{"id":350,"date":"2008-07-05T20:00:37","date_gmt":"2008-07-05T19:00:37","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/2008\/07\/05\/nationalismus-als-flucht-vor-dem-tod_350"},"modified":"2008-07-05T20:00:37","modified_gmt":"2008-07-05T19:00:37","slug":"nationalismus-als-flucht-vor-dem-tod","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/2008\/07\/05\/nationalismus-als-flucht-vor-dem-tod_350","title":{"rendered":"Der Nationalismus als Flucht vor dem Tod &#8211; Ein Versuch zu verstehen"},"content":{"rendered":"<p>In ihrem Werk &#8222;Vita activa&#8220; charakterisierte die politische Publizistin Hannah Arendt den antiken Begriff des Politischen dahingehend, dass der Bet\u00e4tigung der Menschen im \u00f6ffentlichen Raum &#8222;eine potentielle Unverg\u00e4nglichkeit eignet, weil sie sich von sich aus der andenkenden Erinnerung der Menschen einpr\u00e4gen.&#8220; Die antike Politik geriet so angeblich zu dem Versuch, sich selbst auf Erden unsterblich zu machen. W\u00e4hrend Arendt sich mit Blick auf die Interpretation Platons und Aristoteles&#8216; m\u00e4chtig gewaltig irrte, k\u00f6nnte diese Figur jedoch die Motive eines so manchen Nationalisten aufkl\u00e4ren helfen.<!--more--><\/p>\n<p>Arthur Schopenhauer bemerkte bekanntlich einmal, dass &#8222;erb\u00e4rmliche Tr\u00f6pfe&#8220; lediglich deshalb Nationalstolz empf\u00e4nden, weil sie sonst nichts h\u00e4tten, worauf sie stolz sein k\u00f6nnten. Wenn die Welt so einfach w\u00e4re, h\u00e4tten wir nur wenig zu bef\u00fcrchten. Indes ist diese Figur vor allem geeignet, sich auf Seiten der Linken zu beruhigen und sich selbst sp\u00f6ttisch \u00fcber seinen Gegner zu erheben. Unter Nationalisten finden sich indes leider nicht nur &#8222;erb\u00e4rmliche Tr\u00f6pfe&#8220;.<\/p>\n<p>Alles in allem keine guten Voraussetzungen, die bestehenden Probleme zu beseitigen oder zumindest zu verkleinern. Denn wer Nationalismus und Rechtsextremismus erfolgreich bek\u00e4mpfen will, muss dies von innen heraus unternehmen. Das selbstgef\u00e4llige Einschlagen auf den Feind macht diesen hingegen lediglich unzug\u00e4nglich und ist daher kaum geeignet, Einfluss auf ihn zu gewinnen. <a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/2008\/02\/15\/darf-man-eigentlich-mit-rechtsextremisten-reden-man-muss_236\">F\u00fcr P\u00e4dagogen ist dies freilich eine selbstverst\u00e4ndliche Einsicht<\/a>. Wer also Nationalisten, Rechtsextremisten etc. aus ihren Milieus herausbrechen will, muss bereit sein, sich auf sie einzulassen, nach ihren Motiven zu fragen: sie zu VERSTEHEN. Nationalistische Ideologien m\u00f6gen verheerende Versuche der Welterkl\u00e4rung und -aneignung sein, aber sie sind immerhin das: Versuche, die Welt zu verstehen und sich in ihr zu orientieren.<\/p>\n<p>Auch Nationalisten sind Menschen &#8211; geplagt von Sorgen um die Bedingtheiten des menschichen Daseins. Hierzu z\u00e4hlt nicht zuletzt das tragische Bewusstsein um die eigene Sterblichkeit, die jedwedem Handeln im Kleinen g\u00e4nzlich allen Sinn zu rauben droht. Der <em>Natalismus<\/em> entbindet dabei von der allt\u00e4glichen, konkreten Selbstsorge um den Lebensinn, indem er sie  auf die eigenen Nachkommen \u00fcbertr\u00e4gt. Die Sinnlosigkeit des irdischen Daseins wird so aufgehoben in der unbedingten Liebe f\u00fcr das hilflose Eigene, das wie ganz selbstverst\u00e4ndlich und urspr\u00fcnglich Anspruch auf F\u00fcrsorge f\u00fcr sich reklamiert. Pl\u00f6tzlich gibt es keine Sinnfrage mehr &#8211; scheinbar.<\/p>\n<p>Denn die Sorge um den eigenen Nachwuchs vermag nur im Augenblick und im Konkreten von der Sinnfrage zu suspendieren. Sobald die Kinder f\u00fcr sich selbst sorgen k\u00f6nnen, sp\u00e4testens jedoch zum Ende des eigenen irdischen Daseins kehrt sie mit aller Wucht ins Leben zur\u00fcck. Ein Ausweg aus der Sinnkrise scheint einigen der <em>Nationalismus<\/em> zu sein. In der Nation (und damit teilweise auch in den Kindern) k\u00f6nne der Tod transzendiert werden, indem das Individuum &#8222;Spuren&#8220; in der Geschichte und im kollektiven Ged\u00e4chtnis hinterl\u00e4sst. Der Nationalismus ger\u00e4t so zu einer Art s\u00e4kularisierter Ersatzreligion, zu einer Rettung aus der Sinnkrise, zu einem Himmel auf Erden.<\/p>\n<p>Es wird daher kein Zufall sein, dass ausgerechnet der Soldat Ernst J\u00fcnger diesem Motiv in Vor- und Nachwort zum Buch &#8222;Die Unvergessenen&#8220; (1928) nachgegangen ist. Im Soldaten gewinnt die Bereitschaft zur Aufopferung f\u00fcr ein Ganzes und damit die Sinnfrage ihre dichteste Gestalt. Die Aufopferung lebt geradezu von dem Motiv, dass man &#8222;in einem lebendigen Bilde, das als Teil eines anderen Menschen noch lange Zeit durch diese Welt getragen wird&#8220;, weiter lebt.  Diese Aufopferungsbereitschaft d\u00fcrfte dabei um so h\u00f6her ausfallen, je mehr sich der Einzelne selbst als Gemeinschaftsleistung erlebt und daher eine Verpflichtung dieser Gemeinschaft gegen\u00fcber versp\u00fcrt. Nationalisten sind &#8211; so gesehen &#8211; keine Anti-Individualisten, sondern haben einen anderen Begriff vom &#8222;Individuum&#8220;. &#8222;Jedes Einzelleben ist (&#8230;) das Abbild der wirkenden Kr\u00e4fte einer Zeit, die auch in allen anderen lebendig ist.&#8220;, so J\u00fcnger. Ohne die Gemeinschaft w\u00e4re das Individuum demnach also schlicht nicht m\u00f6glich. F\u00fcr J\u00fcnger sind die Toten am Ende sogar &#8222;lebendiger&#8220; als die Lebenden, weil Erstere das \u00c4u\u00dferste gewagt h\u00e4tten, wozu Menschen in der Lage w\u00e4ren.<\/p>\n<p>Jedoch nicht nur der Soldat und Schriftsteller J\u00fcnger, sondern auch der Soldat und <a href=\"http:\/\/www.endstation-rechts.de\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=1744&amp;Itemid=240\">NPD-Fraktionsvorsitzende Past\u00f6rs ringt mit dem Sinn des Lebens<\/a>. Past\u00f6rs erkl\u00e4rte so vor geraumer Zeit in einer Saalveranstaltung, dass der Sinn des Lebens urspr\u00fcnglich das &#8222;Weitergeben des Lebens&#8220; gewesen sei und aktualisiert diesen f\u00fcr seine Politik wie folgt: &#8222;Der Sinn des Lebens ist ganz einfach, dass wir in tausend Jahren jemandem noch ins Gesicht schauen k\u00f6nnen, der so \u00e4hnlich aussieht wie wir.&#8220;<\/p>\n<p>Dar\u00fcber mag man freilich schmunzeln und sich an einen &#8222;erb\u00e4rmlichen Tropf&#8220; erinnert f\u00fchlen. Indes \u00e4ndert dies nichts an der Tatsache, dass die Politik der s\u00e4kularisierten Gesellschaft eine Antwort auf die Sinnfrage nicht nur nicht bietet, sondern bereits das Aufwerfen der Frage unterl\u00e4sst. Verhandelt und diskutiert wird \u00fcber Steuers\u00e4tze, das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts, die H\u00f6he des Kindergeldes &#8211; \u00fcber den Sinn unseres Tuns, \u00fcber das gute Leben, \u00fcber die Grundfragen unseres menschlichen Zusammenlebens in einem politischen Gemeinwesen hingegen diskutieren wir nicht. F\u00fcr die Sozialdemokratie argumentierten einst Thomas Meyer, Johanno Strasser oder Anthony Giddens f\u00fcr eine &#8222;Politik des guten Lebens&#8220; oder eine &#8222;Politik der Lebensf\u00fchrung&#8220; &#8211; jenseits aller der ausschlie\u00dflich auf das Individuum konzentrierten Fragen des irdischen Daseins. &#8222;Spuren&#8220; hinterlassen haben diese Beitr\u00e4ge in der gegenw\u00e4rtigen Politik indes bis heute nicht.<\/p>\n<p>Allerdings vermag auch und gerade der &#8222;Ausweg&#8220; des Nationalismus keiner zu sein. Genau genommen ist er vielmehr sogar eine billige Flucht vor dem Tragischen im menschlichen Leben. Die Frage nach dem Sinn l\u00e4uft letztlich zu in der Sehnsucht nach der Ewigkeit. Hierin ber\u00fchren sich die Motive von gleicherma\u00dfen eschatologisch inspirierten Nationalisten und Kommunisten. Nichts Irdisches jedoch ist ewig. Es gibt keinen Himmel auf Erden: Weder den der Nation noch den des kommunistischen Paradieses.<\/p>\n<p align=\"right\"><em>gewidmet: einem Manne, auf den Verlass ist<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.endstation-rechts.de\/\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.endstation-rechts.de\/er-logo.gif\" alt=\"michael-schaefer\" align=\"left\" border=\"0\" hspace=\"10\" vspace=\"5\" width=\"50\" \/><\/a><br \/>\nweitere Informationen: <a href=\"http:\/\/www.endstation-rechts.de\/\">http:\/\/www.endstation-rechts.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In ihrem Werk &#8222;Vita activa&#8220; charakterisierte die politische Publizistin Hannah Arendt den antiken Begriff des Politischen dahingehend, dass der Bet\u00e4tigung der Menschen im \u00f6ffentlichen Raum &#8222;eine potentielle Unverg\u00e4nglichkeit eignet, weil sie sich von sich aus der andenkenden Erinnerung der Menschen einpr\u00e4gen.&#8220; Die antike Politik geriet so angeblich zu dem Versuch, sich selbst auf Erden unsterblich [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":239,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[1515],"tags":[1700],"class_list":["post-350","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bundesweit","tag-nationalismus"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v21.0 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Der Nationalismus als Flucht vor dem Tod - Ein Versuch zu verstehen - St\u00f6rungsmelder<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/2008\/07\/05\/nationalismus-als-flucht-vor-dem-tod_350\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Der Nationalismus als Flucht vor dem Tod - Ein Versuch zu verstehen - St\u00f6rungsmelder\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"In ihrem Werk &#8222;Vita activa&#8220; 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