Etwa 1.350 Neonazis wollten am 17. Oktober 2009 unter dem Motto: „Recht auf Zukunft“ durch Leipzig marschieren – 2.500 – 3.000 Gegendemonstranten nahmen an zahlreichen Gegenveranstaltungen teil und konnten unmittelbar am Sammelpunkt der Neonazis mit einer friedlichen Blockade verhindern, dass diese auch nur einen Meter ihrer Aufmarschroute absolvieren konnte. Nach Ausschreitungen durch die Neonazis griff die Polizei zielgerichtet durch, löste die Veranstaltung auf und stellte bis in die Abendstunden von nahezu allen (1.349) Teilnehmern die Personalien fest. Das Medienprojekt Infothek-Dessau hat eine kurze Video-Dokumentation über den Aufmarsch prodouziert.
Am vergangenen Samstag marschierten rund 750 Neonazis aus ganz Deutschland durch Berlin-Mitte. Grund war ein Brandanschlag auf eine Berliner Nazi-Kneipe. Dass es sich laut Polizei beim Tatmotiv lediglich um Rache von unpolitischen Gästen des Lokals handelte, die dort verprügelt wurden, störte die Rechtsextremisten nicht. Sie protestierten auch ohne Anlass „gegen linke Terrorbanden“. Unter den Augen der Polizei wurde dabei mehrfach zu Gewalt gegen vermeintliche Gegner der Rechtsextremen aufgerufen. Über den Lautsprecherwagen verlasen die Neonazis Namen und Privatadressen von Journalisten, Gewerkschaftern und Mitarbeitern der Berliner Mobilen Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus (MBR). Die Betroffenen wollen jetzt gerichtlich gegen die Drohungen vorgehen. Sie kritisieren gleichzeitig die Polizei, die trotz Hinweisen nicht eingriff.
Die NPD – eine ganz normale Partei? Der Verein Bürger.Courage findet das nicht und ruft mit einem Videoclip Wählerinnen und Wähler auf demokratische Parteien zu Wählen. Paul Hornoff von Bürger.Courage erklärt warum.
Am Samstag wird in Pößneck bei Jena erneut das „Fest der Völker“ stattfinden. Zu der Nazi-Veranstaltung werden mehrere tausend Rechtsextremisten aus ganz Europa erwartet. Die Stadt befindet sich im Ausnahmezustand. Doch anstatt die zivilgesellschaftlichen Proteste zu unterstützen, legen Ordnungsamt und Polizei den Bürgerinitiativen immer wieder Steine in den Weg. So würde es den Anwohnern laut einem taz-Artikel verboten Transparente gegen Rechts aus ihren Häusern zu hängen, da sich die Neonazis dadurch wohlmöglich „provoziert“ fühlen könnten. Ein Videobericht über die Protestvorbereitungen vom Lokal TV Gera.
Ein spannender Beitrag von Report-München zur Kommerzialisierung der Neonazi-Szene. Ganz offen können Rechtsextremisten inzwischen ihre Kleidung und Hass-Musik verkaufen, Konzerte werden einfach als Wahlkampfveranstaltung getarnt, Hitlergruß inklusive. Politiker scheinen machtlos gegen das rechte Treiben zu sein.
Hier ein spannender Bericht von Monitor zur NS-Vergangenheit deutscher Polizisten:
„Neueste Forschungen zeigen jetzt, dass mit dieser Lebenslüge wohl endgültig aufgeräumt werden muss. Sie belegen, mit welch brutalem Einsatzeifer Schutzpolizisten bei der Deportation von Juden in die Konzentrationslager beteiligt waren. Diese Polizisten wurden nie strafrechtlich verfolgt. Jahrzehntelang hat die deutsche Justiz weggeschaut. Und viele der Polizisten haben in der Bundesrepublik sogar Karriere gemacht.“
Die Hochschule für Film- und Fernsehen „Konrad Wolf“ hat gmeinsam mit die Fachhochschule Brandenburg ein spannendes Videoprojekt zum Thema Rechtsextremismus gestartet. Unter dem Label „HINSCHAUN – Spots für Toleranz und gegen Rechtsextremismus“ werden von Studierenden satirische Clips und Kurzfilme produziert, die auf charmante Art die Widersprüchlichkeit rechtsextremer Ideologie zeigen. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Weiter„Teutdorf bleibt Deutsch!“