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Gruselhörspiel, online und offline

 
CC-BY-Ch. Histel

Die Idee zu unserem Gruselhörspiel entstand an einem Sommerabend im Biergarten. Als Grundlagen sollte der Groschenroman dienen, den ein Freund im Rahmen einer Wette geschrieben und seitdem auf der Festplatte liegen hatte: Die Geschichte des Parapsychologen Moe Hackett. Schnell waren der Roman zum Hörspielskript umgeschrieben und via Twitter, Facebook und E-Mail die SprecherInnen gefunden. Die Beiträge wurden gesammelt und dann von einem befreundeten Tontechniker im Studio gemixt. Das fertige Hörspiel steht kostenlos zum Download bereit.

Doch ein wenig mehr wollten wir dann doch auf die Beine stellen: Eine Hörspielpremiere sollte es geben, nämlich im „Burgtheater“, einem stillgelegten Kino aus den Fünfziger Jahren, das der Besitzer, ein netter älterer Herr, für Veranstaltungen vermietet. Passend zum Geisterjägerplot wurde der 31.10. als Termin angesetzt – Halloween. Doch wenn interessiert schon die Premiere eines Amateurhörspiels, dachten wir und rechneten mit nicht mehr als 20 Gästen. Trotzdem legten wir uns ins Zeug, mit Deko und Tombola, und fanden sogar Sponsoren für Lospreise, einen Teil der Getränke und Gruselmuffins. Nachdem wir in Lokalpresse und über das Web 2.0 kräftig getrommelt hatten, erschienen uns um die 50 Besucher realistisch. Doch wir hatten uns wohl unterschätzt: Das Foyer füllte sich und schon bevor die Premiere um 20 Uhr begann war klar, dass die 80 Plätze des Kinosaals besetzt sein würden. Wir gaben schließlich eine zweite Vorstellung und zählten insgesamt 120 Gäste. Nicht nur die Saalmiete konnten wir am Ende decken, wir nahmen zusätzlich noch über 200 Euro ein, die wir zur Unterstützung von Creative-Commons spenden werden, unter deren Lizenz das Hörspiel läuft und die Veranstaltungen wie unsere Hörspielpremiere überhaupt erst möglich macht.

Judith Rachel, Friedrichsthal

 

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