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Stinkende Pfandroboter

 
© Peter Endig /dpa

„Pfandflaschenrücknahmeautomat“. Wahrscheinlich brauche ich gar nicht mehr zu sagen und alle wissen Bescheid. Der Getränkemarktmitarbeiter ist wegrationalisiert, jetzt steht da ein flaschenschluckender Roboter.

Es ist jedes Mal wieder ein mittelschweres Drama, wenn man vor diesem stinkenden Ungetüm (gärende Flüssigkeiten aller Art) steht und Befehle entgegennehmen muss, die einen an sich selbst zweifeln lassen. „Flasche zu schnell eingeschoben!“ – „Automat akzeptiert Flasche nicht!“ – „Flasche nicht erkannt!“ Der Wutausbruch kommt, wenn der Automat selbst beim dritten Versuch noch sagt: „Flaschenboden zuerst!“ Obwohl man es natürlich schon dreimal korrekt versucht hat.

Jetzt hat der Getränkemarkt in meiner Nachbarschaft auch noch den zweiten Automaten wegrationalisiert. Vielleicht spart das ja Strom. Ärger auf jeden Fall nicht. Die Schlange am verbliebenen Gerät flucht sich in Rage. Nur der Automat bleibt noch ruhig. Leider zu ruhig …

Daniel Doerk, Osnabrück

1 Kommentar

  1.   Bernhard Immel

    Während meines Zivildienstes musste ich einmal Pfandflaschen im Wert von 350 Euro zurückgeben. Das hat ca. vier Stunden gedauert und mich einige Nerven gekostet. Ich kann ihren Ärger daher sehr gut nachvollziehen.
    Schlimmer als der Pfandroboter selber sind leider meistens die genervten Kassiererinnen, welche bei blinkendem orangenem Licht herbeieilen müssen um einmal an der großen Plastikwanne im innern der Maschine zu rütteln.

    Liebe Grüße aus Pforzheim

 

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