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Der Papst soll einen Monat lang vegan leben

 

Kann ein Mann, der für 40 Tage auf Fleisch und Tierprodukte verzichtet, die Welt ein bisschen besser machen? Vielleicht ja, wenn es sich bei dem Mann um Papst Franziskus handelt. Das ist zumindest die Hoffnung von Million Dollar vegan, einer frisch gegründeten internationalen Kampagne.

Million Dollar vegan verspricht, dass das Oberhaupt der katholischen Kirche rund 878.000 Euro erhält, wenn er sich während der 40-tägigen Fastenzeit, welche in diesem Jahr vom 6. März bis zum 18. April ist, vegan ernährt. Die Summe könne Franziskus dann an einen wohltätigen Zweck seiner Wahl spenden. Veganismus könne dabei helfen, den Planeten zu retten, den Welthunger zu bekämpfen, Tierleid zu vermindern und gesünder zu leben, so die Organisatoren. Außerdem – und da appellieren sie an ein päpstliches Credo – zeige ein veganes Leben Barmherzigkeit anderen Lebewesen gegenüber. Der Papst soll der Kampagne als strahlendes Vorbild dienen und möglichst viele Katholiken vom Veganismus überzeugen.

Die im Februar 2019 gegründete Kampagne hat bereits prominente Unterstützer gewonnen: der Musiker Paul McCartney ist dabei, genauso wie der Schauspieler Joaquin Phoenix. Aus Deutschland haben sich unter anderem der Ex-Fußballer Timo Hildebrand und die Sängerin Nena der Petition an den Papst angeschlossen. Weitere Unterstützer kommen unter anderem aus Frankreich, Portugal, Australien und Chile.

Dem Ziel dieser Aktion dürfte Papst Franziskus nicht abgeneigt sein, immerhin hat er schon 2015 in seiner Öko-Enzyklika den Klimawandel angeprangert. Auch Ausgegrenzte und Arme liegen Jorge Mario Bergoglio bekanntlich sehr am Herzen.

Der ehemalige Erzbischof von Buenos Aires soll allerdings eine Schwäche für Asado und Ähnliches haben. Restaurants in der argentinischen Hauptstadt werben gar mit dem "Beafsteak Franziskus", das genau so zubereitet sei, wie der Papst es mag. Ob Franziskus im Vatikan mittlerweile so asketisch lebt, dass er ganz ohne tierische Fette auskommen kann? Eine Antwort aus Rom steht noch aus.

 


63 Kommentare

  1. Avatar  Vegander

    Also ich staune schon ein wenig über die Vorurteile gegenüber veganer Ernährung, die in diesen Kommentaren enthalten sind. Vegan essen ist das pure Gegenteil von „dahinsiechen“. Und auch der Autor des Artikels scheint nicht zu wissen, vovon er schreibt, wenn er das Wort „asketisch“ benutzt. Herr Dietz, ich rate Ihnnen dazu vegane Rezepte zu googen oder in einem veganen Restaurant einzukehren. Ich lebe seit über einem Jahr vegan, fühle mich so gut wie nie im Leben, habe mein Idealgewicht erreicht und gehalten, obwohl ich viel und gut schlemme. Zwischendurch darf es auch mal eine vegane Sachertorte oder ein saftiger Burger sein. Und wenn Sie sich näher für das Thema interessieren, rate ich Ihnen zur Doku „What the Health“. (Auch in deutsch, gratis auf Youtube.)

  2. Avatar  kappkeik

    Meine Güte! Wieso macht sich niemand die Mühe festzustellen, dass das christliche Fasten seit jeher „vegan essen“ bedeutet? Dass früher (auch) Katholiken (es gab immer schon eine weitere Konfession) in den Fastenzeiten (mehrere im Jahr) auf alles tierische verzichteten?

    Der Papst soll also in der Fastenzeit fasten? *lol* Ein Brüllen.
    Welche intelligente Überlegung!

    Die Forderung, der Papst möge „probieren“ was ein praktizierender Christ in jeder Fastenzeit macht- wie gesagt nicht nur vor Ostern ist- ist einfach grotesk.

    Man weiß NICHTS von der Religion, auch nicht von einer der Konfessionen, nämlich der Katholischen, fordert aber, dass diese bitte eine eigene Idee „ausprobiere“.

    Meine Güte, wenn die Petenten den Unsinn und die Unwissenheit ihrer Forderung erkennen würden, würden sie nach dem Loch suchen, um darin zu versinken. Nicht die Idee, dass Menschen zeitweise vegan leben, sondern diese Forderung, der Papst möge das in der Fastenzeit „ausprobieren“ ist leider nur peinlich.

  3. Avatar  kappkeik

    Da die Diskussion hier wohl nicht mehr weitergeht, an den Janis Dietz selbst:
    Eine kurze Recherche hätte mein oben genanntes leicht hervorgebracht.

    In Kürze nochmals:
    Christliches Fasten ist der Verzicht auf alle tierischen Produkte.
    Man könnte auch sagen „vegan“.

    Den Papst, der wohl fastet, wenn FastenzeitEN (!) sind, zum Fasten -äh- vegan essen in der Fastenzeit zu animieren („experiment vegan“) , ist so sinnvoll, wie einen Rabbi zu bitten, er möge doch mal ausprobieren, wie es ist kein Schweinefleisch zu essen oder am Sabbat die Arbeit ruhen zu lassen.

    So sinnvoll ist die Aktion…

 

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