{"id":830,"date":"2009-03-09T15:38:37","date_gmt":"2009-03-09T14:38:37","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/?p=830"},"modified":"2009-03-09T15:38:37","modified_gmt":"2009-03-09T14:38:37","slug":"nazis-agieren-selbstbewusster-und-brutaler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/2009\/03\/09\/nazis-agieren-selbstbewusster-und-brutaler_830","title":{"rendered":"&#8222;Nazis agieren selbstbewusster und brutaler&#8220;"},"content":{"rendered":"<div class=\"richtext\">\n<p>Im St\u00f6rungsmelder wird in vielen Beitr\u00e4gen immer wieder das <a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/2008\/12\/11\/nazimorde-runtergerechnet_624\">Ausma\u00df von Nazi-Gewalt<\/a> diskutiert. Angesichts des Rekordhochs rechtsextrem motivierter Straftaten 2008 &#8211; nach einer vorl\u00e4ufigen Z\u00e4hlung des Bundesinnenministeriums wurden in Deutschland fast 14.000 rechtsextreme Straftaten gez\u00e4hlt, wobei 773 Menschen verletzt wurden &#8211; analysierte Fachjournalist und St\u00f6rungsmelder-Autor Andreas Speit diese Zahlen im Februar bei &#8217;sueddeutsche.de&#8216; im Gespr\u00e4ch mit Matthias Kolb.<\/p>\n<p><!--more--><img decoding=\"async\" src=\"\/DOKUME~1\/JJ3\/LOKALE~1\/Temp\/moz-screenshot.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/DOKUME~1\/JJ3\/LOKALE~1\/Temp\/moz-screenshot-1.jpg\" alt=\"\" \/><\/div>\n<div class=\"richtext\"><img decoding=\"async\" src=\"\/DOKUME~1\/JJ3\/LOKALE~1\/Temp\/moz-screenshot-2.jpg\" alt=\"\" \/><\/div>\n<div class=\"richtext\">\n<h2><span class=\"h2wrapper\"> <\/span><\/h2>\n<div class=\"richtext\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.mut-gegen-rechte-gewalt.de\/w\/gfx\/large\/artikel-projekte\/ab-juni\/jena-14-6-08-002.jpg\" alt=\"Jena 14.6.2008, Linke und Rechte bei Auseinandersetzung mit Holzlatte\" \/><\/div>\n<div class=\"richtext\">Foto: Neonazis greifen Demonstranten in Jena an,\u00a0 2008 (Quelle: Mut gegen rechte Gewalt)<\/div>\n<div class=\"richtext\"><\/div>\n<div class=\"richtext\">Das Interview drucken wir mit freundlicher Genehmigung von Matthias Kolb:<\/div>\n<div class=\"richtext\"><em><strong>sueddeutsche.de: Herr Speit, \u00fcberrascht Sie dieser traurige Rekord?<\/strong><\/em><\/div>\n<p><em>Andreas Speit: Die neuen Zahlen sind leider keine \u00dcberraschung. Die rechtsextreme Szene ist in den letzten Jahren selbstbewusster und militanter geworden. Gerade ein Teil der freien Kameradschaften diskutiert, ob man anstatt zu &#8222;bitten und betteln&#8220; nicht eher die politische Auseinandersetzung auf die Stra\u00dfe tragen solle. Das sehen Teile der NPD mit einer gewissen Sorge &#8211; man f\u00fcrchtet, dass diese radikaleren Gruppen wie die &#8222;Autonomen Nationalisten&#8220; ihnen das Image kaputt machen k\u00f6nnen. Bei den Kameradschaften gibt es keine offiziellen Vorsitzenden und keine Statute. Vor allem sind sie dynamischer und ziehen so Jugendliche st\u00e4rker an.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>sueddeutsche.de: Steigen die Zahlen, weil Polizei und B\u00fcrger genauer hinschauen? <\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>Speit: Man muss von einer hohen Dunkelziffer ausgehen. Immer wieder berichten Mitarbeiter der Opferberatungsstellen, dass Vorf\u00e4lle mit Jugendlichen als &#8222;Kindereien&#8220; abgetan werden und der politische Kontext ausgeblendet wird. Dieses Verhalten der Beh\u00f6rden ist in ganz Deutschland gleich. Im Osten f\u00e4llt auf, dass die Gewalttaten oft brutaler sind. Die Auseinandersetzungen gegen diese Form der Gewalt ist mehrschichtig und langfristig.<\/em><\/p>\n<p><em>In Sachsen-Anhalt bem\u00fcht sich die Landesregierung beispielsweise mit verschiedensten Ma\u00dfnahmen, dieser Gewalt entgegen zu treten, ein zivilgesellschafliches Klima weiter zu f\u00f6rdern und auch Beh\u00f6rden und Polizei f\u00fcr diese Straftaten zu sensibilisieren. Dennoch f\u00fchrt das Bundesland die Gewaltstatistik an, machen Fehler von Polizisten die Ermittlungen schwerer. 2008 wurden dort sogar zwei Menschen von Neonazis umgebracht.<br \/>\n<strong><br \/>\nsueddeutsche.de: Im brandenburgischen Templin wurde ein 55-j\u00e4hriger Mann tot aufgefunden. Zwei Verd\u00e4chtige aus der rechten Szene stehen vor Gericht &#8211; dieser Fall taucht noch nicht in der Statistik auf. Wie belastbar sind die Zahlen? <\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>Speit: Es ist leider so, dass die Zahlen r\u00fcckblickend regelm\u00e4\u00dfig nach oben korrigiert werden m\u00fcssen. Das geschieht mitunter auf Druck der Presse oder der Opferhilfen. Sie belegen durch Recherchen, dass manche Vorg\u00e4nge als rechtsextreme Straftat gez\u00e4hlt werden und nicht als Schl\u00e4gerei unter betrunkenen Jugendlichen abgetan werden.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>sueddeutsche.de: Es f\u00e4llt auf, dass es in Ostdeutschland bezogen auf die Einwohnerzahl die meisten Straftaten gibt. Welche Erkl\u00e4rung gibt es daf\u00fcr? <\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>Speit: Die meisten rechten Straftaten sind ja keine geplanten Taten, sondern entstehen meist spontan. Da treffen beispielsweise Nazis nach einem Discobesuch auf eine Gruppe vermeintlich alternativer Jugendlicher, und dann eskaliert die Situation. In den Subkulturen der rechten Szene, die im Osten \u00fcberall anzutreffen ist, herrscht eine hohe Gewaltbereitschaft. Gleichzeitig klagen Beratungsstellen \u00fcber eine gewisse S\u00e4ttigung der \u00d6ffentlichkeit &#8211; nur wenn die Taten \u00e4u\u00dferst brutal sind oder das Opfer prominent ist, werde noch berichtet.<\/em><\/div>\n<p><em><br class=\"clear noheight\" \/><\/em><\/p>\n<p><!-- content_object --><\/p>\n<div class=\"content_object rt_ext\">\n<div class=\"co_body\"><em><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.mut-gegen-rechte-gewalt.de\/w\/gfx\/large\/artikel-projekte\/ab-juni\/ab-juli\/ab-september-2008\/handball\/linkes-gezeter.jpg\" alt=\"linkes gezeter neun millimeter\" \/><\/em><\/p>\n<div class=\"richtext\">\n<p>Foto: Jederzeit gewaltbereit? Naziparole im Internet. (Quelle: Mut gegen rechte Gewalt)<em> <\/em><\/p>\n<p><em><strong>sueddeutsche.de: Die Zahlen f\u00fcr die Fl\u00e4chenstaaten Bayern, Niedersachsen, Baden-W\u00fcrttemberg und Nordrhein-Westfalen sind ebenfalls besorgniserregend hoch. <\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>Speit: Ja, aber der Ost-West-Vergleich lenkt davon ab, dass Gewalt vor allem im l\u00e4ndlichen Bereich sehr verbreitet ist. Schleswig-Holstein steht bundesweit sehr weit oben, was aber kaum bekannt ist. Auf den D\u00f6rfern gibt es da eine Szene, die sich zwischen freien Kameradschaften und Rechtsrock bewegt. Da finden immer wieder entsprechende Gewalttaten statt, die unter Jugendlichen bekannt sind, aber eine allgemeine \u00d6ffentlichkeit selten erreichen. Vielleicht auch, weil Journalisten bei der Polizei nicht so nachhaken.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>sueddeutsche.de: Vor kurzem sorgte der Aufmarsch der rechten Szene in Dresden f\u00fcr Aufsehen &#8211; danach verpr\u00fcgelten Nazis Gewerkschafter an einer Rastst\u00e4tte in Th\u00fcringen. War das auch eine spontane Tat? <\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>Speit: Die Ermittlungen laufen noch. Doch neu ist das Geschehen nicht. Vor und nach Nazi-Aufm\u00e4rschen hat es in den letzten Jahren schlimme gewaltt\u00e4tige \u00dcbergriffe gegeben. Auf dem Weg zu einer Demo in Rostock haben Neonazis Jugendliche in einem Zug angegriffen und zusammengeschlagen. \u00c4hnliches geschah in L\u00fcbeck und G\u00f6ttingen. In der Diskussion gehen diese Vorf\u00e4lle unter &#8211; bisher werden die Aufm\u00e4rsche von den Gerichten genehmigt, weil sie friedlich ablaufen. Das stimmt f\u00fcr den Demonstrationszug in der Stadt, aber vorher und nachher &#8230;<\/em><\/p>\n<p><em><strong>sueddeutsche.de: Haben manche Rechte einfach keine Angst mehr vor dem Gesetz? <\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>Speit: Mehrere Angriffe von Naziveranstaltungen habe ich miterlebt. Am 1. Mai 2008 griffen in Hamburg Aufmarschteilnehmer Polizei, Journalisten und Gegendemonstranten an. Eine Enthemmung, auch ganz konkret beim Zuschlagen, ist festzustellen. Da wird nicht einfach mal schnell geschubst, hier scheint es egal zu sein, wenn der Angegriffene vielleicht schwer verletzt wird. Die Szene ist in dieser Frage wirklich sehr selbstsicher. Sie denken, im Schutz der Gruppe k\u00f6nne ihnen nichts passieren. Leider gibt es genug Verfahren mit milden Urteilen. Viele Verfahren enden auch entt\u00e4uschend f\u00fcr die Opfer. Mit ein Grund, warum oft keine Anzeigen gestellt werden.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>sueddeutsche.de: Die NPD will im Superwahljahr 2009 im s\u00e4chsischen Landtag bleiben und in Th\u00fcringen ins Parlament einziehen. Bedroht das Gewalt-Image den m\u00f6glichen Erfolg? <\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>Speit: Die NPD-Anh\u00e4nger, ihre W\u00e4hler, werden von negativen Berichten \u00fcber die Partei nicht dazu verleitet, sie nicht mehr zu w\u00e4hlen. Die Wahlentscheidung verl\u00e4uft aus anderen Motiven. Mir ist nur ein entsprechender Fall bekannt: 2004 verlor die NPD in Schleswig-Holstein an Stimmen, nachdem F\u00fchrungskader der Partei auf Gegendemonstranten eindroschen. In Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Th\u00fcringen ist eher zu bef\u00fcrchten, dass das die W\u00e4hler nicht beeindruckt &#8211; Umfragen sehen die Partei bei vier bis sechs Prozent. Aus der NPD hei\u00dft es, man resozialisiere Menschen, wenn sie vorbestrafte M\u00e4nner auf die Listen setzen. Das sagt sowohl Parteichef Udo Voigt als auch sein parteiinterner Rivale Andreas Molau.<\/em><\/p>\n<p><em><br \/>\n<strong>sueddeutsche.de: Zuletzt versuchte die NPD, sich durch soziale Hilfen wie &#8222;Hartz-IV-Sprechstunden&#8220; zu profilieren. <\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>Speit: Die Partei bem\u00fcht sich, soziale Themen zu besetzen und sich in den Kommunen zu verankern. Nach au\u00dfen hei\u00dft es, unter der Fahne der NPD d\u00fcrften keine Gewalttaten ver\u00fcbt werden. Das ist ein gewisser Spagat, denn die F\u00fchrungsgruppe wei\u00df, dass sie die Kameradschaften und deren Mitglieder braucht, um etwa Wahlk\u00e4mpfe zu organisieren.<\/em><\/div>\n<\/div>\n<p><em><br class=\"clear noheight\" \/><\/em><\/div>\n<p><!-- content_object --><em><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.mut-gegen-rechte-gewalt.de\/w\/gfx\/large\/artikel-projekte\/november-2008\/kommhaus-quer.jpg\" alt=\"Brandspuren an dem geb\u00e4ude, dass das KOMM-Zentrum enth\u00e4lt\" \/><\/em><\/p>\n<p>Foto: Von Neonazis angegriffenes Kulturhaus KOMMHAUS in Leipzig im November 2008. (Quelle: Mut gegen rechte Gewalt)<em><br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><em><strong>sueddeutsche.de: Haben all die Aufkl\u00e4rungsprogramme der letzten Jahre nicht gefruchtet? <\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>Speit: Die Projekte m\u00fcssen langfristig und nachhaltig angelegt werden &#8211; auch finanziell. Doch oft m\u00fcssen sich die Projekte von Antrag zu Antrag retten, das kann l\u00e4hmen, lenkt von der Arbeit ab. Denn vor Ort muss eine allt\u00e4gliche Gegenkultur entworfen, gelebt werden. Mit spontanen Ma\u00dfnahmen und zwei Konzerten kann man da wenig bewegen. Gerade im l\u00e4ndlichen Raum in Ostdeutschland, wo es kaum andere Jugendkultur als die rechte Szene gibt, muss eine Gegenkultur weiter entwickelt werden &#8211; auch wenn diese Jugendlichen machem B\u00fcrger nicht so sehr gefallen &#8211; zu laut, zu bunt sind. Wenn es keine Zivilgesellschaft gibt, werden die Rechten weiter best\u00e4rkt.<\/em><\/p>\n<p><em><br \/>\n<strong>sueddeutsche.de: Der Soziologe Wilhelm Heitmeyer kritisierte j\u00fcngst, dass sich diese Programme an Junge richten w\u00fcrden. Dabei seien es oft &#8222;\u00e4ltere B\u00fcrger, die dem Fremdenhass den Sauerstoff g\u00e4ben, ohne den er \u00fcblicherweise ersticke&#8220;. Hat er Recht? <\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>Speit: Absolut, es darf nicht sein, dass sich die Rechten als Vertreter der schweigenden Mehrheit f\u00fchlen. L\u00e4ngst wird auch \u00fcberlegt, wie man in der Bildungsarbeit die erreichen kann, die selten zu Vortagsabenden oder Seminaren kommen. In Mecklenburg-Vorpommern geh\u00f6ren beispielsweise zehn Prozent der NPD-W\u00e4hler dem Mittelstand an: Das ist der Apotheker, der kleine Elektriker oder der gro\u00dfe Bauunternehmer. Auch in Niedersachsen standen viele Handwerker auf der Landesliste &#8211; Leute aus dem &#8222;Herz der Gesellschaft&#8220;, von dem die konservativen Parteien sprechen. Das sind nicht nur desorientierte Jugendliche.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>sueddeutsche.de: Nach der Attacke auf den Passauer Polizeichef Alois Mannichl pl\u00e4dierten viele Politiker f\u00fcr ein erneutes NPD-Verbot&#8230; <\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>Speit: &#8230; die Debatte hat f\u00fcr mich einen bitteren Beigeschmack. In Sachsen-Anhalt sind zwei Menschen von Neonazis get\u00f6tet worden, da laufen die Gerichtsverfahren &#8211; und die Diskussion kam nicht auf. Die Grundsituation ist klar: Das Bundesverfassungsgericht hat gesagt, wenn die V-M\u00e4nner abgezogen w\u00fcrden, k\u00f6nnte das Verfahren in zwei oder drei Jahren wieder aufgenommen werden. Aber so lang sich die Politiker nicht einig sind, tut sich nichts.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>sueddeutsche.de: W\u00e4re ein Verbot hilfreich im Kampf gegen Rechts? <\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>Speit: Ich sehe drei direkte Folgen eines m\u00f6glichen Verbots. Erstens k\u00f6nnte sich die NPD nicht mehr aus staatlichen Geldern finanzieren, zweitens w\u00fcrde ihr die M\u00f6glichkeit genommen, im Wahlkampf, rechtsextremistische, antisemitische und antidemokratische Hetze zu verbreiten. Und drittens w\u00e4re etwas Zeit gewonnen, denn wahrscheinlich w\u00fcrde es drei oder vier Jahren dauern, bis sich eine neue Partei mit \u00e4hnlichem Profil gebildet hat. Das zeigt die Erfahrung mit Verboten im rechtsextremen Spektrum. Die Bef\u00fcrchtung, viele Mitglieder w\u00fcrden in den Untergrund gehen, ist meiner Ansicht nach nicht gegeben.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>sueddeutsche.de: Auch die Zahl der antisemitischen Straftaten ist gestiegen. <\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>Speit: Die Entwicklung wird anhalten &#8211; nicht nur wegen des milit\u00e4rischen Konflikts zwischen Israel und Hamas. Die Studien von Heitmeyer zeigen, dass es antisemitische Ressentiments in Deutschland gibt. Sie k\u00f6nnten in Folge der Finanzkrise weiter ansteigen. Das Zerrbild des raffgierigen j\u00fcdischen Spekulanten ist weit verbreitet. Darauf setzt die NPD ganz offen. Ihr Vorsitzender Udo Voigt betont oft: &#8222;Viele B\u00fcrger denken, was wir sagen, die m\u00fcssen wir nur erreichen.&#8220;<\/em><br \/>\n<em><br \/>\n<\/em>Andreas Speit arbeitet als Journalist zum Thema Rechtsextremismus und ist Autor vieler Publikationen zum Thema. Er schreibt ebenfalls f\u00fcr den St\u00f6rungsmelder.<\/p>\n<p>Vielen Dank an Matthias Kolb f\u00fcr die freundliche Genehmigung des Nachdrucks dieses Interviews!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im St\u00f6rungsmelder wird in vielen Beitr\u00e4gen immer wieder das Ausma\u00df von Nazi-Gewalt diskutiert. 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