{"id":13321,"date":"2013-06-29T10:33:50","date_gmt":"2013-06-29T08:33:50","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/?p=13321"},"modified":"2013-07-25T08:57:57","modified_gmt":"2013-07-25T06:57:57","slug":"schlagender-nachwuchs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/2013\/06\/29\/schlagender-nachwuchs_13321","title":{"rendered":"Hamburgs schlagender Nachwuchs"},"content":{"rendered":"<p><figure id=\"attachment_13344\" aria-describedby=\"caption-attachment-13344\" style=\"width: 580px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/2013\/06\/29\/schlagender-nachwuchs_13321\/screenshot-apr-facebook\" rel=\"attachment wp-att-13344\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-13344 \" alt=\"Screenshot Die APR-Mitgliedsb\u00fcnde bei Facebook\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/files\/2013\/06\/Screenshot-APR-Facebook-e1372442670133.png\" width=\"580\" height=\"373\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-13344\" class=\"wp-caption-text\">Die APR-Mitgliedsb\u00fcnde bei Facebook \u00a9 Screenshot<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Am Samstag den 6. Juli 2013 soll in Hamburg das j\u00e4hrliche, bundesweite Treffen des <i>Allgemeinen Penn\u00e4ler Rings<\/i> (APR), einem Zusammenschluss extrem rechter Sch\u00fclerburschenschaften stattfinden. Verantwortlich f\u00fcr das Treffen ist die Naziverbindung <i>Pennale Burschenschaft Chattia Friedberg zu Hamburg<\/i> (Chattia); Ort des Treffens die einschl\u00e4gig bekannte <i>Hamburger Burschenschaft Germania <\/i>(Germania).<!--more-->Erst im April war die Chattia negativ aufgefallen, all sie gegen eine weitere Kieler Sch\u00fclerverbindung aus dem APR ein S\u00e4bel-Duell austrug und dazu auch der Hamburger NPD-Kandidat Bj\u00f6rn Neumann erschien, der vor dem Haus einen Presse-Fotografen t\u00e4tlich angriff.<br \/>\nNun l\u00e4dt die Chattia, mangels eigenen Haus, in die R\u00e4ume der befreundeten Germania aus der Sierichstra\u00dfe. Wieder wird erwogen eine S\u00e4belmensur zu schlagen, vor allem soll bei dem \u201e23. Penn\u00e4lertag\u201c aber die bundesweite Arbeit des APR koordiniert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><b>\u00a0Der APR \u2013 v\u00f6lkisch, elit\u00e4r, m\u00e4nnerb\u00fcndisch und offen f\u00fcr Neonazis<\/b><\/p>\n<p>Momentan geh\u00f6ren dem APR ein Dutzend Sch\u00fclerburschenschaften, haupts\u00e4chlich aus Norddeutschland, an. Diese bezeichnen sich selbst als \u201enational-freiheitliche und wehrhafte Pennalkorporationen\u201c und bekennen sich zum burschenschaftlichen Prinzip, wie es f\u00fcr die studentischen Verbindungen die rechte <i>Deutsche Burschenschaft<\/i> vertritt. Gegr\u00fcndet wurde der APR 1990 urspr\u00fcnglich von f\u00fcnf Pennalien. Hamburg und Umgebung war gleich mit dreien vertreten, darunter mit der <i>Pennalen Burschenverbindung Teutonia Hamburgia<\/i> ein Bund \u00fcber den der Hamburger Verfassungsschutz in einem geheimen Bericht 1993 schrieb, es handele sich bei der Teutonia um eine \u201eeindeutig rechtsextremistische Verbindung\u201c, der \u201eauch ausschlie\u00dflich Rechtsextremisten angeh\u00f6ren.\u201c Kein Wunder, die Hamburger Teutonen veranstalteten damals mit anderen Burschenschaftern und Neonazis Wehrsport\u00fcbungen Niedersachsen.\u00a0 Die Teutonia, welche als Kontaktadresse das Haus der Germania angibt, war jahrelang inaktiv, erst vor kurzer Zeit konnte sie neue Mitglieder gewinnen und mischt nun wieder im APR mit.<\/p>\n<p>Ihren eigenen Nachwuchs \u201ekeilen\u201c (werben) die braunen Penn\u00e4ler au\u00dfer im rechten Spektrum nat\u00fcrlich an den Schulen, wo sie vertreten sind. \u201eDer Keilbetrieb wird direkt in den Schulklassen umgesetzt, wobei hier leider ein schlechter Zeitgeist herrscht,\u201c berichtete beispielsweise die <i>Gymnasiale Burschenschaft Germania Kiel<\/i>. F\u00fcr ihre Vernetzung, Veranstaltungen, Reisekosten, Schulungen, Werbung aber auch f\u00fcr S\u00e4belklingen und andere Fechtausr\u00fcstung erhebt der APR von seinen Mitgliedsb\u00fcnden j\u00e4hrliche Beitr\u00e4ge, die Kasse des APR enthielt 2012 mehrere Tausend Euro.<\/p>\n<p align=\"center\">\u00a0<b>Die pennale Mensur<\/b><\/p>\n<p>Bei den meisten Sch\u00fclerburschenschaften des APR m\u00fcssen die jungen Mitglieder eine Mensur nach der \u201eLinzer Pauk- und Ehrenordnung von 1958\u201c (LPO) schlagen. Bei den ritualisierten K\u00f6rperverletzungen wird nicht, wie bei den studentischen Verbindungen auf den Kopf geschlagen, sondern mit stumpfem S\u00e4beln auf den nackten Oberk\u00f6rper. Die entstehenden Riss- und Quetschwunden bleiben so anschlie\u00dfend unter der Kleidung verborgen, denn Sch\u00fclermensuren waren fr\u00fcher oftmals verboten. In der LPO ist auch geregelt, wer \u00fcberhaupt die S\u00e4belduelle austragen darf, Sch\u00fcler \u201edie das 14. Lebensjahr vollendet haben, sowie alle Personen, welchen der \u201aAllgemeine Ehrenkodex\u2019 die Waffenehre zuspricht,\u201c es \u201egelten die Bestimmungen des Waidhofner Abkommens.\u201c Mit dem Waidhofner Abkommen wurde Ende des 19. Jahrhunderts beschlossen, \u201edem Juden auf keine Waffe mehr Genugtuung zu geben, da er deren unw\u00fcrdig ist!\u201c Bei den Pennalien ist der radikale Antisemitismus, den die meisten Verbindungen vom Wilhelminismus bis zum Nationalsozialismus propagierten, bis heute virulent.<\/p>\n<p align=\"center\">\u00a0<b>V\u00f6lkische Ideologie<\/b><\/p>\n<p>Als quasi programmatische Grundlage ver\u00f6ffentlichte der APR 2005 ein \u201eGeleitheft der konservativen \u00a0Jugend &#8211; Identit\u00e4tssuche, Pflichterf\u00fcllung und Rebellion\u201c. Der schw\u00fclstige Text strotzt nur so vom Bekenntnis zu M\u00e4nnerbund, Elite, F\u00fchrertum und v\u00f6lkischem Nationalismus. \u201eJugend unseres Volkes!\u2026Erhebe dich aus den Tr\u00fcmmern unserer Zeit, befreie dich von allem, was dich peinigt \u2013 breite deine Fl\u00fcgel \u00fcber unser ew\u2018ges Vaterland und benetze sie mit deinem Schwei\u00df und Blute \u2026 ignoriere die Schw\u00e4tzer und achte deine F\u00fchrer!\u201c hei\u00dft es dort im Epilog. Gepriesen wird auch das wohl bekannteste Lied des <i>Jungvolks<\/i> in der <i>Hitler-Jugend<\/i> (HJ) \u201eAuf hebt unsre Fahnen,\u201c in dem Werte besungen werden, welche als Vorbild f\u00fcr die Penn\u00e4ler gelten sollen. Sogar aus Hitlers Rede 1935 vor 50.0000 HJ-Angeh\u00f6rigen wird, allerdings leicht abge\u00e4ndert zitiert. \u201eZ\u00e4h wie Leder \u2013 schnell wie die Windhunde \u2013 hart wir Kruppstahl,\u201c so m\u00fcsse auch die heutige \u201ekonservative\u201c Jugend laut APR-Heft sein.<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_13349\" aria-describedby=\"caption-attachment-13349\" style=\"width: 234px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/2013\/06\/29\/schlagender-nachwuchs_13321\/geleitheft-titel\" rel=\"attachment wp-att-13349\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-13349 \" alt=\"Faksimile APR-Geleitheft\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/files\/2013\/06\/Geleitheft-Titel-234x300.jpg\" width=\"234\" height=\"300\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-13349\" class=\"wp-caption-text\">APR-Geleitheft (Faksimile)<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>\u00c4hnlich wie einige studentische Burschenschaften, fielen auch APR-Pennalien immer wieder durch personelle Kontakte nach Rechtsau\u00dfen auf, sei es durch Doppelmitgliedschaften, durch Publikationst\u00e4tigkeiten oder durch Einladungen von braunen Referenten zu Veranstaltungen.<\/p>\n<p align=\"center\"><b>\u00a0Verh\u00e4ltnis zur Deutschen Burschenschaft<\/b><\/p>\n<p>Die v\u00f6lkischen Sch\u00fcler sind eng vernetzt mit der Deutschen Burschenschaft (DB) und hier besonders mit deren extrem rechten, innerverbandlichen Kartell <i>Burschenschaftliche Gemeinschaft<\/i> (BG), das immer wieder durch geplante \u201eArier-Beschl\u00fcsse\u201c in die Schlagzeilen ger\u00e4t. Die DB-Burschenschaften stellen oft ihre H\u00e4user f\u00fcr die Pennalien des APR zur Verf\u00fcgung, unterst\u00fctzten diese finanziell oder ideell und halten mit ihnen gemeinsame Veranstaltungen ab. Die Studentenverbindungen wissen, dass sie sich hier einen verl\u00e4sslichen, rechten Nachwuchs heranbilden. So war in der Zeitung der DB, den <i>Burschenschaftlichen Bl\u00e4ttern<\/i> 1\/2004 zu lesen: \u201eEine Pennalie als \u201aVorfeldorganisation\u2019 zur Ausbildung des couleurstudentischen Nachwuchses sichert vielen einen vollen Fuchsenstall.\u201c F\u00fcchse nennt man die jungen Anw\u00e4rter in Burschenschaften. Viele Alte Herren des APR sind dementsprechend Mitglieder in studentischen Burschenschaften und meistens sind es die am \u00e4u\u00dfersten rechten Rand. Prominentester Politiker mit Vergangenheit in einer\u00a0 Sch\u00fclerburschenschaft d\u00fcrfte momentan Michael B\u00fcge (CDU) sein, der seinen Job als Staatssekret\u00e4r in Berlin wegen burschenschaftlicher T\u00e4tigkeiten verlor. Er war in der APR-Verbindung <i>Iuvenis Gothia <\/i>aktiv.<\/p>\n<p align=\"center\"><b>\u00a0Die Organisatoren Chattia Friedberg<\/b><\/p>\n<p>Die diesj\u00e4hrigen Hamburger Ausrichter des APR-Tages sind mit der neofaschistischen Szene bestens vernetzt. In der j\u00fcngsten Vergangenheit gab es h\u00e4ufige Doppelmitgliedschaften mit der NPD. Gleich zwei Hamburger Chatten verloren wegen neonazistischer Aktivit\u00e4ten ihren Job als Lehrer bzw. Filial-Leiter einer Bank. Der Banker hatte 2008 einen braunen Bestseller namens \u201eBlutzeugen\u201c \u00fcber gefallene NS-K\u00e4mpfer in der Weimarer Republik ver\u00f6ffentlicht. Bei Treffen zu denen die Chattia einlud kamen auch schon ehemalige SS-Angeh\u00f6rige, Aktivisten der Kameradschaftsszene, und 2007 mit Klaus Kaping ein verurteilter Holocaustleugner. Ein inzwischen aus der Szene ausgestiegener Chatte war 2010 f\u00fcr den Ordnerdienst der Hamburger NPD aktiv. Mitglieder der Chattia waren in den letzten Jahren h\u00e4ufiger im Vorstand des APR vertreten, sei es als Sprecher oder Kassenwart. Laut Szenekennern waren letztes Jahr Chattia-Veranstaltungen zwar schlechter besucht, daf\u00fcr machte man aber einige Ausfl\u00fcge und Besuche in Deutschland. So z.B. im Mai 2012 einen gemeinsamen Wochenend-Besuch mit der Burschenschaft <i>Dresdensia Rugia<\/i>, zu \u201eUlex\u201c, einem Alten Herrn der Chattia. Ulex war nicht nur der Spitzname von Propaganda-Minister Joseph Goebbels, sondern ist auch der \u201eBiername\u201c des Chatten Thorsten Heise. Da in der Chattia auch Nichtakademiker und Frauen Mitglied werden k\u00f6nnen, wurde auch der langj\u00e4hrige und mehrfach vorbestrafte Nazikader aufgenommen. Ob Heise den Namen Ulex w\u00e4hlte, weil er Geld mit brauner Propaganda verdient, in seinem Verlag erschien auch das Blutzeugen-Buch, ist unbekannt. Auf jeden Fall ist der einer der wichtigsten Anf\u00fchrer der Szene und aktuell Landesvize der Th\u00fcringer NPD.<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_13353\" aria-describedby=\"caption-attachment-13353\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/2013\/06\/29\/schlagender-nachwuchs_13321\/chattia-screnshot-facebook\" rel=\"attachment wp-att-13353\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-13353 \" alt=\"Chattia bei Facebook\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/files\/2013\/06\/Chattia-Screnshot-Facebook-300x194.png\" width=\"300\" height=\"194\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-13353\" class=\"wp-caption-text\">Chattia bei Facebook \u00a9 Screenshot<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p align=\"center\">\u00a0<b>Rechtes Veranstaltungszentrum gemeinn\u00fctzig und fr\u00fcher finanziell gef\u00f6rdert<\/b><\/p>\n<p>Das Haus der Germania in der Sierichstra\u00dfe ist nicht nur Ort des APR-Treffens, sondern diente in den letzten 25 Jahren immer wieder als Treffpunkt und Veranstaltungsraum f\u00fcr die extreme Rechte. Die vom Inlandsgeheimdienst als rechtsextremistisch gef\u00fchrten Organisationen <i>Deutscher Freundeskreis<\/i> und <i>Hamburger Kreis<\/i> trafen sich hier Anfang bzw. Mitte der 1990er Jahre. In den letzten Jahren waren ins Germanenhaus immer wieder Personen eingeladen, die auch vor der NPD und anderen neofaschistischen Organisationen auftraten. Trotzdem k\u00f6nnen \u00fcber den sog. Hausverein der Germanen, das <i>Studentenwohnheim Harry-Lange e.V.<\/i>, der das Haus finanziell tr\u00e4gt und einen weiteren Bonner Verein, die Beitr\u00e4ge der Burschen und Alten Herren von der Steuer als gemeinn\u00fctzig abgesetzt werden. 2003 beschloss die B\u00fcrgerschaft auf Antrag von Abgeordneten aus CDU, Schillpartei und FDP sogar ein Teil der Renovierung des braunen Hauses aus der Tronc-Abgabe, Einnahmen aus der Hamburger Spielbank, mit 7.500 Euro, zu finanzieren.<\/p>\n<p align=\"center\"><b>Die Ideologen von der <i>Blauen Narzisse<\/i><\/b><\/p>\n<p>Aus der Pennalen Burschenschaft Theodor K\u00f6rner aus Chemnitz, wie die Chattia auch dem Inlandsgeheimdienst schon aufgefallen, kommen urpsr\u00fcnglich Felix Menzel und Sebastian Schermaul. Sie schrieben nicht nur an dem &#8222;APR-Geleitheft f\u00fcr die konservative Jugend&#8220; mit, sondern gr\u00fcndeten auch 2004 das Print- und Internet-Projekt Blaue Narzisse, das wichtigste neurechte Magazin f\u00fcr Sch\u00fcler in Deutschland. Menzel war bis 2007 APR-Vorsitzender. Beim 20. APR-Tag 2010 in Eisenach wurde die <i>Blaue Narzisse<\/i> dort ausf\u00fchrlich vorgestellt. Viele ihrer Autor_innen sind Mitglieder aus Sch\u00fcler- oder Studentenverbindungen. Doch Chefredakteur Menzel und sein Umfeld sind auch durchaus praktisch orientiert. Vor einigen Jahren war er ein Wortf\u00fchrer der <i>Konservativ-Subversiven Aktion<\/i> (KSA), die mit spektakul\u00e4ren Aktionen Veranstaltungen von politischen Gegnern st\u00f6rte. Menzel stellte 2008 das KSA-Konzept, Titel \u201eMit den gleichen Waffen zur\u00fcckschlagen,\u201c in der Hamburger CDU-Zentrale vor. Die Bildzeitung schrieb dazu \u201eNeonazi bei Partei-Seminar.\u201c<\/p>\n<p>2009 kam Menzel erneut nach Hamburg um \u00fcber Medien zu referieren. Ort war die schlagende Verbindung <i>Landsmannschaft Mecklenburgia Rostock<\/i>, welche enge Kontakte zu den Germanen pflegt und auch sonst in ihrem Haus mal Referenten hatte, welche nicht gerade das Image demokratischer Konservativer haben. 2012 wurde Medienexperte Menzel zu einer Geldstrafe verurteilt, weil er eine Bundespolitikerin beleidigt hatte.<\/p>\n<p align=\"center\">\u00a0<b>Neues Pferd: Identit\u00e4r<\/b><\/p>\n<p>Da das Projekt KSA nicht mehr zog, setzen Menzel, <i>Blaue Narzisse<\/i> und Konsorten inzwischen auf ein neues Pferd: Die urspr\u00fcnglich aus Frankreich stammende Identit\u00e4re Bewegung. Ihr Anliegen: \u201eUns Identit\u00e4ren geht es um den Erhalt unserer ethnokulturellen Identit\u00e4t, die heute durch den demographischen Kollaps, die Massenzuwanderung und die Islamisierung bedroht ist.\u201c Interne Dokumente belegen, dass die Identit\u00e4ren, Wahlspruch \u201e100 % Identit\u00e4r, 0 % Rassismus \u201c, nicht nur ihren v\u00f6lkischen Nationalismus mit kulturalistischer Verpackung als harmlos verkaufen wollen, sondern gezielt initiiert wurden und somit keine \u201erechte Graswurzelrevolution\u201c sind. Anfang Oktober 2012, bevor die <i>Identit\u00e4re Bewegung Deutschland<\/i> (IBD) gegr\u00fcndet wurde und ihren ersten Internetauftritt hatte, verlinkte die Germania auf ihrer Facebookseite eine \u201eKriegserkl\u00e4rung\u201c (Eigenbezeichnung) der <i>Generation Identitaire<\/i> dem gro\u00dfen franz\u00f6sischem Vorbild. Die Videobotschaft welche die Germanen als \u201egro\u00dfartig\u201c empfohlen, wurde bald von youtube f\u00fcr Deutschland gesperrt. Kurze Zeit nach der \u201eKriegserkl\u00e4rung\u201c im Germanen-Link wurden die Identit\u00e4ren in Deutschland gegr\u00fcndet.\u00a0 Alles nur Zufall? Am 1. Juli will APR-Burschenschafter Menzel nun in Dresden ein <i>Identit\u00e4res Zentrum<\/i> mit mehreren R\u00e4umen er\u00f6ffnen.<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_13355\" aria-describedby=\"caption-attachment-13355\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/2013\/06\/29\/schlagender-nachwuchs_13321\/screenshot-identitare-hamburg-rassismus\" rel=\"attachment wp-att-13355\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-13355 \" alt=\"Screenshot Werbung f\u00fcr antimuslimische Aktion der Hamburger Identit\u00e4ren\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/files\/2013\/06\/Screenshot-Identit\u00e4re-Hamburg-Rassismus-300x190.png\" width=\"300\" height=\"190\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-13355\" class=\"wp-caption-text\">Werbung f\u00fcr antimuslimische Aktion der Hamburger Identit\u00e4ren \u00a9 Screenshot<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>In Hamburg fielen die Identit\u00e4ren vor allem durch St\u00f6raktionen wie im Museum f\u00fcr V\u00f6lkerkunde und gegen eine antirassistische Kundgebung im Stadtteil Horn auf. Letztere Aktion misslang gr\u00fcndlich. Prompt kam danach Man\u00f6verkritik von Menzel via <i>Blauer Narzisse<\/i>. Die Aktionen und die Internetpr\u00e4senz der Identit\u00e4ten, finden auch bei Mitgliedern aus hiesigen Verbindungen Zuspruch. Und so schlie\u00dfen sich die Kreise aus v\u00f6lkischen Penn\u00e4lern, rechten Akademikern, reaktion\u00e4ren Konservativen, neurechten Ideologen und aktionsorientierten Identit\u00e4ten. Ein Teil dieses Spektrums wird in Hamburg beim Penn\u00e4ler-Tag zusammenkommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Samstag den 6. Juli 2013 soll in Hamburg das j\u00e4hrliche, bundesweite Treffen des Allgemeinen Penn\u00e4ler Rings (APR), einem Zusammenschluss extrem rechter Sch\u00fclerburschenschaften stattfinden. Verantwortlich f\u00fcr das Treffen ist die Naziverbindung Pennale Burschenschaft Chattia Friedberg zu Hamburg (Chattia); Ort des Treffens die einschl\u00e4gig bekannte Hamburger Burschenschaft Germania (Germania).<\/p>\n","protected":false},"author":416,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[1329],"tags":[28187,22914,28186,17841,24509,28185],"class_list":["post-13321","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hamburg","tag-allgemeiner-pennaler-ring","tag-burschenschaft","tag-chattia","tag-hamburger-burschenschaft-germania","tag-identitare-bewegung","tag-schulerburschenschaft"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v21.0 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Hamburgs schlagender Nachwuchs - St\u00f6rungsmelder<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/2013\/06\/29\/schlagender-nachwuchs_13321\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Hamburgs schlagender Nachwuchs - St\u00f6rungsmelder\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Am Samstag den 6. 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