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Befreiendes Lachen

 

Wegen meiner Parkinsonerkrankung gibt es in meinem Leben gute und weniger gute Tage. Es liegt mir aber nicht, darüber zu klagen. Meine Frau und ich sagen oft: „So, 5 Minuten, das reicht.“ Bei meiner wöchentlichen Krankengymnastik werde ich von einer wunderbaren Therapeutin betreut, die es immer wieder versteht, mich wie eine „Menschenflüsterin“ zu lesen und aufzumuntern. Beim letzten Mal sah sie es mir wohl an, dass es mir nicht so gut ging. Auf ihr gezieltes Befragen gab ich es dann zu: „Ich musste gestern immer an den Satz eines anderen Parkinsonkranken aus meiner früheren Gruppe denken, der sagte: ‚Wir enden alle mal im Rollstuhl‘.“ Da setzte meine Therapeutin noch einen drauf: „Ja, und wir werden alle sterben!“ Kann sich jemand das befreiende Lachen vorstellen, in das wir beide einstimmten?

Horst Genenger, Lahr/Schwarzwald

 

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