“, dass das Anreizsystem zu kompliziert und undurchschaubar war.

3 Kommentare


  1. […] Harvard-Studie: Boni für Lehrer? In New York haben sie nichts gebrachtZEIT ONLINE (Blog)Er wertet ein New Yorker Projekt aus: An 233 von 400 öffentlichen Schulen in New York bekamen die Lehrer Bonuszahlungen, wenn die Schulen bestimmte Zielvorgaben erreichte, die anderen Schulen dienten als Kontrollgruppe. Das Ergebnis: Die Lehrer …und weitere » […]

  2.   bernd64

    Ich denke, dass die Antwort ganz einfach ist. Entgegen allen Vorurteilen wollen Lehrer ihren Schülern soviel und so gut wie möglich den Lehrstoff beibringen.
    In den Entwicklungsländern gibt es aber noch genug wenig gebildete und besonders sschlecht bezahlte Lehrer sowie viele Gründe warum Kinder nicht in die Schule gehen. Lehrer haben also einen Anreiz mehr selbst zu lernen und ihre Schule ihren Schülern näher zu bringen.
    In den USA, aber auch Deuschland schickt man seine Kinder, wenn sie etwas lernen/werden sollen auf eine Privatschule mit dem mehr oder weniger unmotivierten Rest dürfen sich dann die öffentlichen Schulen rummschlagen.
    Gute, interessierte Schüler sind der Stolz eines jeden Lehrers, nur sind Lehrer auch keine Übermenschen, die sich ihre Schüler backen können. Zuviele Lehrer sind einfach ausgebrannt von den sinnlosen Diskussionen mit Methode A wird alles besser, fangen wir nächste Woche an, in 14 Tagen ist dann Methode B der Hit und alle Eltern wollen für ihr Kind die Methode von der sie überzeugt sind, wenn sie die Schule überhaupt interessiert.
    Abstrakt bedeutet diese Art des finaziellen Anreizes doch, dass jeder Schüler alles zu 100% lernen kann. Wie realistisch ist das denn?
    Hat eine Schraubernfabrik 30% Ausschuß, dann kann sie sich sicher verbessern, hat sie aber nur noch 1% wird das schwierig.


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