In Anklam will der NPD-Funktionär Andrejewski Bürgermeister werden, in Sachsen hofft die Neonazi-Partei auf Krisen in den Kommunen, damit sich die Chancen für die “nationale Graswurzelarbeit” verbessern. Wer glaubt, die NPD sei tot, weil von der Bundespartei wenig zu hören ist, der irrt. Die NPD setzt auf einen systematischen Aufbau – um das Ziel “Volksgemeinschaft” zu realisieren.
Immer wieder leugnete Horst Mahler die systematische, industrielle Massenvernichtung der europäischen Juden durch die Nazis und bezeichnete den Holocaust gar als „größte Lüge der Weltgeschichte“. Doch die antisemitische Hetze blieb nicht ohne Folgen: Der ehemalige NPD-Anwalt ist am Mittwoch in München wegen Volksverhetzung erfreulicherweise zu sechs Jahren Haft verurteilt worden.
Vor 79 Jahren kam SA-Sturmführer Horst Ludwig Wessel unter bisher ungeklärten Umständen ums Leben. Seinen Tod nutzte die NSDAP zu Propagandazwecken: Plätze, Straßen, ein Krankenhaus, eine Schule und sogar ein Segelschulschiff wurden nach dem Pfarrerssohn benannt. Auch heutzutage wird der Mythos Horst Wessel von Neonazis für ihre Zwecke vereinnahmt. Unter dem Motto „Ermordet durch rote Hand! Am 23. Februar 1930 hörte ein starkes Herz auf zu schlagen“ wird ihm alljährlich gedacht. Weiter„Horst Wessel: „Märtyrer der Bewegung“ kopflos im Grab?“
Am kommenden Wochenende werden Tausende von Nazis zum Jahrestag der Alliierten Bombenangriffe auf Dresden erneut versuchen, sich dort zum größten Naziaufmarsch Europas zu versammeln. Ein breites, gut aufgestelltes Bündnis und eine bundesweite antifaschistische Mobilisierung könnten den Nazis und Geschichtsverdrehern in Dresden jedoch kräftig die Suppe versalzen.
Nach der offenbar rechtsextremistisch motivierten Messerattacke auf den Passauer Polizeichef Alois Mannichl sprach der bayerische Innenminister Joachim Herrmann von einer „völlig neuen Dimension“ des Rechtsextremismus und brachte ein NPD-Verbot ins Gespräch. Alois Mannichl befinde sich nach Angaben der Behörden wieder außer Lebensgefahr. Nach dem unbekannten Täter ist eine Ringfahndung eingeleitet worden. Konrad Freiberg, der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, sieht eine immer stärkere Bedrohung der Polizeibeamten durch Rechtsextreme. Weiter„Nach Messerattacke auf Polizeichef Mannichl: „Völlig neue Dimension“ des Rechtsextremismus“
Frage: Kann nicht endlich mal ein Bürgermeister, wirklich nur einer, nach einer von Rechten verübten Gewalttat zugeben, dass man in der betreffenden Stadt zumindest ein kleines Naziproblem hat? Weiter„„Nazis? Gibt es hier nicht.““
Einer kürzlich veröffentlichten Studie mit dem Titel »Ein Blick in die Mitte« zufolge, ist eine rassistische, antidemokratische und autoritäre Gesinnung für einen großen Teil der Deutschen selbstverständlich. Leider gingen die erschütternden Ergebnisse der Studie, welche von Elmar Brähler und Oliver Decker im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung erstellt wurde, in der allgemeinen EM-Euphorie nahezu unter.
Die Ergebnisse sind erschreckender Beleg dafür, dass die Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus notwendiger denn je ist. Die extreme Rechte hat sich mit ihrer Ideologie offensichtlich im Zentrum der Gesellschaft verankern können.
Den Besuch hatte sich Wjatscheslaw Daschitschew sicher anders vorgestellt. Doch am Freitag war die Einladung an den Rechtsextremisten aus Moskau in Kiel hinfällig. Bei der „Staats- und Wirtschaftspolitischen Gesellschaft“ (SWG) sollte er referieren. Mitten im Kommunalwahlkampf hatte der CDU-Ratsherr Stephan Ehmke für die SWG die „Sonderveranstaltung“ geplant. Nun wird Distanz zur SWG gefordert. Weiter„Distanzprobleme zu Rechtsextremen“
Rechtsextremismus und Nazis sind beim Fußball hauptsächlich bei Begegnungen in unteren Ligen anzutreffen. Das war zumindest immer mein Gefühl und wurde von mir auch im Eröffnungstext hier so formuliert. Weiter„„Miroslav Klose, Du bist kein Deutscher!““