{"id":485,"date":"2012-08-23T00:46:12","date_gmt":"2012-08-22T22:46:12","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/us-wahl\/?p=485"},"modified":"2012-08-23T11:28:08","modified_gmt":"2012-08-23T09:28:08","slug":"die-extremisten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/us-wahl\/2012\/08\/23\/die-extremisten\/","title":{"rendered":"Die Extremisten"},"content":{"rendered":"<p>In der Regel scheren sich amerikanische Pr\u00e4sidentschaftskandidaten nicht um das Programm ihrer Partei. Oft haben sie dieses nicht einmal gelesen, und es ist ihnen \u00fcberdies egal, was dort steht, denn es z\u00e4hlt sowieso nicht.<br \/>\nParteiprogramme haben, historisch gesehen, meist nur einen Zweck : Dort k\u00f6nnen, d\u00fcrfen und sollen sich die extremen politischen Kr\u00e4fte austoben. Dort k\u00f6nnen sie niederschreiben, was ihnen in den Sinn kommt. Die Programme dienen in erster Linie als Placebo f\u00fcr Au\u00dfenseiter.<\/p>\n<p>Das ist diesmal bei den Republikanern anders. Denn die Partei ist unter dem Einfluss der Tea-Party-Bewegung und religi\u00f6ser Eiferer insgesamt so weit nach rechts ger\u00fcckt, dass das Programm nicht nur Spiegelbild der republikanischen Partei ist, sondern ebenso des Pr\u00e4sidentschaftskandidaten Mitt Romney und dessen Vize Paul Ryan. Extreme Meinungen geben bei den Republikanern den Ton an und bestimmen die generelle Ausrichtung der Partei, sie sind inzwischen, um es mit einem g\u00e4ngigen englischen Wort zu sagen: Mainstream.<\/p>\n<p>Es liegt inzwischen <a href=\"http:\/\/takingnote.blogs.nytimes.com\/2012\/08\/21\/the-g-o-p-platform\/\" target=\"_blank\">ein Entwurf eines Programms<\/a> vor, der auf dem Parteitag in der kommenden Woche verabschiedet werden soll. Auch das geschieht meist sang- und klanglos. Doch jetzt richten sich alle Augen auf dieses Papier und die Diskussion dar\u00fcber. Denn das Programm zielt mitten in die h\u00f6chst sensible und hochpolitische <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2012-08\/akin-wahlkampf-obama-usa\">Debatte um das Recht auf Abtreibung<\/a>. Die Mehrheit der Amerikaner will dieses Recht erhalten, die Mehrheit der Frauen sowieso.<\/p>\n<p><strong>Verheerende Ansichten eines Hinterb\u00e4nklers<\/strong><\/p>\n<p>Zu verdanken haben Romney &amp; Co. diese h\u00f6chst unwillkommene Diskussion einem republikanischen Politiker aus dem US-Bundesstaat Missouri, der sich um einen Senatorensitz im Kongress in Washington bewirbt. Dieser Mann sagte j\u00fcngst in einem Interview, <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2012-08\/usa-republikaner-abtreibung\">Opfer von &#8222;richtigen&#8220; Vergewaltigungen w\u00fcrden in der Regel nicht schwanger<\/a>.<\/p>\n<p>\u00dcblicherweise h\u00e4tte diese verheerende Ansicht eines Hinterb\u00e4nklers der Politik keine nationale Aufmerksamkeit erregt. Doch diesmal hat sie zwischen Atlantik und Pazifik einen gewaltigen Proteststurm ausgel\u00f6st. Nicht nur, weil Wahlkampf ist und die Demokraten dankbar jedes Thema aufnehmen, um von der Debatte \u00fcber die marode Wirtschaftslage abzulenken.<\/p>\n<p>Nein, der tumbe Senatorenkandidat aus Missouri lenkt die Aufmerksamkeit mit voller Kraft auf das Parteiprogramm und auf den Pr\u00e4sidentschaftskandidaten und seinen Vize. Auf einmal m\u00f6chte man wissen, was denn die nach rechts ger\u00fcckten Republikaner in dieser Sache denken. Und wessen Geistes Kind ihre Frontm\u00e4nner sind.<\/p>\n<p>Pl\u00f6tzlich kommt zum Vorschein, dass Mitt Romney <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2012-08\/romney-akin-abtreibung\">wie auch das Parteiprogramm<\/a> f\u00fcr ein verfassungsrechtliches Verbot von Abtreibungen pl\u00e4diert. Und dass sein Vize Paul Ryan ebenso wie das Parteiprogramm noch weit radikalere, um nicht zu sagen: <a href=\"http:\/\/2012.talkingpointsmemo.com\/2012\/08\/ryan-akin-abortion-forcible-rape.php\" target=\"_blank\">extremere Ansichten<\/a> vertritt. Er fordert \u2013 wie das Programm \u2013 ein absolutes Abtreibungsverbot, selbst im Fall von Inzest und Vergewaltigung. Mitt Romney ist da zwar anderer Ansicht und will diese Ausnahmen. Aber jetzt hat er eine Debatte am Hals, die wie ein M\u00fchlstein um seinen Hals h\u00e4ngen wird.<\/p>\n<p><strong>Parteiprogramm enth\u00e4lt weitere extreme Forderungen<\/strong><\/p>\n<p>Zudem: Jetzt lesen viele das an sich \u00fcberfl\u00fcssige und meist verdr\u00e4ngte Parteiprogramm. Bei der Lekt\u00fcre sto\u00dfen sie dabei auf weitere extreme Forderungen. Die republikanische Partei will homosexuelle Ehen verbieten und in der Verfassung festschreiben, dass die Ehe nur zwischen Mann und Frau geschlossen werden darf.<\/p>\n<p>Aufmerksamkeit erregen auch die harschen Formulierungen zum Thema Einwanderung. Die republikanische Partei will eine Mauer beziehungsweise einen Zaun entlang der gesamten amerikanisch-mexikanischen Grenze errichten, sie will illegale Einwanderer des Landes verweisen und selbst deren Kindern kein bisschen Hilfe zukommen lassen.<\/p>\n<p>In Wahlkampfzeiten, da beide Parteien um die Stimmen von Amerikanern lateinamerikanischer Herkunft buhlen, schrecken diese Passagen ab. Auf dem Parteitag in Tampa, Florida, wird man in der kommenden Woche sehen, ob Mitt Romney den Mut und die Kraft besitzt, sich von seiner Partei weg in die Mitte zu bewegen. Oder ob er seinem Ruf gerecht wird, ein Zauderer und ein Wendehals zu sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Regel scheren sich amerikanische Pr\u00e4sidentschaftskandidaten nicht um das Programm ihrer Partei. Oft haben sie dieses nicht einmal gelesen, und es ist ihnen \u00fcberdies egal, was dort steht, denn es z\u00e4hlt sowieso nicht. Parteiprogramme haben, historisch gesehen, meist nur einen Zweck : Dort k\u00f6nnen, d\u00fcrfen und sollen sich die extremen politischen Kr\u00e4fte austoben. 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