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Nach Brandanschlag in Vorra: Große Demonstration gegen Rassismus

Nach dem Brandanschlag demonstrierten rund tausend Menschen gegen Rassismus | Foto: Müller
Nach dem Brandanschlag demonstrierten rund tausend Menschen gegen Rassismus © Jonas Miller

Nach den Brandanschlägen auf geplante Flüchtlingsunterkünfte in Vorra gingen am Samstagabend über tausend Menschen gegen Rassismus auf die Straße. Am Sonntag bildeten hunderte Einwohner eine Menschenkette um eines der angegriffenen Gebäude. Die Polizei hat derweil eine Sonderkommission gebildet und bittet um Mithilfe. Weiter„Nach Brandanschlag in Vorra: Große Demonstration gegen Rassismus“

 

Schwere Brandstiftung an geplanten Flüchtlingsunterkünften

140 Teilnehmer des Neonazi-Aufmarsches wollten gegen eine Unterkunft für Asylsuchende protestieren. © Theo Schneider
Seit Jahren demonstrieren Neonazis immer wieder gegen Flüchtlinge (Archivbild) © Theo Schneider

In der mittelfränkischen Kleinstadt Vorra haben Unbekannte am Donnerstag drei Gebäude angezündet, die zu noch unbewohnten Flüchtlingsunterkünften umgebaut worden sind. An einem Anbau entdeckte die Polizei Hakenkreuze und rassistische Parolen.  Weiter„Schwere Brandstiftung an geplanten Flüchtlingsunterkünften“

 

Rassistischer Brandanschlag auf Rostocker Flüchtlingsunterkunft

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Auf ein Flüchtlingsheim in Groß Lüsewitz bei Rostock ist in der Nacht auf den 12. Oktober ein Brandanschlag mit Molotowcocktails verübt worden. Zum Glück trafen die Brandsätze lediglich die Hauswand, an der Verrußungen entstanden. Menschen kamen nicht zu Schaden. In dem Haus sind derzeit acht Familien untergebracht. Mittlerweile geht die Polizei von einer politischen Motivation aus und will vor dem Wohnblock eine „ständige Präsenz“ gewährleisten. Die militante rechtsextreme Szene in Mecklenburg-Vorpommern gilt als besonders aktiv und skrupellos. Weiter„Rassistischer Brandanschlag auf Rostocker Flüchtlingsunterkunft“

 

Warschau: Neonazis attackieren linkes Zentrum

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Beängstigende Bilder aus Warschau. Hunderte Neonazis haben am Rande der Kundgebungen zum polnischen Unabhängigkeitstag am Montag die Polizei und ein alternatives Zentrum angegriffen. Mit Molotov-Cocktails und Seenotrettungsfackeln, versuchten die Angreifer das Haus in Brand zu setzen. Autos im Hof wurden ebenfalls angezündet. Mindestens vier Polizisten wurden verletzt, als die Demonstranten mit Steinen warfen und Feuerwerkskörper zündeten. Nach Angaben eines Polizeisprechers wurden nur 30 Gewalttäter festgenommen. Im Laufe des Abends wurden auch mehrere Fahrzeuge von Fernsehteams abgebrannt. Die Polizei ging mit Wasserwerfern und Tränengas gegen die Randalierer vor. In den vergangenen Jahren war es am Unabhängigkeitstag wiederholt zu Ausschreitungen bei Aufmärschen nationalistischer und rechtsextremer Gruppen gekommen. Mehr als zehntausend Menschen nahmen an dem Marsch Teil.

 

Brandanschlag auf Flüchtlingsheim in Brandenburg

Bei den Sicherheitsbehörden in Brandenburg wächst die Sorge vor ausländerfeindlichen Ausschreitungen im Umfeld neuer Asylbewerberheime ähnlich wie in den 1990er-Jahren. Nach mehreren Aufmärschen von Rechtsextremisten gegen Flüchtlingsheime an verschiedenen Orten und gescheiterten Anschlägen kam die Feuerwehr in Premnitz (Havelland) in der Nacht zu Mittwoch gerade noch rechtzeitig, um den Brand eines als Flüchtlingsheim vorgesehenen Gebäudes zu verhindern. Innenminister Ralf Holzschuher (SPD) sagte, es gebe Anhaltspunkte für einen rechtsextremistischen Hintergrund. Die Behörden sind nicht nur wegen der starken rechtsextremistischen Szene rund um Premnitz alarmiert, sondern wegen der aufgeheizten fremdenfeindlichen Stimmung vor Ort. Weiter„Brandanschlag auf Flüchtlingsheim in Brandenburg“

 

Die Erinnerung wach halten

Trauerfeier vor dem zerstörten Haus zwei Jahre nach dem tödlichen Brandanschlag.  © Roland Scheidemann/dpa
Trauerfeier vor dem zerstörten Haus zwei Jahre nach dem tödlichen Brandanschlag. © Roland Scheidemann/dpa

20 Jahre nach dem rechtsextremen Brandanschlag bemüht sich Solingen um ein besseres Miteinander. Einige setzen sich für einen Austausch zwischen Türken und Deutschen ein. Andere wollen nichts mehr wissen von den alten Geschichten. Weiter„Die Erinnerung wach halten“

 

Versicherung kündigt Jugendzentrum nach rechtsextremen Brandanschlägen

Erst tauchte das gebäude auf einer Naziwebseite als "gutes Anschlagsziel" auf, dann folgten die Brandanschläge

Im Jahr 2011 wurde das Britzer Kinder- und Jugendzentrum der Falken zweimal Ziel von Brandanschlägen von Nazis. Nur eine Nacht vorher übernachtete dort eine Falken-Kindergruppe und kurz zuvor eine Gruppe der israelischen Partnerorganisation. Jetzt kam die Kündigung der Versicherung sollte nicht ein sehr teurer neuer Zaun gebaut werden. Die Falken bitten daher auf einer Aktionswebseite gemeinsam mit Prominenten um Unterstützung. Weiter„Versicherung kündigt Jugendzentrum nach rechtsextremen Brandanschlägen“

 

Lese-Tipp: „Vielleicht haben die sich selber angezündet“

Vor dem Landgericht Stuttgart läuft der Prozess gegen Rechtsextreme, die im vergangenen April eine Gartenhütte in Winterbach angezündet haben sollen. Darin hatten sich fünf Männer türkischer und italienischer Herkunft aus Angst vor den Nazis verschanzt. Die Aufarbeitung der Geschehnisse fällt schwer: Die Verdächtigen schweigen. Oder sie spotten über die Opfer. Ein lesenswerter Beitrag von unserem Kollegen Rüdiger Bäßler.