{"id":30530,"date":"2021-01-22T10:07:33","date_gmt":"2021-01-22T09:07:33","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/?p=30530"},"modified":"2021-01-21T19:26:40","modified_gmt":"2021-01-21T18:26:40","slug":"das-netzwerkbeben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/2021\/01\/22\/das-netzwerkbeben_30530","title":{"rendered":"Das Netzwerkbeben"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die sozialen Medien haben Donald Trump erst verbannt, als es gar nicht mehr anders ging. Muss die Politik die Demokratie besser vor Gefahren aus dem Netz sch\u00fctzen?<\/strong><\/p>\n<p><em>Ein Gastbeitrag von Maik Fielitz und Holger Marcks<\/em><\/p>\n<p><figure id=\"attachment_30533\" aria-describedby=\"caption-attachment-30533\" style=\"width: 620px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-30533\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/files\/2021\/01\/RC20LK93ZADY.jpg\" alt=\"\" width=\"620\" height=\"421\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-30533\" class=\"wp-caption-text\">Anh\u00e4nger von Donald Trump bei einer Rede des Pr\u00e4sidenten im Dezember 2020<br \/>\u00a9 Reuters\/Jonathan Ernst<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Nun also doch. Nachdem Twitter und Facebook jahrelang Ex-Pr\u00e4sident <a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/2018\/01\/05\/trump-und-die-extreme-rechte_25237\">Donald Trump<\/a> hofiert haben, verwiesen sie ihn nach dem <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/sturm-auf-us-kapitol\">Sturm seiner Anh\u00e4nger auf das Kapitol<\/a> von ihren Plattformen. Dieser Schritt war \u00fcberf\u00e4llig \u2013 und doch ist er umstritten. Das spiegelt sich in den ambivalenten Reaktionen auf die <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2021-01\/twitterkonto-us-praesident-donald-trump-sperre\">Abschaltung von Trumps Twitter-Konto<\/a> und anderer Hetz-Accounts. Einerseits l\u00f6ste die konzertierte Aktion allgemeine Erleichterung aus, andererseits f\u00fchrte sie zu kontroversen <a href=\"https:\/\/hbr.org\/2021\/01\/how-to-hold-social-media-accountable-for-undermining-democracy\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Diskussionen \u00fcber die Macht der Techunternehmen<\/a>. Unklar ist dabei noch, ob dieses digitale Beben eine Neuordnung der sozialen Medien nach sich zieht und wie sich das auf die politischen M\u00f6glichkeiten im rechten Lager auswirkt. Aber Schritt f\u00fcr Schritt.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>\u00dcberf\u00e4llig war das sogenannte <a href=\"https:\/\/www.idz-jena.de\/fileadmin\/\/user_upload\/Hate_not_found\/WEB_IDZ_FB_Hate_not_Found.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Deplatforming<\/a> von Trump &amp; Co. vor allem, weil schon lange nicht mehr zu bestreiten ist, dass die sozialen Medien ma\u00dfgeblich zum Erstarken von illiberalen, insbesondere rechten Bewegungen im vergangenen Jahrzehnt beigetragen haben. Genau genommen stellt der j\u00fcngste Rundumschlag, der einem verst\u00e4rkten Vorgehen gegen extremistische Inhalte insgesamt folgt, ein sp\u00e4tes Eingest\u00e4ndnis genau dieses Umstands dar. Er steht f\u00fcr die Anerkennung der Tatsache, dass die Technologie \u00fcber ein destruktives Potenzial verf\u00fcgt, das nach strikteren Regeln und korrektiven Eingriffen verlangt, wenn sie zum Nutzen, nicht zum Schaden der Demokratie wirken soll.<\/p>\n<h2>Die Illusion der neutralen Netzwerke<\/h2>\n<p>Im Kontrast dazu gab das Silicon Valley lange Zeit vor, neutral zu sein. Die Verantwortung f\u00fcr die Inhalte b\u00fcrdeten sie den Nutzern auf, aus dem Politischen wollten sie sich heraushalten. Erst mit dem Aufkommen eines neues Rechtsterrorismus und schlie\u00dflich <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/digital\/internet\/2020-05\/corona-mythen-verschwoerungstheorien-verwandte-umgang-tipps\">der \u201eInfodemie\u201c rund um Corona<\/a> l\u00f6schten sie problematische Inhalte auf \u00f6ffentlichen Druck \u2013 und behandelten Holocaustleugnung nicht mehr als legitime Meinung. Z\u00e4hneknirschend. Denn wie Mark Zuckerberg noch mal deutlich machte, als Twitter endlich <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2020-05\/faktencheck-twitter-donald-trump-usa-briefwahl\">Trumps Tweets zu markieren begann<\/a>: Es st\u00fcnde den Techunternehmen nicht zu, <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/technology\/2020\/may\/28\/zuckerberg-facebook-police-online-speech-trump\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">als \u201eSchiedsrichter der Wahrheit\u201c<\/a> zu fungieren.<\/p>\n<p>Eine turbulente US-Wahl sp\u00e4ter ist diese Illusion nicht mehr aufrechtzuerhalten. Die Unternehmen mussten endlich <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/digital\/internet\/2020-06\/soziale-netzwerke-facebook-hassrede-boykott\">f\u00fcr demokratische Prinzipien Partei ergreifen<\/a>. Doch so richtig dieser Schritt ist: Viele Kritiker <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2021-01\/meinungsfreiheit-soziale-medien-donald-trump-twitter-sperre\">beklagen<\/a> v\u00f6llig zu Recht, dass er erst jetzt vollzogen wird, wo Trump wichtige Unterst\u00fctzung verliert und sich mit Joe Biden ein neuer Regent ank\u00fcndigt. Nachdem man lange Zeit gut verdient hatte an den L\u00fcgen des Pr\u00e4sidenten, sind seine Putschall\u00fcren sicherlich ein willkommener Anlass f\u00fcr den Absprung. Zumal die Plattformbetreiber ohnehin unter besonderer Beobachtung stehen, zur Selbstregulierung angetrieben durch (internationale) Pl\u00e4ne ihrer politischen Regulierung.<\/p>\n<p>Der Schaden ist allerdings schon da. Und zum Teil ist er irreversibel. F\u00fcr Ph\u00e4nomene <a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/2020\/10\/12\/die-afd-versuchts-mit-nachwuchs_30222\">wie AfD<\/a> oder Brexit, Bolsonaro oder Trump waren die sozialen Medien ein wichtiger Verst\u00e4rker, wenn nicht sogar ein Erm\u00f6glicher. Sie haben es der populistischen und extremen Rechten nicht nur gestattet, mit ihren dramatischen und postfaktischen Erz\u00e4hlungen neue W\u00e4hlergruppen zu erschlie\u00dfen, die vorher als politikfern galten. Sie dienten ihr auch als Organisations- und Inszenierungsraum f\u00fcr Kampagnen und Gewaltaktionen. Der \u00fcber Facebook live gestreamte <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2020-08\/christchurch-anschlag-gerichtsprozess-neuseeland-rechtsterrorismus-attentaeter-rechtsextremismus\">Massenmord von Christchurch<\/a> steht daf\u00fcr ebenso wie der Sturm auf das Kapitol, der in den sozialen Medien Form annahm.<\/p>\n<h2>Kritische Masse dank Big Tech<\/h2>\n<p>Trump konnte sich \u00fcber die sozialen Medien eine loyale und stabile Anh\u00e4ngerschaft konsolidieren. Er selbst bezeichnete Twitter wiederholt als sein pers\u00f6nliches Zeitungsorgan; gern hebt er hervor, dass er ohne den Kommunikationsdienst nicht Pr\u00e4sident geworden w\u00e4re. Auch als solcher konnte er sodann die Masse direkt beschallen, an den Instanzen pr\u00e4sidialer Kommunikation vorbei, wobei seine Reichweite die Leserschaft jedes seri\u00f6sen Printmediums \u00fcbertraf. Er profitierte auch davon, dass die herk\u00f6mmlichen Medien seine Tweets reproduzierten, sei es, weil sie Aufmerksamkeit brachten, sei es, weil man sich dazu quasi verpflichtet sah.<\/p>\n<p>N\u00fctzlich waren jene Medien f\u00fcr Trump aber weniger, weil er damit noch mehr Menschen erreichte, sondern vielmehr, weil die Widerrede durch die verachtete <em>mainstream media<\/em> wichtig f\u00fcr seine Glaubw\u00fcrdigkeit bei der Anh\u00e4ngerschaft war. Im rechten Lager ist sie zu einem Identit\u00e4tsmarker geworden, an dem man Freund und Feind erkennt. Deswegen waren zuletzt die Warnhinweise etwa durch Twitter zahnlos. Denn f\u00fcr viele Menschen gilt heute die \u00c4chtung von Inhalten bereits als G\u00fctesiegel; es wertet sie auf. Oder andersherum gesagt: Was der politische Gegner vertritt, kann per se nicht richtig sein.<\/p>\n<p>So betrachtet d\u00fcrfte Trumps fr\u00fcherer Chefstratege, <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2020-08\/steve-bannon-festnahme-spendenbetrug-donald-trump-berater-usa\">Steve Bannon<\/a>, recht haben, wenn er sagt, dass <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=pm5xxlajTW0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">die Zeit der \u00dcberzeugungsarbeit vorbei<\/a> sei, und nahelegt, die Gesellschaft sei in politische Kulturen gespalten, die sich eh nicht mehr verst\u00fcnden. Tats\u00e4chlich scheinen die antiaufkl\u00e4rerischen Kr\u00e4fte in den USA \u00fcber eine aktive kritische Masse zu verf\u00fcgen, die allenfalls noch technisch auf die Big Five angewiesen ist. Ben\u00f6tigten sie die gro\u00dfen Plattformen einst, um in die Masse einzusickern, ist diese nun derma\u00dfen mit radikalen Ideen ges\u00e4ttigt, dass die Nachfrage f\u00fcr rechtsalternative Plattformen gewachsen ist. Eine umfassende Nutzerwanderung auf eigene oder gekaperte Plattformen ist zumindest wahrscheinlicher als zuvor. Im Fall von <a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/2020\/05\/27\/rechte-radikalisierung-im-corona-chat_29792\">Telegram<\/a> trifft dies bereits zu.<\/p>\n<h2>Twitter als digitales Feindesland<\/h2>\n<p>Was hierzulande die extreme Rechte wohl ins Abseits bef\u00f6rdern w\u00fcrde \u2013 ein Exodus in alternative Netzwerke \u2013, ist f\u00fcr sie in den USA durchaus ein gangbarer Weg. Denn am jetzigen Punkt der Polarisierung geht es mehr um Mobilisierung denn um \u00dcberzeugung. Dass dieser Wendepunkt erreicht wurde, hat auch mit dem Pr\u00e4sidentenamt zu tun, ohne das Trump den Diskurs sicherlich nicht so h\u00e4tte vergiften k\u00f6nnen. Gro\u00dfe Teile seiner Anh\u00e4ngerschaft sind mittlerweile gegen die demokratischen Institutionen und Medien aufgebracht; und mit ihrer historischen Volte stehen die gro\u00dfen Plattformen \u2013 einst vom rechten Lager als Hort der Freiheit gepriesen \u2013 jetzt auch im Ruf, L\u00fcgenmedien zu sein. F\u00fcr die sogenannten patriotischen Kr\u00e4fte sind sie nun digitales Feindesland.<\/p>\n<p>Die Realit\u00e4t ist aber auch, dass sich viele Hassakteure von den gro\u00dfen Plattformen abh\u00e4ngig gemacht haben. Darum hat sich das <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/digital\/internet\/2021-01\/soziale-medien-us-kapitol-desinformationsforscher-harvard-jonas-kaiser\">Deplatforming<\/a> zu einem brennenden Thema in der extremen Rechten entwickelt. Ein Ausweichen auf andere Strukturen erweist sich dabei als gar nicht so einfach. Das bekamen Trump-Anh\u00e4nger nach dem Sturm auf das Kapitol zu sp\u00fcren. Ihre Wahlheimat Parler <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/digital\/mobil\/2021-01\/parler-rechtes-netzwerk-erreichbarkeit-amazon-usa\">zerfiel innerhalb weniger Tage<\/a>, nachdem Cloud-Services, Webhoster und Bezahlsysteme dem rechtsalternativen Medium unisono die Dienste k\u00fcndigten. Eindr\u00fccklich zeigten sich hier die sonst unsichtbaren Machtstrukturen hinter den M\u00f6glichkeiten der digitalen Massenkommunikation.<\/p>\n<p>Der Aufbau einer virtuellen Parallelgesellschaft stellt politische Akteure also vor h\u00f6here Probleme, die das digitale Versprechen nach unbegrenzter Redefreiheit verblassen lassen. Denn auch die Betreiber alternativer Netzwerke sind von Infrastrukturen abh\u00e4ngig, die ihnen technische Flexibilit\u00e4t und Sicherheit gew\u00e4hren. Insbesondere die Rolle von <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2016-12\/trump-tech-elite-silicon-valley\">Apple und Google<\/a>, die mit ihren App-Stores dar\u00fcber entscheiden, welche Apps auf Smartphones installiert werden k\u00f6nnen, ist eine entscheidende. Im Falle von Parler machten sie deutlich, wie einfach sie Dienste deplatformen k\u00f6nnen, die nicht effektiv gegen Gewaltaufrufe vorgehen. Dass sich derlei Ma\u00dfnahmen zuvor nie gegen Twitter und Facebook richteten, verweist auf ein fast schon selbstverst\u00e4ndliches Kartell.<\/p>\n<h2>Kommt die politische Regulierung?<\/h2>\n<p>Mittelfristig ergeben sich nun drei M\u00f6glichkeiten. Erstens: Das Kartell h\u00e4lt. Die extreme Rechte muss sich in den gro\u00dfen Plattformen mit ihren wom\u00f6glich zunehmenden Restriktionen einrichten; noch zumindest erzielt sie dort weiter enorme Reichweiten. Zweitens: Das Kartell br\u00f6selt. Der gefestigtere Teil der extremen Rechten richtet sich in mittelgro\u00dfen Netzwerken ein, wo man sich gegenseitig aufpeitscht; von hier aus werden gezielte Aktivit\u00e4ten in anschlussf\u00e4higen Netzwerkmilieus koordiniert. Drittens: Das Kartell bricht. Es entsteht ein unabh\u00e4ngiges Netzwerk, das die technischen Barrieren meistern kann; ein solches <em>Fox News<\/em> der sozialen Medien w\u00e4re wom\u00f6glich bis in die rechte Mitte attraktiv.<\/p>\n<p>Solch ein Refugium steht freilich in den Sternen. Zwar hat Trump damit gedroht, <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2021-01\/soziale-medien-donald-trump-twitter-facebook\">sein eigenes Netzwerk zu errichten<\/a>, doch ob er wirklich in der Politik bleibt, ist noch zu kl\u00e4ren. Auch als Gesch\u00e4ftsmann droht ihm Ungemach, sodass es wacklig scheint, er selbst k\u00f6nne so ein Projekt stemmen. Unklar ist ferner, ob nicht andere Unternehmer die entstandene Marktl\u00fccke schlie\u00dfen oder ob andere Dienste nicht doch den Bedarf decken k\u00f6nnen. Instantmessenger wie Telegram etwa haben sich im rechtsextremen und verschw\u00f6rungsideologischen Milieu als zweckdienlich erwiesen, auch wenn das Unternehmen neuerdings <a href=\"https:\/\/www.motherjones.com\/politics\/2021\/01\/telegram-nazi-ban\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">st\u00e4rker gegen rechtsterroristische Akteure vorgeht<\/a>. Zu Trumps Kommunikationskonzept w\u00fcrde ein solcher Kanal zumindest passen. Bolsonaro und Erdo\u011fan sind bereits dabei.<\/p>\n<p>Es l\u00e4sst sich kaum erahnen, wie es sich auf Polarisierungsprozesse auswirkt, w\u00fcrde sich die soziale Medienlandschaft tats\u00e4chlich politisch ausdifferenzieren: mit Anbietern, die \u2013 \u00e4hnlich dem Pressewesen \u2013 unterschiedliche Communitys ansprechen, abgegrenzt durch verschiedene Prinzipien und Richtlinien. Ganz formale Bubbles. In jedem Falle w\u00e4re es eine Z\u00e4sur, mit der sich die Frage der Regulierung anders stellen w\u00fcrden. Es r\u00fchrt ja gerade aus der Oligopolsituation, dass dem Deplatforming ein Geschm\u00e4ckle anhaftet, das <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2021-01\/donald-trump-sturm-kapitol-sperrung-twitter-angela-merkel\">selbst Angela Merkel Kritik abn\u00f6tigt<\/a>. Der Fall Trump zeigt n\u00e4mlich auch, welche Macht die Techunternehmen dar\u00fcber haben, wer im politischen Diskurs Einfluss haben darf. Ein st\u00e4rkerer Wettbewerb unter sozialen Medien w\u00fcrde jene Macht zumindest zerteilen. Wenn diese Teilung aber nicht zugunsten von Plattformen gehen soll, deren Angebot eine postfaktische Parallelwelt ist, wird ihre politische Regulierung umso dringlicher.<\/p>\n<p><em>Maik Fielitz ist Wissenschaftlicher Referent am Jenaer Institut f\u00fcr Demokratie und Zivilgesellschaft. Holger Marcks ist assoziierter Forscher an der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung. Gemeinsam ver\u00f6ffentlichten sie im Dudenverlag das Buch<\/em> <a href=\"https:\/\/shop.duden.de\/products\/digitaler-faschismus\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Digitaler Faschismus. Die sozialen Medien als Motor des Rechtsextremismus<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf Twitter und Facebook ist Donald Trump Geschichte. Schaffen es die sozialen Netzwerke weiterhin, Feinde der Demokratie auszusperren?<\/p>\n","protected":false},"author":229,"featured_media":30533,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[18597,305,1745,937,560],"class_list":["post-30530","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","tag-donald-trump","tag-facebook","tag-populismus","tag-soziale-netzwerke","tag-twitter"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v21.0 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Das Netzwerkbeben - St\u00f6rungsmelder<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/2021\/01\/22\/das-netzwerkbeben_30530\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Das Netzwerkbeben - St\u00f6rungsmelder\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Auf Twitter und Facebook ist Donald Trump Geschichte. Schaffen es die sozialen Netzwerke weiterhin, Feinde der Demokratie auszusperren?\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/2021\/01\/22\/das-netzwerkbeben_30530\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"St\u00f6rungsmelder\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2021-01-22T09:07:33+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2021-01-21T18:26:40+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/files\/2021\/01\/RC20LK93ZADY.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"620\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"421\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"St\u00f6rungsmelder\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:description\" content=\"Donald #Trump hat das Wei\u00dfe Haus verlassen, auf #Twitter und #Facebook ist er schon l\u00e4nger ausgesperrt. Bekennen sich die sozialen Netzwerke auch k\u00fcnftig zur Demokratie oder muss daf\u00fcr der Staat eingreifen?\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Geschrieben von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"St\u00f6rungsmelder\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"7\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/2021\/01\/22\/das-netzwerkbeben_30530\",\"url\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/2021\/01\/22\/das-netzwerkbeben_30530\",\"name\":\"Das Netzwerkbeben - St\u00f6rungsmelder\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/#website\"},\"datePublished\":\"2021-01-22T09:07:33+00:00\",\"dateModified\":\"2021-01-21T18:26:40+00:00\",\"author\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/#\/schema\/person\/fdd0b9818f65738672810b6d6f037f71\"},\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/2021\/01\/22\/das-netzwerkbeben_30530#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/2021\/01\/22\/das-netzwerkbeben_30530\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/2021\/01\/22\/das-netzwerkbeben_30530#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Das Netzwerkbeben\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/#website\",\"url\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/\",\"name\":\"St\u00f6rungsmelder\",\"description\":\"Recherchen und Analysen \u00fcber die extreme Rechte\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":\"required name=search_term_string\"}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/#\/schema\/person\/fdd0b9818f65738672810b6d6f037f71\",\"name\":\"St\u00f6rungsmelder\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/#\/schema\/person\/image\/\",\"url\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/dfa4be514c3e82a71e4f9a0020035d38192d080ccaa5e4e6d7a1472c763535c5?s=96&d=mm&r=pg\",\"contentUrl\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/dfa4be514c3e82a71e4f9a0020035d38192d080ccaa5e4e6d7a1472c763535c5?s=96&d=mm&r=pg\",\"caption\":\"St\u00f6rungsmelder\"},\"url\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/author\/stoerungsmelder\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Das Netzwerkbeben - St\u00f6rungsmelder","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/2021\/01\/22\/das-netzwerkbeben_30530","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Das Netzwerkbeben - St\u00f6rungsmelder","og_description":"Auf Twitter und Facebook ist Donald Trump Geschichte. Schaffen es die sozialen Netzwerke weiterhin, Feinde der Demokratie auszusperren?","og_url":"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/2021\/01\/22\/das-netzwerkbeben_30530","og_site_name":"St\u00f6rungsmelder","article_published_time":"2021-01-22T09:07:33+00:00","article_modified_time":"2021-01-21T18:26:40+00:00","og_image":[{"width":620,"height":421,"url":"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/files\/2021\/01\/RC20LK93ZADY.jpg","type":"image\/jpeg"}],"author":"St\u00f6rungsmelder","twitter_card":"summary_large_image","twitter_description":"Donald #Trump hat das Wei\u00dfe Haus verlassen, auf #Twitter und #Facebook ist er schon l\u00e4nger ausgesperrt. Bekennen sich die sozialen Netzwerke auch k\u00fcnftig zur Demokratie oder muss daf\u00fcr der Staat eingreifen?","twitter_misc":{"Geschrieben von":"St\u00f6rungsmelder","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"7\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/2021\/01\/22\/das-netzwerkbeben_30530","url":"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/2021\/01\/22\/das-netzwerkbeben_30530","name":"Das Netzwerkbeben - St\u00f6rungsmelder","isPartOf":{"@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/#website"},"datePublished":"2021-01-22T09:07:33+00:00","dateModified":"2021-01-21T18:26:40+00:00","author":{"@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/#\/schema\/person\/fdd0b9818f65738672810b6d6f037f71"},"breadcrumb":{"@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/2021\/01\/22\/das-netzwerkbeben_30530#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/2021\/01\/22\/das-netzwerkbeben_30530"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/2021\/01\/22\/das-netzwerkbeben_30530#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Das Netzwerkbeben"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/#website","url":"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/","name":"St\u00f6rungsmelder","description":"Recherchen und Analysen \u00fcber die extreme Rechte","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/?s={search_term_string}"},"query-input":"required name=search_term_string"}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/#\/schema\/person\/fdd0b9818f65738672810b6d6f037f71","name":"St\u00f6rungsmelder","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/#\/schema\/person\/image\/","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/dfa4be514c3e82a71e4f9a0020035d38192d080ccaa5e4e6d7a1472c763535c5?s=96&d=mm&r=pg","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/dfa4be514c3e82a71e4f9a0020035d38192d080ccaa5e4e6d7a1472c763535c5?s=96&d=mm&r=pg","caption":"St\u00f6rungsmelder"},"url":"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/author\/stoerungsmelder"}]}},"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/files\/2021\/01\/RC20LK93ZADY.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/30530","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/wp-json\/wp\/v2\/users\/229"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=30530"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/30530\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":30540,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/30530\/revisions\/30540"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/wp-json\/wp\/v2\/media\/30533"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=30530"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=30530"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=30530"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}