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Mein Wort-Schatz

 

Ein Wort aus meiner Kindheit im Siegerland ist bei mir bis heute in Erinnerung geblieben. Wenn ich etwa an der Marmelade genascht hatte, vom Spielen arg verdreckt von draußen ins Haus kam oder geflissentlich das Rufen meiner Mutter überhörte, so schalt sie mich »Du Unducht«, mit erhobenem Zeigefinger, aber nicht wirklich böse, sondern mit gewissem Verständnis für ihren kleinen Lausbub. Nun, im Pensionsalter, habe ich Unducht (»Taugenichts oder ungezogener Junge«) in einem alten westfälischen Wörterbuch wiederentdeckt.

Ralf Ortheil, Wald-Michelbach, Hessen

 

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