{"id":458,"date":"2008-10-27T20:46:46","date_gmt":"2008-10-27T18:46:46","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/?p=458"},"modified":"2008-10-27T20:46:46","modified_gmt":"2008-10-27T18:46:46","slug":"der-duce-und-sein-philosoph-faschismus-als-lebensstil","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/2008\/10\/27\/der-duce-und-sein-philosoph-faschismus-als-lebensstil_458","title":{"rendered":"Der Duce und sein Philosoph: Faschismus als Lebensstil"},"content":{"rendered":"<p>Italienischer Faschismus und deutscher Nationalsozialismus waren lange Jahre, insbesondere w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs, auf Gedeih und Verderb aneinander gekettet. Von anti-faschistischer Seite brachte dies beiden Regimen ein, gleicherma\u00dfen unter dem Sammelbegriff \u201eFaschismus\u201c verhandelt zu werden. Allerdings werden \u00fcber den gemeinsamen milit\u00e4rischen Kampf hinaus bisweilen auch zahlreiche, vor allem ideologische Differenzen \u00fcbersehen. W\u00e4hrend der Nationalsozialismus das Wesen des Menschen in seiner biologischen Natur verortete und mittels Rassenz\u00fcchtung einen \u201cneuen Menschen\u201d schaffen wollte, stellt der Faschismus als Ideologie den Kampf um den Geist des Menschen in den Vordergrund.<!--more--><\/p>\n<p>Zu diesen Unterschieden geh\u00f6rt dabei weniger, dass Hitler nach Mussolinis \u201eMarsch auf Rom\u201c den Duce gar als Vorbild sah und zun\u00e4chst versuchte, es ihm mit dem Marsch auf die Feldherrenhalle im Jahr 1923 gleich zu tun, um nach seiner Macht\u00fcbernahme in Deutschland im Jahre 1933 umgekehrt Italien schrittweise zum blo\u00dfen Annex eines &#8222;arischen&#8220; Imperiums zu degradieren. Ebenso wenig ist mit dieser Differenz die Tatsache gemeint, dass der Nationalsozialismus gerade aus Gr\u00fcnden der Niederhaltung sozialistischer und kommunistischer Arbeitermilieus selbst zu sozialen Wohltaten greifen musste, die ihm bis heute in gewissen Bev\u00f6lkerungskreisen zu nostalgischen Mythen verhelfen. Denn auch der Faschismus stellte wie der Nationalsozialismus f\u00fcr die bis dahin traditionelle politische Rechte eine erhebliche Neuerung dar. So betonte Mussolini in \u201cDie politische und soziale Doktrin des Faschismus\u201d: \u201eDie faschistische Ablehnung des Sozialismus, der Demokratie und des Liberalismus darf nicht Glauben machen, da\u00df der Faschismus die Welt in den Zustand vor 1789 zur\u00fcckversetzen m\u00f6chte (&#8230;). Es gibt kein R\u00fcckw\u00e4rts. (&#8230;) Eine Partei, die eine Nation totalit\u00e4r beherrscht, ist ein neues Faktum in der Geschichte.&#8220; Gemeint war hiermit vor allem die aktivistische Einbindung der Massen, die etwa f\u00fcr die monarchistische Rechte ganz undenkbar gewesen w\u00e4re. Dieser auf besch\u00e4digte Weise demokratische <em>Sog der Massen<\/em> erzwang nicht nur im Nationalsozialismus, sondern<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"1px solid #004182;\" src=\"http:\/\/www.endstation-rechts.de\/images\/stories\/bilder\/geschichte\/faschismus\/italien\/giovanni-gentile.jpg\" alt=\"gentile\" hspace=\"6\" width=\"100\" height=\"100\" align=\"right\" \/> ebenso im Faschismus den Einbau urspr\u00fcnglich linker, auf soziale Fragen abzielender Ideologieelemente in die eigene Denkwelt. Hierin liegt der eigentliche Grund f\u00fcr die immer wieder ge\u00e4u\u00dferte These, dass der Faschismus &#8222;weder zur Rechten noch zur Linken&#8220; geh\u00f6re, wie der Philosoph des italienischen Faschismus und erste Erziehungsminister im Kabinett Mussolinis, Giovanni Gentile (1875-1944), anmerkte.<\/p>\n<p>Schon Mussolini erkl\u00e4rte im Jahr 1919, dass der Faschismus dem Sozialismus nicht den Krieg erkl\u00e4rt habe, \u201eweil er sozialistisch, sondern weil er gegen die Nation gerichtet ist. (&#8230;) Wir m\u00fcssen der Arbeit entgegenkommen, die Postulate der arbeitenden Klasse annehmen.\u201c Hierzu z\u00e4hlte Mussolini nicht nur die Einf\u00fchrung des 8-Stunden-Tages, sondern ebenso die \u201eKontrolle \u00fcber die Industrien\u201c. \u201eGut, wir werden diese Forderungen st\u00fctzen.\u201c, erkl\u00e4rte der Duce. Und auch in dem am 28. August 1919 durch das Zentralkomitee der \u201eFasci Italiani di Combattimento\u201c erlassenen Parteiprogramm wird neben der Einf\u00fchrung des 8-Stunden-Tages die \u201eFestsetzung von Mindestl\u00f6hnen\u201c, die Einf\u00fchrung des passiven und aktiven Frauenwahlrechts, die \u201eBeteiligung der Vertreter der Arbeiterschaft im technischen Betrieb der Industrie\u201c, die Herabsetzung des Renteneintrittsalters von 65 auf 55 Jahre sowie die \u201eVerstaatlichung aller Waffen- und Munitionsfabriken\u201c gefordert.<\/p>\n<p>Auch wenn der Nationalsozialismus in seinen sozialen Forderungen nicht so weit ging wie der Faschismus, versuchte auch er sich an der &#8222;sozialdemokratischen Abfederung&#8220; (Kubitschek) der Massen. Trotz dieser funktionellen \u00c4hnlichkeit bestehen zwischen Faschismus und Nationalsozialismus dennoch gravierende vor allem ideologische Unterschiede, denn bekannterma\u00dfen kam es trotz aller faschistischen Gewalt in Italien nicht zu Massenvernichtungsprogrammen wie im Dritten Reich.<\/p>\n<p>Zur\u00fcckzuf\u00fchren ist dies vor allem darauf, dass im Faschismus nicht die Rasse, sondern der Staat im Vordergrund aller \u00dcberlegungen steht, da erst der Staat auch den Individuen ihr jeweiliges Gepr\u00e4ge gebe, er die Voraussetzung f\u00fcr &#8222;Wert und Recht der B\u00fcrger&#8220; (Gentile) sei. &#8222;In diesem Sinne ist der Faschismus totalit\u00e4r, und der faschistische Staat als Zusammenfassung und Vereinheitlichung aller Werte gibt dem Leben des ganzen Volkes seine Deutung, bringt es zur Entfaltung und bekr\u00e4ftigt es.&#8220;, so Mussolini in dem Text &#8222;Die Philosophie des Faschismus in ihren Grundgedanken&#8220;. W\u00e4hrend also im Nationalsozialismus eine biologisch definierte Rasse mittels des Staates zu einer homogenen Nation geformt werden sollte, konstituiert nach faschistischer Ideologie erst der Staat die Substanz der Nation und sieht sie nicht als im Grundsatz bereits vorhanden an. Vor diesem Hintergrund ist es zumindest verstehbar, dass der Faschismus zentrale Motive der Arbeiterbewegung aufzunehmen versuchte, um dem Klassenkampf ein Ende zu bereiten. Wenn der Mensch nur ist, was er ist, durch den Staat und dessen Einheit durch Auseinandersetzungen zwischen sozialen Gruppen gef\u00e4hrdet erscheint, bedroht der Klassenkampf nach dieser Logik nicht nur den Staat, sondern letztlich jeden Einzelnen selbst.<\/p>\n<p>Hinter der unterschiedlichen Bewertung von Rasse und Nation in Nationalsozialismus und Faschismus verbirgt sich jedoch nicht nur eine Differenz in der politischen Philosophie, sondern letztlich in der Anthropologie, also in einer anderen Auffassung dar\u00fcber, was eigentlich der Mensch sei. Der Philosoph des italienischen Faschismus, Giovanni Gentile, Erziehungsminister im ersten Kabinett Mussolinis, spottet denn auch \u00fcber den primitiven &#8222;Naturalismus&#8220; der Nationalisten: &#8222;Die Nation der Nationalisten ist, kurz gesagt, etwas, das nicht kraft des Geistes, sondern durch Naturgegebenheit und Naturtatsache besteht (&#8230;).&#8220; Diese Sichtweise stellt f\u00fcr Gentile jedoch einen &#8222;Defekt&#8220; dar. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass der Faschismus im strikten Sinne auch den Nationalsozialismus letztlich als eine Abart des liberalen Materialismus ansehen muss &#8211; eben als sein il-liberales Geschwisterkind. Ein Materialismus, also die Reduzierung des Menschen und seiner wesentlichen Bestimmungsmomente auf die (biologische) Materie, bleibt bei ihm wie im Liberalismus bestehen. Im Unterschied hierzu hebt Gentile hervor, dass der Faschismus an &#8222;die Macht der idealen Prinzipien&#8220; glaube und sich die Nation &#8222;im Geist verwirklicht&#8220; &#8211; und eben nicht im &#8222;Blut&#8220;.<\/p>\n<p>Diese Auffassung teilte ausdr\u00fccklich auch Benito Mussolini: &#8222;Der Faschismus ist (&#8230;) eine geistige Haltung, die ebenfalls aus der allgemeinen Gegenbewegung unseres Jahrhunderts gegen den kraftlosen und materialistischen Positivismus des neunzehnten Jahrhunderts hervorgegangen ist.&#8220; W\u00e4hrend eine materialistische politische Philosophie des Nationalismus also immer schon von der Existenz eines biologischen Substrats ausgeht, die ihre Tr\u00e4ger angeblich mit einer besonderen W\u00fcrde versieht &#8211; vor aller individuellen Leistung -, verachtet der Faschist das &#8222;bequeme Leben&#8220; und glaubt, dass W\u00fcrde erarbeitet werden muss. Faschismus bedeutet nach Mussolini somit &#8222;Erziehung zum Kampf, das Hinnehmen der Gefahren, die er in sich birgt; es ist ein neuer <em>Stil<\/em> (Hervorhebung M.B.) des italienischen Lebens&#8220;.<\/p>\n<p>Auch der Duce tr\u00e4umte also wie der F\u00fchrer von einem &#8222;neuen Menschen&#8220;. W\u00e4hrend Mussolini hiermit jedoch ein antimaterialistisches, fast sch\u00f6n \u201c\u00e4sthetisches\u201d Projekt der H\u00e4rte, des Kampfes und letztlich der Gewalt verfolgte, zielte Hitler auf rassische Z\u00fcchtungsphantasien ab. Anl\u00e4sslich einer Rede Hitlers auf dem 9. Reichsparteitag der NSDAP im Jahr 1937, der als &#8222;Parteitag der Arbeit&#8220; gefeiert wurde, lobte er nicht nur den Bau eines eigens f\u00fcr Reichsparteitagsspiele gebauten Stadions, sondern stellte diese k\u00f6rperliche Ert\u00fcchtigung in einen unmittelbaren Zusammenhang zum Projekt vom neuen Menschen: &#8222;Die gr\u00f6\u00dfte Revolution (&#8230;) hat Deutschland erlebt durch die in diesem Lande zum erstenmal planm\u00e4\u00dfig in Angriff genommene Volks- und damit <em>Rassenhygiene<\/em>. Die Folgen dieser deutschen Rassenpolitik werden entscheidendere sein f\u00fcr die Zukunft unseres Volkes als die Auswirkungen aller anderen Gesetze. Denn <em>sie schaffen den neuen Menschen<\/em>.&#8220;<\/p>\n<p>V\u00f6llig jedoch konnte sich aufgrund der politischen und Kriegsgemeinschaft beider Staaten auch der italienische Faschismus nicht dem Rassismus entziehen. Am 14. Juli 1938 legte eine Gruppe von Hochschullehren das so genannte &#8222;Rassenmanifest&#8220; vor. Diese betonten die Realit\u00e4t von Rassen als wesentlichen Faktor politischer Wirklichkeit, wiesen jedoch dennoch darauf hin, dass die Existenz von Rassen nicht zwangsl\u00e4ufig bedeute, dass &#8222;es h\u00f6here oder niedere menschliche Rassen&#8220; g\u00e4be. Auch blieben die &#8222;Gelehrten&#8220; der faschistischen Doktrin treu, indem sie den &#8222;rein biologischen Begriff&#8220; der Rasse den Begriffen Volk und Nation gegen\u00fcber stellten, jedoch nicht ohne zu betonen, dass &#8222;den Unterschieden zwischen V\u00f6lkern und Nationen Rassenunterschiede&#8220; zugrunde l\u00e4gen. Trotz dieser Ann\u00e4herung an die Position der Nationalsozialisten betonten die Autoren, dass dies nicht bedeuten solle, &#8222;da\u00df in Italien die deutschen Rassentheorien (&#8230;) unver\u00e4ndert eingef\u00fchrt werden sollen&#8220;. An der angeblichen Nicht-Assimilierbarkeit der Juden hingegen \u00e4nderte dies wenig.<\/p>\n<p>Derartige Erkl\u00e4rungen lie\u00dfen auch den Duce offenbar nicht unbeeindruckt zur\u00fcck. Am 18. September 1938 erkl\u00e4rte er, dass die &#8222;Rassenfrage von vordringlicher Bedeutung&#8220; sei und nicht nur die rassischen Unterschiede, sondern auch die &#8222;\u00dcberlegenheit mit aller Deutlichkeit bejaht&#8220; werden m\u00fcsste. Da das Judentum der &#8222;unvers\u00f6hnliche Gegner des Faschismus&#8220; sei, sprach sich Mussolini schlie\u00dflich f\u00fcr die Ausweisung der &#8222;ausl\u00e4ndischen Juden&#8220; aus. Trotz dieser antisemitischen Sentenzen kann von einer italienischen Form des Holocaust dennoch nicht die Rede sei. Denn in der Ideologie des Faschismus geht es in erster Linie nicht um eine Frage der Zugeh\u00f6rigkeit zu einer biologischen &#8222;Rasse&#8220;, sondern um eine Frage des &#8222;Geistes&#8220;. Gentile irrt daher, wenn er den faschistischen Staat als &#8222;demokratisch&#8220; bezeichnet und ihn dadurch vom &#8222;aristokratischen Staat&#8220; des Nationalismus abgrenzt. Zumindest jene Juden, die sich nach Ansicht Mussolinis als w\u00fcrdig erwiesen haben, sollten theoretisch unversehrt bleiben: &#8222;Immerhin werden die Juden, die italienische Staatsangeh\u00f6rige sind, sofern sie unbestreitbare milit\u00e4rische oder b\u00fcrgerliche Verdienste gegen\u00fcber Italien und dem Regime haben, Verst\u00e4ndnis und Gerechtigkeit finden.&#8220; F\u00fcr die anderen forderte er nicht deren Vernichtung, sondern eine &#8222;Trennungspolitik&#8220;. Der \u201cGeist des Faschismus\u201d beansprucht folglich eine Aristokratie der Leistung zu sein, nicht der leistungslosen naturalistischen Selbsteinbildung. Was dieser letztlich anti-intellektualistische \u201cGeist\u201d jedoch angesichts der Tatsache wert ist, dass er den Vorrang der Tat vor dem Denken proklamiert, auf diese Weise irrationale Leidenschaften zum Taktgeber der Politik erhebt und Gewalt zur \u201cchirurgischen Notwendigkeit\u201d (Mussolini) erkl\u00e4rt, ist freilich eine ganz andere Frage.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.endstation-rechts.de\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=2244\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.endstation-rechts.de\/er-logo.gif\" border=\"0\" alt=\"ER\" hspace=\"10\" vspace=\"5\" width=\"50\" align=\"left\" \/><\/a><br \/>\nweitere Informationen: <a href=\"http:\/\/www.endstation-rechts.de\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=2244\">http:\/\/www.endstation-rechts.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Italienischer Faschismus und deutscher Nationalsozialismus waren lange Jahre, insbesondere w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs, auf Gedeih und Verderb aneinander gekettet. 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