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Durmseln: Mein Wort-Schatz

 

Oft liege ich im Bett und klage darüber, nicht einschlafen zu können. Wann immer meine Mutter das mitbekommt, sagt sie: „Wieso, ist doch auch schön einfach so vor sich hin zu durmseln.“ Ich weiß nicht woher das Wort kommt, und kann es leider auch in keinem Wörterbuch finden. Zu schade, es ist doch so schön. Durmseln, dass klingt wie Amseln. Und erweckt die Vorstellung von Vögeln, die nebeneinander im aufgeplusterten Federkleid auf einem Ast sitzen, geborgen und voller Gemütlichkeit. Durmseln ist manchmal noch besser als schlafen, denn man nimmt die wohlige Wärme bewusst wahr.

Johanna Köpp

1 Kommentar

  1.   Claus

    Ich könnte mir vorstellen, das Wort hängt mit fränkisch-schwäbisch „dormelig“ oder „durmelig“ für „schwindlig“ zusammen, hochsprachlich mit „taumeln“ und bezeichnete dann den wohlig-„taumeligen“ Dämmerzustand des Eindösens…
    Das sind aber nur Vermutungen.

 

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