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Hurrelmann fordert Staatsvertrag über einheitliche Schulstruktur in D

 

Der Bildungsforscher Klaus Hurrelmann fordert eine einheitliche Schulstruktur für alle Bundesländer. Neben dem Gymnasium solle es nur noch eine zweite Schulform geben, die auch zum Abitur führt und bundesweit den gleichen Namen trägt. In einem Gespräch mit der ZEIT fordert Hurrelmann die Bundesländer dazu auf, das in einem Staatsvertrag verbindlich festzuschreiben.
Das jetzige Durcheinander bei den Schulformen mache den Eltern die Orientierung unmöglich. „Zudem“, so Hurrelmann, „widerspricht das Durcheinander dem Grundgesetz, das gleichwertige Lebensverhältnisse fürs ganze Bundesgebiet festschreibt.“
So ein Vertrag widerspreche nicht der Kulturhoheit der Länder, auch die Hauptschule sei in den 1960er Jahren auf diesem Weg eingeführt worden, so Hurrelmann. „Wie die Länder die gemeinsame Schulstruktur dann ausfüllen, ist ihre Sache.“

Klaus Hurrelmann ist Professor für Bildungs- und Gesundheitswissenschaft an der Hertie School of Governance in Berlin.

Vor genau zwanzig Jahren hat Hurrelmann in einem ZEIT-Artikel das Zwei-Wege-Modell für die Schulstruktur gefordert: Neben dem Gymnasium solle es nur noch eine Schulform geben, an der gute Schüler auch das Abitur machen könnten.

Hier noch ein Kommentar von mir aus dem Jahr 2007, als sich die Hamburger CDU dem Zwei-Wege- (oder Zwei-Säulen-) Modell angeschlossen hat.

Sowie ein Interview meines Kollegen Martin Spiewak mit dem Bildungshistoriker Heinz-Elmar Tenorth zum gleichen Thema.

 

 

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