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Wiedergefunden: Der Weihnachtsgruß

 


In den Tagebüchern meines Großvaters, der 1956 gestorben ist, habe ich ein Dokument gefunden, das mich schlagartig in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg versetzt hat: die Nachricht über ein Care-Paket aus Amerika zu Weihnachten 1946, vor genau 65 Jahren also. Absender war der Bruder meines Großvaters, der viele Jahre zuvor nach Amerika ausgewandert war. Der Inhalt dieses ersten Pakets war für unsere Familie (meinen Großvater, meine Mutter und meine beiden Brüder) in der Zeit der Mangelernährung überlebenswichtig. Mein Vater kam erst Mitte 1947 aus russischer Kriegsgefangenschaft nach Hause. In den Jahren 1946 und 1947 erhielten wir insgesamt 150 Pakete, wie sich aus den Tagebuchaufzeichnungen ergibt. Noch heute denke ich mit großer Dankbarkeit an diese großzügige Überlebenshilfe. Heute habe ich übers Internet wieder Kontakt mit den Nachfahren unserer Verwandten in Amerika.

Heino Bosse, Hamburg

1 Kommentar

  1.   Sabine Wilke

    Lieber Herr Bosse,

    Ihr Weihnachtsbrief und die Geschichte Ihrer Familie stehen exemplarisch für unzählige weitere Menschen, denen in Europa in Zeiten größter Not geholfen wurde. Insgesamt schickte die Hilfsorganisation CARE über 100 Millionen Pakete nach Europa, um Not und Armut zu lindern. Wir sind stolz, in dieser Tradition bis heute dort zu helfen, wo Menschen unverschuldet leiden und sie dabei zu begleiten, sich selbst aus der Armut zu befreien. Das moderne CARE-Paket enthält heute keinen Kaffee mehr, sondern das, was vor Ort am dringendsten gebraucht wird, etwa Decken, Wasserkanister und Nahrung: http://bit.ly/u4jWdn

    Ein modernes CARE-Paket kann aber auch die Ausbildung einer Geburtshelferin sein, eine Kleinspargruppe oder die Wiederaufforstung eines Waldes. Die Initialien von CARE ergeben nicht umsonst das schöne englische Wort „to care“, sich kümmern. In diesem Sinne fröhliche Weihnachten,

    Sabine Wilke (CARE Deutschland-Luxemburg)

 

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