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Das regt mich auf: Asphaltrowdys

 

Nach 1 ½ Stunden Theoriegeschwafel in der Fahrschule über vorbildliches Verhalten im Straßenverkehr
stiefle ich in die Nacht hinaus. Beim ordnungsgemäßen Überqueren der Straße werde ich dann auf halber Strecke von einem schwarzen Opel erfasst. Ich knalle auf die Motorhaube, mache eine halbe Rolle und segle wieder zurück auf den harten Teer. Nachdem ich mich mühsam aufrappele, habe ich metallischen Blutgschmack im Mund.

Plötzlich steht die leichenblasse Fahrerin neben mir und stammelt: „Es ist ja gar nichts passiert, da brauchen wir keine Polizei.“ Ich schreie sie an: „Sie haben mich gerade angefahren! Jetzt rufen Sie den Krankenwagen, ich habe mir einen Zahn ausgeschlagen!“ Wenig später bringen mich die Sanitäter zur Untersuchung in die Unfallklinik. Zum Glück bin ich mit „nur“ einigen Schürfwunden sowie einem abgebrochenen Schneidezahn davon gekommen, an dessen Stumpen noch schwarzer Autolack haftet. Nun besitze ich eine Krone und kann mich mit dem Gedanken auf Schmerzensgeld trösten.

Constanze Wilz

 

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