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Violoncello: Mein Wort-Schatz

 

Violoncello ist mein Lieblingswort, solange ich denken kann: diese Eleganz, diese Leichtigkeit, dieses Tremolo zu Beginn, um nach den geradezu artistisch anmutenden Zungenbewegungen der ersten drei Silben, in die man sich am besten mit geschlossenen Augen kopfüber hineinstürzt, nun das einzige »e« des Wortes elegant, ein wenig lasziv und in aller Ruhe ins Delta des »o« fließen zu lassen. Der Klang nimmt mich mit in mondäne Badeorte, ich denke an Positano, an galante Herren und geheimnisvoll lächelnde Damen, an Strohhüte und an Musikkapellen mit dem Schmelz jener Tage im Repertoire. Kann man da noch schlechter Laune sein? Ich jedenfalls bin gegen den Zauber dieses Wortes vollkommen wehrlos.

Angela Detmers, berlin

 

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