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Sommergewitter

 

(frei nach Heinz Erhardt und Ludwig Uhland »Das Unwetter«)

Vater und Mutter, Handtasche und Kind
im dunklen Auto versammelt sind. –

’s ist Mittwoch. Da hört man von ferne
ein leises Grollen. Mond und Sterne
und auch die Berge hüllen sich ein,
einzelne Blitze leuchten fein.

Und es sitzt hellwach – im dunklen Gefährt
die Familie mit Tasche, die Stimmung gärt.

Das Gewitter kommt näher mit Donnerschlag –
und noch fünf Minuten bis Donnerstag!

Es heult der Sturm, es schwankt schon das Zelt,
der Regen prasselt, unter geht die Welt!
Und im dunklen Auto – man weiß es schon –
sind Eltern, Tasche, Tochter und Sohn.

Ein furchtbarer Krach! Die Mutter schreit:
»Der Blitz, er schlägt ein! Nun ist es so weit!« –
Sie sieht schon vor sich wie das Zelt verglimmt,
doch nach zig Gewittern: Es hat nie gestimmt.

Alle Camper begaben sich längst zur Ruh,
Familie F. hockt da, tut kein Auge zu.

Gudrun Thesing, Mechernich
Kindheitserinnerungen an die Campingurlaube in den sechziger Jahren. Und passend zum diesjährigen Sommerwetter

 

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