{"id":6533,"date":"2011-06-13T08:43:57","date_gmt":"2011-06-13T06:43:57","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/?p=6533"},"modified":"2011-06-13T08:46:52","modified_gmt":"2011-06-13T06:46:52","slug":"faschismus-und-radikalfaschismus-i-ein-streitgesprach-uber-ernst-nolte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/2011\/06\/13\/faschismus-und-radikalfaschismus-i-ein-streitgesprach-uber-ernst-nolte_6533","title":{"rendered":"Faschismus und Radikalfaschismus I &#8211; Ein Streitgespr\u00e4ch \u00fcber Ernst Nolte"},"content":{"rendered":"<p>Vor 25 Jahren tobte in Deutschland der so genannte &#8222;Historikerstreit&#8220; zwischen dem Historiker Ernst Nolte und dem Philosophen J\u00fcrgen Habermas \u00fcber die Singularit\u00e4t von Auschwitz. Der Historiker Frank Sobich und Mathias Brodkorb f\u00fchrten unl\u00e4ngst ein Streitgespr\u00e4ch \u00fcber zentrale Thesen Noltes, das aus diesem aktuellen Anlass in mehreren Teilen ver\u00f6ffentlicht wird.<br \/>\nreloaded<!--more--><\/p>\n<p><strong>Mathias Brodkorb:<\/strong> Herr Sobich, Sie haben vor geraumer Zeit beim <a href=\"http:\/\/www.netz-gegen-nazis.de\/artikel\/das-problem-mit-dem-faschismus-begriff-4554\" target=\"_blank\">&#8222;Netz gegen Nazis&#8220;<\/a> den &#8222;Faschismus&#8220; als wissenschaftliche Analysekategorie verteidigt. W\u00f6rtlich sagten Sie zum Beispiel, dass es gut begr\u00fcndbar sei, &#8222;den Nationalsozialismus als faschistisches Regime zu bezeichnen, z. B als &#8218;Radikalfaschismus&#8216;.&#8220; Ich <a href=\"http:\/\/www.endstation-rechts.de\/index.php?option=com_k2&amp;view=item&amp;id=4053:leseempfehlung-das-kreuz-mit-dem-faschismus-begriff&amp;Itemid=840\" target=\"_blank\">behauptete<\/a> daraufhin, dass Sie sich hiermit an die Thesen des umstrittenen Historikers Ernst Nolte anlehnten. Das wiederum fand Ihren Widerspruch. Warum?<\/p>\n<p><strong>Dr. Frank Sobich: <\/strong>Zun\u00e4chst und ganz billig: Der Begriff Radikalfaschismus wird von vielen benutzt; ich z. B. habe ihn aus einem lesenswerten Aufsatz von Hans-Ulrich Wehler \u00fcbernommen. Und auch das bedeutet nicht, dass ich mich an Hr. Wehler anlehne, sondern nur, dass ich sagen w\u00fcrde, dass das ein tauglicher Begriff ist. Dass der Nationalsozialismus ein spezifisch deutsches Ph\u00e4nomen ist, aber Teil einer europaweiten, ja sogar weltweiten rechtsradikalen Bewegung war, ist meines Erachtens ebenso unbestreitbar, wie dass der Nationalsozialismus in vielfacher Hinsicht konservative, rechtsautorit\u00e4re und faschistische Vorstellungen und Konzepte radikalisiert hat. Nolte nutzt solche \u00dcberlegungen, um den nationalsozialistischen Antisemitismus kleinzureden und ihn als projektiv-antikommunistische Antwort auf den Stalinismus eigentlich zu entschuldigen. Das finde ich politisch gef\u00e4hrlich, inhaltlich falsch und wissenschaftlich unhaltbar. Aber dieser Geschichtsrevisionismus ergibt sich nicht aus den Begrifflichkeiten Faschismus und Radikalfaschismus.<\/p>\n<p><strong>Brodkorb: <\/strong>Ich hielt es bisher &#8211; offenbar f\u00e4lschlicherweise &#8211; f\u00fcr eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit, dass mit dem Begriff des Radikalfaschismus in der Geschichtswissenschaft Nolte verbunden wird. Er f\u00fchrte diesen Terminus m. W. mit \u201eDer Faschismus in seiner Epoche&#8220; (1963) in die Debatte ein. Der Historiker und Faschismus-Experte Wolfgang Wippermann best\u00e4tigt dies in seinen Studien immer wieder und auch Axel Schildt schreibt das Konzept in seinem Lexikon &#8222;Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert&#8220; keinem anderen als Nolte zu. Auch Hans-Ulrich Wehler hat Noltes Studie nicht nur zum &#8222;bedeutendsten Werk, das der deutschen Geschichtsschreibung seit mehr als zwei Jahrzehnten zugewachsen ist&#8220;, erkl\u00e4rt, sondern in seinem volumin\u00f6sen Text &#8222;Deutsche Geschichte&#8220; den Begriff Radikalfaschismus ebenfalls auf Nolte zur\u00fcckgef\u00fchrt. Aber das tut ja nichts zur Sache, wenn Sie sagen, dass Sie sich gar nicht auf Nolte st\u00fctzen. Wenn Begriffe dazu dienen sollen, substanziell Verschiedenes begr\u00fcndet voneinander zu unterscheiden, m\u00fcssen sie letztlich auf den spezifischen Kern der Erkenntnisgegenst\u00e4nde Bezug nehmen. Da jeder &#8222;Radikalfaschismus&#8220; eine Zuspitzung des gew\u00f6hnlichen &#8222;Faschismus&#8220; w\u00e4re, schlie\u00dft sich nun die Frage an: Was war und ist aus Ihrer Sicht der substanzielle Kern des Faschismus, der in Italien in &#8222;gew\u00f6hnlicher&#8220; Auspr\u00e4gung zutage trat, aber eben das System dennoch in seiner Spezifit\u00e4t konstituiert hat, und sich in Deutschland zum &#8222;Radikalfaschismus&#8220; zugespitzt, also radikalisiert hat?<\/p>\n<p><strong>Sobich:<\/strong> Was allen Faschismen gemein ist, ist, dass sie antidemokratisch, antiliberal und antikommunistisch sind, dass sie die b\u00fcrgerlichen und adeligen Eliten entmachten, aber nicht enteignen oder zerst\u00f6ren wollen, dass sie eine verbindliche, korporative Ideologie durchsetzen und innere Konflikte unterbinden wollen, und dass sie zumeist entweder koloniale Besitzstandswahrung oder imperialistische Expansion als nationale Notwendigkeit sehen. Dass das faschistische Italien in vielerlei Hinsicht Modellcharakter f\u00fcr die meisten rechts-autorit\u00e4ren Bewegungen und Regimes hatte, hei\u00dft nicht, dass es sich hier um die idealtypische Verwirklichung des \u201egew\u00f6hnlichen\u201c Faschismus handelt, von dem aus nun die Gemeinsamkeiten und Abweichungen bestimmt werden. Jeder Faschismus, egal ob in Italien, in Spanien, in Portugal oder in \u00d6sterreich oderoderoder, hat seine nationalen Besonderheiten aufzuweisen. Auch faschistische Konzepte in Deutschland, die sich als Alternative zum Nationalsozialismus sahen, wiesen so etwas auf. Der Nationalsozialismus ist aber mehr als eine beliebige nationale Variante, sondern wirklich eine qualitative Radikalisierung in Ideologie und Praxis. Alle faschistischen Bewegungen wollen eine starke Nation, ohne innere Konflikte und K\u00e4mpfe \u2013 aber der Nationalsozialismus sah in einem harmonischen Zusammenwirken aller Mitglieder der Gesellschaft die nat\u00fcrliche Ordnung und jede St\u00f6rung als Ausdruck von Krankheit und Zersetzung. Und nur der Nationalsozialismus ist auf die Idee gekommen, hinter der angeblichen inneren Zerrissenheit einen teuflischen Plan einer weltumspannenden Macht zu imaginieren, die als Ziel die Vernichtung des deutschen Volkes habe. Viele faschistische Bewegungen haben die Welt als einen Kampfplatz von V\u00f6lkern um \u201eLebensraum\u201c und nat\u00fcrliche Reicht\u00fcmer gesehen \u2013 aber nur der Nationalsozialismus sah das eigene Volk von der biologischen Vernichtung bedroht und sich damit zu jeder Gewaltt\u00e4tigkeit legitimiert. Der Antisemitismus ist nicht eine einfache Zutat zum \u201enormalen\u201c Faschismus, sondern pr\u00e4gt den Nationalsozialismus in allen Facetten und Bereichen und f\u00fchrt zur Radikalisierung.<\/p>\n<p><strong>Brodkorb:<\/strong> Ich muss gestehen: Ich finde es v\u00f6llig naheliegend, unter einem \u201eRadikalfaschismus\u201c eben die radikale Zuspitzung eines urspr\u00fcnglichen Faschismus zu verstehen. Was soll sonst diese Wortkonstruktion? Auch ein Rechtsradikaler ist ja ein Rechter, der auf besondere Weise rechts, eben auf radikale Weise rechts ist. Wenn Sie also davon ausgehen, dass der Faschismus zwar \u201eModellcharakter\u201c hatte, dies aber dennoch nicht bedeutet, dass der \u201eRadikalfaschismus\u201c eine \u201eidealtypische Verwirklichung\u201c dieses Faschismus darstellt \u2013 die gibt es ja sowieso nie \u2013, dann scheint mir das begrifflich alles ziemlich verwirrend und ungl\u00fccklich. Ich w\u00fcrde eher so argumentieren: Im Zentrum des Faschismus steht eine schon fast ins \u00c4sthetische ausgreifende Anbetung des totalen Staates. Es geht darum, aus einer Ansammlung von Individuen einen Gesamtk\u00f6rper, einen neuen \u201eOrganismus\u201c zu formen und hierzu muss jegliches Private ins \u00d6ffentliche verwandelt werden. Der Faschismus kommt dabei im Grunde ohne jede Form von Rassismus aus (und \u00c4hnliches gilt, scheint mir, auch f\u00fcr den Imperialismus), ist aber zugleich bei Bedarf damit kompatibel. F\u00fchren Sie sich einfach die Schriften Benito Mussolinis oder Giovanni Gentiles vor Augen: Diese Ideologie verliert nichts an radikaler Potenz, wenn Sie z. B. rassistische Elemente streichen &#8211; und diese spielten ja auch erst sp\u00e4ter, mit Beginn des B\u00fcndnisses mit dem Dritten Reich, eine gr\u00f6\u00dfere Rolle. Ganz anders der Nationalsozialismus: In seinem Zentrum steht nichts anderes als eine biologisch-rassistische Welterl\u00f6sung, der Kampf gegen eine angeblich an eine biologische Substanz gebundene Form des irdischen Teufels. Der totale Staat ist in diesem Weltbild nur Mittel zur biologischen \u201eReinigung\u201c der Welt, niemals Selbstzweck, und der Imperialismus letztlich unvermeidlich: Denn der Teufel muss eben \u00fcberall bek\u00e4mpft werden. Im Faschismus ist der \u201eneue Mensch\u201c somit etwas Seelisches und durchaus Begrenztes, im Nationalsozialismus etwas Materiell-Biologisches und Uners\u00e4ttliches. Diese Unterschiede erscheinen mir als so gravierend, dass &#8211; Sie ahnen es &#8211; mir die Bezeichnung \u201eRadikalfaschismus\u201c ungl\u00fccklich erscheint, auch wenn wir in der Bestimmung der Spezifit\u00e4t des Nationalsozialismus ganz dicht beieinander zu liegen scheinen. Wie stehen Sie zu der &#8211; nat\u00fcrlich wenig originellen &#8211; These, dass der Nationalsozialismus eben aufgrund seiner herausgehobenen Spezifit\u00e4t vom Typus des \u201eorigin\u00e4ren\u201c Faschismus auch begrifflich st\u00e4rker unterschieden werden sollte?<\/p>\n<p><strong>Sobich:<\/strong> Ich will zun\u00e4chst etwas \u00fcber den politischen Pfeffer, der in unserer Debatte steckt, sagen, bevor ich Ihre Frage beantworte. H\u00e4ufig wird der Faschismus-Begriff benutzt, von Nolte, aber auch von leninistisch inspirierten Autoren, um nicht \u00fcber die Besonderheit des Nationalsozialismus zu reden, die Shoa wird so zur Randnotiz. Darum stellen sich vielen die Nackenhaare hoch, wenn umstandslos von Faschismus gesprochen wird, wo der Nationalsozialismus gemeint ist.<br \/>\nEs gibt das aber auch andersherum: Indem der NS als etwas ganz Besonderes herausgestellt wird, werden die Verbindungslinien zu konservativer und generell rechts-autorit\u00e4rer Politik verdunkelt, und dies durchaus mit dem Ziel, aktuelle rechts-autorit\u00e4re Politik vom Geruch des Nationalsozialismus zu befreien und wieder hoff\u00e4hig zu machen. Das ist nicht nur historisch nicht korrekt, sondern auch politisch gef\u00e4hrlich.<\/p>\n<p>Deswegen ist die Debatte h\u00e4ufig so erregt, und alle, die sich \u00e4u\u00dfern, sind immer in der Gefahr, Lob von der falschen Seite und falsche Kritik von der \u201erichtigen\u201c Seite zu kriegen.<\/p>\n<p>Woran wir hier herumlaborieren, ist die Frage, wie es begrifflich zu fassen ist, dass die Shoa singul\u00e4r ist und nicht ein \u201eGenozid\u201c unter vielen, dass sie die folgerichtige Konsequenz aus der nationalsozialistischen Ideologie war und kein Betriebsunfall und Kriegsnebenprodukt &#8211; und dass trotzdem diese nationalsozialistische Ideologie nicht aus dem politischen Denken des 19. und 20. Jahrhunderts herausf\u00e4llt, sondern nur die systematische und radikale Zusammenfassung der Gang-und-G\u00e4be-Vorstellungen der politischen, anti-liberalen Rechten war. Der Nationalsozialismus ist meines Erachtens weder historisch als Ideologie und Herrschaftsform, noch aktuell als politisches Ph\u00e4nomen aus dem allgemeinen Kontext der politischen radikalen Rechten herausl\u00f6sbar \u2013 und das ist viel bedrohlicher, als wenn es sich um einen blo\u00dfen Amoklauf vereinzelter verirrter v\u00f6lkischer Wirrk\u00f6pfe gehandelt h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Wenn wir Faschismus als Ideologie als Radikalisierung g\u00e4ngiger nationaler Integrationsvorstellungen hin zu dem k\u00e4mpferischen Ideal einer widerspruchsfreien, korporativen, aber weiterhin kapitalistischen Gesellschaft definieren, dann ist der Nationalsozialismus eine faschistische Ideologie \u2013 das hei\u00dft keineswegs, dass damit alles \u00fcber ihn gesagt ist. \u00dcber die Bundesrepublik Deutschland ist ja auch nicht alles gesagt, wenn wir sie als parlamentarische Demokratie bezeichnen.<\/p>\n<p>Um Ihre Frage konkret zu beantworten: F\u00fcr die konkrete historische oder politikwissenschaftliche Analyse ist es sinnvoll, von \u201eNationalsozialismus\u201c zu sprechen, und nicht von Faschismus, wo vom Nationalsozialismus die Rede ist, alles andere ist eher verwirrend. Das schlie\u00dft aber nicht aus, den Nationalsozialismus als \u201eradikalfaschistisch\u201c einzuordnen.<\/p>\n<p>Dem, was sie ausgef\u00fchrt haben, als Besonderheiten des nationalsozialistischen Weltbildes, kann ich weitgehend zustimmen, auch wenn ich Ihre These, dass der Rassismus im italienischen Faschismus zu Beginn keine Rolle gespielt hat, angesichts der anti-slawischen Polemik im Kampf um Triest, die der Beginn des Aufstiegs als politische Bewegung war, etwas fragw\u00fcrdig finde. Fakt ist aber doch, dass der Welterl\u00f6sungs- und Vernichtungsgedanke des NS seinen Ausgang vom beleidigten deutschen Nachkriegsnationalismus nahm, ebenso wie der italienische Faschismus nur die radikalste \u00c4u\u00dferung der Entt\u00e4uschung des italienischen Nationalismus \u00fcber Versailles war. Das ist eben nicht \u201eganz anders\u201c, wie Sie es behauptet haben. Fakt ist doch, dass die italienischen Faschisten und die deutschen Nationalsozialisten vor 1944 ihre ideologische Verbundenheit nicht bestritten haben. Fakt ist doch auch, dass eine ganze Reihe von rechtsautorit\u00e4ren Bewegungen in West-, Nord- und Osteuropa zun\u00e4chst den italienischen Faschismus als Modell sahen und sich in den 1930er Jahren ideologisch dem Nationalsozialismus n\u00e4herten, auch in Sachen Antisemitismus. Was nichts daran \u00e4ndert, dass die Vernichtung der europ\u00e4ischen Juden ein deutsches Projekt war, und eben kein ungarisches, rum\u00e4nisches, norwegisches oder belgisches.<\/p>\n<p>Um es mal salopp zu sagen: F\u00fcr viele Faschisten war der Nationalsozialismus eine stimmige, wenn auch manchmal etwas sehr radikale Konsequenz ihres eigenen Denkens und so haben sie es auch gesehen.<\/p>\n<p>Ich stimme Ihnen ja zu, dass italienische Faschisten und deutsche Nationalsozialisten zun\u00e4chst Unterschiedliches meinten, wenn sie von \u201eNation\u201c redeten, n\u00e4mlich einmal eher den Staat und einmal das \u201eVolk\u201c, verstanden als st\u00e4ndisch gegliederter Organismus. Nur: auch der italienische Faschismus war keine inhaltsleere Begeisterung f\u00fcr den Staat an sich, sondern f\u00fcr ein politisches Programm, das dieser umsetzen sollte, und der Nationalsozialismus hat bei aller Polemik gegen Staatsverg\u00f6tzung und das \u201eMechanische\u201c und \u201eK\u00fcnstliche\u201c des Staates daran festgehalten, dass der Staat wichtiges, sogar wichtigstes Mittel zum Zweck sei.<\/p>\n<p>Ende Teil 1<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/fd5c775268f04faea0324f03a5e316b9\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor 25 Jahren tobte in Deutschland der so genannte &#8222;Historikerstreit&#8220; zwischen dem Historiker Ernst Nolte und dem Philosophen J\u00fcrgen Habermas \u00fcber die Singularit\u00e4t von Auschwitz. 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