{"id":14539,"date":"2014-01-07T14:09:50","date_gmt":"2014-01-07T13:09:50","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/?p=14539"},"modified":"2017-07-08T16:33:52","modified_gmt":"2017-07-08T14:33:52","slug":"blos-kein-mitleid-fur-die-nsu-opfer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/2014\/01\/07\/blos-kein-mitleid-fur-die-nsu-opfer_14539","title":{"rendered":"Blo\u00df kein Mitleid f\u00fcr die NSU-Opfer"},"content":{"rendered":"<p><figure id=\"attachment_8419\" aria-describedby=\"caption-attachment-8419\" style=\"width: 579px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/2012\/04\/15\/neonazi-schiestraining-mit-vs-spitzel_8418\/nsu-540x304\" rel=\"attachment wp-att-8419\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-8419\" alt=\"Die ausgebrannte Wohnung der NSU-Terroristen in Zwickau \u00a9 Jan Woitas\/dpa\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/files\/2012\/04\/nsu-540x304.jpg\" width=\"579\" height=\"325\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/files\/2012\/04\/nsu-540x304.jpg 540w, https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/files\/2012\/04\/nsu-540x304-300x168.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 579px) 100vw, 579px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-8419\" class=\"wp-caption-text\">Die ausgebrannte Wohnung der NSU-Terroristen in Zwickau \u00a9 Jan Woitas\/dpa<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Die Neonazi-Szene beobachtet das seit sieben Monaten laufende NSU-Verfahren in M\u00fcnchen aufmerksam. Sie formuliert weder Mitleid noch Mitgef\u00fchl f\u00fcr die Opfer, verleumdet die Ermordeten als &#8222;kriminelle Ausl\u00e4nder&#8220; oder verh\u00f6hnt sie gar als &#8222;D\u00f6ner-Brater&#8220;. Die Frage, was vom NSU und seinen Taten zu halten sei, spaltet jedoch die deutschen Rechtsextremisten. Sie lassen sich in drei Gruppen einteilen.<!--more--><br \/>\n<strong>Die Bewunderer<\/strong><\/p>\n<p>Auf Websites militanter Rechtsextremer taucht immer wieder der Rosarote Panther auf. Er ist eine unverhohlene Anspielung auf die NSU-Bekennervideos und soll ganz offensichtlich eine Anerkennung f\u00fcr die Morde zum Ausdruck bringen. Auf den meisten Bildern l\u00e4chelt der Panther, auf manchen posiert er mit Pistole oder mit einer Mehrladerflinte, einer sogenannten Pumpgun, wie sie Mundlos und B\u00f6hnhardt benutzten.<br \/>\nAls im Februar 2012 eine bundesweite Schweigeminute f\u00fcr die NSU-Opfer stattfand, schrieb eine militante Kameradschaft aus Hamburg auf ihrer Website: &#8222;Trauer um verstorbene Ausl\u00e4nder? Nicht mit uns!&#8220; Eine rechtsextreme Berliner Kleidungsmarke druckte T-Shirts mit dem Slogan &#8222;Killer-D\u00f6ner nach Th\u00fcringer Art&#8220;. Auf rechtsextremen Konzerten registrierte der Verfassungsschutz NSU-Rufe aus dem Publikum.<\/p>\n<p>Einen guten Einblick, wie der NSU-Prozess von der Szene rezipiert wird, gibt der anonyme Twitter-Account &#8222;NSUisFake&#8220;. Auch hier taucht Paulchen Panther als Userbild auf. Ein Tweet an den Vorsitzenden des NSU-Untersuchungsausschusses, Sebastian Edathy (SPD), lautet: &#8222;<em>NSU is watching you!<\/em>&#8222;<br \/>\nNoch eindeutiger geht es in deutschen Gef\u00e4ngnissen zu. Wie die <em>Berliner Zeitung<\/em> aufdeckte, klebten rechtsextreme H\u00e4ftlinge in s\u00e4chsischen Haftanstalten an ihre Zellenw\u00e4nde Portr\u00e4tfotos von B\u00f6hnhardt und Mundlos. Der langj\u00e4hrige NPD-Kader und mutma\u00dfliche NSU-Helfer Ralf Wohlleben wurde in der JVA Tonna (Th\u00fcringen) derart von seinen Mitgefangenen hofiert, dass die Beh\u00f6rden ihn aus Sicherheitsgr\u00fcnden nach Bayern verlegen lie\u00dfen. Vom heimlichen Austausch von Kassibern \u2013 verbotene, geheime, schriftliche Mitteilungen eines Gefangenen an einen anderen \u2013 bis hin zu Fluchtpl\u00e4nen war die Rede. \u2028\u2028Aber nicht nur im Gef\u00e4ngnis, sondern auch au\u00dferhalb erf\u00e4hrt Wohlleben breite Unterst\u00fctzung von seinen Gesinnungsgenossen, die ihn gern Wolle nennen. T-Shirts und Anstecker mit der Parole &#8222;Freiheit f\u00fcr Wolle!&#8220; gibt es inzwischen in Dutzenden Versandl\u00e4den zu kaufen. Zahlreiche Solidarit\u00e4tsbekundungen kursieren im Netz. &#8222;Er verl\u00e4sst die Front nicht oder wechselt gar aus strategischen Gesichtspunkten die Seite&#8220;, wird Wohllebens Aussageverweigerung auf der rechtsextremen Website Altermedia gelobt. &#8222;Wolle sitzt stellvertretend f\u00fcr all diejenigen in Haft, die sich nicht verbeugen, bis sie brechen&#8220;, hei\u00dft es da.<\/p>\n<p>Im Oktober 2012 steuerten 15 bundesweit bekannte Neonazibands Lieder f\u00fcr eine &#8222;Solidarit\u00e4ts-CD&#8220; bei, deren Erl\u00f6s Wohlleben zugute kommen soll. Neben Gruppen wie Blitzkrieg, Uwocaust und Alte Freunde und Ekzess ist auch Michael Regener mit seiner Band Die LunikoffVerschw\u00f6rung zu h\u00f6ren. Regener war fr\u00fcher S\u00e4nger der als kriminelle Vereinigung verbotenen Rechtsrockgruppe Landser und genie\u00dft im Milieu Kultstatus. Auch im Gerichtssaal unterst\u00fctzen bekannte Neonazis ihre &#8222;Kameraden&#8220; auf der Anklagebank. Im Zuschauerraum des NSU-Prozesses sitzen regelm\u00e4\u00dfig rechtsextreme Aktivisten, darunter auch ein verurteilter Bombenbauer aus Aachen.<\/p>\n<p>Weitaus weniger Unterst\u00fctzung erf\u00e4hrt Beate Zsch\u00e4pe. Das mag vor allem daran liegen, dass sie sich konsequent in Schweigen h\u00fcllt. Ihre politische Gesinnung stellt sie im Gegensatz zu Wohlleben nicht zur Schau. Aber es d\u00fcrfte auch eine Rolle spielen, dass aus der j\u00fcngeren Generation von Rechtsextremen kaum noch jemand Zsch\u00e4pe pers\u00f6nlich kennengelernt hat. Die &#8222;Kameraden&#8220; bleiben daher unschl\u00fcssig, ob man auf sie zugehen oder besser Abstand halten soll. Zu gro\u00df ist die Sorge, dass sie im Laufe des Prozesses doch noch aussagen k\u00f6nnte. Sie bleibt unberechenbar.<\/p>\n<p>Unterst\u00fctzung erhielt Zsch\u00e4pe ausgerechnet vom rechtsextremen Massenm\u00f6rder von Oslo, Anders Breivik. Er schrieb ihr im Winter 2012 einen langen Brief, in dem er die Rechtsterroristin als &#8222;Liebe Schwester Beate&#8220; ansprach. &#8222;Wenn klar wird, dass du tats\u00e4chlich eine militante Nationalistin bist&#8220;, schrieb Breivik, habe sie die Chance, zur &#8222;mutigen Heldin des nationalistischen Widerstands&#8220; zu werden, &#8222;die alles getan und geopfert hat, um den Multikulturalismus und die Islamisierung Deutschlands zu stoppen&#8220;. Die Sicherheitsbeh\u00f6rden beschlagnahmten den Brief, bevor er zugestellt wurde.<\/p>\n<p><strong>Die Verschw\u00f6rungstheoretiker<\/strong><\/p>\n<p>Ein weiterer Brief an Zsch\u00e4pe kam von einem, der gar nicht glaubt, dass sie mit den Morden etwas zu tun hat. Der ehemals linke Journalist J\u00fcrgen Els\u00e4sser, der sich mittlerweile in rechtslastigen Kreisen bewegt, schickte der Inhaftierten im Mai 2013 ein langes Schreiben. Er w\u00e4hnt Zsch\u00e4pe als Opfer eines Komplotts der Sicherheitsbeh\u00f6rden. &#8222;Ich habe Angst, dass Sie das Gef\u00e4ngnis nicht mehr lebend verlassen werden&#8220;, schreibt er. &#8222;Reden Sie, solange Sie noch reden k\u00f6nnen. Nur wenn Sie auspacken \u00fcber Ihre Hinterm\u00e4nner, Auftraggeber und Verf\u00fchrer, sind Sie einigerma\u00dfen gesch\u00fctzt&#8220;, behauptet Els\u00e4sser. Er glaubt an eine Verschw\u00f6rung wie aus einem Politthriller, in der Zsch\u00e4pe das Opfer einer Intrige geworden ist. Dass sie die Taten aus rechtsextremer \u00dcberzeugung begangen haben k\u00f6nnte, scheint f\u00fcr ihn nicht in Betracht zu kommen. Schlie\u00dflich habe sie doch, so Els\u00e4sser, bei ihren Nachbarn in Zwickau den &#8222;Eindruck eines Engels&#8220; hinterlassen.<\/p>\n<p>Das klingt bizarr, aber tats\u00e4chlich gibt es ein weit verzweigtes Netzwerk von Menschen, die ernsthaft solche und noch weit abstrusere Verschw\u00f6rungstheorien zum NSU propagieren. Je mehr man im Netz sucht und je l\u00e4nger die Diskussionsstr\u00e4nge werden, desto mehr verlieren sich die Kommentatoren in immer unverst\u00e4ndlicheren Theorien. Von &#8222;Mafiabanden&#8220; und verdeckten Geheimdienstoperationen wird da schwadroniert, vom &#8222;NSU-Phantom&#8220; oder &#8222;NSU-M\u00e4rchen&#8220; ist die Rede. Die Unterst\u00fctzungsgelder der Bundesregierung f\u00fcr die Angeh\u00f6rigen der Toten werden als &#8222;BRD-Schuldkult&#8220; bezeichnet, die Erschossenen als &#8222;sogenannte t\u00fcrkische Opfer&#8220;. Verantwortlich gemacht f\u00fcr die Morde werden wahlweise der Bundesnachrichtendienst, die CIA, der Mossad oder alle zusammen. &#8222;Das \u00dcbliche. Die Judenmafia! Die Juden mischen \u00fcberall nicht nur mit, sondern sind die Drahtzieher&#8220;, schreibt ein User auf Altermedia.<\/p>\n<p>Akribisch werden in zahlreichen Blogs vermeintliche und tats\u00e4chliche Ungereimtheiten bei den NSU-Ermittlungen gesammelt. Im Januar 2012 prangte auf dem Cover der rechtsextremen Zeitschrift <em>Zuerst!<\/em> der Titel &#8222;Bestellter Terror \u2013 Wem n\u00fctzt die &#8218;rechte Gewalt&#8216;?&#8220; H\u00e4ufig werden Nachrichten aus seri\u00f6sen Medien, die sich sp\u00e4ter als falsch herausgestellt haben, als Belege angef\u00fchrt.<\/p>\n<p><strong>Die Kritiker<\/strong><\/p>\n<p>Nach dem Bekanntwerden des NSU war, allen voran, die NPD eiligst bem\u00fcht, sich von den Morden \u00f6ffentlich zu distanzieren. Von &#8222;absto\u00dfenden Taten des Kriminellen-Trios Uwe M., Uwe B. und Beate Z. aus Zwickau&#8220; sprach die s\u00e4chsische NPD-Fraktion. Es sei klar, dass die NPD &#8222;Terrorismus und Gewalt jedweder politischen Richtung ablehnt und aufs Sch\u00e4rfste verurteilt&#8220;.<\/p>\n<p>&#8222;Wer angesichts dieser Bestialit\u00e4t auch nur ansatzweise auf die Idee kommt, dies k\u00f6nne im Sinne meiner Partei und meiner Fraktion sein, ist entweder unzurechnungsf\u00e4hig oder agiert aus durchsichtigem politischen Interesse&#8220;, sagte der damalige NPD-Chef Holger Apfel. Seine Partei sah er als Opfer einer geplanten Kampagne. Apfel gab sich \u00fcberzeugt davon, dass &#8222;die Verfassungsschutz\u00e4mter in nicht unerheblichem Ma\u00df in den Fall involviert&#8220; seien.<br \/>\nNach der Festnahme des ehemaligen NPD-Politikers Wohlleben beteiligte sich die Partei nicht an den Solidarit\u00e4tskampagnen, sondern distanzierte sich erneut. Man habe von etwaigen Verbindungen Wohllebens zum NSU nichts gewusst, und schlie\u00dflich sei dieser seit 2010 kein Parteimitglied mehr. Bei den militanten Kameradschaften sorgte diese Abgrenzung f\u00fcr scharfe Kritik.<\/p>\n<p>Wie ernst es der NPD mit ihren Distanzierungsversuchen tats\u00e4chlich ist, kann man nur schwer absch\u00e4tzen. Ganz sicher passen mordende und bombende Neonazis nicht in das Konzept von Apfels Kurs einer &#8222;seri\u00f6sen Radikalit\u00e4t&#8220; \u2013 den Normalb\u00fcrger, den die NPD gern erreichen m\u00f6chte, schrecken offene Gewalttaten ab. Auch die Angst, neue Argumente f\u00fcr ein NPD-Verbot zu liefern, spielt sicherlich eine Rolle.<\/p>\n<p>Rassismus als Motiv f\u00fcr eine grausame Mordserie passt nicht in das Bild des sauberen, ordnungsbewussten Rechtsextremen. Entsprechend versucht man, die Taten zu entpolitisieren. Die rechts-konservative Junge Freiheit nennt Mundlos und B\u00f6hnhardt in einem Artikel nicht Neonazis, sondern &#8222;kaltbl\u00fctige Schwerkriminelle&#8220;, die &#8222;zu Lebzeiten keine politische Botschaft mit ihren Taten verbunden haben&#8220;.<\/p>\n<p>Klar ist aber auch, dass sich die NPD von den vielen verurteilten Gewaltt\u00e4tern in den eigenen Reihen nie ernsthaft distanziert hat und viele Mitglieder offensichtlich klammheimliche Freude \u00fcber die NSU-Morde empfinden. Ende 2011 fand sich beispielsweise auf der Facebook-Seite des damaligen stellvertretenden NPD-Kreisvorsitzenden Rainer Biller aus N\u00fcrnberg der Eintrag: &#8222;Tod dem D\u00f6ner, es lebe die N\u00fcrnberger Bratwurst.&#8220; Ebenfalls eingestellt war ein Bild der Imbissbude von Ismail Yasar, der von den Rechtsterroristen des NSU ermordet worden war. Unter dem Bild stand: &#8222;Wenn wir Gl\u00fcck haben, verschwinden erst die D\u00f6nerbuden und dann der Rest der Mischpoke.&#8220; Nachdem die SPD Anzeige erstattet hatte, schloss die NPD Biller aus der Partei aus.<\/p>\n<p><strong>Die Szene bleibt gewaltbereit<\/strong><\/p>\n<p>Dass die Aufdeckung des NSU und die folgenden Ermittlungen die Szene keineswegs eingesch\u00fcchtert haben, zeigte sich besonders deutlich zu Beginn des NSU-Prozesses in M\u00fcnchen. Kurz vor dem ersten Verhandlungstag wurden in einem B\u00fcro des M\u00fcnchner Fl\u00fcchtlingsrats die Fensterscheiben eingeworfen. Nach dem Prozessauftakt folgten acht weitere n\u00e4chtliche Angriffe auf Wohnprojekte und B\u00fcros von Antinazi-Initiativen. Mal flogen Steine, mal waren es Farbbeutel. Die Kanzlei der Anw\u00e4ltin der Witwe eines NSU-Opfers wurde mit F\u00e4kalien beschmiert. Erst als die Polizei drei junge Rechtsextreme auf frischer Tat ertappte, endete die Anschlagsserie. Im selben Zeitraum nahm die Polizei im nieders\u00e4chsischen D\u00fcren eine Anzeige auf. Unbekannte hatten in der Nacht das Geb\u00e4ude der Islamischen Gemeinde in der Josephstra\u00dfe mit Parolen beschmiert: &#8222;NSU lebt weiter \u2013 und ihr werdet die n\u00e4chsten Opfer sein!&#8220; \u2028\u2028Die Sicherheitsbeh\u00f6rden nehmen solche Drohungen durchaus ernst. Die Gewaltbereitschaft des rechtsextremen Spektrums hat seit der NSU-Enttarnung nicht ab-, sondern zugenommen. Im Verfassungsschutzbericht 2012 wird explizit vor potenziellen NSU-Nachahmern gewarnt.<\/p>\n<p><em>Der Text ist eine aktualisierte, leicht gek\u00fcrzte Fassung des Artikels aus dem <a href=\"http:\/\/www.bpb.de\/politik\/extremismus\/rechtsextremismus\" target=\"_blank\">Rechtsextremismus-Dossier der Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung<\/a>.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Neonazi-Szene beobachtet das seit sieben Monaten laufende NSU-Verfahren in M\u00fcnchen aufmerksam. Sie formuliert weder Mitleid noch Mitgef\u00fchl f\u00fcr die Opfer, verleumdet die Ermordeten als &#8222;kriminelle Ausl\u00e4nder&#8220; oder verh\u00f6hnt sie gar als &#8222;D\u00f6ner-Brater&#8220;. Die Frage, was vom NSU und seinen Taten zu halten sei, spaltet jedoch die deutschen Rechtsextremisten. 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