Von meinen Eltern kenne ich noch das Wort ausklamüsern. Sie benutzten es, wenn ich eine heikle Sache zu lösen versuchte – den Reifen eines Hinterrads am Fahrrad flicken, eine grammatikalische Regel korrekt anwenden oder hinter den Sinn einer Erklärung steigen. Ich musste das Problem eben mit Mühe und Ausdauer ausklamüsern; gelang es, waren alle stolz, scheiterte man, hatte man sich leider umsonst »abklamüsert«. Auch heute muss man noch vieles, etwa unverständliche Aufbauanleitungen, ausklamüsern.
Karl-Josef Mewaldt, Buxheim