Neonazis geben sich gerne als Opfer. Die „Systempresse“, die Polizei, die „gewalttätige Antifa“ – Alle wollen sie den armen „Nationalen Sozialisten“ etwas Böses. Nach einem Brandanschlag mit drei Verletzten auf eine rechtsextreme Szenekneipe in Berlin schlugen die Wellen hoch. Neonazis sahen darin sofort einen geplanten Angriff von „Linksextremisten“. Solidaritätskundgebungen in mehreren Städten folgten. Doch jetzt kam heraus, dass die Behauptungen der Neonazis allesamt erfunden waren. Die Täter sind gefasst und haben mit der linken Szene rein gar nichts zu tun. Ein peinliches Dilemma für den „Nationalen Widerstand“. Trotzdem wollen die Rechtsextremisten heute in Berlin gegen „linke Gewalt“ aufmarschieren. Und die Pressemitteilung der Polizei? Ganz klar: eine Fälschung für die Systempresse. Weiter„Die Wahrheit einfach ausblenden – Wie Nazis sich als Opfer geben“
Mit einem neuen Internetprojekt für die Generation 50+ möchte die Amadeu Antonio Stiftung und Netz-gegen-Nazis.de ältere Menschen das Internet näher bringen. Unter der Schirmherrschaft von Henning Scherf werden diese in Workshops über Rechtsextremismus informiert und zu Engagement motiviert.
Nach breiten Protesten, fällt das für heute geplante Konzert von „Elephant Man“ in Düsseldorf jetzt doch aus. Eine Demonstration vor dem Veranstaltungsort gegen den Hasssänger und seine Mordaufrufe gegen Schwule wurde daher ebenfalls abgesagt.
Die NPD – eine ganz normale Partei? Der Verein Bürger.Courage findet das nicht und ruft mit einem Videoclip Wählerinnen und Wähler auf demokratische Parteien zu Wählen. Paul Hornoff von Bürger.Courage erklärt warum.
Lunikoff-Verehrung bei Facebook, NPD bei Twitter, Hetzvideos bei YouTube: Wie im wirklichen Leben kann sich jeder Surfer und jede Surferin mit wachen Augen und Verstand gegen Rechtsextremismus im Internet wehren. Unsere Partner von Netz gegen Nazis haben für Sie zusammengetragen gegen welche Inhalte in welchem Web-Angebot man ganz einfach vorgehen kann.
„Man muss immer wieder neu lernen, wie man mit Rechtsextremismus umgeht und sich dagegen wehrt“, sagte Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse am Donnerstag bei der Pressekonferenz zum „Buch gegen Nazis“ in Berlin. Genau dafür ist das Buch gedacht, das in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung, dem Kiwi-Verlag und der ZEIT enstand. Der Autor und Herausgeber Toralf Staud erklärt, was der Leser von dem Buch erwarten kann.
Am Samstag wird in Pößneck bei Jena erneut das „Fest der Völker“ stattfinden. Zu der Nazi-Veranstaltung werden mehrere tausend Rechtsextremisten aus ganz Europa erwartet. Die Stadt befindet sich im Ausnahmezustand. Doch anstatt die zivilgesellschaftlichen Proteste zu unterstützen, legen Ordnungsamt und Polizei den Bürgerinitiativen immer wieder Steine in den Weg. So würde es den Anwohnern laut einem taz-Artikel verboten Transparente gegen Rechts aus ihren Häusern zu hängen, da sich die Neonazis dadurch wohlmöglich „provoziert“ fühlen könnten. Ein Videobericht über die Protestvorbereitungen vom Lokal TV Gera.
Sommerschlussverkauf gibt es auch für Nazis: in Essen, Nürnberg, Halle, Magdeburg, Erfurt, Dresden, und in Berlin sogar zweimal. Die Rede ist von „Thor Steinar“-Kleiderläden.
Runen und völkische Symbolik lassen Naziherzen höher schlagen
Im Superwahljahr bleibt kaum ein Haushalt von Wahlwerbung verschont. Richtig ärgerlich wird es aber, wenn plötzlich Neonazi-Propaganda im Briefkasten liegt. In Sachsen, wo die NPD im Landtag sitzt, werden derzeit von rechtsextremen Wahlhelfern massiv Flugblätte rund Zeitungen verteilt. Der Studentenrat der Technischen Universität Dresden (StuRa) hat sich jetzt etwas schlaues einfallen lassen, um in Zukunft nicht mehr von rassistischer Wahlwerbung belästigt zu werden.