Plakat gegen Neonazis im Berliner Ortsteil Plänterwald
Eine für morgen geplante Antifa-Protestkundgebung vor einem Neonaziversand in Berlin-Plänterwald provoziert eine rechte Gegendemo. Der Versandhändler ist kein Unbekannter, sondern genießt als „Satansmörder von Sondershausen“ Kultstatus in der Szene. Weiter„Berliner Neonazis demonstrieren für „Satansmörder“ und gegen NSU-Gedenken“
In Bückeburg (Landkreis Schaumburg) diskutierten am Freitag, den 20. Juni, rund 250 Teilnehmer, wie weit zivilgesellschaftliches Engagement gegen Rechts gehen darf oder muss. Neonazis versuchten die Veranstaltung zu stören. Weiter„Was tun gegen Nazis?“
Mehr als 500 Menschen stellten sich am Sonntag trotz strömenden Regens in Leipzig einem Aufmarsch der NPD Jugend-Organisation JN entgegen und konnten so deren geplante Route streckenweise blockieren. Eine mit dem breiten Gegenprotest scheinbar völlig überforderte Polizei setze die Route der Nazis jedoch mit einem unverhältnismäßigem Einsatz von Gewalt durch. Weiter„Naziaufmarsch in Leipzig blockiert“
Die rechtsextreme Partei „Die Rechte“ hatte am 1. Mai 2014 zu einem Aufmarsch in Dortmund-Westerfilde aufgerufen. Neben den Nazi-Kadern Dennis Giemsch und Siegfried Borchardt nahmen nach Polizeiangaben rund 490 Personen an dem Aufzug der Rechtsextremisten teil. Das Dortmunder BlockaDo-Bündnis hatte zu Blockaden aufgerufen und zieht eine positive Bilanz des Tages:
„Mindestens 800 Menschen haben sich an den Aktionen des Bündnisses beteiligt. Die Neonazis konnten zwar marschieren, auf ihrer Route begegnete ihnen aber ständig lautstarker wie sichtbarer Protest.“
Demonstrationsteilnehmer
Demonstrationsteilnehmer
Demonstrationsteilnehmer und Gegendemonstranten im Hintergrund
Demonstrationsteilnehmer
Demonstrationsteilnehmer
Demonstrationsteilnehmer
Demonstrationsteilnehmer
Die Polizei fordert Gegendemonstranten auf, eine Blockade aufzulösen
Polizeibeamte bei der Räumung einer Sitzblockade
Landtagsabgeordnete von Piratenpartei und Grünen bei einer Sitzblockade. Im Hintergrund nähert sich der Naziaufmarsch.
Am 30.04.2014 fand eine Kundgebung der rechtsextremen Partei „Die Rechte“ in Dortmund-Westerfilde statt. Unter den Rednern war unter anderem Nazi-Kader Dennis Giemsch, Dortmunder Stadtratskandidat für die bevorstehenden Kommunalwahlen. Auch Siegfried Borchardt, ehemaliger Funktionär der 1995 verbotenen Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei nahm an der Kundgebung teil. Auch er kandidiert in Dortmund für den Stadtrat. „Während der Kundgebung der Rechtsextremen wurden aus der 47-köpfigen Teilnehmergruppe ausländerfeindliche Parolen skandiert“, hieß es später von der Polizei. Die Beamten stellten die Personalien der Teilnehmer fest und leitete Strafverfahren wegen Volksverhetzung ein. Begleitet wurde die Kundgebung vom lautstarken Protest der Gegendemonstranten.
Dennis Giemsch
Siegfried Borchardt (links im Bild)
Kundgebungsteilnehmer
Kundgebungsteilnehmer
Kundgebungsteilnehmer
Kundgebungsteilnehmer
Kundgebungsteilnehmer
Kundgebungsteilnehmer
Polizei umringt Kundgebungsteilnehmer zur Personalienfeststellung
Tausende Menschen verhinderten am Samstag einen geplanten Aufmarsch der NPD durch Berlin-Kreuzberg. Frühzeitig wurde durch zahlreiche Menschen jede mögliche Wegstrecke der Neonazis durch Massenblockaden versperrt, die gegen „Kreuzberger Verhältnisse“ durch den alternativen Stadtteil ziehen wollten. Mit langen Gesichtern und unverrichteter Dinge hieß es nach dreieinhalb Stunden für die 120 NPD-Anhänger, zum Teil extra aus anderen Bundesländern angereist, einpacken und abfahren. Der Tag stellt einen weiterreden Dämpfer für die strukturell und personell kriselnde Berliner Neonaziszene dar, die das Scheitern in Berlin allerdings gewohnt ist. Ein Teil von ihnen zog am Nachmittag noch mit einem kurzen Aufmarsch durch Adlershof gegen eine geplante Asylunterkunft. Insgesamt vier NPD-Teilnehmer wurden festgenommen: Drei hatten bei der Anfahrt aus dem Lautsprecherwagen heraus Gegendemonstranten mit einem Feuerlöscher angegriffen, die vierte Festnahme erfolgte nach einer volksverhetzenden Rede. Weiter„Bildergalerie: Berliner NPD scheitert an Massenblockaden“
Am 1. Mai will die NPD in Mecklenburg-Vorpommern wieder aufmarschieren. Abgesehen von einigen Ausnahmen, wie dem Jahr 2013, in dem der Aufmarsch zentral in Berlin stattfand, wiederholt sich dies regelmäßig. Oft ist die Maidemonstration nur ein Geschenk an die jeweilige regionale Szene und findet parallel zu anderen Naziaufmärschen im Bundesgebiet statt. Im Wahljahr 2014 wird die Demonstration der NPD in den Rostocker Stadtteilen Dierkow und Toitenwinkel aber der größte Aufmarsch im norddeutschen Raum werden. Dagegen rührt sich nicht nur in der Zivilgesellschaft und bei den demokratischen Fraktionen der Bürgerschaft Widerstand – ein Überblick über die Gegenmobilisierungen. Weiter„NPD am 1. Mai in Rostock“