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High Noon in Moskau

 

Aus Moskau begrüßt Sie Ihr Schachreporter. Seit drei Wochen ist er hier und berichtet von der Weltmeisterschaft. Seit Tagen will er nach Hause. Aber die Meister werden und werden nicht fertig. Heute müssen sie. Heute fällt die Entscheidung.

Leute, die alles am besten wissen, sagen, diese WM sei langweilig, zehn Remisen in zwölf Runden. Ihr Schachreporter hält dagegen: Dieser Zweikampf hat das verrückteste Finale seit 126 Jahren, bis zu 15 schnelle und superschnelle Entscheidungspartien binnen weniger Stunden.

Anand gegen Gelfand – und nur einer von beiden wird am Ende des Tages die Schachkrone tragen. Drama, Schicksal, Wahnsinn.

Um zehn Uhr deutscher Zeit geht es los. In Moskau ist es dann schon zwölf, High Noon.

 

3 Kommentare

  1.   Brucer

    Ach ZEIT, eine Live-Reportage vom Finalspiel der Schach-WM: mir wird ganz warm ums Herz! Danke, dass es so eine (Online-)Zeitung wie Euch gibt!


  2. Gimme! Gimme! Gimme! Chess rapidly! Vielleicht sollten Sie, lieber Herr Stock, schnell noch die Auftakt-Jingles des legendären Mainzer Chess Classic aus der Rheingold-Halle einspielen – natürlich ABBA. Was heute nichts anderes bedeutet als: Anand Begins Boris Answers. Und bitte nicht: We are the Champions. Denn Campiones waren und sind eigentlich „minder ehrenhafte Zweikampffechter vor Gericht und in der Öffentlichkeit“. Gottesurteile werden jetzt aber nicht gefällt – nur die alte Highlander-Masche gestrickt: Es kann nur einen …


  3. Oh, ich sehe gerade: Gelfand hat zuerst Weiß. Dann würde er sich als Musiktitel wohl wünschen: I have a dream – und ABBA hieße bei ihm: Almighty Boris Beats Anand. Glaube ich aber so nicht: Mein Tip: 2:2 im Schnellschach – und dann schlägt der Blitz ein … (Da gebe ich keine Prognosen, dann könnte ich auch gleich Lotto spielen).

 

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