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1 Kommentar

  1.   Hans-Wilhelm von Bornstaedt

    Die drei Stadtstaaten Hamburg, Bremen und Lübeck hatten vormals keine Fürsten, die als Staatsoberhaupt Orden hätten stiften können. Um mögliche Auseinandersetzungen über „Ebenbürtigkeit“ zu vermeiden, war und ist es in den Hansestädten auch heute noch üblich, keine Orden zu stiften und im Gegenzug auch keine Orden anzunehmen. Es gibt keine bindende Vorschrift – man tut es einfach nicht. Das gilt aber nur für Orden. Das Eiserne Kreuz war kein Orden und wurde in ganz Deutschland und Österreich gern angenommen. Daneben schufen die drei Hansestädte 1915 ein gemeinsames Ehrenzeichen für Verdienste im Kriege, das Hanseatenkreuz. Bis 1919 sind rund 50 000 Hanseatenkreuze verliehen und angenommen worden. Außerdem gibt es verschiedene vom Hamburger Stadtstaat gestiftete Medaillen, die auch heute verliehen und von den Geehrten stets freudig angenommen werden. Auszeichnungen (wie etwa wissenschaftliche Preise) und Titel (als staatliche Ehrung) dürfen die Hanseaten durchaus
    annehmen und tun es auch, ohne zu zögern.

    Hans-Wilhelm von Bornstaedt, Kircheib, Westerwald

 

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