{"id":18766,"date":"2014-10-10T16:47:01","date_gmt":"2014-10-10T14:47:01","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/tontraeger\/?p=18766"},"modified":"2014-12-23T14:50:36","modified_gmt":"2014-12-23T13:50:36","slug":"kele-okereke-trick","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/tontraeger\/2014\/10\/10\/kele-okereke-trick_18766","title":{"rendered":"Sound zur langen Nacht"},"content":{"rendered":"<p><strong>Es w\u00e4chst zusammen, was zusammen geh\u00f6rt: Kele Okereke, der S\u00e4nger von Bloc Party, verbindet auf seinem Soloalbum <em>Trick<\/em> seine Gitarrenpopvergangenheit mit geschmeidigem House.<\/strong><\/p>\n<p><figure id=\"attachment_18768\" aria-describedby=\"caption-attachment-18768\" style=\"width: 580px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/tontraeger\/files\/2014\/10\/keleu3i789.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-18768\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/tontraeger\/files\/2014\/10\/keleu3i789.jpg\" alt=\"\u00a9 Lilac Records\" width=\"580\" height=\"326\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/tontraeger\/files\/2014\/10\/keleu3i789.jpg 580w, https:\/\/blog.zeit.de\/tontraeger\/files\/2014\/10\/keleu3i789-300x168.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-18768\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Lilac Records<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Es ist schon eine ganze Weile her, dass analoger Indierock die digitale Zukunft erstmals auf dem Dancefloor umarmt hat. Rave nannte sich dieses teilelektronische Experiment Anfang der Neunziger<!--more-->, als der Begriff noch nicht auf technoides Dauerstakkato gebucht war und Manchester dank Bands wie den Stone Roses, EMF oder den Happy Mondays zu Madchester wurde.<\/p>\n<p>Seither hat diese Art des Mash-ups den universellen Pop strukturell so stark beeinflusst, dass nur in wenigen Genres die Summe in ihre einzelnen Teile zerlegbar zu sein scheint. Bei Kele dagegen ist er noch zu sp\u00fcren, dieser Wunsch seiner musikalischen Vorg\u00e4nger, zwei vermeintlich widerstrebende Teile so zu vereinen, dass \u2013 wie in einer aussichtsreichen Ehe \u2013 weiterhin Individuen erkennbar bleiben.<\/p>\n<p>Kele, das ist Kelechukwu Rowland Okereke, besser bekannt als S\u00e4nger der fabelhaften Band <a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/tontraeger\/2012\/08\/24\/bloc-party-four_13846\" target=\"_blank\">Bloc Party<\/a>, die dem Britrock vor gut zehn Jahren eine elegische Melancholie verpasst hatten wie zuvor allenfalls Radiohead oder The Verve. Seit Bloc Party 2009 f\u00fcr eine Weile in seine Bestandteile zerfiel, versucht sich Kele also solo \u2013 und f\u00fchrt doch l\u00fcckenlos fort, was die Band seit ihrem gefeierten Deb\u00fct <em>Silent Alarm<\/em> mit jedem Album vollf\u00fchrt haben: die Symbiose von distinguiertem Gitarrenpop und geschmeidiger Electronica zu einem Gemisch, das die Zutaten stets erkennbar l\u00e4sst.<\/p>\n\n<div class=\"embed-wrapper embed-wrapper--blocked js-embed-consent\" data-method=\"iframe\">\n<script class=\"raw__source\" type=\"text\/template\"><iframe loading=\"lazy\" frameborder=\"no\" height=\"150\" scrolling=\"no\" src=\"https:\/\/w.soundcloud.com\/player\/?url=https%3A\/\/api.soundcloud.com\/tracks\/168829186&amp;auto_play=false&amp;hide_related=false&amp;show_comments=true&amp;show_user=true&amp;show_reposts=false&amp;visual=true\" width=\"100%\"><\/iframe><\/script>\n<div class=\"embed-wrapper__inner\">\n<div class=\"embed-wrapper__text\">\n<h3>Empfohlener redaktioneller Inhalt<\/h3>\n<p data-replace=\"no\">An dieser Stelle finden Sie externen Inhalt, der den Artikel erg\u00e4nzt. 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Manchmal klingen die zehn St\u00fccke, zum Beispiel das gef\u00e4llige <em>Counting<\/em> zu Beginn, als h\u00e4tte Kele sie mit Blick auf die Charts verfasst. Manchmal, etwa in <em>Closer<\/em>, schafft er es doch nicht, sich stilistisch von seiner alten Band zu emanzipieren. Zwischendurch schimmert aus allem, was Kele anpackt, eine Unentschlossenheit heraus, jetzt Remixer oder Rockstar zu sein. Nur: Das f\u00fchrt abgesehen vom anbiedernden R&#8217;n&#8217;B-Ausrei\u00dfer mit dem passenden Schnulzentitel <em>Silver and Gold<\/em> fast nie zur Halbherzigkeit.<\/p>\n\n<div class=\"embed-wrapper embed-wrapper--blocked js-embed-consent\" data-method=\"iframe\">\n<script class=\"raw__source\" type=\"text\/template\"><iframe loading=\"lazy\" frameborder=\"no\" height=\"150\" scrolling=\"no\" src=\"https:\/\/w.soundcloud.com\/player\/?url=https%3A\/\/api.soundcloud.com\/tracks\/163797406&amp;auto_play=false&amp;hide_related=false&amp;show_comments=true&amp;show_user=true&amp;show_reposts=false&amp;visual=true\" width=\"100%\"><\/iframe><\/script>\n<div class=\"embed-wrapper__inner\">\n<div class=\"embed-wrapper__text\">\n<h3>Empfohlener redaktioneller Inhalt<\/h3>\n<p data-replace=\"no\">An dieser Stelle finden Sie externen Inhalt, der den Artikel erg\u00e4nzt. 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