‹ Alle Einträge

Zeitsprung: Kultur der Bratwurst

 
1990

Die Geschichte des Ruhrgebietes, sie wird immer wieder gern erzählt. Die Kohle, die wachsende Industrie, der stetige Wandel und die Kumpel mit ihrem, nun ja, geringen Hang zur bürgerlichen Kultur. Heute wissen wir: Das war so gewollt. Schließlich waren Arbeiter – zum Arbeiten da und nicht für die Oper. Dann machten die Zechen dicht, und manche Wurstbude, wie die in Recklinghausen auf dem oberen Bild, musste mangels Kundschaft schließen.

2010

Das, was man einen „gelungenen Strukturwandel“ nannte, brachte nun dieses Jahr der Stadt Essen und dem ganzen Revier den Titel der „Kulturhauptstadt 2010“, und plötzlich ist auch im Ruhrgebiet die Kultur in aller Munde. Wir wissen jetzt: Kultur ist überall, Kultur ist machbar, und aus dem Hunger auf einen fetten Imbiss wird ebenfalls Kultur – Wurstkultur. Das Bild aus 2010 habe ich in Dortmund aufgenommen.

Günter Mowe, Dortmund

2 Kommentare

  1.   Dr. Hinterwäldler

    Und sogar in Recklinghausen gibt es eine Wurstkultur 🙂 Passend zum oberen Bild!

  2.   I.Steinborn

    Wurstkultur gibt’s übrigens auch in Recklinghausen – lecker!!

    Und bei den Preisen schmeckt Kultur doch gleich nach mehr und wird für Fans schon fast Kult ;))
    Mein Tipp: ausprobieren

 

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.

Anmelden Registrieren