Links Haupttäter André R., rechts Michael Dugall | Screenshot: Kombinat Fortschritt (KF)
Am 22. Mai sprach das Landgericht Neubrandenburg die Urteile gegen drei Männer, denen vorgeworfen wird, einen vierten über mehrere Tage gequält und gefoltert zu haben. Auslöser war die falsche Beschuldigung, ihr Opfer hätte ein Kind missbraucht und dafür im Gefängnis gesessen. Offenbar thematisierte das Gericht jedoch zu keiner Zeit, dass der nun verurteilte Haupttäter André R. seit Jahren aktiver Neonazi mit Verbindungen zur NPD ist. Weiter„Gerichtsprozess nach rechtsextremer Gewaltorgie“
Am 24. Mai, spät in der Nacht von Samstag auf Sonntag, attackierten Neonazis in der Universitätsstadt Siegen in Nordrhein-Westfalen eine Gruppe von Studierenden. Ein Betroffener wurde dabei schwer verletzt. Weiter„Neonazis prügeln Siegener AStA-Referenten krankenhausreif“
Die NPD Bayern traf sich am vergangenen Samstag zum sogenannten „Bayerntag“ in der 4500-Einwohnerstadt Scheinfeld Scheinfeld (Mittelfranken). An der Gegendemonstration beteiligten sich rund 2000 Menschen aller politischen Spektren. Ein, für den Abend geplantes, Rechtsrockkonzert wurde von den Behörden unterbunden. Auf Seiten der NPD-Veranstaltung wurden mehrere verbotene Symbole und Zeichen gezeigt, am Abend kam es zudem zu Übergriffen auf Polizeibeamte. Weiter„NPD-Bayerntag in Scheinfeld: „Sieg Heil“ und ein abgesagtes Konzert“
Am 22.05.2014 veranstaltete die NPD eine Kundgebung in Kaiserslautern. Die Rechtsextremen skandierten ihre Parolen nur wenige hundert Meter von einem Flüchtlingsheim entfernt und warben um Stimmen für die bevorstehende Kommunalwahl. Das breite Bündnis „Kaiserslautern gegen Rechts“ hatte dazu aufgerufen, „die Wahlpropaganda und Hetze der NPD zu übertönen“.
Transparent der Gegendemonstranten
Transparent der Gegendemonstranten
Veranstaltung von „Kaiserlautern gegen Rechts“ vor dem Flüchtlingsheim
Gegendemonstranten hinter Polizeiabsperrung
NPD-Kundgebung
Markus Walter, Stadtratsmitglied NPD Pirmasens
Jan Jaeschke, Kreisvorsitzender NPD Rhein-Neckar
Melanie Schlinck, Stadtratskandidatin der NPD in Kaiserslautern
Rechtsrock T-Shirt und Neonazi-Zahlencode auf dem KFZ-Kennzeichen
Mehr als 500 Menschen stellten sich am Sonntag trotz strömenden Regens in Leipzig einem Aufmarsch der NPD Jugend-Organisation JN entgegen und konnten so deren geplante Route streckenweise blockieren. Eine mit dem breiten Gegenprotest scheinbar völlig überforderte Polizei setze die Route der Nazis jedoch mit einem unverhältnismäßigem Einsatz von Gewalt durch. Weiter„Naziaufmarsch in Leipzig blockiert“
Heute wurde der Berliner NPD-Landesvorsitzende Sebastian Schmidtke in Berlin nun zum dritten Mal binnen kürzerer Zeit zu einer mehrmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt. Diesmal könnte die Gerichtsentscheidung allerdings weitreichende Folgen für ihn haben: Das Gericht war in seiner Urteilsbegründung fest davon überzeugt, dass Schmidtke „ganz klar an der Organisationstruktur“ der Neonazi-Website www.nw-berlin.net beteiligt gewesen ist. Jahrelang hatte er geleugnet mit dem rechten Aktionsnetzwerk etwas zu tun zu haben, das im Internet strafbare Inhalte verbreitete und Nazigegner bedrohte. Weiter„Gericht erklärt Schmidtke zu einem der Köpfe von NW-Berlin“
Am vergangenen Wochenende war der umstrittene Buchautor Akif Pirinçci („Deutschland von Sinnen“) gleich zweimal zu Gast in Mittelfranken: Bei der ultrarechten Burschenschaft „Frankonia“ und der umstrittenen Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) konnte er seine Hetztiraden gegen Homosexuelle, Frauen und Linke vortragen. Bei beiden Lesungen in Erlangen und Nürnberg gab es Gegenprotest. Weiter„AfD und Burschenschaft luden zum Gespräch mit Akif Pirinçci“
Am Samstag kam es nach einer NPD-Kundgebung zu massiven Angriffen auf Gegendemonstranten. Ein NPD-Ordner trat einem am Boden sitzenden Demonstranten ins Gesicht und leistete danach Widerstand gegen seine Festnahme. Weiter„NPD-Ordner tritt Gegendemonstranten ins Gesicht“
Seit Jahren konstatieren das Bündnis „Demmin Nazifrei“ und Antifa-Gruppen eine wachsende Beteiligung am Protest gegen den schon traditionellen NPD-Fackelmarsch am 8. Mai in Demmin. Dieser Trend setzte sich auch dieses Jahr fort. Für eine Verhinderung des Aufmarsches der Neonazis hat es trotzdem noch nicht gereicht. Die friedlichen Proteste wurden von massiver Polizeigewalt überschattet. So lag in der Nacht eine Person zwischenzeitlich im künstlichen Koma, ist ist jedoch wieder aufgeweckt worden und konnte das Krankenhaus mittlerweile verlassen. Weiter„Polizeigewalt überschattet Protest gegen NPD-Fackelmarsch in Demmin“