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Sylvin Rubinstein – Er tanzte das Leben

Sylvin Rubinstein als Flamenco-Tänzerin Dolores

Seit einigen Jahren besuche ich regelmäßig den mittlerweile 94jährigen, in Hamburg lebenden Sylvin Rubinstein. Sylvin hat eine schier unglaubliche Geschichte: In Moskau geboren, lebte er vor dem Krieg in Polen und lernte zusammen mit seiner Schwester Ballett. Als Flamenco-Paar ,Imperio und Dolores‘ tanzten sie auf den namhaften Variete-Bühnen Europas, waren internationale Stars – bis zum brutalen Überfall  Nazi-Deutschlands auf Polen.

Im Holocaust verlor Rubinstein nahezu seine gesamte jüdische Familie: Mutter, Ehefrau und Schwester. Er selbst kämpfte im Widerstand mit einem deutschen Major und Partisanen gegen die Nazis. Nach dem Krieg begann er wieder zu tanzen … als Dolores in den Kostümen seiner Schwester.

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Mit zweierlei Maß…

Dieser antifaschistische Demonstrant in Hamburg musste mit Bisswunden im Krankenhaus behandelt werden

Zwei Ereignisse des vergangenen Wochenendes werfen erneut kein gutes Licht auf die polizeiliche Arbeit im Kontext mit Aktivitäten der Extremen Rechten: Im Hamburger Stadtteil Blankenese werden gegen einen NPD-Stand protestierende Antifaschisten und Anwohner so brutal angegangen, dass mittlerweile sogar das Dezernat Interne Ermittlungen die Vorwürfe prüft, während im schleswig-holsteinischen Rendsburg 20 vermummte Nazis nach einem ebensolchen Stand unter den Augen der Polizei durch die Stadt ziehen und ungehindert vermeintliche, politische Gegner angreifen.

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Aktion „Brauner Sack“ macht die NPD in Hamburg nervös…

Nazis lieben es, ungehindert und anonym ihre menschenverachtende Propaganda unter die Bevölkerung zu bringen. Das Problem ist, dass sie vielerorts überhaupt nicht mehr mit Protesten rechnen müssen, wenn sie öffentlich auftreten.

In Hamburg läuft seit Anfang August die antifaschistische Protestaktion „Brauner Sack“, durch die kontinuierlich die NPD-Infostände in der Hansestadt gestört werden. Offensichtlich werden die Nazis angesichts der anhaltenden, öffentlichen Proteste langsam nervös…

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Aktion „Brauner Sack“ in Hamburg

Zur Bundestagswahl 2009 werden NPD und andere Nazi-Parteien wieder bundesweit versuchen, ihre rassistische, antisemitische und völkische Propaganda unter die Bevölkerung zu bringen. Nicht nur in Hamburg wird mit einer steigenden Anzahl von „Info“-Tischen zu rechnen sein.

Das Hamburger Bündnis gegen Rechts startet nun zum 1. August eine Kampagne, mit der es vielen Leuten möglich sein wird, aktiv zu werden: Die Aktion „Brauner Sack“.

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Nazi-Gewalt: Tatort Autobahnraststätte

Das, was in vielen Orten Deutschlands leider viel zu häufig passiert, wird momentan in den Medien breit diskutiert: Brutale Nazi-Gewalt gegen Andersdenkende und Minderheiten.

Nachdem die Nazis sich während ihres Aufmarsches in Dresden noch zurückgehalten hatten, waren sie auf der Abreise wieder ganz in ihrem Element. Sie prügelten völlig enthemmt bei einer Autobahnraststätte bei Jena auf Gewerkschafter ein, die gegen den Naziaufmarsch protestiert hatten. Neben weiteren Verletzten liegt ein hessischer Gewerkschafter mit einem Schädelbruch im Krankenhaus. Weiter„Nazi-Gewalt: Tatort Autobahnraststätte“

 

Dresden: Denken gehen und Nazis nicht durchkommen lassen!

Am kommenden Wochenende werden Tausende von Nazis zum Jahrestag der Alliierten Bombenangriffe auf Dresden erneut versuchen, sich dort zum größten Naziaufmarsch Europas zu versammeln.  Ein breites, gut aufgestelltes Bündnis und eine bundesweite antifaschistische Mobilisierung könnten den Nazis und Geschichtsverdrehern in Dresden jedoch kräftig die Suppe versalzen.

Frei nach dem Motto „Wir können Köln!“ (Zur Erinnerung: im Sommer 2008 hatten vielfältige Proteste aus der bürgerlichen Mitte bis zu antifaschistischen Bündnisdemos erfolgreich einen Rassistenkongress verhindert…) Weiter„Dresden: Denken gehen und Nazis nicht durchkommen lassen!“

 

Neue „Kein Bock auf Nazis“-DVD

Ab sofort gibt es eine neue, komplett überarbeitete DVD der Kampagne „Kein Bock auf Nazis!“ kostenlos zu bestellen. Mit dabei sind neben den alten Hasen (Die Ärzte, Die Toten Hosen, Muff Potter usw.) etliche neue Künstlerinnen und Künstler: Fettes Brot, Wir sind Helden und auch Störungsmelder-Autor Markus Kavka. Dazu gibt es eine neue TV-Dokumentation über Neonazis vom Rundfunk Berlin Brandenburg (rbb).

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Historiker räumen mit dem „Opfermythos Dresden“ auf

Auch in diesem Jahr wollen Nazis am 13./14.02. in Dresden aufmarschieren, um der “hunderttausenden Toten des anglo-amerikanischen Terrorangriffs” (NPD-Pressemitteilung) im Februar 1945 zu gedenken. Der NPD-Landtagsabgeordnete Jürgen Gansel sorgte in diesem Zusammenhang 2005 im Sächsischen Landtag mit dem Begriff “Bomben-Holocaust” für Schlagzeilen, der einen Holocaust an den Deutschen suggerieren soll. Der Aufmarsch hat für Nazis eine zentrale Bedeutung, da er die Deutschen wahnhaft als eigentliche Opfer des 2. Weltkriegs zu etablieren versucht – und damit gleichzeitig die NS-Vernichtungsfabriken und den industriellen Massenmord an den europäischen Juden relativiert.

Auch wenn es die Nazis nicht von ihrer Propaganda abhalten wird: Der Bericht der Dresdner Historikerkommission beendet die Spekulationen um die Zahl der Toten und räumt in zentralen Punkten mit dem „Opfermythos Dresden“ auf. Weiter„Historiker räumen mit dem „Opfermythos Dresden“ auf“

 

Intervention gegen Rechtsextremismus

Die Idee ist nicht neu. Seit dem Ende der 1990’er Jahre gibt es vor allem in den ostdeutschen Bundesländern Interventionsteams, die bei rechtsextremen, rassistischen oder antisemitischen Vorfällen eingreifen. Diese Teams bestehen in den meisten Fällen aus Sozialpädagog_innen, aber auch Jurist_innen oder Polizeibeamte werden hinzugezogen. Ziel ist, die aktuelle Krise zu bewältigen und dafür zu sorgen, dass der Rechtsextremismus zurückgedrängt wird.

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