Der Film „Operation Walküre“ über das Stauffenbergattentat auf Hitler sorgte im Januar für viel Diskussionen im Blätterwald und im Netz. Dabei stand jedoch weniger die Rolle Stauffenbergs an sich im Mittelpunkt der Diskussion, sondern vielmehr der Stauffenberg-Darsteller Tom Cruise. Es wurde in erster Linie die Frage gestellt, ob ein Scientology-Anhänger die Rolle Stauffenbergs überhaupt spielen „darf“.
Viel spannender sind meines Erachtens jedoch die Fragen, wer Stauffenberg wirklich war, welche politischen Postionen er vertrat und warum er in Deutschland als „Held“ inszeniert wird. Weiter„Fragwürdige Traditionslinien“
Vor 79 Jahren kam SA-Sturmführer Horst Ludwig Wessel unter bisher ungeklärten Umständen ums Leben. Seinen Tod nutzte die NSDAP zu Propagandazwecken: Plätze, Straßen, ein Krankenhaus, eine Schule und sogar ein Segelschulschiff wurden nach dem Pfarrerssohn benannt. Auch heutzutage wird der Mythos Horst Wessel von Neonazis für ihre Zwecke vereinnahmt. Unter dem Motto „Ermordet durch rote Hand! Am 23. Februar 1930 hörte ein starkes Herz auf zu schlagen“ wird ihm alljährlich gedacht. Weiter„Horst Wessel: „Märtyrer der Bewegung“ kopflos im Grab?“
„Reichskristallnacht“, „Reichspogromnacht“ oder „Novemberpogrom“ alle drei Worte bezeichnen ein und dasselbe historische Ereignis. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 waren die Novemberpogrome vom nationalsozialistischen Regime organisiert worden. Sie sollten die Zerstörung von Eigentum, religiösen Stätten und Leben der Juden im Deutschen Reich (zu dem seit März auch Österreich gehörte) bedeuten. Die Pogrome kennzeichneten den neuen Umgang mit den Juden – von Diskriminierung und Ausgrenzung hin zur systematischen Verfolgung der deutschen Juden. Im Zeitraum vom 7. bis 13. November 1938 wurden hunderte jüdische Menschen ermordet oder in den Selbstmord getrieben. Weiter„Reichspogromnacht – „Ritual der Erniedrigung und Demütigung“ von Juden“
Letzte Woche hatte ich im Rahmen eines Jugendaustausches einer Hamburger Gruppe mit einer Gruppe aus Hamburgs Partnerstadt Léon, Nicaragua, ein Seminar zum Thema NS-Zeit organisiert. Neben einem ausführlichen Input zum Nationalsozialismus, einer Einheit zum Thema Verfolgung und einem Besuch in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, stand auch ein Zeitzeugengespräch auf dem Programm.
Esther Bejarano, eine jüdische Überlebende des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz, erzählte ihre Geschichte…
Seit Wochen feiert Deutschlands Rechte Korrekturen im kollektiven Gedächtnis: Vor wenigen Tagen zelebrierte das ZDF erneut einen großen TV-Film. Nach „Flucht“ und „Dresden“ ging es diesmal um den Abschuss des KdF-Schiffes „Wilhelm Gustloff“ durch ein russisches U-Boot in den letzten Wirren des „Zweiten Weltkriegs“. Neben 1.000 Soldaten kamen auch etwa 9.000 Zivilisten, darunter vor allem Frauen und Kinder, ums Leben. Weiter„Untergang der Gustloff: „Eine deutsche Tragödie“ – Wohl wahr!“
Ein Porträt von Adolf Hitler in der Vitrine, ein SS-Kerzenständer und eine Hakenkreuzflagge in der Wohnung. Unter diesen Bedingungen müssen vier Töchter einer 39-jährigen Frau in Kiel aufwachsen. Und sie findet es „völlig in Ordnung“. Weiter„Hausgemachte Nazis“
Alter Lieder wollte Lehrer B. neu vermitteln, jedoch keine alten Volksweisen. Im Musikunterricht forderte der Lehrer am Willms-Gymnasiumin Delmenhorst eine 10. Klasse auf Naziliedgut zu singen. Eine Strafanzeige von den niedersächsischen Behörden hat er nicht mehr zu erwarten.